ELIJAH’S MANTLE – Interview

Mittwoch, 1. September 2010

Um ELIJAH’S MANTLE, das Musikprojekt des in Irland lebenden Komponisten, Schauspielers und Kurators Mark St. John Ellis, ist es in den letzten Jahren eher ruhig geworden. Anfang der 90er aus dem Performance-Project THEATRE OF MASQUE hervorgegangen, wendete sich Ellis einer bisher einzigartigen Ausprägung vokallastiger Minimal Music zu, widmete sich ausgewählten literarischen und theologischen Themen und arbeitete in unterschiedlicher Weise mit Künstlern wie Brendan Perry, Lisa Gerrard (beide DEAD CAN DANCE), Klaus Vormehr (COEX) und Christophe Terrettaz (OZYMANDIAS). Nach längerer Pause erschien Anfang des Jahres die Sammlung „Observations of an Atheist“, die überwiegend Neubearbeitungen früherer Stücke enthält und als Filmsoundtrack verwendet wurde. (weiterlesen…)

MADELINE VON FOERSTER – Interview

Freitag, 20. August 2010

Von Theodor Lessing stammt der Gedanke, dass ein Maler sich selbst immer mitmalt – unabhängig davon, ob er denn nun abstrakt malt oder etwa figurativ. Madeline Von Foersters Bilder bergen eine Reichhaltigkeit, die, wenn man Lessings These zugrunde legt, von einem großen inneren Reichtum der Malerin künden. Von Foerster münzt ihre Ideen in Bilder um und beschert den Betrachter somit ein Fest für die Augen. Sie zeugen von einem hohen Maß an Innerlichkeit und meiden die schreckensumwitterten Gemeinplätze, strahlen in ihren ohne Scheu das Gestern mit einbeziehenden Formen der Darstellung. Das sonnendurchglänzte Alleinstellungsmerkmal ihrer Kunst hat Von Foerster mittlerweile einen größeren Interessentenkreis beschert. Man sieht ihre Bilder nicht nur in internationalen Galerien und in renommierten Kunstmagazinen, auch Bücher und Tonträger bereicherte sie bereits durch ihre visuelle Gestaltung. Das Gestern fest im Blick läuft sie auf das Kommende zu. Dabei wirken ihre Bilder wie ein machtvoller Gegenzauber zu den Zentrifugalkräften der Moderne. Ausdrucksstark in ihrer Darstellung, farbenreich in ihrer Ausführung, schweben ihre Ideen über die Leinwand, jedoch täuscht der erste Eindruck des scheinbar Schwerelosen, denn an den Wurzeln ihrer Ideen hängt “das größte Gewicht“. Wen Madeline Von Foerster “mitmalt“, soll das folgende Interview zeigen. (weiterlesen…)

SIEBEN – Interview

Sonntag, 15. August 2010

Matt Howdens Projekt mit dem unscheinbaren Namen SIEBEN ist nach rund fünfzehn Jahren Bestehen aus der Szene kaum noch wegzudenken. Doch aus welcher eigentlich? Wie selbstverständlich taucht sein Name in der Berichterstattung über Neofolk auf, strich Howden doch für Jahre die Saiten in einer der wichtigsten Kapellen des Genres. Stilistisch allerdings müsste man die Gemeinsamkeiten zu seinem repetitiven Geigenspiel, welches eine ganze Band zu ersetzen vermag, recht grob an den Haaren herbei ziehen, zumal ihm in diesem Bereich eine Nebenrolle zuteil käme, die seiner unwürdig wäre. Howden wird auch gelegentlich als Filmkomponist aufgeführt und der neueren klassischen Musik zugeordnet. Einige Soundtrack-Meriten und ein der Minimal Music nicht fernes de nova da capo-Kompositionsprinzip sprechen dafür, doch übergeht man bei dieser Klassifizierung gerne den schlichten und warmen Popcharakter, der seine Alben fast immer auszeichnet. (weiterlesen…)

BACKWORLD – Interview

Freitag, 6. August 2010

Joseph Budenholzers Projekt BACKWORLD ist in seiner Anlage so ausgerichtet, dass es zur Immersion einlädt. Dabei ist der Amerikaner ein ewig Forschender, tragen doch seine Arbeiten ein experimentierendes Suchen nach Gott in sich. Leidenschaftlich ist sein Ausdruck und seine, über einen längeren Zeitraum anwachsenden, Kompositionen kosten ihn viel Kraft. Budenholzer vermittelt den Eindruck, sich während des Kompositionsprozesses “zur eigensten Seele heim zu tasten“. In seinem Schaffen stehen diese Momente als Zwischenaufenthalte und finden ihre Formgebung in seinen Liedern und deren außerweltlicher Schönheit.

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CURRENT 93 news

Freitag, 2. Juli 2010

limitierte 6LP Box von CURRENT 93  am 2.Juli erschienen.

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ROZZ WILLIAMS – The Lost Recordings

Freitag, 2. Juli 2010

Rozz Williams hat spätestens mit seinem Freitod am 1. April 1998 endgültig (s)eine Apotheose erfahren und ist in den Olymp (oder besser: Hades) eingekehrt. Obwohl primär durch seine songorientierten Arbeiten verkultet –  Christian Deaths 1982 erschienenes Debüt „Only Theatre of Pain“ dürfte eines der besten Death Rock-Alben aller Zeiten sein,  Shadow Projects zweites Album „Dreams for the Dying“ fügte gothischer Grundstimmung komplexe und experimentelle Strukturen hinzu, seine zwei sicher von Jim Morrisons „American Prayer”-Album beeinflussten Spoken Word- Alben präsentierten Szenarien gespeist aus Heroin- und Alkoholabusus, aus Depression(en) und (A-)Religiosität. (weiterlesen…)

LITTLE ANNIE – Interview

Donnerstag, 1. Juli 2010

Bei manchen Künstlern fällt eine adäquate Einleitung aufgrund der schieren Quantität ihres Outputs oder aber der  Anzahl der Jahre, die sie tätig sind, schwer. Bei anderen ist es die Qualität – nicht notwendigerweise beschränkt auf Qualität im Sinne von gut oder schlecht, sondern verstanden als Variation im Schaffen(sprozess). Bei Little Annie, auch als Annie Anxiety bekannt, treffen beide Faktoren aufeinander. (weiterlesen…)

KLIMEK – Interview

Donnerstag, 1. Juli 2010

Wer Musik als Unterwegssein versteht und nicht im Sinne des Ankommens als Angekommensein, ist eventuell schon auf das Projekt KLIMEK gestoßen. Hinter KLIMEK steckt mit Sebastian Meissner jemand, der ein großes Ideenfeld sein eigen nennt, welches er beständig aberntet und neu bepflanzt. Das ist besonders dann wichtig, wenn man sich, wie Meissner, auf den Pfaden elektronischer Musik bewegt. Ihm gelingt es mit KLIMEK, eine eigene und kräftige Stimme im Chor der Vielen ertönen zu lassen. Seine vielschichtigen und vielgesichtigen Arbeiten sind Mosaiksteine, die aneinander gelegt den Künstler Sebastian Meissner abbilden. Man könnte ihn fast als einen Narrator bezeichnen, ohne dass bei ihm die Worte aufschlagen müssen. Das “Erzähltempo“ seiner Kompositionen ist zurückgenommen und bekanntlich setzt solch ein Tempo die Fähigkeit zur narrativen Breite und dramaturgischen Tiefe voraus. (weiterlesen…)

MUSHROOM`S PATIENCE/ DITHER CRAF – Interview

Donnerstag, 1. Juli 2010

„Angehaltene Herzen vitalsieren, indem man eigenes Herzblut in sie hineinpumpt“, – so könnte die Überschrift über dem Werk Raffaele Cerronis, Entschuldigung – Dither Crafs – lauten. Es ist in letzter Zeit ruhig geworden, um den Italiener, der u.a. mit MUSHROOM`S PATIENCE, aber auch als Maler tiefe Spuren im Sand hinterlassen hat. Seine rauschhaften Veröffentlichungen und sein leidenschaftsstarkes Werk bannen den Rezipienten ein ums andere Mal. Gleichzeitig hat Dither Craf die hohe Form der Faulheit als  Kunstform etabliert. Aktionismus ist ihm fremd. Selten traf auf jemanden der Monaigne Gedanke stärker zu, dass sich “im Abseits … angenehmer genießen“ lässt. Und doch verharrt er nicht an der Staumauer des Schweigens, vielmehr meldet er sich als Künstler nun wieder zu Wort. Eine seiner vielen Qualitäten tritt dabei erneut hervor: Er kann das Abwesende anwesend machen. Seine Veröffentlichungen scheinen Splitter eines größeren Ganzen zu sein, sehnsüchtig erwartet man sein Hervortreten. Sein humoristisch eingefärbter Überschuss an schwarzer Galle und seine gleichzeitige Suche nach einer Welt, in der er willkommen ist, sind neben seinem einmaligen künstlerischen Ausdruck Elemente, die das sehnsüchtige Warten auf seinen Ausdruck evozieren. Vor allem scheint Raffaele aber ein Seltener zu sein, nämlich einer, in dem das Leben noch sein Echo findet … (weiterlesen…)

VOICE OF EYE – Interview

Donnerstag, 1. Juli 2010

Ähnlich der “Blauen Blume“, dem Sehnsuchtssymbol der Romantik, haben auch die Veröffentlichungen VOICE OF EYEs eine Sehnsuchtsymbolik. Die Verbindung von Natur, Mensch und Geist eint beide. “Die Blaue Blume aber ist das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Ewigkeit, Liebe oder Gott.“ (R.Huch). Das Gleiche ließe sich auch über die musikalischen und kompositorischen Suchbewegungen der beiden Amerikaner Bonnie McNairn und Jim Wilson sagen. Seit nun fast 20 Jahren forschen sie in den Tiefen der Klänge und durchstöbern die fast vergessenen Archive der Erde. Ihre tief ausgeloteten Kompositionen und ihre harmonischen Arrangements setzen die Fähigkeit zur dramaturgischen Tiefe voraus. Ihr inneres Kerngehäuse ist auch als Resonanzraum des eigenen Unterbewussten zu verstehen. Gleichzeitig verfügen ihre Kompositionen über die Qualität den Raum um sie herum zu verflüssigen und die Zeit anzuhalten. Letzteres gelingt ihnen, indem sie mittels ihrer Kunst Splitter aus den Zeitbehältern schlagen. (weiterlesen…)

NAGUAL ART – Interview

Donnerstag, 24. Juni 2010

Jenseits von Schwarz und Weiß … und Grau – Ein Interview mit NAGUAL ART

Wie kein anderes Genre zieht Dark Ambient seine Hörer in einzigartige Klanglandschaften, die fern von Raum und Zeit zu sein scheinen. Denn was andere Bands bloß als kurze Intros nutzen, wird hier als eigenständige Musik zelebriert. Eines der herausragenden Projekte ist NAGUAL ART aus Deutschland. Der Musiker Volador hat neben seiner Arbeit an der eigenen Musik, 2009 das Netzlabel ParaLucid gegründet, um eine Plattform für andere Veröffentlichungen zu schaffen. Was jemanden dazu treiben kann, eine solche Musik zu schaffen, erzählt Volador hier selbst.


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BLESSURE GRAVE – Interview

Dienstag, 15. Juni 2010

Zeitfarbe – Anstrich der Gegenwart – sie scheint für BLESSURE GRAVE nicht allzu sehr zu leuchten, antworten sie doch musikalisch und kompositorisch auf ihre Hörgewohnheiten und somit auf die Musiktradition der 80er Jahre. Die beiden Kalifornier, T. Grave und Reyna Kay, schöpfen aus ihrer musikalischen Symbiose eine Kunst, die das Gestern nicht wegschiebt, wobei sie sich nicht im Gestern verhaken. Vor kurzem erschien auf Alien8Recordings  ihr Album “Judged By Twelve, Carried By Six“.

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THOMAS LIGOTTI – Interview

Montag, 14. Juni 2010

„Nothing is for all/in this colony of puppets“

Thomas Ligotti gehört zu den originellsten und talentiertesten Verfassern unheimlicher Literatur. Während andere Autoren ihre Texte dank Textverarbeitungsprogrammen zu endlosen Romankonvoluten aufblähen, an deren Ende der Einbruch des Unheimlichen in die Welt meistens abgewendet werden kann, also der (konventionellen Rezeptionsbedürfnissen entgegenkommende) wärmende Mantel des Happy Ends den Leser wohlig umhüllt, die Unordnung – (weiterlesen…)

LUSTMORD – Interview

Freitag, 21. Mai 2010

„There is a place/Within darkness/Beyond, between/Without name“

Brian Williams’ Projekt entstand in den Nachwehen der ersten Industrialgeneration. Seine Bekanntschaft mit Throbbing Gristle, SPK und Monte Cazazza ließ ihn zuerst noch in bester transgressiver Tradition atonale Klänge herstellen, bevor er sich weniger konfrontativer und atmosphärisch dichterer Musik zuwandte (weiterlesen…)

BUNNY LAKE – Interview 2010

Freitag, 21. Mai 2010

BUNNY LAKE oder den Geist von Ian Curtis unter der glitzernden Disco-Kugel treffen

BUNNY LAKE aus Wien dürften treuen BLACK-Lesern keine Unbekannten sein, da ich das Projekt um den Ex-Sänger von FETISH 69 und FM4-Redakteur Christian Fuchs anlässlich ihres Debüt „The Late Night Tapes“ schon einmal interviewt habe. 4 Jahre und 2 Alben später hat sich einiges bei BUNNY LAKE getan, denn inzwischen hat die Band einen Major-Deal und ist fast im Pop angekommen. Wo vorher noch düstere Nachtclub-Atmosphären und schrill-peitschende Club-Tracks dominierten, gehen jetzt Melancholie und Euphorie groovig Hand in Hand. Frontfrau Suzy On The Rocks überzeugt dabei nicht nur optisch, sondern betört auf „The Beautiful Fall“ auch durch eine hörbar gereifte Stimme, die uns Männer einfach nur niederknien lässt. Christian stand dafür dann hier Rede und Antwort: (weiterlesen…)

ROBIN CRUTCHFIELD Interview

Montag, 3. Mai 2010

„FaerieDreams“ und „Zither Madness“

Robin Crutchfield hat einen langen Weg hinter sich: Mitte der 70er kam er nach New York und gründete 1978 zusammen  mit Arto Lindsay und Ikue Mori die No Wave-Band DNA.  Nach kurzer Zeit verließ er DNA und gründete Dark Day, die eine Reihe von Lineupwechseln und musikalischen Stilen durchliefen. (weiterlesen…)

LILI REFRAIN Interview

Sonntag, 2. Mai 2010

Die Rede vom Verschmelzen des Künstlers mit seinem Werk muss nicht zwangsläufig ein Gemeinplatz sein. Die junge römische Musikerin Lili Refrain jedenfalls, die unlängst ein Album namens “9” aufnahm und ihrer Gitarre widmete, behandelt ihr Instrumentarium beinahe wie ein lebendes Wesen, sich selbst benennt sie auf der anderen Seite nach einem musikalischen Begriff. (weiterlesen…)

ROZZ WILLIAMS / PREMATURE EJACULATION News

Sonntag, 2. Mai 2010

2 neue releases in der ROZZ WILLIAMS “The Lost Recordings” Serie für Anfang Mai angekündigt:

PREMATURE EJACULATION – A Little Hard To Swallow 2CD

PREMATURE EJACULATION – Living Monstrosities / Descent  2CD

Label: Malaise

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Dem Satan eine Kirche – Anton LaVey zum Achtzigsten

Mittwoch, 14. April 2010

Widmet man sich der Lebensbeschreibung von Anton Szandor LaVey, läuft man rasch Gefahr sich in einem Netz aus tatsächlichen Ereignissen, Erfindungen und Halbwahrheiten zu verfangen. Verstand LaVey es doch auf virtuose Weise, in seinen Lebenslauf etliche Legenden einzuflechten, um so ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art zu schaffen; wobei er für sich das für jeden Menschen geltende Recht in Anspruch genommen hat, seine Vita so zu gestalten, wie es seinem inneren Wesen entspricht. Etliche Kritiker machten es sich später zur Aufgabe, LaVey zu entzaubern und ihm Unwahrheiten nachzuweisen. Besonders hervorgetan hat sich hier Zeena LaVey, die zweite Tochter der Schwarzen Papstes1: bedenkt man, dass sie sich einst mit ihrem Vater überworfen hatte, ja sogar behauptet, ihn durch einen Fluch getötet zu haben, muss man sich fragen, ob ihre vermeintlichen Enthüllungen nicht in Wahrheit Erfindungen sind, um dem Ansehen LaVeys zu schaden. Da es den selbstgewählten Rahmen dieses Essays sprengen würde, soll hier nicht versucht werden, jenes Netz zu entwirren. Ohne gänzlich auf kritische Hinweise zu verzichten, soll hier den Legenden geglaubt und das Lebensbild nachgezeichnet werden, das LaVey selbst von sich entworfen hat. (weiterlesen…)

ERNESTO TOMASINI Interview

Montag, 12. April 2010

Ernesto Tomasini dürfte einigen Lesern dieser Publikation durch seinen Gesang auf dem vor knapp zwei Jahren auf Durtro veröffentlichten Album „Digital Angel“ von Othon aufgefallen sein, auf dem die mehrere Oktaven umfassende Stimme des gebürtigen Italieners, der seit Mitte der 90er Jahre in London lebt, einer der Höhepunkte war. (weiterlesen…)

DBPIT & XXENA Interview

Samstag, 10. April 2010

Das Berliner Georg von Rauch-Haus gilt als eines der ersten besetzen Häuser Deutschlands und ist mittlerweile das älteste Hausprojekt der Stadt. An einem kalten Abend im Januar sollte hier der erste gemeinsame Berlin-Auftritt von Flavio Rivabella und der Videokünstlern xXeNa stattfinden. Flavio Rivabella? Genau, Der Bekannte Postindustrielle Trompeter. Trat er früher vornehmlich als Solokünstler in Erscheinung, verfolgt er seit 2008 das gemeinsame Projekt DBPIT & xXeNA. Nicht zuletzt das Mitwirken von xXeNa und der historische Ort führten dazu, dass DBPIT seinen Live-Sound noch stärker verdichtete. So leuchteten die einzelnen Soundpartikel noch stärker aus sich heraus, schwebten einerseits frei und nahmen andererseits ein. Nach einem kurzen Gespräch am Ende des Auftritts wurde das Interview per Mail fortgeführt. Vorhang auf für den Soundzauberer DBPIT und seine Partnerin xXeNA. (weiterlesen…)

THE GREAT PARK Interview

Donnerstag, 8. April 2010

Ins Meer gegossener Wein, brennende Häuser, ein kalt scheinender Mond an wenig beschaulichen Weihnachtsabenden – all dies und mehr begegnet einem in dem weitläufigen, aber dennoch ein ganz eigenes Land bildenden Mikrokosmos, nach dem der Engländer Stephen Burch sein Musikprojekt benannte hat: THE GREAT PARK. Das Urbild des großen Parks liegt, wie wir noch erfahren werden, in Windsor, England. Als fiktiver Ort findet sich der Park überall, wo Burch, der in Berlin lebende britische Sänger mit dem großen Interesse für Menschliches und Allzumenschliches, seine Gitarre auspackt und vor einer meist kleinen, aber begeisterten Gruppe an Zuhörern spielt. (weiterlesen…)

A SILVER MT ZION -Interview (Black 40)

Donnerstag, 1. April 2010

Was anfangs als kammermusikalisches Seitenprojekt von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR wahrgenommen werden konnte, hat inzwischen ein interessantes Eigenleben entwickelt. Vom ersten Album “He Has Left Us Alone But Shafts Of Light Sometimes Grace The Corner Of Our Rooms“ bis zu “This Is Our Punk Rock, Thee Rusted Satellites Gather + Sing” wurde die Instrumentierung üppiger, die Vocals nahmen einen größeren Raum ein, schließlich kam auf letztgenannten Album ein Chor hinzu.

