Auflistung für das Stichwort ‘Antony’

X-TG – Desertshore/ The Final Report

Dienstag, 18. Dezember 2012

Am 26. November 2012 verkündeten Cosey Fanni Tutti und Chris Carter, nach dem Ausstieg von Genesis Breyer P-Orridge und dem Tod von Peter “Sleazy” Christopherson die letzten aktiven Mitglieder von THROBBING GRISTLE, das offizielle Ende der Band (was natürlich nicht heißt, dass nicht auch in Zukunft mit weiteren Veröffentlichungen aus den TG-Archiven zu rechnen ist). Als letztes Kapitel der Bandgeschichte ist nun das Doppel-Album Desertshore / The Final Report erschienen, das vor allem als ein Memorial für den am 25. November 2010 in Bangkok verstorbenen “Sleazy” zu verstehen ist. Dass mit dem Album Trauerarbeit geleistet wird macht auch das Artwork deutlich: so ist das Außencover ganz in Weiß, der traditionellen Trauerfarbe von Hinduismus und Buddhismus gehalten, während die Tonträger (zu mindestens in der Vinylfassung) in schwarze Hüllen eingelegt sind . (weiterlesen…)

CURRENT 93 – Interview

Samstag, 14. Mai 2011

Current 93, die (selbstironisch so bezeichnete) „ultimative halluzinatorische gnostische Supergruppe“ um David Tibet, ist ein Universum, in dem seltsame Planeten herumschwirren, ein Projekt, das auch nach 27 Jahren (noch) zu überraschen vermag. Die Texte David Tibets sind auf den vergangenen drei Alben nach einer Zeit der Introspektion zu einer völlig eigenen und oftmals in ihrer Metaphorik und Bildlichkeit – „a heap of broken images“ heißt es in Eliots „The Waste Land“ – kaum zu durchdringenden Mischung aus Autobiographischem und Kosmischem geworden. Die Anzahl der an den Alben und auf der Bühne Beteiligten wuchs und nachdem Current 93 mit „Black Ships Ate The Sky“ 2006 vielleicht durchaus etwas vom Folkboom profitieren konnten, veröffentlichten sie drei Jahre später mit „Aleph at Hallucinatory Mountain“ ein Rockalbum um erneut Erwartung(shaltung)en zu unterlaufen. „Baalstorm, Sing Omega“, das jüngste Werk, schließt laut David Tibet die jüngste  kreative Phase ab. (weiterlesen…)

LITTLE ANNIE – Interview

Donnerstag, 1. Juli 2010

Bei manchen Künstlern fällt eine adäquate Einleitung aufgrund der schieren Quantität ihres Outputs oder aber der  Anzahl der Jahre, die sie tätig sind, schwer. Bei anderen ist es die Qualität – nicht notwendigerweise beschränkt auf Qualität im Sinne von gut oder schlecht, sondern verstanden als Variation im Schaffen(sprozess). Bei Little Annie, auch als Annie Anxiety bekannt, treffen beide Faktoren aufeinander. (weiterlesen…)

RUFUS WAINWRIGHT – All Days Are Nights: Songs For Lulu

Dienstag, 4. Mai 2010

Gut gelingt sie ihm, die Reduktion aufs Wesentliche. Rufus Wainwright konzentriert sich auf seinem neuen Longplayer “All Days Are Nights: Songs For Lulu” auf Piano und Gesang und stellt sein Klavierspiel, das sich auf den Vorgängeralben oft hinter den üppigen Arrangements versteckte, in den Vordergrund. Und natürlich seine Stimme.

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BABY DEE – A Book of Songs for Anne Marie

Freitag, 26. März 2010

Die meisten dürften wissen, dass „A Book of Songs…“ nicht der wirkliche Nachfolger zu dem 2008 auf Drag City erschienenen „Safe Inside the Day“ ist, handelt es sich doch um eine Überarbeitung und Neuinterpretation – und nicht um eine Wiederveröffentlichung, wie in einigen Rezensionen fälschlich zu lesen war – des 2004 auf Durtro in einer Miniauflage von 150 Exemplaren veröffentlichten gleichnamigen Albums. (weiterlesen…)

MICHAEL CASHMORE – The Snow Abides

Donnerstag, 4. März 2010

Als vor Jahren – 2002 um genau zu sein – CURRENT 93 an zwei Abenden in der Londoner St. Olave-Kirche auftraten, spielte Michael Cashmore einen Song mit Antony, brach aber gegen Ende schüchtern ab, ganz so, als vertraue er seinen eigenen Fähigkeiten (im Gegensatz zum begeisterten Publikum) nicht. Diese Anekdote spiegelt vielleicht das Zurückhaltende, vielleicht auch Kauzige des englischen Gitaristen wider. (weiterlesen…)

JULIA KENT Interview

Dienstag, 2. März 2010

Das Erscheinen von “Delay“ – Julia Kents Debütalbum – markierte für die Künstlerin eine Zäsur. Bekannt durch unzählige Kollaborationen (z.B. ANTONY & THE JOHNSONS etc) ging sie mit “Delay“ den nächsten logischen Schritt. Was lässt sich nun über “Delay“ sagen? Thematisch greift Julia Kent ihr “Unterwegssein“ auf bzw. reflektiert sie auf dem Album ihr Dasein als Künstlerin “on the road“. Musikalisch betrachtet, lässt sich sagen, dass die Strahlkraft der Stücke unablässig transportiert, dass die Künstlerin in ihren Stücken wohnt, ja sie sogar bewohnt. Wie dieses “Wohnen“ aussieht – und was die Künstlerin darüber hinaus antreibt, soll das nun folgende Interview klären. Das Fotomaterial stammt von Hilary Mc Hone. (weiterlesen…)