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AXON NEURON/VAGWA – Interview (Black 48)

Donnerstag, 1. April 2010

AXON NEURON/VAGWA oder Observers New Europa

Schon seit 1995 geistert das Projekt AXON NEURON/VAGWA des Rostockers Enrico Eisert nun schon durch die hiesige Industrial-Szene, aber ist leider bisher völlig unverdienter Maßen immer noch ein Geheimtip geblieben. Anfangs noch auf Tape und später CD-R veröffentlichte er sehr atmosphärische Klangcollagen, die oftmals durch verrauschte Radiosamples unterlegt sind und eine Bandbreite von rituell über krachig bis martialisch aufweisen. Bisheriger Höhepunkt dieser Entwicklung war das Mini-Album „Lohe“ beim Berliner Label Eternal Soul und im Anschluß erschien dort auch eine umfassende Werkschau in Form einer Doppel-CD. Aktuell veröffentlicht AXON NEURON/VAGWA gerade auf dem eigenen Mailorder eine exzellente CD-R-Reihe mit größtenteils unveröffentlichten Archiv-Material und aus diesem Anlaß fragte das BLACK nach dem Stand der Dinge. (weiterlesen…)

TONAL Y NAGUAL Interview (Black 31)

Mittwoch, 24. März 2010

Mit TONAL Y NAGUAL ist auf UMB eine Band vertreten, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Oder doch zumindest eine, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Unerschrocken bedient man sich hier verschiedener Elemente und haucht dem so wie so nicht tot geglaubten Genre des Electro vielfältige Geschmäcker und Leben ein. Wirklich sehr interessant, deswegen auch gleich ein Interview (ganz gewiss keine Rezeptsammlung).

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GALERIE SCHALLSCHUTZ Interview (Black 31)

Mittwoch, 24. März 2010

Wenn das Label meines Vertrauens sich ob eines „exzellenten Demos“ überrascht zeigt und die erste Veröffentlichung dann auch noch in einer außergewöhnlichen Verpackung präsentiert, kann das ja eigentlich nicht schlecht sein (Rezension durch meinen geschätzten Kollegen tvod in Ausgabe 29). Neben den höchst „angenehmen“ akustischen Klängen wurde mein Interesse dann auch durch die Thematik des HAARP-Albums geweckt. Diese Neugier führte zu dem nun folgenden Interview, in der sich die GALERIE SCHALLSCHUTZ etwas öffnet, um den einen oder anderen Einblick zu gewähren… (weiterlesen…)

GRUNTSPLATTER Interview (Black 43)

Montag, 22. März 2010

Sind Namen Schall und Rauch? War mir bisher der Name GRUNTSPLATTER kein Begriff, zog mich doch der Schall, der seinem neusten Album „The Aberrant Laboratory” entstieg, recht schnell in seinem finstern Bann. Und je tiefer man durch den ’Rauch’ der Musik dringt, umso mehr gibt es hier zu entdecken. So war es mir wirklich eine Ehre und eine Freude, „Am Ende des Flusses“ mit Scott zu sprechen, der mehr zu sagen hatte als „the horror, the horror“, aber mit dem man offensichtlich den „Horror Vacui“ teilen kann. Enter: GRUNTSPLATTER. (weiterlesen…)

JOOLIE WOOD Interview (Black 47)

Samstag, 20. März 2010

Ein Interview nach einer nur vier Lieder umfassenden E.P., dies würde man gewiss nicht jedem Künstler zugestehen. Wer „Tales of Colour and White“ jedoch einmal gehört hat und wer JOOLIE WOOD – als Teil von CURRENT 93 – live gesehen hat, wird gewiss fasziniert gewesen sein und unser Interesse teilen.

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ESPERS Interview (Black 45)

Donnerstag, 18. März 2010

ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs Personen angewachsene Band auf  ihrem neuen Album “Espers II“ keinen reinen Folk, sondern verwendet E-Gitarren und auch atonale Momente kommen nicht zu kurz. Wenn im folgenden Interview  Gründungsmitglied Meg Baird davon spricht, dass Filme, die für eine musikalische Untermalung durch ESPERS die Eigenschaft des Unterirdischen besitzen sollten, hat man dem so boomenden Feld der Kategorisierungen  somit den Begriff des Subterranean Folk hinzugefügt.

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WERMUT Interview (Black 40)

Mittwoch, 17. März 2010

WERMUT oder Treue ohne Reue

Das Projekt WERMUT tauchte voriges Jahr im Umfeld von HIS DIVINE GRACE und NOVY SVET auf und veröffentlichte eine 10“ im Post Industrial-Stil auf Old Europa Cafe. Die Anfang diesen Jahres erschienene Split-7“ mit ROD DROID ging dann aber plötzlich forsch in die Minimal Elektro-Ecke und die folgende aktuelle 10“ untermauerte diesen ersten Eindruck weiter. Trotzdem blieb das Ganze mysteriös und gab Anlaß zu Fehlinterpretationen – bis zu diesem Interview, doch lest selbst:

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KAL CAHOONE (Tarantella) Interview

Dienstag, 16. März 2010

Eventuell ist Kal Cahoone dem ein oder anderen Leser aus der Zusammenarbeit mit Jay Munly oder LILIUM bekannt. Richtig aufmerksam auf ihre Arbeiten wurden viele durch ihre Band TARANTELLA, welche sie gemeinsam mit John Rumley gründete. Das erste Album der Gruppe, die gekonnt Einflüsse lateinamerikanischer Musik mit Country und europäischer Folklore verbindet, trägt den Titel “Esqueletos“ und erschien 2005 auf Alternative Tentacles, dem Label des ehemaligen DEAD KENNEDYS- Frontmannes Jello Biafra. Neben Bands wie THE DENVER GENTLEMEN, WOVEN HAND, 16 HORSEPOWER und SLIM CESSNA`S AUTO CLUB, die alle für einen morbiden und bisweilen exzentrischen Country-Stil berüchtigt sind, gelten TARANTELLA als ein integraler Bestandteil der Denver Szene, des so genannten Denver Sounds. Kal Cahoone ist eine der wenigen Frauen in dieser Szene. Als Musikerin hat sie eine ganz eigene Art des Schaffens und des Live-Spiels. So wirkt sie bei Live-Auftritten immer ein bisschen entrückt fast außerweltlich – als würde sie nur für sich spielen. Ferner fällt bei ihren Auftritten auf, dass das scheinbar Schwere ihr leicht fällt, ohne dass sie ihrerseits dem Schweren leichtfertig gegenüber tritt. In der Tradition des amerikanischen Folk kann man in ihr aber auch eine Storytellerin sehen, deren Geschichten sich in einer Art abgeschlossenen Kosmos bewegen und sich nicht selten zu etwas Außergewöhnlichem transformieren. In ihrer unverstellten Art hat sie sich unseren Fragen gewidmet. Vor kurzem ist Kal Cahoones erste Solo-Ep “Built The Fire“ bei Helmet Room Recordings erschienen. Ihr Debütalbum wird im Laufe des Jahres veröffentlicht. (weiterlesen…)

GENEVIÉVE PASQUIER Interview (Black 43)

Sonntag, 14. März 2010

In der doch sehr männlich dominierten Welt der, ich sag mal, härteren und dunkleren elektronischen Musik behauptet sich GENVIÉVE PASQUIER nun schon eine ganze Weile. Sie fällt hier sowohl durch ihre akustischen Darbietungen als auch dadurch auf, dass sie zu den wenigen Künstlern zu zählen ist, von denen man sich auch guten Gewissens Poster aufhängen kann. Natürlich konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, auch die ’bessere’ Hälfte von THOROFON zu interviewen, los geht’s. (weiterlesen…)

CIRCULAR Interview (Black 48)

Sonntag, 14. März 2010

CIRCULAR oder Gestaltung des Unbekannten

Das der Dark Ambient-Markt durch die erleichterten technischen Bedingungen und gemessen am mehr als überschaubar daran interessierten Publikum leider völlig überschwemmt ist, dürfte unbestritten sein. Um so schöner, wenn aus der grassierenden Veröffentlichungsflut ein wirklicher Diamant heraussticht und genau so einen funkelnden Edelstein stellt das Debüt „Shaping The Unknown“ von CIRCULAR dar.

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TREUE UM TREUE / REUE UM REUE Labelportrait (Black 47)

Sonntag, 14. März 2010

Treue um Treue/Reue um Treue – ein Labelportrait

Hinter dem inzwischen sich fest etablierten Label T(R)eue um T(R)eue stehen unter anderem das Duo Sofia und Lazslo von WERMUT, die nicht nur mit ihrer Musik, sondern eben auch durch ihrer Verlagsarbeit für frischen Wind in der Minimal-Electro-Wave-Szene gesorgt haben. Beide standen mir im folgenden Labelportrait Rede und Antwort, welches hoffentlich zur weiteren Popularität dessen beitragen wird.

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CADAVEROUS CONDITION – Interview (Black 45)

Sonntag, 14. März 2010

CADAVEROUS CONDITION oder Death Metal mit kurzen Haaren, Sinn und Verstand

Vor rund 5 Jahren kam ich in Berührung mit dem wahrlich ungestümen wie brutalen Sound der österreichischen Death Metal-Band CADAVEROUS CONDITION. Aus meiner Begeisterung über deren „The Lesser Travelled Seas“-Album resultierte dann auch damals ein Interview für das BLACK und seit dem stehe ich im regelmäßigen Kontakt mit dem sympathischen Bandkopf Wolfgang Weiss. Das neue und vor allem vorzügliche Album “To The Night Sky“ bot nun endlich wieder die Gelegenheit zum ausführlichen Gespräch, welches wie immer äußerst interessant und kurzweilig ausgefallen ist, doch überzeugt Euch selbst: (weiterlesen…)

NOBLESSE OBLIGE – Interview (Black 45)

Sonntag, 14. März 2010

NOBLESSE OBLIGE oder was haben Klaus Kinski, Klaus Nomi und Santa Klaus gemeinsam?

NOBLESSE OBLIGE ist eine meiner MySpace-Entdeckungen, welche ich auf Empfehlung von Christian Fuchs (BUNNY LAKE) gemacht habe und die mir sonst sicher durch die Lappen gegangen wäre. NOBLESSE OBLIGE ist ein Duo, welches aus Valerie und Sebastian besteht und zumindest in England schon mit ihrem minimalen wie wilden und anarchischen Disco Punk für Furore gesorgt hat. Als Einflüsse machen sie bei MySpace Klaus Kinski, Klaus Nomi und Santa Klaus geltend, aber man könnte auch genausogut Punk, sleazy Disco, Glam Rock, schwulen Synth-Pop und Industrial anführen. NOBLESSE OBLIGE provozieren und verstören, können aber auch den Club zum tanzen und schwitzen bringen – über all das und auch das immer noch aktuelle Album „Privilege Entails Responsibility“ führte ich folgendes Interview mit Sebastian von NOBLESSE OBLIGE: (weiterlesen…)

FETISH 69 – Interview

Sonntag, 7. März 2010

FETISH 69 oder wenn sich Bands weiterentwickeln!

Den ersten Kontakt mit FETISH 69 hatte ich via MTV Anfang der 90‘er Jahre, wo eine Metalcombo in interessanter Clipästhetik und rohem Sound der differenzierter Sezierung des HUMAN LEAGUE-Klassikers „Boing Boiled“ annahm. Das danach gekaufte Album erfüllte dann aber nicht ganz meine Erwartungen (irgendwie Metal eben) und die Band war schnell wieder vergessen. Zwar kam ich durch das Nebenprojekt BLOW auf dem Label unseres Verlegers noch mal kurz mit FETISH 69 in Berührung, aber selbst der hier etwas elektronischere Sound sprach mich nicht so richtig an. Wieder gingen Jahre ins Land und ich bekam eine Remix-Doppel-CD von FETISH 69 zum rezensieren und das Ding war verdammt aufregend, spannend und irgendwie verstörend!

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JOHN DUNCAN Interview

Sonntag, 7. März 2010

Bei der Beschäftigung mit der Arbeit von John Duncan und der damit zusammenhängenden Auseinandersetzung mit seinem Werk ist eine Tatsache unumstößlich und soll als Sprungbrett für das folgende Gespräch dienen: Die Zahl der Künstler, die ähnlich polarisierend wirken, ist überschaubar. So kann John Duncan sicherlich als Grenzgänger bezeichnet werden. Die Frische seines Werkes und das Unverbrauchte seines Ansatzes machen die Beschäftigung mit ihm so spannend. Dabei steht nicht nur sein Facettenreichtum im Mittelpunkt. Ferner ist er mitnichten ein sich auf der Projektionsfläche des Stilmittels der Provokation Ausruhender. Vielmehr zeigt seine Arbeit vor allem eins, nämlich dass die Auflösungseffekte von Provokation in eine eindimensionale Verführungskultur münden, um Inhaltsarmut zu überdecken. (weiterlesen…)

TIMOTHY RENNER Interview

Sonntag, 7. März 2010

Einen kurzen Abriss über das bisherige musikalische Schaf­fen Timothy Renners zu geben, fällt nicht einfach, war er doch an unzähligen Bands und Projekten beteiligt, deren Gemeinsamkeit aber fast immer ein (mehr oder weniger) direkter Bezug auf tra­ditionelle amerikanische Musik war. Ob mit MOURNING CLOAK Folk mit experimentellen Pas­sagen und Samples kombiniert wurde, oder als THE SPECTRAL LIGHT AND MOONSHINE FIREFLY SNAKEOIL JAMBOREE Traditionals auf (relativ) authen­tische Weise wiedergegeben wurden, ob Timothy mit STONE BREATH – seinem bisher wohl bekanntesten Projekt- eine sehr eigenständige Art von psyche­delischem Folk spielte oder mit BREATHE STONE elektrische Instrumentierung zum Zuge ka­men, ob er solo nur mit Banjo (auf “Primitive Recordings”) Traditionals einspielte oder bei BLACK HAPPY DAY mit Tara Vanflower von LYCIA zusam­menarbeitete und sich dem Ambient annäherte oder bei MOTH MASQUE sein Interesse an Mot­ten vertonte – das Banjo spielt fast immer eine tragende Rolle.

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JARBOE Interview

Sonntag, 7. März 2010

Neben Michael Gira war JARBOE das prägende Gesicht der SWANS. Nach dem Split der Kapelle begann für sie eine Solokarriere, auf deren zahlreiche Ergebnisse sie mittlerweile zurückblickt. Wenige Frauen haben subkulturell so viel ausgelöst und bewegt wie die Amerikanerin. Und dabei ist sie eine ständig Suchende geblieben. Denn was ist das Leben mehr, als ein langer ungewisser Heimweg (nach Beckett). Foto: Jill Williams (weiterlesen…)

REFORMED FACTION Interview

Sonntag, 7. März 2010

Ist der Wille zur Kunst sozial korrupt? Nun, dieses Theodizeeproblem der Kunst streifen Mark Spybey und Robin Storey mit ihrem Projekt REFORMED FACTION. Waren beide in den vergangenen Jahren vornehmlich als Solokünstler aktiv, entschlossen sie sich nun erneut zusammenzuarbeiten. Erneut? Richtig, da war doch was. Beide waren Mitglieder der legendären ZOVIET FRANCE. Einschneidend und wesentlich wirkten sie am Hauptcharakteristikum von ZOVIET FRANCE mit: dem Differenzerlebnis. Im Laufe des bis zum heutigen Tag andauernden Bestehens von ZOVIET FRANCE verließ Mark Spybey 1989 das Projekt. Robin Storey tat es ihm 1992 gleich. Was also trieb die beiden an, wieder an ihrem Klangpanorama zu arbeiten? Dieser – und anderen Fragen – soll das folgende Interview Abhilfe schaffen. (weiterlesen…)

SIX ORGANS OF ADMITTANCE Interview

Sonntag, 7. März 2010

Ben Chasny veröffentlicht seit 1998 unter dem Namen SIX ORGANS OF ADMITTANCE. Dabei schien sein Gitarrenspiel insbesondere auf den frühen Aufnahmen von indischen Ragas beeinflusst. Chasnys Musik ist im besten Sinne des Wortes psychedelisch und jenseits einfacher Kategorisierungen, denn auch wenn anfangs die Musik starke Folkelemente aufwies, machen gerade die jüngsten Veröffentlichungen deutlich, dass eine Zuordnung in momentan allzu beliebte Genres nur bedingt funktioniert. Neben seinem Hauptprojekt ist Ben Chasny seit einigen Jahren Mitglied von COMETS ON FIRE, mit denen er dem Noiserock frönt, er hat als AUGUST BORN veröffentlicht und spielt Gitarre bei BADGERLORE und CURRENT 93.

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MUSHROOM`S PATIENCE Interview

Sonntag, 7. März 2010

Eine ungebrochene, unreflektierte und lineare Biografie wird sich wohl nie mit dem Namen MUSHROOM`S PATIENCE verbinden. Das sich hinter dem römischen Maler und Musiker Raffaele Cerroni formierte Projekt ist an Kategorisierungsversuchen desinteressiert. Bei der Beschäftigung mit dem Projekt lässt sich eine Grundhaltung vermuten, die der große Hans Henny Jahnn einst so formulierte: “Wer die Haltung aufgibt, der hat die Achtung der anderen verloren und ist daran, sein Leben zu verlieren.“ Das Vitale durchdringt jede Note bisheriger MUSHROOM`S PATIENCE-Veröffentlichungen. Ob die von Raffaele Cerroni herbeigesehnte “Revolution des Geschmacks“ eines Tages eintreten wird, verbirgt sich im Nebel der Zeit. Inwiefern Menschen, die an der eigens forcierten Ästhetisierung des Alltags leiden, bei MUSHROOM`S PATIENCE eine Zufluchtstätte finden, müssen sie selbst entscheiden. Definitiv sind MUSHROOM`S PATIENCE eine Bereicherung des kleinen Dauerringens, was landläufig als Leben bezeichnet wird. Und mit absoluter Sicherheit sind MUSHROOM`S PATIENCE in all ihren Stilistika ein Geschenk an alle, die bereit sind zuzuhören. Bis die Seele eines Tages abgeliefert werden muss… (weiterlesen…)

MARISSA NADLER Interview

Sonntag, 7. März 2010

Auf ihren bisher zwei veröffentlichten Alben spielt die 1981 geborene Amerikanerin Marissa Nadler eine originelle Form des Folks, die durch ihren melodischen Sopran charakterisiert ist und in Teilen fast schon so etwas wie einen außerweltlichen Charakter hat. In ihren selbst so betitelten Balladen treten interessante Figuren auf und es dürfte ihr mit ihren Veröffentlichungen schon jetzt gelungen sein einen Platz zwischen anderen Vertreterinnen des momentan so boomenden Folkgenres zu finden. (weiterlesen…)

LARSEN Interview

Sonntag, 7. März 2010

“… dort werden wir uns nun/ Treffen schöner Kummer tiefes Herz.“, heißt es bei S. Kirsch (“Halboffene Tür“). Und der Ort, an dem dies eventuell geschehen kann, wird in diesem Sommer wohlmöglich einer sein, an dem die neue Veröffentlichung von LARSEN (“Seies“) zu hören ist. So ist es LARSEN, dem italienischen Quartett aus Turin mit eben jenem Album gelungen, das letzte kleine versteckte Maß an Reife auszuloten. Klang bei früheren Aufnahmen noch SWANS`sche Vergleiche durch sämtliche Rezensionen der Musikpresse durch, so kann mittlerweile konstatiert werden, dass es den Italienern gelungen ist, ihr eigenes musikalisches Universum abzublenden. Und von wem lässt sich das schon groß behaupten. Das natürlicherweise die Position “zwischen den Stühlen“ eingenommen werden muss, um Unvergleichliches zu schöpfen, wird auch nach dem Gespräch mit LARSEN, hier vertreten durch Fabrizio Modonese Palumbo, deutlich. Zuvorderst jedoch noch ein großer Dank an Bellissimo.it bezüglich der zur Verfügungstellung des Bildmaterials. (weiterlesen…)

CHARALAMBIDES Interview

Sonntag, 7. März 2010

“Sind wir doch mal ehrlich, das alltägliche Leben ist bereits ein Kompromiss.“ wird Christina Carter in diesem Interview sagen. Gemeinsam mit Tom Carter bildet sie das Projekt CHARALAMBIDES. Eingewebt in einen Teppich analoger Flächen und träumerischer Gitarrensounds, ist ein Hauptmerkmal der beiden Amerikaner ihre Authentizität. Das Authentische in diesem Fall heißt, das Selbstgewählte auch zu tragen, eins zu sein mit der Form des eigenen Ausdrucks. Und so verbindet sich dieses kleine Maß an Freiheit mit einem außerordentlichen musikalischen Quellstrom. Nur wenigen Projekten gelingt es, ein Bild von sich selbst in ihr Wirken einzuflechten. Deshalb können die CHARALAMBIDES all jenen etwas schenken, die sich abseits des dominierenden digitalen Lebensideals befinden. Nur wenigen gelingt es mit ihrer Musik so glaubwürdig zu versichern, dass sie kein Interesse an der Veränderung der Welt auf Knopfdruck haben. (weiterlesen…)

STARS OF THE LID Interview

Sonntag, 7. März 2010

Sind STARS OF THE LID und anverwandte Projekte BLACK-kompatibel? Nun wir denken schon, denn letztendlich gibt es laut Aussage von BJÖRK nur gute und schlechte Musik. Das peinlich genaue Einhalten von so genannten Genre- und Stilgrenzen sollte daher eher der jährlichen Bundesversammlung der Modelleisenbahner vorbehalten sein. Adam Wiltzie steht exemplarisch für den Ideenreichtum der hierzulande als Gitarrenambient umschriebenen Musikklassifizierung. Doch Wiltzies Arbeiten erschöpfen sich nicht in eindeutig verortbaren Subklassifizierungen. Schwebend leicht und eindringlich sind die Ergebnisse seines konzentrierten und wirkungsvollen Arbeitens. Darüber hinaus beweist er, dass kleine Sottisen ein Interview würzen und bereichern können. Vor einiger Zeit hob er mit Christina Vantzos sein neustes Projekt THE DEAD TEXAN aus der Taufe. Das Interview kann somit auch unter dem Gesichtspunkt einer Bestandsaufnahme über Wiltzies wichtigste Projekte gelesen werden. (weiterlesen…)

JOHANN JOHANNSSON Interview

Sonntag, 7. März 2010

Selten- sehr selten ist die Faszination für ein neu entdecktes Projekt nach der Rezeption des ersten Tonträgers Ausgangspunkt einer auditiven Liebesaffäre. Bei dem Album “Englabörn” von dem Isländer JOHANN JOHANNSSON ist dieser seltene Fall eingetreten. Warum? “Englabörn” scheint ein Versprechen zu sein, ein Versprechen von Größe. Und ein Schlüssel, ein Schlüssel um die Tür zu öffnen, und die Flucht aus einer schlechten Erfindung, genannt reale Welt vorzunehmen, denn warum sollte jemand der eine Welt selbst erfinden kann, an der schlechten Erfindung dieser realen Welt teilnehmen? Das musikalische Talent JOHANN JOHANNSSONs wird sich jedem halbwegs geübten Ohr sofort erschließen.

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CURRENT 93 Interview

Sonntag, 7. März 2010

”Good-ol’ time Armageddon Music“ Zu CURRENT 93 ließen sich Seiten schreiben, was in David Keenans “England’s Hidden Reverse“ ja auch schon geschehen ist. Ob die langen, düsteren Soundscapes der Frühphase, der spätere “Apocalyptic Folk“ oder die jetzige Verortung als “Urhorde des neuen Folk“ (Berliner Zeitung) durch die Mainstreampresse: Umfangreich ist das Werk David Tibets, zahlreich die Veröffentlichungen und auf den ersten Blick scheint es erratisch zu sein, bei näherer Betrachtung finden sich aber immer wieder Konstanten, wie auch im folgenden Interview betont wird. Gleichzeitig haben sich wenige Künstler in den vergangenen Jahren so rar gemacht, was öffentliche Äußerungen betrifft. Anlässlich des neuen Albums “Black Ships Ate the Sky“ und der für CURRENT 93-Verhältnisse recht umfangreichen Europa-Tour brach David Tibet sein Schweigen und zeigte sich als offener und sehr humorvoller Gesprächspartner, der etwas zur Konzeption des neuen Albums sagte und dessen Thema immer wieder Spiritualität war. Wie kaum ein anderer Künstler setzt Tibet in CURRENT 93 seine allerpersönlichsten Obsessionen um, was in fast jeder seiner Zeilen deutlich wird.

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ANTLERS MULM Interview 2006

Sonntag, 7. März 2010

ANTLERS MULM oder Bohemians From Beyond

ANTLERS MULM ist für mich persönlich eines der ganz wenigen Projekte, die in den letzten Jahren einen sehr eigenen und frischen Sound zu bieten hatten, der sich mühelos einer Beschreibung und etwaigen Vergleichen entzog. Hypnotisch-melodische Ambient-Soundschleifen voller pochend und klopfender Intensität und Atmosphären mit sonoren Sprech-Gesangs bietet nun auch das aktuelle zweite Album “Reverse” und ebenfalls zum zweiten Mal lud ich Hans Johm fürs Interview vor:

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ANTLERS MULM Interview 2003

Sonntag, 7. März 2010

ANTLERS MULM oder was bleibt ist silbergrauer Staub

Wege durch den schnellen Staub – Sonnensegel winken. Teleskop und Funkstation lauschen fernen Freunden. Der große Raum umarmt die Nacht – die weite Bahn strahlt dir den Gruß. (aus „Ferne Freunde“) (weiterlesen…)

TROUM Interview

Samstag, 6. März 2010

Geräuschmusik und Nichtsprachlichkeit sind zwei enge Verwandte, mehr noch  – meint mancher – sie bedingen sich gegenseitig. Dass dies in besonderem Maße auf TROUM zutrifft, wird die Kenner des Projektes kaum überraschen. Wann versagen die Worte? Wo hat das Deskriptive seine Grenzen? Schon dort, wo das schwer Sagbare, das kaum Beschreibbare, gesagt und beschrieben werden soll? Und dennoch gibt es über TROUM viel zu sagen. So faltet ihre Musik Wahrnehmungslücken. So scheint beim Hören ihres Outputs die Zeit gleich lang, aber um vieles breiter zu sein. Spürt man sich stärker, wenn man TROUM hört? Warum bildet ihr Soundfluss mehr ab, als es bei anderen Formationen der Fall ist? Unsererseits lässt sich festhalten, dass BarakaH und Glit(s)ch  eines mit den Surrealisten verbindet – sie sind Meister im Kaschieren ihrer Meisterschaft. (weiterlesen…)

BODUF SONGS Interview

Samstag, 6. März 2010

Zum wiederholten Male liefert das amerikanische Label Kranky eine musikalische Überraschung. Mittlerweile scheint es als könne man den Hörhunger allein dadurch befriedigen, indem man jede Veröffentlichung des Labels abonniert. Mit einer ergreifenden Melange aus Folk- und Ambientthemen spielen sich BODUF SONGS in die erste Reihe. Damit dies auch für die Herzen der Hörerschaft gilt, soll ein Gespräch mit Mat Sweet die wenigen Informationen, die über BODUF SONGS im Umlauf sind, anreichern, beleuchten und erklären. (weiterlesen…)

NAEVUS Interview

Samstag, 6. März 2010

Der Begriff, der medizinisch für ein besonderes Hautmerkmal verwendet wird (im Volksmund auch „Feuermal“ genannt), bedeutet in der Sprache der Musik etwas ganz Anderes. Hier steht „Naevus“ für energiereiche, wenn auch introvertierte, von einem einzigartigen, kraftvollen und ausgefallenem Bass-Spiel bestimmte Musik, die man nur schwerlich in eine Schublade stecken möchte. Irgendwo zwischen „Dark …“, „Gothic“ und  „Apocalyptic Folk“ ist der im positiven Sinne simple (minimalistisch-puristische) Akustik-Sound anzusetzen, den Lloyd James und Joanne Owen direkt aus ihrem Herzen in Musik umzusetzen scheinen. Das Ergebnis sind „Truffles Of Love (1999), „Soil“(2001) und „Behaviour“ (2002) – drei gefühlvolle, melancholische und teils zynische Alben, die vor allem durch Lloyds angenehme Stimme und erwähntes Bass-Spiel von Joanne etwas Besonderes sind.

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LOOKING FOR EUROPE – Neofolk und Hintergründe Interview

Samstag, 6. März 2010

Andreas Diesel und Dieter Gerten:

„Looking for Europe – Neofolk und Hintergründe“

„Langersehnt“ und „heiß erwartet“ – das sind zwei Attribute, die auf das Ende Oktober 2005 über Prophecy Productions/ Auerbach Tonträger erschienene Buch „Looking for Europe – Neofolk und Hintergründe“ von Andreas Diesel und Dieter Gerten definitiv zutreffen. Geht es doch in diesem 528 Seiten starken und von vier CDs begleiteten Nachschlagewerk um ein Thema, das die Musikkultur über Jahrzehnte maßgeblich  bereichert hat; in den letzten Jahren (besonders in Deutschland) aber stellenweise auch entzweit hat: Das Thema Neofolk mit all seinen buntschillernden ambivalenten Facetten.

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STEVE VON TILL (NEUROSIS) Interview

Samstag, 6. März 2010

Wann hat etwas angefangen? Wodurch wurde es ausgelöst? Worauf liegt dabei der Initialakzent? Bezüglich unserer eigenen musikalischen Sozialisation fällt dem Output des Neurot Recordings-Universums sicherlich eine tragende Rolle zu. Wahrscheinlich war es die NEUROSIS-Veröffentlichung “Enemy Of The Sun“ deren Urkraft das bis heute Antreibende weiter und weiter bewegt. Der Neurot-Kosmos um Steve Von Till begeleitet uns seitdem. Mit dem TRIBES OF NEUROT-Album “Grace“ stießen er und NEUROSIS weit über Stilgrenzen hinaus und zum ersten Mal wurde dabei zweierlei deutlich: Hörererwartung und Festlegung spielen im Neurot Recordings-Land keine Rolle. Über die Jahre gewann das Neurot-Label zunehmend an Profil, indem es die Welt nach Ungehörtem abgraste.

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THE DRESDEN DOLLS – Interview

Samstag, 6. März 2010

 

Brechtian Punk Cabaret mit THE DRESDEN DOLLS

 

THE DRESDEN DOLLS aus Nordamerika sind in diesem Quartal meine persönliche Überraschung gewesen und wie schon lange nicht mehr konnte mich so ein Debüt beeindrucken. Erst einmal weckt der ungewöhnliche Name für mich als Sachse Assoziationen und die Musik ist ebenso geschichtlich behaftet, wie erfrischend und wirksam sie ist. Beeinflußt von den morbiden BRECHT/WEIL-Theater-Welten der 20er Jahre und dem Rock’n Roll-Punk der 70er/80er Jahre agiert das Duo AMANDA PALMER und BRIAN VIGLIONE schwankend zwischen tollwütiger Aggression, verruchter Erotik und zerbrechlicher Nabelschau. Dabei beschränkt sich das Duo hauptsächlich auf Klavier, Drums und den variablen Gesang von AMANDA PALMER, welche mir auch im folgenden Interview die Welt der DRESDEN DOLLS näher brachte. (weiterlesen…)

RUMMELSNUFF Interview 2008

Samstag, 6. März 2010

RUMMELSNUFF oder Doomshantys zwischen Kraft und Eisen

Nachdem ich ja schon im BLACK 46 das Projekt RUMMELSNUFF vom Kraftsportler Roger Baptist (KEIN MITLEID, FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER, ATOMATIC NOIR) vorgestellt hatte, ist jetzt endlich das Debüt-Album „Halt durch!“ bei ZickZack erschienen. Sein hämmernder wie schunkliger Sound mit Texten über Matrosen, Bergmänner, Ringer und treue Hunde drängt geradezu zum polarisieren, was auf der Record-Release-Feier anläßlich der CD in Dresden aber gar nicht so der Fall war.

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NEBELHEXE / ANDREA HAUGEN Interview 2006

Samstag, 6. März 2010

Wachstum, Wandel und die Rückkehr ins Ich

Die Musikerin, Heidin, Schriftstellerin, Künstlerin und Magierin Andrea Haugen dürfte vielen als die Verantwortliche für HAGALAZ’ RUNEDANCE bekannt sein – nur Wenige wissen, dass die charismatische Andrea vor ihren erfolgreichen und außergewöhnlichen Alben unter dem Namen HAGALAZ’ RUNEDANCE schon ein Album unter dem Namen NEBELHEXE veröffentlicht hat. Wenn auch das Projekt AGHAST seitdem nicht mehr in Erscheinung trat, so ist doch NEBELHEXE mehr als nur ein Name – steht dieser Name doch für das eigentliche künstlerische Schaffen von der in Norwegen lebenden Deutschen (die auch lange Jahre in England gelebt hat), abseits von Beschränkungen auf das authentische, nordische Heidentum.

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AELDABORN Interview

Samstag, 6. März 2010

Ojektivität kann man mir im Bezug auf AELDABORN beim besten Willen nicht immer „vorwerfen“ – gehören doch alle fünf Mitglieder ausnahmslos schon seit vielen Jahren zu meinem Bekannten- und Freundeskreis. Ist es normalerweise so, dass man erst die Musik und dann den Musiker beim Interview kennen lernt, so ist es diesmal genau andersherum – mir sind die Menschen (und ihre Gedankenwelten) hinter AELDABORN keineswegs fremd und so möchte ich auch dem Leser eine Chance geben, die „älter Geborenen“ (nein, das ist nicht die Übersetzung des Namens, aber es passt gerade so schön) und ihre Gedankenwelten ein klein wenig kennen zu lernen, denn es lohnt sich wirklich, und das nun nicht, um Werbung zu betreiben, sondern, weil es einfach wahr ist.

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KNIFELADDER Interview

Samstag, 6. März 2010

„A glimmer of hope, as from the scorched earth a frenetic new life form appears to emerge.“

KnifeLadder

Allzu selten ist das, was heute als „Industrial“ verkauft und vermarktet wird, noch inhaltlich mit den eigentlichen Grundgedanken des Industrial verknüpft; oft ist das verloren gegangen, was den Industrial in seiner Entstehungszeit ausmachte. Umso wertvoller die seltenen Perlen, die mitreißend und verstörend zugleich auf den Zuhörer einwirken; die zu überraschen vermögen; musikalisch  wertvoll sind und Inhalte vermitteln, wo anderswo nur Oberflächlichkeiten zählen. Einer der Urväter des ‚eigentlichen’ Industrials, der nicht müde wird, musikalisch überall und nirgends aktiv zu sein, ist Jonh Murphy. Die Bands, bei denen er maßgeblich beteiligt war und ist oder bei denen er als Gast zugegen war, kann man nicht mehr zählen und sie sollten sowieso ein Begriff sein. Meilensteine wie SPK, CURRENT 93, SHRIEKBACK usw. säumen den Pfad dieses Ausnahmemusikers und aus aktuellem Anlaß sei seine Band KnifeLadder erwähnt.

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KALTFRONT Interview

Samstag, 6. März 2010
KALTFRONT oder Zieh dich warm an!

KALTFRONT war der Soundtrack meiner unruhevollen Jugend in einem Land, welches es nicht mehr gibt. Dieses Land hieß DDR und dort waren KALTFRONT, zumindest im sächsischen Raum, eine der wichtigsten und besten Punk Rock-Bands. Gegenüber vielen anderen Punk-Bands waren vor allem die Texte von KALTFRONT völlig frei von den üblichen Klischees und statt sich mit Parolenhaften Slogans wie gegen Bullenstaat und Nazibrut zu positionieren, sezierten KALTFRONT absolut treffend Alltagsprobleme und kleidete diese in einen straighten und rockigen Punksound. Deshalb kann man auch heute noch problemlos diese Texte nebst Musik hören und so dachte wohl auch die Band, welche sich nach ihrem Ende 1990 nun im Jahre 2005 neu formiert hat. Seit dem sind sie wieder durch die Dörfer und Städte Ostdeutschlands unterwegs und hinterlassen dort meist begeisterte Jugendliche vereint mit alte Männer im schweißtreibenden Pogo-Kessel.

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FREYA ASWYNN Interview

Samstag, 6. März 2010

Freya Aswynn braucht man eigentlich kaum noch Jemandem vorzustellen, gehört ihr Standardwerk „Die Blätter von Yggdrasil“ (Edition Ananael, 1991) doch zu den wohl bekanntesten und wichtigsten Werken zum Thema Runen, Götter, Magie, nordische Mythologie und weibliche Mysterien. Dieses Buch, persönlich geschrieben, bewußt subjektiv gehalten und trotz alledem in großen Teilen allgemeingültig, bewegte eine Menge und war für einen Paradigmenwechsel in der magischen Landschaft verantwortlich – auch dem Letzten wurde klar, daß Odinismus, nordische Mythologie und das nordische Heidentum an sich nicht nur die Sache rauhbeiniger Männer sein kann, sondern historisch eher matriarchialisch geprägt ist und keine geschlechtsspezifische Religion ist. Freya Aswynn, geboren 1949 in den Niederlanden, hatte bis zu ihrer Buchveröffentlichung bereits das Rosenkreuzertum, die Astrologie, die Kabbala, den Thelemismus und das Wiccatum kennengelernt, war nach England gegangen, dort Hohepriesterin ihres eigenen Covens geworden, bis sie eines Tages ein Wodans-Ritual praktizierte und sich fortan dem Studium der Runen und des ‚nordischen Weges‘ widmete.

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FRATER EREMOR Interview

Samstag, 6. März 2010

Fragen sie Frater Eremor!

Frei nach diesem Motto könnte man unser Interview mit Frater Eremor, dem Autor von „Im Kraftstrom des Satan–Set“ (2001 in aufwendiger und liebevoller Gestaltung bei Second Sight Books erschienen) umschreiben. Der umtriebige setianische Magier, der unter Anderem der Initiator der „Current Of Set“-Gruppe ist, hat mit seinem sehr persönlichen und doch allgemeingültigen Buch zweifelsohne einen Meilenstein gelegt, denn sowohl für Laien als auch für Experten wird hier schnell die Essenz des modernen Satanismus/Setianismus deutlich. Es erwartet den Leser jedoch kein trockenes Werk voller langweiliger Fakten, sondern eine lebendige Darstellung von Theorie und Praxis, nie ohne einen gewissen, sehr sympathischen Schuß Humor. Wir wollten mit unserem Interview weniger in die Tiefen der eigentlichen Thematik eingehen (wer sich für diese interessiert, kaufe das Buch – es lohnt sich wirklich!), als vielmehr den Menschen „hinter“ dem Buch vorstellen. Wohlan!

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BUNNY LAKE Interview 2006

Samstag, 6. März 2010

BUNNY LAKE oder der ewige Krieg gegen den Schlaf

Christian Fuchs aus Österreich ist in seiner Heimat ein renommierter Film- und Musik-Journalist, aber bekannt ist er auch als Sänger bei Projekten wie BLOW, TOXIC LOUNGE oder MELVILLE. Am produktivsten war er aber mit seiner Hauptband FETISH 69, die in den Jahren 1990 bis 2003 eine atemberaubende Mutation vom Death Metal über Noise Core hin zur Angst Electronica vollzog und 5 sehr gute Alben veröffentlichte. Auf ihrer letzten Tour in schon stark reduzierter Besetzung kündigte mir Christian Fuchs dann sein neues Projekt BUNNY LAKE an, welches sich drei Jahre später nun anläßlich des Debüts „The Late Night Tapes“ als seine neue Band entpuppt. Zusammen mit Doktor Nachtstrom und der Sängerin Suzy On The Rocks taucht er dabei in die glamouröse wie abgründige Welt des Großstadtnachtlebens ein und läßt uns am Geschehen hautnah teilhaben, doch lest selbst, wie es dazu kam: (weiterlesen…)

RADIANT BOYS Interview

Samstag, 6. März 2010

„Mitten in die Fresse. Geradeaus. Wütend. Bissig. Laut. Rotzig. Aggressiv.“ So würde ich die Musik der RADIANT BOYS jemandem beschreiben, der sie noch nicht kennt. Der Stil der sympathischen sechs Herren aus Duisburg will nämlich so recht in keine der althergebrachten musikalischen Schubladen passen, auch wenn sie selbst es mit „Hate Rock“ ganz gut auf den Punkt gebracht haben. Um verständlicher zu machen, wie „Rock“ hier definiert werden sollte, muss ein Zitat eines lokal ansässigen Jesusfreaks herhalten, der, nachdem ihm zum ersten Mal Musik von den RADIANT BOYS vorgespielt wurde, ungläubig ausrief „Das ist die gefährlichste Band seit Adolf Hitler!!!“. Was natürlich nicht politisch zu interpretieren ist, sondern einfach die größte Steigerung von „gefährlich“ anschaulich machen sollte und mit einem zwinkernden Auge zu betrachten ist…

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CORVUS CORAX Interview

Samstag, 6. März 2010

Das Lexikon der Superlative könnte demnächst einen bedeutenden neuen Eintrag enthalten. Er würde eine Vielzahl von Stichworten enthalten wie zum Beispiel „einmaliges Musik-Projekt der Spielmänner von CORVUS CORAX mit insgesamt 175 Musikern (darunter auch diverse Musiker aus der Gothic-; Independent- und Mittelalterszene); erster Einsatz sowie erste Aufnahmen von der größten Drehleier der Welt; die erste relevante Neuvertonung von ausgesuchten Texten der aus dem 13. Jahrhundert stammenden mittelalterlichen Handschrift Carmina Burana seit der Version von Carl Orff im Jahre 1937; erstmalige Verquickung von authentischen mittelalterlichen Klängen mit Klassik-Orchester und Klassik-Chören; moderner, schnittiger Flug über die Jahrhunderte der Musikgeschichte; bombastische Umsetzung mit vielen musikalischen Überraschungen“. Unter welchem Begriff diese Einträge zu finden wären? Unter „CORVUS CORAX: Carmina Burana; das Album“ sowie „CORVUS CORAX: Welturaufführung und weitere Auftritte mit der monumentalen orchestralen Neuvertonung der Carmina Burana!

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PRIMUS INTER PARES – Interview

Samstag, 6. März 2010

 

PRIMUS INTER PARES oder endlich mal was eigenes machen!

 

Den Namen Frank Machau werden viele Leser mit der Band ORPLID bzw. dem Neo Folk-Genre verbinden, aber mit seinem Solo-Projekt PRIMUS INTER PARES geht er jetzt eigene Wege, die ihn auch ein Stück zurück in seine Jugend führen. Diese Jugend in der DDR war geprägt vom Independent-Sound der britischen Insel, welcher auch via Äther durch die sogenannte Mauer drang und u.a. hatten es ihm besonders JOY DIVISION, NEW ORDER und die anderen Factory-Bands angetan. Diesen Einfluß hört man jetzt auf der erste Veröffentlichung von PRIMUS INTER PARES deutlich an, die er sogleich seiner Tochter Gerda gewidmet hat. Was es damit jetzt alles auf sich hat, erfährt man im folgenden ausführlichen Interview: (weiterlesen…)

GLENN LOVE Interview

Samstag, 6. März 2010

Der kanadische Musiker und DJ Glenn Love bewandert seit einigen Jahren den immer weiter werdenden Pfad zwischen schwarzer und technoider Musik. Entstammt die gesamte Technomusik letztlich den Wurzeln, die auch für die schwarze elektronische Szene Geburtshelfer waren, so ist in den letzten Jahren durch die Retro-Welle in der Techno-Szene ein Sammelsurium von schwarz-technoiden Events und Releases entstanden und man muss sich nicht mehr ganz so oft von diversen Neugierigen befragen lassen, ob man denn nicht eigentlich ganz andere Musik hört, wenn man als schwarzbekittelte Person in die diversen Clubs oder auf Techno-Events geht.

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SEELENTHRON Interview 2006

Samstag, 6. März 2010

Nachdem wir vor einiger Zeit von DIES NATALIS und den Wegen, die sie nun beschreiten, berichtet haben, ist es nur Fug und Recht, auch von den restlichen Ex-Mitgliedern der Geburtstagskinder zu berichten, die ihrerseits alles Andere als untätig waren und neue, erwachsenere musikalische Wege mit ihrer neuen Gruppe SEELENTHRON gehen. Da vor kurzem das erste Album der sympathischen Sachsen herauskam und erste Konzerte stattfanden (unter anderem zusammen mit KIRLIAN CAMERA), wollen wir an dieser Stelle Alexander Meier (Kompositionen) und Norbert Strahl (Texte und Gesang) zu Worte kommen lassen, die sich – neben Gastmusiker Mario Krieg (Percussions) – hauptverantwortlich für SEELENTHRON zeigen. Mit dem aktuellen Album „Heimkehr“ bezeugen sie, dass musikalische Weiterentwicklung und eine neue, reife Eigenständigkeit Markenzeichen für den Wandel und die Zukunft des deutschen Neofolks sind und dass SEELENTHRON auch abseits dieses Genres zu überzeugen weiß.

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FLIEHENDE STÜRME Interview 2006

Samstag, 6. März 2010

„Schatten des Abschieds hinter jedem Augenblick“ –

FS über FS. Wieder einmal. Es gibt einen Grund, doch auch ohne ihn gäbe es immer einen Grund. Häh? Von vorn: Über eine Band zu schreiben, die einen die Hälfte des eigenen Lebens mit ihrer Musik durch eben jenes Leben begleitet hat; einem unablässig Freund, Schulter, Katharsis, Anstifter, Euphorisierer, Runterzieher, Psychotherapeut, Soundtrack zu dem ganzen beschissenen Film und vieles mehr bedeutete, ist mitnichten einfach. Jedes Mal eine harte Aufgabe. Objektivität sucht man hier vergebens, Passion findet man ohne Lupe. Und ein neues Album der STÜRME, welches der Grund für diesen Artikel ist.

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KEIN ZWEITER Interview

Samstag, 6. März 2010

„Du bist kein richtiger Mann, du brauchst zu lange für dein Bier!“

Selten ist es in den heutigen Tagen der „Jeder, der Musik machen will, bringt auch einen Tonträger heraus“-Zeiten, dass man von Originalität und Qualität überrascht wird. Umso schöner, wenn genau das passiert und man beim ersten Hören eines Tonträgers zum Einen musikalisch und zum Anderen inhaltlich sofort rundweg begeistert ist. Jüngst geschehen bei dem vor kurzem erschienenen Vinyl-Album von KEIN ZWEITER aus Berlin mit dem sicherlich erst einmal (bewusst) irreführenden Titel „Muskeln Und Kraft = Überlegenheit“. Das Erstlingswerk von Gort Klüth (Gesang) und Klaus-Helene Ramp (Elektronik) ist nach schwerer Geburt nun endlich bei 90% Wasser erschienen, dem Label also, das bekannt für liebevoll konzeptionell sowie künstlerisch wertvoll gestaltete Tonträger und Ausnahmemusiker/-künstler wie z.B. COLUMN ONE ist.

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LADY MORPHIA Interview

Samstag, 6. März 2010

Fast sieben Jahre ist es her, als das Debutalbum von LADY MORPHIA nicht wenige begeisterte und man auf weitere Musik der beiden Brüder aus England hoffte. Sieben Jahre mussten alle warten, doch jetzt ist es geboren, das neue Kind der Herrin der Zwischenwelt. „Essence And Infinity“ ist ein beachtliches Werk, das viele musikalische Einflüsse verarbeitet und mit einem ausgefeilten Gesamtkonzept daherkommt. Nick Nedzynski, seines Zeichens Sänger und ein Multiinstrumentalist unter zweien, führte mit mir ein langes schriftliches Interview, zu dem man erwähnen sollte, dass wir dieses Interview komplett auf deutsch führten. Nick hat sich im Laufe seines Geschichts-Studiums anhand von Sekundärliteratur unsere schwierige Sprache selbst beigebracht und sein Vokabelreichtum (dem man anmerkt, dass sein Forschungsschwerpunkt die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts war) sollte einigen Muttersprachlern zu denken geben.

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PAN AMERICAN Interview

Freitag, 5. März 2010

Mark Nelson – Sänger und Gitarrist bei LABRADFORD entschloss sich 1997 mit PAN AMERICAN auch eigene Wege zu gehen. Sein gleichnamiges Debüt eroberte schnell die Herzen der Hörer. Sein streckenweise an Bill Laswell erinnerndes zweites Machwerk “360 Business/ 360 Bypass“ erspielte sich auch außerhalb der Gitarrenambienthörerschaft ein Publikum. Nach dem introvertierten und zurückgenommenen “The River Made No Sound“ – Album gelang ihm mit der CD/ DVD-Veröffentlichung “Quiet City“ schließlich der große Wurf. Wegweisende Soundfarben und progressive Stilistik haben aus “Quiet City“ wohl eines der wichtigsten Alben des Jahres 2004 gemacht. Das die Introvertiertheit Mark Nelsons sich nicht nur in seiner Musik findet, zeigt das nun folgende Interview…

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CARL MICHAEL VON HAUSSWOLFF Interview

Donnerstag, 4. März 2010

Worauf kommt es an? Was zählt? Vielleicht ist es der Umstand bzw. das Bewusstsein die vorhandene Lebenszeit zu nutzen und gleichzeitig auszukosten. Geht man davon aus, dass am Ende des künstlerischen Schaffensprozesses ein Artefakt steht, welches auch den Künstler in freudige Erregung versetzt, dann trifft die Eingangsvermutung auf den viel beschäftigten Schweden Carl Michael von Hausswolff zu.

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FJERNLYS Interview

Donnerstag, 4. März 2010

Pünktlich zum diesjährigen WGT erschien aus der Leipziger Loki Foundation-Schmiede das phantastisch-sphärische Debüt-Album „Ascending Triads & Luminous Arcs“ von FJERNLYS, welches das neue Projekt von Knut Enderlein ist, der auch als die eine Hälfte von INADE bekannt sein dürfte. Mit FJERNLYS kreiert dieser zusammen mit einigen Mitstreitern wunderschön-geheimnisvolle Ambient Pop-Songs, in deren Sog man sich eines um andere Mal fallen lassen und verlieren kann. Für mich ist die Doppel-CD jetzt schon definitiv eines der Top 10-Alben des Jahres 2006, doch lest selbst, was der Künstler mit FJERNLYS ausdrücken will: (weiterlesen…)

WHITELODGE Interview

Mittwoch, 3. März 2010

Auf dem umtriebigem Label Beta Lactam Ring Records wurden bisher eine 10’ und ein Vollzeitalbum der amerikanischen Band WHITELODGE veröffentlicht. WHITELODGE spielen eine Musik, die mit dem eigentlich zum Klischee erstarrten Adjektiv “atmosphärisch“ am besten beschrieben ist. Für die Band spricht zudem ihre schwierige Kategorisierbarkeit: Anlässlich der ersten 10’ wurden Namen wie SOL INVICTUS, RED HOUSE PAINTERS und CINDYTALK angeführt, die ja auf ganz unterschiedliche Genres verweisen. Die evozierte Stimmung mag auch Assoziationen an SLOWDIVE wecken, aber letztlich spielt das keine Rolle. Wer eine Band, die sich (eventuell) irgendwo zwischen Folk und Post Rock bewegt und auf Geschmacksverirrungen verzichtet, schätzt, der sollte sich eine der beiden Vinylveröffentlichungen der Amerikaner zulegen. Das folgende Interview wurde mit  Gründungsmitglied Dustin Gilbert per E-Mail geführt.

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FOVEA HEX Interview

Mittwoch, 3. März 2010

FOVEA HEX ist das Projekt von Clodagh Simmonds, die in den 60ern bei der Folkband MELLOW CANDLE spielte und auch schon für Mike Oldfield gesungen hat. Auf den bisherigen Veröffentlichungen – drei EPs, die zusammen die “Neither Speak Nor Remain Silent“-Trilogie bilden – wurde sie u. a. von Andrew McKenzie (THE HAFLER TRIO), Colin Potter (u.a. NURSE WITH WOUND), Brian Eno, Robert Fripp unterstützt – um nur ein paar der Beteiligten zu nennen. Die Songs, in deren Zentrum die Stimme Clodagh Simmonds’ steht, lassen sich als eine (im positiven Sinn) eigenwillige und sehr originelle Mischung aus Folk und Ambient bezeichnen ­– wobei das letztlich zu kurz greift.  Die neun Songs lassen Gefühle wie Sehnsucht, Geborgenheit, Verlust entstehen, stürzen den Zuhörer in ein Wechselbad und sind dabei mit die spannendste Musik, die in der letzten Zeit veröffentlicht wurde.

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AMBER ASYLUM Interview 2008

Mittwoch, 3. März 2010

AMBER ASYLUM – das Projekt von Kris Force bedarf nicht vieler einleitender Worte. Über die Jahre hinweg hat das Projekt über die Grenzen von San Francisco hinaus einen Bekanntheitsgrad erlangt. Nicht zuletzt ist Kris Force immer wieder durch Kollaborationen mit z.B. NEUROSIS, JARBOE, MATMOS, Tony Wakeford und Nick Grey in Erscheinung getreten. Vor zwei Jahren gab es bereits ein Interview mit AMBER ASYLUM im Black. Mittlerweile ist das aktuelle Album “Still Point“ erschienen und eine neue Veröffentlichung für 2008 angekündigt. Genügend Gründe, um die Möglichkeit für ein neues Gespräch mit Kris Force zu nutzen.

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SEELENTHRON Interview

Mittwoch, 3. März 2010

Heimatfolk, Herzblut und Vergänglichkeit

In diesen verregneten, dunklen Tagen, die hoffnungslos und leer erscheinen, kommt ein stilles, scheinbar unaufdringliches Album daher, das fast unbemerkt, aber stetig das Herz des Hörers mit seiner melancholischen Art und seiner satten, ausgereiften Produktion erobert.

SEELENTHRON sind zweifelsohne endgültig ihren Kinderschuhen entwachsen. Von Lebenserfahrung und Sinnhinterfragung geprägt, erzählt das zweite Album der zwei Sachsener Ex- DIES NATALIS- Mitglieder Norbert Strahl (Texte, Gesang) und Alexander Meier (Kompositionen) von Vergänglichkeit; von Hoffnung; von Wegen und Umwegen…

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NADJA (AIDAN BAKER) Interview

Mittwoch, 3. März 2010

Aidan Baker ist sicherlich einigen als Solokünstler ein Begriff. Neben weiteren Nebenprojekten (zum Beispiel ARC) ist das gemeinsam mit Leah Buckareff betriebene Projekt NADJA sicherlich sein interessantestes. Baker, der darüber hinaus als Schriftsteller tätig ist, spiegelt mit NADJA diverse Ebenen wider. Formal betrachtet sind NADJA ein Drone-Projekt. Kompositorisch wissen Baker und Buckareff immer neue Muster und Klangbilder zu schaffen und zu schöpfen. Das offensichtliche Antlitz ist das einer überaus produktiven und veröffentlichungsfreudigen Kapelle. Im Subtext schließlich finden sich die Feinheiten und Besonderheiten eines unserer Ansicht nach immer noch viel zu wenig beachteten musikalischen Projekts. Zur Person Aidan Baker! (weiterlesen…)

NEBELHEXE / ANDREA HAUGEN Interview 2008

Mittwoch, 3. März 2010

What happened to our scene? – Von Nebelhexë

Nebelhexe (alias Andrea Haugen) braucht man nun wirklich niemandem mehr vorzustellen. Wer die in Deutschland geborene, aber mittlerweile in Norwegen lebende Musikerin, Heidin, Schriftstellerin, Künstlerin und Magierin nicht durch ihr Musikprojekt HAGALAZ’ RUNEDANCE oder ihr Soloprojekt NEBELHEXE kennt, der hat sicher schon einmal eines ihrer Essays oder Bücher (beispielsweise „Die Alten Feuer Von Midgard“, erschienen im Second Sight Books Verlag) gelesen.

Kürzlich sendete Andrea mir einen Artikel zu, in dem sie sich über den Werteverfall und die totale Kommerzialisierung (in) unserer Szene, bzw. die Verlogenheit des Musicbiz äußert.

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SAVAGE REPUBLIC Interview

Mittwoch, 3. März 2010

Anfang der 80er spielten SAVAGE REPUBLIC ihre eigenwillige Musik, die der Wut des Punks ebenso viel zu verdanken schien, wie dem Industrial, der stärker perkussiv orientiert war. Nach fünf Alben – wobei “Customs“ (in Griechenland mit geliehenem Equipment aufgenommen, nachdem der Zoll die Instrumente konfisziert hatte)  sicherlich das experimentellste war –  löste man sich 1989 auf. Anlässlich der Wiederveröffentlichung der fünf Studioalben ging man 2002 auf eine kleine Tour, bevor sich die eigentliche Rückkehr 2005 ankündigte und 2007  mit der EP “Siam“ und dem Album “1938“ endgültig besiegelt wurde. Vor dem Auftritt in Gießen interviewte ich Ethan Port und Greg Grunke. Das dann folgende Konzert vermischte frühe Songs mit denen des aktuellen Albums, hatte sowohl perkussiv-treibende als auch kontemplative Momente.

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SHARRON KRAUS Interview

Mittwoch, 3. März 2010

Seit einigen Jahren veröffentlicht die Britin Sharron Kraus solo oder mit anderen Tonträger, die verschiedenste Facetten des Folk ausloten. Ihre Stimme und die Stimmung ihrer Alben mögen manchmal an die Grande Dame des britischen Folk – Shirley Collins – erinnern (der Einfluss wird auch von ihr selbst genannt wird), aber Sharron Kraus verleiht jeder Aufnahme etwas Eigenes, Unverwechselbares. Auf ihrer myspace-Seite spricht sie von “Murder ballads and insect incest”, was vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass ihre Musik (auch) immer etwas mit den dunklen Seiten des Lebens zu tun hat, warum manche ihre Musik auch als “Gothic Folk“ tituliert haben.

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CONTROLLED BLEEDING Interview

Mittwoch, 3. März 2010

CONTROLLED BLEEDING haben im Laufe ihrer fast dreißigjährigen Bandgeschichte Unmengen von Alben aufgenommen, von denen meistens keins wie das andere klang. Von einer bizarren Mischung aus Jazz und Punk Ende der 70er, brutalem Noise Anfang der 80er, semigothischer Musik, EBM, Industrial Metal, Dub, Ambient, Metal (mit dem Projekt SKIN CHAMER), Free Jazz (als BREAST FED YAK), ihre Musik war immer erratisch und selbst Paul Lemos sagte einmal in einem Interview, das ich vor etwa  zehn Jahren mit ihm machte, dass er als Musikhörer eine Band wie CONTROLLED BLEEDING (aufgrund der häufigen Stilwechsel) wahrscheinlich hassen würde. In den letzten Jahren war es etwas still geworden, in Interviews äußerte Lemos kreative Ausgebranntheit, aber inzwischen passiert wieder so einiges.

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OM Interview

Mittwoch, 3. März 2010

“Upward. From sun to cross the sky.“

Zwei Alben haben OM, das aus Al Cisneros und Chris Hakius – die beide Anfang der 90er bei SLEEP ausufernden Stoner Rock spielten – bestehende Duo, bisher auf Holy Mountain veröffentlicht. Das dritte wird im Herbst dieses Jahres auf Southern Lord folgen. Die drei “variations“ des ersten Albums und die zwei des 2006 veröffentlichten Nachfolgers sind lange, von Bass, Schlagzeug und dem Mantra artigen Gesang Cisneros’ getragene repetetive Stücke, die den Hörenden in einen Sog ziehen. Dazu tragen auch die verschlüsselten, hermetischen Texte bei.

Ein paar Minuten nach Chris Hakius’ und Al Cisneros’ Auftritt auf dem Donaufestival sprach ich kurz mit letzterem über OM.

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CYCLOBE Interview

Mittwoch, 3. März 2010

1999 veröffentlichten Ossian Brown – damals noch Simon Norris – und Stephen Thrower ihr Debüt “Luminous Darkness“, ein zwar fragmentarisches, aber atmosphärisches Album, auf das 2001 “The Visitors“ folgte, ein elektro-akustisches Meisterwerk. Im Rahmen von “Angry Eelectric Finger“ bearbeiteten CYCLOBE das Ausgangsmaterial von NURSE WITH WOUND so sehr, dass sie diese Veröffentlichung als ihr eigentlich drittes Album betrachten.

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MATT ELLIOTT Interview

Dienstag, 2. März 2010

Mit “Failing Songs“ hat Matt Elliott bereits sein drittes Soloalbum veröffentlicht, welches noch stärker als die beiden Vorgängeralben, zwei zentrale Grundfragen im Elliott´schen Universum umfasst: Scheitern und Sehnsucht. In dieser Ambivalenz des Fassbaren bzw. des Nichtzufassenden türmt Matt Elliott eine Soundorgie aus tausend Bestandteilen. Die darüber hinaus eindrucksvollen Facetten seiner Persönlichkeit soll das nun folgende Interview beleuchten. Das Bildmaterial stammt von Dennis Scharlau. (weiterlesen…)

HERZZ Interview

Dienstag, 2. März 2010

HERZZ ODER DER TANZ AM UNSAGBAREN PUNKT

HERZZ aus Dresden ist zur Zeit die Band der Stunde in der „Fürsten-Stadt“ und ihre Konzerte gleichen intensiven Prozessionen, bei denen die jeweilige Location mit einbezogen wird. Ob nun Abrißhaus, Fabrikkeller, Konzertsaal, Weinhandlung, Kunstgalerie oder Szenekneipe – immer ist das Set anders und trotzdem großartig. Der ehemalige Solist und Schauspieler Tobias Hallbauer stand mir stellvertretend für die Band anläßlich der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP zum Interview zur Verfügung und gibt uns im folgenden Einblick in den Band-Kosmos von HERZZ. (weiterlesen…)

JULIA KENT Interview

Dienstag, 2. März 2010

Das Erscheinen von “Delay“ – Julia Kents Debütalbum – markierte für die Künstlerin eine Zäsur. Bekannt durch unzählige Kollaborationen (z.B. ANTONY & THE JOHNSONS etc) ging sie mit “Delay“ den nächsten logischen Schritt. Was lässt sich nun über “Delay“ sagen? Thematisch greift Julia Kent ihr “Unterwegssein“ auf bzw. reflektiert sie auf dem Album ihr Dasein als Künstlerin “on the road“. Musikalisch betrachtet, lässt sich sagen, dass die Strahlkraft der Stücke unablässig transportiert, dass die Künstlerin in ihren Stücken wohnt, ja sie sogar bewohnt. Wie dieses “Wohnen“ aussieht – und was die Künstlerin darüber hinaus antreibt, soll das nun folgende Interview klären. Das Fotomaterial stammt von Hilary Mc Hone. (weiterlesen…)

VINYL ON DEMAND Labelportrait

Dienstag, 2. März 2010

Vinyl On Demand oder ein Traum wird wahr

Auf das noch junge Label Vinyl On Demand bin ich durch Zufall beim „googlen“ nach SPRUNG AUS DEN WOLKEN gestoßen und ich war mehr als überrascht, was dort für Raritäten aus längst vergangenen Tage der sogenannten „genialen Dilletanten“ in Vinyl wiederveröffentlicht wurden bzw. werden. Schnell war der Kontakt zum Labelbetreiber FRANK MAIER hergestellt und die mir anschließend übersandten Hörproben dürften jeden Vinyl-Sammler feuchte Träume oder zumindest Hände bereiten – absolute Qualitätspressungen, edle Ummantelung im schweren Karton mit Vinyl On Demand-Prägedruck und ungewöhnlich gute Digitalisierung des Ausgangsmaterial von den alten Magnettonbändern. So erblickten im vorigen Jahr längst verschollen geglaubte Veröffentlichungen aus den frühen 80er Jahren von u.a. DIE TÖDLICHE DORIS, SPRUNG AUS DEN WOLKEN, S.Y.P.H. und FRIEDER BUTZMANN das Licht der Welt der Plattenspieler. Doch auch die Philosophie des Labels ist mehr als interessant und begrüßenswert, doch lest selbst… (weiterlesen…)

BABY DEE Interview

Dienstag, 2. März 2010

„I had a dream. […] In this dream, there was our world and the world was dark because there weren’t any robins. And the robins represented love. And for the longest time there was just this darkness. And all of a sudden thousands of robins were set free. And they flew down and brought this blinding light of love. And it seemed like that love would be the only thing that would make any difference, and it did. So I guess it means there is trouble till the robins come.”

Sandy Williams in David Lynchs “Blue Velvet”

“My heart’s come home to me / That robin from a world away / Has come like first warm rain /My heart’s come home to me.”

Baby Dee, “My Heart’s Come Home”

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TOR LUNDVALL Interview

Dienstag, 2. März 2010

1998 erschien ein Album, das Tony Wakeford mit dem bisher als Maler bekannten Tor Lundvall aufgenommen hatte: Der herbstlichen Ausrichtung entsprechend, fanden sich auf “Autumn Calls“ fragile Kompositionen, auf denen elektronische  ambiente Passagen mit melancholischer akustischer Instrumentierung kombiniert wurden. Seitdem hat Tor Lundvall sich alleine den restlichen Jahreszeiten gewidmet, dem Frühling (“The Mist“), Sommer (“Under the Shadows of Trees“) und Winter (“Ice“), wobei das Herbstliche seiner Arbeit wahrscheinlich am nächsten stehen dürfte. Er hat nach dem Zusammenbruch von World Serpent auf Strange Fortune ein neues Zuhause gefunden und  mit “Last Light“ ein vokallastiges Album sowie mit dem jüngst erschienenen “Empty City“ ein primär instrumentales Werk aufgenommen. All seinen (musikalischen wie die Alben schmückenden visuellen) Arbeiten ist eine seltsam entrückte Atmosphäre gemein, die sich vielleicht am besten mit dem englischen Adjektiv “uncanny“ beschreiben ließe. Lundvall selbst hat vor einigen Jahren seine Musik als Ghost Ambient bezeichnet, was man sicher auch auf seine teils an Munch erinnernden Gemälde beziehen kann, die von schemenhaften, manchmal maskierten Gestalten und Wesenheiten bevölkert werden.

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SIMON FINN Interview

Dienstag, 2. März 2010

Ende der 60er nahm Simon Finn ein Acidfolk-Album namens “Pass The Distance“ auf, das aus verschiedenen rechtlichen Gründen relativ schnell aus den Regalen genommen wurde und im Lauf der Jahr(zehnt)e einen ziemlichen Kultstatus erlangte. Nachdem David Tibet das Stück “Jerusalem“ – noch heute im Liverepertoire zu finden und in seiner Intensität beeindruckend – gehört hatte, setzte  er sich mit Simon Finn in Verbindung und vor einigen Jahren erschien das nur von Simon Finn mit Hilfe von Joolie Wood eingespielte Album “Magic Moments“. Inzwischen unterstützt Simon Finn  CURRENT 93 bei Auftritten häufig an der Gitarre, hat ein kleines Label namens 10 to 1 gegründet und (dort) gerade sein drittes Album “Accidental Life“ veröffentlicht. Bei Auftritten wirkt Finn manchmal etwas unbeholfen, sobald er aber anfängt zu spielen, strahlt er etwas aus, das sich schwer in Worte fassen lässt, will man nicht  Floskeln wie “authentisch“ benutzen.

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XELA Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Vor einigen Jahren trafen sich JOHN TWELLS und STEFAN LANDOWSKI in einem Plattenladen. Kurz darauf beschlossen sie das Label TYPE RECORDS zu gründen, welches in der letzten Zeit u.a. durch Veröffentlichungen von TARENTEL, SYLVIAN CHAUVEAU, JULIEN NETO, XELA etc. für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Und eben XELA ist das musikalische Projekt von JOHN TWELLS. Wer an elektronischer Musik weitab von eingefahrenen Genres interessiert ist, sollte das folgende kurzweilige Interview lesen. (weiterlesen…)

EARTH Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

DYLAN CARLSON, das Gesicht hinter EARTH und einzige Besetzungskonstante der Band, gründete diese Ende 1989/ Anfang 1990. Schnell wurden EARTH vom bald darauf zu Weltruhm gelangenden SUB-POP-Label verpflichtet. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP “Extra Capsular Extraction“ folgte im Jahr 1993 ein Meilenstein – “Earth 2“. Mit diesem voluminösen, extrem ausgebremsten Album, welches am ehesten als eine schwarz-schlammige Mischung aus den MELVINS und BLACK SABBATH zu bezeichnen wäre, legten EARTH den Grundstein ihres Statuses in der Subkultur. Die Alben “Phase 3: Thrones And Dominions“ (1995) und “Pentastar“ (1996) sollten für lange Zeit die letzten Zeugnisse der Band sein. Während in den Jahren 1991-1996 mehrere Bandmitglieder kamen und gingen (so verließ z. B. JOE PRESTON Richtung MELVINS die Band/ seit geraumer Zeit ist als zweites festes Bandmitglied ADRIENNE DAVIES am Schlagzeug aktiv), blieb CARLSON, wie bereits erwähnt, die einzige Konstante. Jedoch musste sich dieser nach der Veröffentlichung von “Pentastar“ einer mehrjährigen Drogentherapie unterziehen.

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EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN (BLIXA BARGELD) Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Berlin im Oktober. Bunt belaubt ist die Hauptstadt mittlerweile und wie üblich lärmt und tönt das Leben dieser scheinbar nie stillstehenden Metropole. Doch dafür haben wir heute keine Augen, denn wir werden auf BLIXA BARGELD treffen. Verabredet in der Haupstadtdependance der EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN, gemeinsam mit dem Fotografen Stephan Spreer (der dankenswerter Weise das Fotomaterial für dieses Interview zur Verfügung gestellt hat), blicken wir durch eine schaufensterähnliche Scheibe und sehen dahinter BLIXA BARGELD sitzen. Gleich also wird das Interview stattfinden. (weiterlesen…)

AMBER ASYLUM Interview 2006

Sonntag, 28. Februar 2010

AMBER ASYLUM zu packen und in eine handelsübliche Einleitung zu passen, ist nicht einfach. Die vier Musikerinnen Kris Force, Jackie Perez Gratz, Lorraine Rath und Sarah Weiner bilden das derzeitige Line Up. Speziell Kris Force könnte dem ein oder anderen Leser auch über die Assoziation NEUROSIS oder Jarboe bekannt sein. Sie gründete das Projekt und stellt in der wechselhaften Bandgeschichte mit der später hinzu gestoßenen Jackie Perez Gratz die Besetzungskonstante dar. Die beiden Musikerinnen prägen das Projekt durch ihre jeweils individuellen Stile deutlich. Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten AMBER ASYLUM ihre EP “Garden Of Love“. Grund genug für ein Gespräch mit den beiden Protagonistinnen.

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NOVY SVET Interview 2006

Sonntag, 28. Februar 2010

“Zwei Wege trennten im Wald sich einmal,

auf den minder begangenen fiel meine Wahl.

Und das war der große Unterschied.“

(Robert Frost)

Weniger begangen? Schlechter begangen? Wer mit dem Output NOVY SVET´s vertraut ist, kann sich sicherlich mit den Gedanken anfreunden, dass die NOVY SVET`sche Wanderung nicht über ausgetrampelte Pfade führt. Gleichzeitig bleibt die Konstante, dass alle Veröffentlichungen an möglicherweise vertrauten Punkten beginnen, die dennoch irgendwo ganz anders, weit weg zu sein scheinen. Nicht unwesentlich dabei scheint die konsequenten Brechung der eigenen Stilmittel zu sein und so gelingt es vorgestanzte Erwartungsmuster beim Hörer wie eine Brausetablette in einem Glas voll Wasser aufzulösen. Ist das unberechenbar? Ist das der große Unterschied? Das mittlerweile in Barcelona ansässige Projekt um Frl. Tost und Jürgen Weber bildet vielfarbig schimmernde Facetten ab. Daher kann ein Interview mit den beiden nur Ausschnitte liefern, würde doch ansonsten die Grundausrichtung der Textsorte Interview gesprengt.

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CARLA BOZULICH – Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Bedingungslose Liebe zur Musik lässt sich mit dem Namen CARLA BOZULICH verbinden. Sie ist die erste Künstlerin, die von CONSTELLATION gesignt wurde, ohne dass sie aus dem Umfeld von EFRIM MENUCK, THIERRY AMAR bzw. deren Freunden und Mitstreiter stammt. Ihre Soundgeschöpfe sind kleine, zähe Bastarde, gezeugt von Punk, Country und Electronics. Doch schnell löst sich das auf den ersten Eindruck Widerborstige in hemmungslose Hingabe auf. Und CARLA BOZULICH weiß zu geben. Ihre Live-Auftritte gleichen einer orgiastischen Messe. Ihre Kathedrale sind die Clubs dieser Welt.Dass sich CARLA BOZULICHs Weitläufigkeit und Emotionalität nicht in ihrer Musik erschöpft, zeigt das nun folgende Interview.

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RIVULETS Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

“Wer mein Schweigen nicht annimmt, dem habe ich nichts zu sagen.“ Dieses WOLFGANG BÄCHLER-Zitat trifft in gewisser Hinsicht auf NATHAN AMUNDSON aka RIVULETS zu. Denn wer Schweigen durch Ruhe ersetzt, kommt dem Kern der RIVULETS´schen Folkmusik sehr nah. So stellt seine Musik einen Fluchtpunkt vor allen Definitions- und Steuerungsbemühungen dar und bildet so sein Verweilen-Können ab. Seine Veröffentlichungen ermöglichen eine Rückkehr zu sich selbst und entsprechend ihrer Spieldauer ein Verweilen dort. Einmal mehr wird deutlich, dass es nicht um maximale Provokation, sondern um die maximale Steigerung von Intensität gehen muss, wenn ein bleibender Eindruck hinterlassen werden soll. “You Are My Home“ heißt seine aktuelle Veröffentlichung und vielleicht kann diese für so manchen zu einem Zuhause werden. Das Bildmaterial stammt von LAURENT ORSEAU. (weiterlesen…)

TRESPASSERS WILLIAM Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Eventuell sind TRESPASSERS WILLIAM dem ein oder anderen schon auf dem Soundtrack des Filmes “Lovesong For Bobby Long“ begegnet. Ihr melodienstarker und feinsinniger Folk lässt den Hörer vom Hier abschweifen und stellt somit eine der wenigen brauchbaren Alternativen zum Alltag dar. TRESPASSERS WILLIAM hören heißt, in die stimmungsstarke Welt der Band um ANNA-LYNNE WILLIAMS einzutauchen. Die Stücke sind für sich selbst und in Bezug auf ihre Funktion für das jeweilige Album durchkomponiert und passgenau. Dabei büßen sie jedoch nichts von ihrer Emotionalität und “ihrer tänzelnden Schwermut“ ein. Eindimensionalität ist somit ein Fremdwort im musikalischen Handbuch von TRESPASSERS WILLIAM. So gelingt es TRESPASSERS WILLIAM ebenso wenig wie anderen Bands die Kluft zwischen der Kunst und dem Leben zu schließen. Allerdings ist ihre Kluft ein bisschen kleiner. Für das nun folgende Interview standen ANNA-LYNNE WILLIAMS und ROSS SIMONINI zur Verfügung.

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ANTLERS MULM Interview 2007

Sonntag, 28. Februar 2010

Was sind Gesprächsanlässe? Gibt es Fixpunkte, welche sich systematisch nachzeichnen lassen, wenn sich die Frage nach einem Interview stellt? Bei ANTLERS MULM lässt sich diese Frage leicht beantworten. Das aktuelle Album “Of Withered Sparks“ setzt nicht nur den eingeschlagenen Weg des Leipziger Einmannprojektes der Werktreue fort. Werktreue hier verstanden als Motivtreue- dem Motiv des Tastens und Suchens. Und so findet sich auf der neuen Veröffentlichung eine fast greifbare Gestaltung, die sich nicht in ihrer Ambivalenz von Innehalten und Weitergehen erschöpft, sondern fast magisch diese scheinbaren Gegenpole zu einem intensiven Klangfaden verwebt. Jene Gestaltung ist es letztlich, die diese scheinbare Trennwand zwischen Hörerlebnis und Hörereignis aufhebt. Der Zusammenfluss beider mündet in einem subtilen Ergebnis, welches eine Ahnung von der Tiefe des Möglichen vermittelt. Zu seinem neuen Album und zu vielen anderen Fragen äußerte sich HANS JOHM wie folgt …

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GRAYCEON Interview 2007

Sonntag, 28. Februar 2010

“Was gesagt werden kann, entbehrt der Wirklichkeit. Nur das, was sich gegen das Wort sperrt, existiert und zählt“ (Cioran). Dies trifft auf Musik im Allgemeinen und auf die Veröffentlichung von GRAYCEON im Besonderen zu. Stilistisch schwer einzuordnen, dampft ihre Musik mit einer schweren Metal-Schlagseite in einen Ozean unterschiedlichster Einflüsse und Ausdrucksformen. Das bekannteste Gesicht GRAYCEON´s ist sicherlich das AMBER ASYLUM-Mitglied Jackie Perez Gratz. Ihre Mitstreiter Zack Farwell und Max Doyle sind dem ein oder anderen möglicherweise durch die Band WALKEN bekannt. Soeben ist ihr gleichnamiges Debüt auf  Vendlus Records erschienen. Was sie darüber hinaus bewegt, kann man in folgendem Interview erfahren.

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JESSICA BAILIFF Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Den herausragenden Veröffentlichungen des KRANKY-Labels wurden in diesem Magazin in der Vergangenheit schon diverse Plätze freigeräumt. JESSICA BAILIFF gehört über den KRANKY-Kosmos hinaus sicherlich zu den spannendsten Erscheinungen amerikanischer Subkultur. Anders als viele Künstler ergibt sich bei JESSICA BAILIFF in Werk und Wort eine äußerst stimmige Kongruenz. Dem introvertierten und subtilen Soundgitter steht die Person JESSICA BAILIFF gegenüber, die in ihrer Unaufgeregtheit, Nachdenklichkeit und Reflektiertheit ihr Wirken authentisch verkörpert. Die Musikerin, die bereits in der Zusammenarbeit mit RIVULETS oder ALAN SPARHAWK (LOW) überzeugte, ist noch längst nicht am Ziel ihrer Reise.

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GRAILS Interview

Sonntag, 28. Februar 2010

Die Veröffentlichungen von NEUROT RECORDINGS sind ganz sicher ein Nenner, auf den sich Musikinteressierte einigen können. GRAILS haben sich seiner Zeit via NEUROT RECORDINGS einen größeren Hörerkreis erschlossen. In ihrer Rohheit und Schrulligkeit können ihre Alben überwältigen. Dahinter steht zudem eine feingliedrige Komposition, die sich erst beim mehrmaligen Hören eröffnet.  Dadurch gelingt es GRAILS den Moment zu vermessen. In diesem Sinne und in Bezug auf das Musikverständnis der Mittelstandsgemütlichkeiten sind GRAILS sicherlich Randfiguren. Sie sind widerständig gegenüber der Gravitation des Zentrums. Im Gespräch mit ALEX HALL sollten diese Einschätzungen ausgelotet werden. Hier nun das Ergebnis.

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TONY WAKEFORD Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Ein neues Morgengrauen für Tursa Teil 2

Ein Interview von Peter Webb mit Tony Wakeford und Reeve Malka

Während wir im ersten Teil des Interviews in BLACK 48 vor allem einiges über die Zeit in Tony Wakefords Leben erfahren haben, die er am liebsten heute ungeschehen machen würde, und die ihn trotz ihrer kurzen Dauer bis in die jüngste Vergangeheit verfolgt, steht im zweiten Teil vor allem die musikalische Zukunft von SOL INVICTUS und dem Label Tursa im Vordergrund. Viel Spaß also beim zweiten Teil des Marathoninterviews…

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THE PRAYER Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

? Zur Einleitung mal kurz zu Eurer Bandgeschichte von THE PRAYER, denn es gibt da draußen sicher Leute in der Dark Wave Fraktion, die eventuell schon von Euch gehört haben, aber nicht wissen, wer dahinter steckt, und wenn ja garantiert nicht informiert sind wie es zu dieser Formation mit dem Namen THE PRAYER kommen konnte. Kannst Du vielleicht zum Einstieg einmal kurz skizzieren, wie “The Beginning” bei Euch so verlaufen ist?

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THE BEAUTIFUL DISEASE Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Ein neues Buch drängt sich mir auf – gefunden habe ich es in verformbaren Ecken. Ganz verlassen lag es da, doch so lebendig, als spräche es mit mir, so geheimnisvoll und surreal. Ich öffne es und tauche sofort ein in “stille Räume”, hüpfe sogleich über “Atomplaneten”, während “Glasamseln” über meinem Kopf kreisen, zähle “Planetenstaubkörner” und erfinde “Molekülsysteme” neu.

CHRIS GOELLNITZ, MICHAEL SCHAFFNER und STANLEY CARR schenken uns eine Reise der besonderen Art: eine Reise durch uns, zu uns, eine Reise des Erkennens und Spiegelns. “Bist Du ich?”, “Habe ich noch Sehnsucht?” – Fragen, die jedem einmal durch den Kopf schießen, sind wie ein roter Faden durch das neue Album des Trios. (weiterlesen…)

SUNDAY STRAIN Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Das Label Sonderübertragung ist in den letzten Jahren immer stärker in den  Fokus der Subkultur  getreten. ANTLERS MULM und LLOVESPELL sind schon längst keine Geheimtipps mehr. Immer wieder gelingt es dem Label im Ozean des Vorhandenen zu fischen und kleine perlenbesetzte Muscheln zu Tage zu fördern. Eine dieser Muscheln trägt den Namen SUNDAY STRAIN. Das Projekt um Stephan S. und Dorain W. hat einen Erstling vorgelegt, der von Beginn an überzeugt und bei jedem Hören zu wachsen scheint. Grund genug den Schöpfern dieses Debüts nachzuspüren.

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SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

“The Weird Sisters hand in hand,/Posters of the sea and land,/Thus do go about, about:/Thrice to thine, and thrice to mine,/And thrice again, to make up nine/Peace! – the charm’s wound up.”

(William Shakespeare: Macbeth, Akt 1, Szene 3)

Auch der Interviewer kann es sich nicht verkneifen, mit dem obigen Zitat auf das manchmal Mysteriöse und Unheimliche, das der Musik von SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE anhaftet, anzuspielen: Aufnahmen, die irgendwo in einer Kammer zwischen Phiolen mit Datura- und Tollkirscheextrakten gemacht worden zu sein scheinen.

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SARAH JUNE Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Gerade hat Sarah June auf Timothy Renners Label Hand/Eye ihr Debüt veröffentlicht, auf dem die jetzt in San Francisco lebende gebürtige Detroiterin dezent melancholische Songs mit einer im wahrsten Sinne des Wortes mädchen- (oder märchen-?)haften Stimme singt und sich meistens lediglich auf der Gitarre begleitet. Das in Eigenregie aufgenommene “This Is My Letter To The World” wirkt wie ein Album für einen Herbst, der von seltsamen Gestalten heimgesucht wird.

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POLARLICHT 4.1 Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

… oder ein neues Licht am Electronica-Himmel

Ich hatte schon seit dem Debüt von POLARLICHT 4.1 ein Interview mit Ronny Jaschinski geplant, aber irgendwie ist dieses Vorhaben immer wieder in Vergessenheit geraten. Anlässlich seines dritten Albums “Famos”, welches jetzt via Funkwelten erschienen ist, wurde es nun endlich realisiert. Auf dieser neuen Veröffentlichung rückt POLARLICHT 4.1 etwas von seiner Rhythm Industrial-Vergangenheit ab und wendet sich sehr abwechslungsreich in die Electronica-Richtung. Leider fand das Interview sehr kurzfristig und unter eingeschränkten Kommunikationsmitteln statt, weshalb es etwas kürzer als geplant ausgefallen ist.

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PINK INDUSTRY Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Anlässlich der Wiederveröffentlichung der legendären ersten PINK INDUSTRY-LP “Low Technology” auf CD bei Isegrimm Records ist es gelungen, Ambrose Reynolds, den Kopf der Band, zu einem Interview zu bewegen – Dafür an dieser Stelle Dank an Lerry Dimitroff von Isegrimm, der den Kontakt zu dem in Liverpool lebenden Künstler herstellte und selber ein paar Fragen (sowie die Fotos) beisteuerte. Da Herr Reynolds seit Beginn der 80er Jahre als Musiker und Labelmacher im Independent-Musikgeschäft mitmischt, hat er sicher mehr zu erzählen, als in dieses Heft passen würde, so dass wir uns mit ein paar Fragen begnügen müssen – Lassen wir ihn also umgehend zu Wort kommen:

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NUCLEUS TORN Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

“Mich langweilen die reaktionären Tendenzen im Metal”

Die Schweizer Formation NUCLEUS TORN verwob bereits auf ihrem Debüt-Album “Nihil” (2006) Prog Rock, Metal, Folk und Neo-Klassik-Einflüsse, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. Diesen Weg setzen die Musiker auf ihrem neuen Album “Knell” konsequent fort. Die Kompositionen und Arrangements stehen eher in der Tradition klassischer Musik und haben mit Pop-Musik wenig gemein. Ronald Klein sprach mit dem NT-Kopf Fredy Schnyder über die “Ästhetik des Unkonventionellen”.

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LACRIMAS PROFUNDERE Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Interview mit Gitarrist Tony Berger von Lacrimas Profundere

? High Tony, für Dich und die Band LACRIMAS PROFUNDERE geht ja ein sehr erfolgreiches Jahr zu Ende, mit der neuen gehypten CD – zu der das Magazin Metal Hammer geschrieben hat : “Wer einst die SISTERS geliebt hat, wird das neue Album der deutschen Overnight Sensation LACRIMAS PROFUNDERE als Offenbarung betrachten, zu 100 % Rock`n Sad”. Auch von uns Glückwunsch zu der New CD, die es tatsächlich bis auf Platz 73 der deutschen Album Charts geschafft hat und zur gleichnamigen aktuellen Club Tour durch die Lande. Zudem werdet ihr nun auch wie PAIN, THE 69 EYES und APOCALYPTICA als Artist der Mama Trash Family in den USA promotet, was will man da noch mehr, wie haben LACRIMAS PROFUNDERE überhaupt dereinst begonnen ?

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KOI Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

Der Nishikigoi (oder auch Brokatkarpfen), kurz auch Koi genannt, ist eine Zuchtform des Karpfens (Cyprinus carpio). Diese Info erhält man, wenn man in WIKIPEDIA den Suchbegriff “Koi” eingibt. Diese Umschreibung hat reichlich wenig mit der Band KOI zu tun, die ich hier nachfolgend per Interview kurz vorstellen möchte, denn Karpfen können bekanntlich nicht singen und sind absolut unmusikalisch. Letzteres kann man gottlob nicht nicht von Mr. T-wasted und Miss Moneypenny behaupten, dem Duo, welches sich hinter dem Projektnamen KOI verbirgt.

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HECQ Interview

Sonntag, 24. Januar 2010

… oder Bewältigungsphase mittels “Night Falls”

Pendelte das IDM-Projekt HECQ von Benny Boysen auf seinen bisherigen Veröffentlichungen geradezu genial zwischen zerhackten Beats, Click & Cuts und Soundrackscores, erfährt dieser abenteuerliche Fluß mit dem aktuellen Album “Night Falls” einen Bruch, welcher nicht atemberaubender sein könnte. Fast völlig ohne Beats und Störgeräusche, aber dafür mit ganz viel Atmosphäre und Moll-Akkorden verarbeitet Benny Boysen einen persönlichen Schicksalsschlag, der uns alle treffen kann, doch lest selbst:

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GRAYCEON Interview 2009

Sonntag, 24. Januar 2010

San Francisco scheint ein guter Nährboden für Musik zu sein. Nicht erst in den letzten Jahren finden sich dort eine Vielzahl von innovativen Bands und Künstlern zusammen, die die Subkultur mit ihren Veröffentlichungen bereichern – so auch GRAYCEON. Die Band, bestehend aus Jackie Perez Gratz (AMBER ASYLUM, GIANT SQUID; elektrisches Cello), Max Doyle (WALKEN; Gitarre) und Zack Farwell (WALKEN; Schlagzeug), brachte 2007 ihr Debüt auf Vendlus Records heraus und erntete dafür viele positive Kritiken. Nach der Veröffentlichung einer Split-7” mit GIANT SQUID erscheint dieser Tage nun ihr zweites Album “This Grand Show”. Was sie darüber hinaus bewegt, zeigt das folgende Interview.

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GERI X Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Geri X verfügt über eine vielschichtige und bewegte Vita. Die Bulgarin kam 2001 in die USA und lebt seitdem dort. Von klein auf  trug sie die Musik in sich. In den USA fand sie Mitstreiter, die sie darin unterstützten ihren Ideen, Form und Ausdruck zu geben. Mittlerweile blickt sie auf eine Reihe von Veröffentlichungen zurück. Die Musik von Geri X, die stilistisch irgendwo zwischen Folk und Americana eingeordnet werden kann, zeichnet Wegmarken  unterschiedlicher Felder nach. Diese Felder stehen ambivalent zueinander und bedingen sich dennoch gegenseitig: Schwermut und Hoffnung. So gelingt es ihr scheinbar leichtfüßig zwischen diesen Feldern hin und her zu springen. Dabei kann es passieren, dass sie beim Hörer etwas auslöst, was Nicholas Gomez Davila einmal als “… sich aus einer mittelmäßigen Gegenwart wegwünschen …” bezeichnet hat.

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F-SPACE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Feuer als Geheimnis der Götter, das Prometheus den Menschen brachte und dafür schließlich schrecklich bestraft wurde, Feuer als etwas Leben bewahrendes und Leben vernichtendes. Perkussion, tribale Klänge, Verweise auf die erste Industrialgeneration und Auftritte, bei denen die Energie und Ästhetik des Feuers eine zentrale Rolle spielen. Im folgenden Interview berichtete uns Ethan Port, die eine Hälfte der amerikanischen Band F-SPACE und sonst auch an SAVAGE REPUBLIC und früher an DEATH RIDE ´69 beteiligt, über die Entstehungsgeschichte von F-SPACE, ihre Motivation, die Plattform Mobilization und gab so nebenbei eine an Anekdoten reiche Geschichtsstunde. In all seinen Äußerungen erscheint Ethan Port als jemand, der sich mit einer Hingabe und Ernsthaftigkeit seiner Kunst widmet, die in ihrer Konsequenz beeindruckt.

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DRONE RECORDS Labelporträt

Samstag, 23. Januar 2010

Vielerlei Assoziationen verbinden sich mit dem Begriff “Drone”. Zum Einen umfasst der Begriff diverse Spielarten beinahe schon Stilistika – von LA MONTE YOUNG zu Aidan Baker, von TROUM über EARTH zu FEAR FALLS BURNING. Und schon an dieser Stelle kann widersprochen und beklagt werden, dieses oder jenes sei keine Drone-Musik. Zum Anderen kann es einem passieren, dass wenn man den Begriff “Drone” fallen lässt, sofort die Blickrichtung gen Drone Records geht und Menschen plötzlich tief versunken die Veröffentlichungsliste des Bremer Labels um Stefan Knappe hoch und runter beten. Wenigen Labels ist es gelungen über Jahre hinweg, entlang eines festen Format-Konzepts, eine Subkultur derart zu prägen und zu bereichern. Nicht wenige Künstler unternahmen beziehungsweise unternehmen via Drone Records erste “Gehversuche”. Ist nach 15 Jahren Zeit Bilanz zu ziehen? Vielleicht. Letztlich ist es wahrscheinlich nicht übertrieben, Drone Records als ein Label zu bezeichnen, welches “Musik aus dem Kern der innersten Archive” (H. Krausser) hervorbringt.

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DIE ART Interview

Samstag, 23. Januar 2010

DIE ART ist wieder DIE ART

2001 löste sich nach DIE SKEPTIKER mit DIE ART eine der letzten noch agierenden Indie-Bands der ehemaligen DDR (“die anderen Bands” damals genannt) auf und obwohl man gleich mit WISSMUT (Interview im BLACK 40) ein Nachfolge-Projekt am Start hatte, konnte dieses scheinbar nicht bei allen Fans die alte Kult-Band ersetzten. Ein paar Jahre später erwachte wieder allgemein das Interesse an “die anderen Bands” und DIE SKEPTIKER, SANDOW und KALTFRONT tourten plötzlich wieder recht erfolgreich durch die Clubs. 2007 hatte sich Makarios dann von seinen Bandmitgliedern überzeugen lassen, DIE ART mit der WISSMUT-Besatzung wieder ins Leben zu rufen und intern munkelt man sogar von einer Palastrevolte. Die folgende Tour und das Comeback-Album “Alles was dein Herz begehrt” war ein voller Erfolg und das knapp nur ein Jahr später überraschend nachgeschobene neue Album “Funeral Entertainment” setzt dem noch einen drauf. WISSMUT ist tot – es lebe DIE ART!

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DEATH IN JUNE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Von Fehlinterpretationen, Kitsch und Demontage

Ein Interview mit Douglas Pearce über die Vergangenheit und Zukunft von DEATH IN JUNE

Gut zwei Jahre nach meinem ersten Anlauf, mit dem Zankapfel Nummer Eins des Neofolk ein Interview zu führen, habe ich es diesmal wirklich getan.

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CHRISTINA CARTER Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Die CHARALAMBIDES sind sicherlich einigen Lesern bekannt. Christina Carters Soloarbeiten vielleicht wenigen. Ihre Veröffentlichungen scheinen im Laufe der Jahre immer dichter zu werden. Sie selbst scheint Kunst und Output zu verdichten. Christina Carters Weg bis hier hin ist gekennzeichnet von wenig Kompromissbereitschaft. Dies betrifft gleichermaßen Erwartungen und  Hörgewohnheiten. Trotzdem ist es nur wenigen Künstlerinnen bisher gelungen, derart stark zu prägen und Spuren zu hinterlassen. Dennoch sind ihre Arbeiten so viel mehr. Sie möblieren das innere Wohnzimmer und drücken gleichzeitig eine gelebte Verweigerung dem Außen gegenüber aus. Im folgenden Interview wird die Musikerin einen tiefen Einblick in ihr Denken und Schaffen gewähren. Das Bildmaterial stammt von Stephane Gouat.

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ORPLID Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Kurz vor Drucklegung erreichte mich die Promo-Version des neuen ORPLID-Albums “Greifenherz”, mit dem Frank Machau und Uwe Nolte alias ORPLID eine weitere Sammlung Lieder voller Pathos, Tragik und mythischer Bilder vorlegen (vgl. die Rezension in diesem Heft). Wer nun jedoch Lagerfeuerromantik und Akustikgedudel erwartet, liegt daneben, denn ORPLID gehen auf “Greifenherz” rauer, elektronischer, ja faustischer zu Werke denn je.

Dank an Frank und Uwe, die trotz Hektik und Abgabeschluss entspannte Antworten in elegante Sätze gekleidet zu liefern wussten – Erheben wir also die Schwingen, um uns im Horst der Hallenser Barden umzusehen…

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WOLVES IN THE THRONE ROOM Interview

Samstag, 23. Januar 2010

“Yesterday morning enormous the moon hung low on the ocean,/ Round and yellow-rose in the glow of dawn;/The night-herons flapping home wore dawn on their/wings. Today/Black is the ocean, black and sulphur the sky,/

And white seas leap. I honestly do not know which day/is more beautiful./ I know that tomorrow or next year or in twenty years/I shall not see these things—and it does not matter, it/does not hurt;/They will be here. And when the whole human race/Has been like me rubbed out, they will still be here:/ storms, moon and ocean,/Dawn and the birds. And I say this: their beauty has/more meaning/Than the whole human race and the race of birds.” (Robinson Jeffers, Their Beauty Has More Meaning)

Die amerikanische Band, die sich um die beiden Brüder Nathan und Aaron Weaver gruppiert, die zusammen auf ihrer Farm Calliope ein weitgehend autarkes Leben führen, wurde 2002 bei einem Earth First-Treffen gegründet und hat es innerhalb recht kurzer Zeit geschafft – inzwischen sind drei Studioalben, eine EP und ein Livealbum erschienen – bis in die Mainstream-Feuilletons vorzudringen und sogar in dieser Publikation zu landen, was für eine Black Metal Band sicher nicht ganz üblich ist. (weiterlesen…)

WILLIAM BENNETT (WHITEHOUSE) Interview

Samstag, 23. Januar 2010

William Bennett hat mit WHITEHOUSE in den vergangenen drei Jahrzehnten extrem(st)e elektronische Musik gemacht und damit ein Genre mitgeschaffen,  dessen enge Grenzen WHITEHOUSE allerdings bereits lange gesprengt haben. Schon seit längerem sind die analogen den digitalen Geräten gewichen, sind die Texte (spätestens seit “Cruise”) – auch Bennetts Interesse an NLP geschuldet –komplexer geworden; seit einigen Jahren  wird auch der Einfluss des afrikanischen Kontinents, der schon länger eine Faszination auf Bennett ausübt (bereits 1997 war in der “Extreme Music…”-Serie “Extreme Music From Africa” erschienen), sowohl visuell (erstmals auf “Bird Seed”) als auch musikalisch virulent. Aus der “Extreme Electronic Music” wurde plötzlich (erstmals auf “Asceticists”) “Extreme Electronic And Acoustic Music”: Perkussive Elemente traten in den Vordergrund, wobei die komplexen Polyrhythmen wahrscheinlich wenige zum Tanzen animiert haben dürften, Bennetts Sammlung afrikanischer Perkussionsinstrumente wurde immer größer und schließlich entschied er sich dazu, ein neues  sogenanntes “Afro Noise”-Projekt zu starten, dessen erste Doppel-12’ in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.

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UNICAZÜRN Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Am Mittwoch, den 16. September anno 2009, hatte ich die Gelegenheit, der Präsentation des Debut-Albums von UNICAZÜRN beizuwohnen, welche im Horse Hospital zu London stattfand. Mit etwa 120 Kunstinteressierten war die Galerie gut gefüllt, als David Knight (SHOCK HEADED PETERS. LYDIA LUNCH, ARKKON) und Stephen Thrower (CYCLOBE, COIL) ihre halb improvisierte Vorstellung begannen: Thrower entlockte einer Klarinette tiefe, schwebende Töne, die durch allerlei Gerätschaften verarbeitet und geloopt, zusammen mit Knight’s Synthesizern die Ausgangsbasis für einen fließenden, etwa halbstündigen Klangtrip darstellte, während dessen die beiden ihr Material stets veränderten, modifizierten, einer steten Verflüssigung unterzogen, die als Konzept und Arbeitsweise auch den Inhalt des Albums “Temporal Bends” kennzeichnet, dessen Name Programm ist.  Soundtechnisch und musikalisch brillanter Experimental-Ambient, der im Laufe der letzten fünf Jahre durch die Bearbeitung, Ergänzung und Aufschichtung von in freien Jam-Sessions (wenn man das so nennen kann) aufgenommenem musikalischen Material entstanden ist. Analoge Klangerzeugung und -Manipulation vom Feinsten, dargeboten von Meistern ihres Fachs. Im Anschluss an das Konzert waren beide Künstler netterweise bereit, sich für BLACK mit Fragen versorgen zu lassen, und diese auch zu beantworten.

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THE SONIC BOOM FOUNDATION Interview

Samstag, 23. Januar 2010

…  oder Rock & Roll Raver aus Leipzig

Nach dem Ende der Leipziger Crossover-Legende THINK ABOUT MUTATION aka ((tam)) zerstreute sich die Band in viele neue Projekte (MIKROWELLE, KRIEGER, BORN COOL, MYRA…), denen mehr oder weniger Erfolg beschieden war. Am vielversprechendsten ist jetzt davon aber die SONIC BOOM FOUNDATION (TSBF), welche den Manchester Rave-Sound ins neue Jahrtausend fusionieren und dabei einfach nur groovig und geil sind. Programmier/Basser Joey und Sänger Fmlyn standen mir im folgenden Interview Rede und Antwort:

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TRIARII Interview

Samstag, 23. Januar 2010

… oder “Wir kommen wieder!”

Der Martial Bombast Industrial von TRIARII aus Berlin scheint kaum aufhaltbar zu sein und so entwickelten sich die ersten zwei CDs zu richtigen “Verkaufsschlagern” in einem schon längst stagnierten wie ausgelaugten Genre. Das dieser Erfolg “hausgemacht” ist und ohne Unterstützung durch die einschlägigen Medien oder ein großes Label bzw. Vertrieb erfolgte, ist um so anerkennenswerter. Jetzt widerstehen TRIARII mit ihrem dritten Album “Muse In Arms” sogar jenen Verlockungen, denen zum Beispiel gerade ROME nachgegeben haben und setzten statt auf Gothic-Dancefloor die strenge wie reaktionäre Line fort, welche so eindrucksvoll mit “Ars Militaria” begonnen wurde. Bereits zum zweiten Mal bat deshalb das BLACK TRIARII bzw. Christian Erdmann zum Interview:

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SPECTRA*PARIS Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Also, die Liveauftritte von SPECTRA*PARIS werde ich wohl wirklich nicht so schnell vergessen. Und das nicht einmal in erster Linie wegen ELENAs klasse Outfit und ihrer attraktiven und fähigen Band, sondern vor allem, weil all dies mit dem Sound und dem schnell begeisterten Publikum zusammenspielte. Wenn ich mir “Dead Models Society” anhöre, komm ich mir immer noch manchmal vor wie damals auf dem Amphi-Festival. Und dass ELENA nicht nur einiges zu singen und zu zeigen, sondern eben auch zu sagen hat, zeigt hoffentlich folgendes Interview, welches bereits 2008 begann Gestalt anzunehmen (während leider seitdem keine neuen Tonträger der Band erschienen sind).

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SILENT DECAY Interview

Samstag, 23. Januar 2010

[A day without sunshine is like, well, night.]

Ist es nun New Metal oder Schwedenstahl, was auch immer, wenn es nach SILENT DECAY geht, spielt die Band einfach nur Metal – nicht mehr oder weniger. Im Folgenden geht es also um ein Interview mit einer der so genannten New Metal Gruppen aus Deutschen Landen, genauer gesagt aus Oberbayern. Die Jungs haben zwar keine Bock auf Schubladendenken, und das finde ich auch gut so, nur dass SILENT DECAY im Metal verwurzelt sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Zum Glück sind sie nicht in der Vergangenheit stehen geblieben, sondern haben ihren Sound beständig weiterentwickelt, ohne den eigenen Stil aus den Augen zu verlieren. Wuchtige Gitarren, einprägsame Leads, treibender Rhythmus und dazu ein auffallender Gesang: das sind die Eckpunkte ihrer Musik, immer versehen mit Melodien und fetten Hooklines. Bisher sind zwei Alben erschienen und mehrere Europa Tourneen absolviert worden und daher hat sich der Stefan von SILENT DECAY bereit erklärt uns einmal Rede und Antwort zu stehen.

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SACHA KORN Interview

Samstag, 23. Januar 2010

? Hallo Sacha, ich ertappe mich andauernd dabei, dass ich den weit bekannteren Namen Sascha schreiben will, daher zur Einleitung bitte einmal zu Deinem prägnanten Namen und zu Deiner Solokarriere, kannst Du vielleicht einmal darstellen, wie der Start bei Dir so von sich ging ?

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ROME Interview

Samstag, 23. Januar 2010

ROME haben wie nur wenige Bands in den letzten Jahren in ihrem Bekanntheitsgrad  einen unheimlich großen Schritt nach vorne gemacht. Nicht zuletzt durch regelmäßige Veröffentlichung auf hohem Niveau und ausgiebiges Auftreten konnten sie sich eine beachtliche Fangemeinde erspielen; und das auch verdientermaßen. Mich ärgert an dieser Stelle die Tatsache, dass ich seinerseits schon das Demo vorliegen hatte, aus dem letztlich dann das Debütalbum entstanden ist. Leider war ich in dieser Zeit privat, beruflich und auch bezüglich BLACK so eingespannt, dass ich mich leider nicht darum kümmern konnte und somit vielleicht den spannenden Anfang dieser Band schlichtweg verpasst habe. Dumm, aber nicht mehr zu ändern. Mit ihrem aktuellen Werk “Flowers from Exile” haben ROME nun auch einen Labelwechsel vollzogen und finden sich nun im Repertoire des Dieburger Labels Trisol, welches einmal mehr sein abwechslungsreiches Programm um eine Band aus dem Genre Dark Folk bereichert hat. Dadurch, dass ich Jerome auch privat kennenlernen durfte, lag es nahe für das letzte BLACK mit ihm ein Interview über den gelungenen Einstand auf Trisol, die verschiedenen künstlerischen und musikalischen Aspekte, sowie über das Konzept des spannenden aktuellen Albums zu führen.

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PETER CHRISTOPHERSON (COIL) Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Peter Christopherson, der schon seit mehr als drei Dekaden den Spitznamen Sleazy trägt, hat wohl wie kaum ein anderer im weiten Feld des (Post-) Industrials eine tragende Rolle gespielt. Er gründete mit Chris Carter, Cosey Fanni Tutti und (damals noch) Genesis P. Orridge die aus der von den Wiener Aktionisten beeinflussten Performancegruppe COUM TRANSMISSIONS hervorgegangenen THROBBING GRISTLE; nachdem deren Mission (vorübergehend) beendet (worden) war, trug er maßgeblich zum Gelingen der ersten beiden Alben von PSYCHIC TV bei, bevor er diese mit seinem Partner John Balance verließ um COIL zu gründen, die über mehr als zwei Jahrzehnte alle Spielarten experimenteller okkultureller (W. Sterneck) Musik ausloteten. Nach dem abrupten Ende COILS begann Peter Christoperson zwei Projekte – seine Soloarbeit als THE THRESHOLD HOUSEBOYS CHOIR, seine Arbeit mit dem langjährigen Freund Ivan Pavlov als SOISONG –, die verglichen mit den vorangegangenen Bands wesentlich weniger dunkel und düster sind, was vielleicht auch dem Einfluss der neuen Heimat Thailand geschuldet ist.

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OTHON Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Im vergangenen Jahr wurde auf Durtro das Debütalbum des griechischen Pianisten OTHON Mataragas veröffentlicht, auf dem als Gastsänger Marc Almond, David Tibet und (seine Muse) Ernesto Tomasini zu hören waren. “Digital Angel” war in seiner Exzentrik, Emotionalität und Originalität einer der Höhepunkte des letzten Jahres. Momentan arbeitet OTHON an zwei weiteren Alben und auf dem im Oktober in Rom stattfindenden PRE Final Fest wird er einen neuen Soundtrack zu Jörg Buttgereits Klassiker “Nekromantik” vorstellen.

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NOVY SVET Interview 2009

Samstag, 23. Januar 2010

Das Ende NOVY SVETs wurde in den letzten Jahren immer wieder in diversen subkulturellen Zusammenhängen diskutiert. Seit geraumer Zeit gibt es die Kapelle nun nicht mehr. NOVY SVET waren stets uneinholbare Reisende, welche niemals den Anspruch hatten, verstanden zu werden. Sie forderten den Hörer – durch das große Nebeneinander von Zitaten und Soundfetzen, deren Bezugsrahmen immer weit über die Grenzen der Subkultur hinausging. Tragende Säulen ihres Wirkens waren die Gleichzeitigkeit des scheinbar Ungleichzeitigen, die Einheit des scheinbar Nichtzuvereinbarenden, das Aufreihen und Vernetzen von Splittern, Andeutungen und subtilen Gesten; für sich schimmernd, in Bezug aufeinander schillernd, als Ganzes leuchtend. Dies ermöglichte ein Ablauschen von Partikeln, Soundfetzen und Melodiebögen, wie man es ansonsten nur vom Sounduniversum Steven Stapletons kennt. So bleibt nach dem Ende von NOVY SVET die Hoffnung, dass die sympathischen Wiener neue Wirkfelder finden mögen. Vorhang auf zum wahrscheinlich letzten NOVY SVET-Interview.

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NATURE MORTE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Ich hatte nur ein paar Zeilen über NATURE MORTE gelesen, wohl in einem Onlinemusikkatalog, und mir dann ein online ein paar Klangbeispiele angehört, schon war es geradezu um mich geschehen: Relativ schnell habe ich mir das (überschaubare, und fast ausschließlich bei T/RUR-Tonträger erhältliche) Oeuvre des Projekts zugelegt und dies noch keinen Moment bereut, zumal neben der klanglichen auch immer die materielle Darstellungsform überzeugt. Vielleicht hilft ja dieses kleine Interview, dass sich auch andere mit diesem “Stilleben” (so die Übersetzung von “Nature Morte”, auch wenn ich finde, dass so ganz andere Konnotationen entstehen) auseinandersetzen bzw. einfach daran Gefallen finden.

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IN GOWAN RING Interview

Samstag, 23. Januar 2010

1994 veröffentlichte Bobin Eirth, der sich B’eirth oder Bee nennt, sein erstes Album (“Love Charms”) unter dem Namen IN GOWAN RING. Dort -wie auch auf den beiden folgenden Studioalben- verknüpfte er fragile, sicherlich europäisch beeinflusste Folkmusik mit meditativen, psychedelischen Drones. 2002 erschien das vierte und bislang letzte (Vollzeit-)Album “Hazel Steps Through A Weathered Home”, das das songorientierteste Album war und acht zerbrechlich-melancholische Stücke enthielt, die mit zum Ergreifendsten gehören, das in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Seitdem hat Bee sich stärker auf BIRCH BOOK konzentriert, ein Projekt, das eher in der amerikanischen Folktradition verwurzelt zu sein scheint, textlich persönlicher als IN GOWAN RING und letztlich auch weniger ätherisch und fragil ist. Das gerade veröffentlichte dritte Album “A Hand Full Of Days” erweckt aber den Eindruck, als würden sich beide Projekte stärker einander annähern.

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INADE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

In den letzten Jahren waren INADE live aktiver als früher. Die Weitläufigkeit ihres Live-Spiels ließ ihre Hörer immer stärker dem neuen Studioalbum entgegensehnen. Anders als viele Projekte des Genres haben INADE über die Jahre ihr Spektrum erweitert und definieren mittlerweile mit ihrer Spielart eine der viele Facetten des Ambients. Neben einer wachsenden Zahl an Soundressourcen ist vor allem ihre stärkere Konzentration auf Details deutlich hörbar. Nun ist ihr neues Album “The Incarnation Of The Solar Architects” erschienen. Grund genug für eine Bestandsaufnahme mit den beiden Leipzigern Knut Enderlein und Rene Lehmann.

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HERZ JÜHNING Interview

Samstag, 23. Januar 2010

… oder Aktion der Befreiung

HERZ JÜHNING heißt der neue Stern am Industrial Angst Pop-Himmel und förmlich über Nacht begann dieser zu stahlen. Wie aus dem Nichts erschien 2007 die erste Single “Faces” des Ein-Mann-Projektes beim Traditions-Label Galakthorrö und war trotz einer (für heutige Zeiten) hohen Limitierung von 520 Stück sofort ausverkauft. Nicht anders erging es der Vinyl-Version des Debüt-Albums “Miasma”, welches im Fahrwasser des Labels bzw. der Referenzen zu HAUS ARAFNA und NOVEMBER NÖVELET großer Aufmerksamkeit beschieden war. An dieser Stelle nun das erste Interview mit dem Künstler:

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GOLGATHA Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Pilger aus dem Wüsten Land

Die deutsche Ritual-Folk-Formation :GOLGATHA: wurde 2004 während der Entstehung des Tonträgers “Waste Land” von Christoph D. gegründet und folgte von Beginn an dem Konzept, Soundtracks zu mythischen und spirituellen Konzepten zu entwerfen. Manche nennen das ‚aural mythology’. Zu Beginn standen perkussive und ambiente Elemente im Zentrum, später – mit dem Einstieg von S. Marleni kamen auch folkige Gitarrenmelodien hinzu. Nach zwei Alben auf dem kleinen französischen Label Athanor, feierte man seinen Einstand bei dem renommierten schwedischen Label Cold Meat Industry mit der äußerst erfolgreichen CD “Tales of Transgression & Sacrifice”, zu dem die Fotokünstlerin Birthe Klementowski das Artwork beisteuerte.

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GIANT SQUID Interview

Samstag, 23. Januar 2010

GIANT SQUID können auf eine bewegte Bandgeschichte zurückblicken. Gegründet in Sacramento veröffentlichten sie ihr Debüt “Metridium Field” 2004 im Alleingang bevor sich The End Records ihrer annahm und 2006 das Album unter dem Titel “Metridium Fields” wiederveröffentlichte. Nach einem längeren Aufenthalt in Texas ist die Band mittlerweile wieder nach Kalifornien zurückgekehrt. Von der Ursprungsbesetzung sind nur noch Aaron Gregory (Gitarre, Gesang) und Bryan Beeson (Bass) übrig geblieben. Jackie Perez Gratz (Cello, Gesang) und Chris Lyman (Schlagzeug) kamen hinzu. Außerdem entschloss sich die Band ihr zweites Album “The Ichthyologist” zunächst auf 1000 Exemplare zu limitieren und in Eigenregie herauszubringen. Im folgenden Interview gab uns Aaron Gregory ausführlich Auskunft über sein Denken und Schaffen. Das Bildmaterial stammt von Lauren Wiest.

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GD LUXXE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

… ODER IMMER WIEDER “BLUE MONDAY”

Gerhard Potuznik aus Wien ist GD LUXXE bzw. Musiker, Produzent und Grafiker in Personalunion. Seine Produktionen für CHICKS ON SPEED, waren damals eine wichtige Initialzündung für das Genre Electroclash, ich selbst wurde aber erst durch seine Arbeit mit BUNNY LAKE und BRUCKMAYR auf ihn aufmerksam (obwohl ich unbewusst schon Jahre sein Drum’n Bass-Projekt Cube & Sphere zusammen mit Hans Platzgumer im Schrank stehen habe). Sein elegant schlanker Soundstil bei GD LUXXE hat es mir nun besonders angetan, weil er dort die Klang-Atmosphäre zwischen kühl und warm, perfekt ausbalanciert und immer wieder das große Vorbild NEW ORDER durchscheinen lässt. Es war mir ein besonderes Vergnügen, mit ihm nun dieses ausführliche und hoffentlich auch interessante Interview zu führen.

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DIE KAELTE Interview

Samstag, 23. Januar 2010

… oder Kopfüber am Rand der Mitte

Als im Jahre 2004 Shiva Rudra bzw. Sven Löbert als Drummer zu WISSMUT stieß, war dies für das DIE ART-Nachfolgeprojekt ein richtiger Glücksgriff und das Ende einer langen Suche. Letztendlich war es sogar ein Grundstein für die Rückkehr der legendären Kultband, aber damals war es noch nicht so weit. 2006 hörte ich dann erstmals Shiva’s Solo-Projekt DIE KAELTE, welches mich mit seinem düsteren Folk-Klängen und melancholischen Texten in seinen Bann zog. Doch nichts ist wie es scheint und das folgende Album “Tunnelblick” wand sich mehr bluesigen Songstrukturen hin. Ein Jahr später erschien unter dem Namen WOWORSKY eine wieder recht abgespeckte Akustik-CD mit deutlichen Neo Folk-Anleihen, welche aber nur ein Vorgeschmack auf das aktuelle Album “Gegengift” war, auf dem nun alle bisherigen Stil-Elemente von DIE KAELTE mit wavigen Beat-Grooves kombiniert werden. Ich kann dieses herrlich dunkel-melodische Album nur wärmstens allen Melancholikern empfehlen und vielleicht macht das folgende Interview bei einigen Lesern ebenfalls Lust auf ein “Gegengift”…

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DAVID ÅHLEN Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Der Schwede David Åhlén dürfte den meisten Lesern ein Unbekannter sein, dabei hat er mit dem nur knapp 30-minütigen “We Sprout In Thy Soil” kürzlich ein dezent instrumentiertes Album veröffentlicht, das in seiner emotionalen Tiefe und stimmlichen Gestaltung entfernt an Antony erinnert, wobei Åhlén sich thematisch ausschließlich auf seinen Glauben an Gott konzentriert, dessen Bedeutung für ihn im folgenden Interview noch einmal mehr als deutlich wird.

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ANDRASSY Interview

Samstag, 23. Januar 2010

? Zur Einleitung des Interviews kurz zu Eurer Bandgeschichte von ANDRASSY, denn es gibt sicher Leute in der “Shoegazer” Fraktion, die Euch noch nicht kennen und daher wissen möchten, wer die  5 Musiker dieser hoffnungsvollen Group sind. Könnt Ihr vielleicht zum Einstieg einmal kurz skizzieren, wie das Ganze bei Euch gestartet ist?
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ALIFE DIVIDED Interview

Samstag, 23. Januar 2010

? Jürgen, zur Einleitung mal zu Eurer Bandgeschichte von ALIFE DIVIDED, denn es gibt sicher Leute in der Rock Melodic Metall Fraktion die Euch eventuell kennen, aber nicht wissen, wer dahinter steckt. Könnt Ihr vielleicht zum Einstieg einmal kurz erklären, wie der Start bei Euch so anlief?

Klar, es war Ende 2002 als wir uns das erste Mal trafen. Jeder hatte damals schon in anderen Bands gespielt, deswegen kannten wir uns untereinander schon ein wenig. Wir wollten alle einen neuen Sound machen und so kam dann eins zum anderen. Ein Jahr später war dann unser Debüt Album “Virtualized” fertig.

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CLIENT Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Sexier than ever, das neue Album eingängig und straight, das Video ein eiskaltes Eifersuchtsdrama mit Mordversuch im Hitchcock-Stil – CLIENT sind zurück! Die drei englischen Damen sind nicht nur available on request, sondern man erhält meist noch ein bisschen mehr. So auch wieder geschehen neulich in Frankfurt, wo Sarahs Lächeln der Show einmal mehr das Sahnehäubchen aufsetzte. Die Fans lieben CLIENT, besonders die männlichen, die weiblichen Fans clonen sie. Selten hat man so viele Sarah-Doppelgängerinnen gesehen wie auf dieser Tour. Und für das die Mädels ja regelmäßig ankündigen, jetzt erstmal eine Weile Pause zu  machen, stehen sie doch ständig auf der Bühne; mittlerweile nicht mehr nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt. Wen wundert’s, diesen drei hübschen Damen kann so schnell schließlich keiner widerstehen…Auch ich nicht, daher habe ich fix zu Ehren des letzten Heftes noch ein Gespräch mit Sarah geführt.

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BLACK TAPE FOR A BLUE GIRL Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Über Erotisches und Neurotisches – BLACK TAPE FOR A BLUE GIRL standen viele Jahre lang für ätherische Musik. Umso erstaunlicher ist es, dass nach 23 Jahren ein recht deutlicher Richtungswechsel zu verzeichnen ist, der überraschend kam und keineswegs aufgesetzt oder stümperhaft wirkt. Auf dem aktuellen Album “10 Neurotics” klingt das kleine Ensemble um Projekt Chef Sam Rosenthal nach 5 Jahren Pause plötzlich rockig oder chansonhaft. Wie es dazu kam, erklärt uns Sam im folgenden Gespräch, das ich mit ihm führen konnte.

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AETERNA Interview

Samstag, 23. Januar 2010

Tendenziell sieht ja Veröffentlichungen von CMI eher gut, nicht immer jedoch ist mal gleich so interessant, dass man auch mit den Menschen hinter der Musik in Kontokt treten möchte. Umso besser, wenn man das herausfindet, dass man sich wirklich mit diesen unterhalten kann (und nicht mal übersetzen muss), selbst wenn ALPHA ihrer eigenen Aussage zu Folge etwas misanthropisch ist.

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