Freitag, 10. Mai 2013
Was passiert, wenn man ein Mitglied der KONSTRUKTIVISTS und den früheren Sänger von OPPENHEIMER ANALYSIS in einem Studio einsperrt? OPPENHEIMER MK II. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen beiden Künstlern alles andere als selbstverständlich. Ein Gespräch mit Andy Oppenheimer (AO) und Mahk Rumbae (MR) über Musikerliebe auf den ersten Blick, ewiggestrige Musikfanatiker und was Terrorismusbekämpfung mit ihrem Debütalbum „The Presence of the Abnormal“ zu tun hat. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 9. Mai 2013
Toby Grave und das BLACK – eine Geschichte, die nicht erst gestern begann. Ob nun bei BLESSURE GRAVE oder SOFT KILL – Graves post-punkige Nackenklatscher rütteln am Hörer und schütteln ihn kräftig durch. Grave hat sich dabei die Fähigkeit erhalten, sich in seinen Stücken zu verlieren, wenngleich die Welt, die sich dort findet, eine auf eine wundersame Art eingefinsterte ist. Dass dies nicht ohne Folgen bleibt, liegt auf der Hand. Dazu machte ein Gerücht im Frühjahr dieses Jahres die Runde. Grave soll verhaftet worden sein, er hätte Drogenprobleme. Irgendwie passten diese Gerüchte zum Auf und Ab seines musikalischen Wirkens. So galten zum Beispiel BLESSURE GRAVE als aufgelöst, bis plötzlich zwei neue EPs auftauchten. Die drei (“The Flashing-EP“) beziehungswiese vier Stücke (“Wasted Time“) zeigen ihn in bewährter Manier, wenig kommt dem Ausdruck des Amerikaners nah. Wie steht es also aktuell um ihn? Bleibt er von seiner besonderen Form des Wunderbaren angesteckt, um so dem Verfall zu widerstreben, der ja immer der tiefste Punkt der Verlorenheit an die Welt ist? Nun, Toby scheint zurück in die Spur gefunden zu haben, wenngleich eines bei ihm sicher ist: Nichts ist gewiss. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 9. Mai 2013
Brian Ladds Projekt BLACKHOUSE gehört zu den dienstältesten Industrial-Projekten. Alben wie „Five Minutes After I Die“, „We Will Fight Back“ oder „Hope Like A Candle“ genießen nicht nur hierzulande Kultstatus. Als dezidiert christlicher Künstler ist Ladd in der sonst eher dem Okkulten zugeneigten Szene eine erwähnenswerte Ausnahme. Erfolgreich war er trotzdem und amüsant der Anblick mit Runen und Pentagrammen behangene Grufties zu Textpassagen wie „Christ Is The Hope Of Man“ durch den Nebel schwanken zu sehen. Das nahende 30jährige Jubiläum wird aktuell mit verschiedenen Neuauflagen alter Alben vorbereitet. Das BLACK bat Brian Ladd zum Gespräch. (weiterlesen…)
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Mittwoch, 8. Mai 2013
Um das Jahr 1998 erreichte mich ein von einem Bekannten selbstkopiertes Tape, welchem die knappe Information beigefügt war, dass es sich hier um eine amerikanische Band namens ISIS handele. Veröffentlicht wurde das Original, welches mir bis heute leider immer noch nur als Kopie vorliegt, auf einem mir bis dato unbekannten Label namens Hydra Head. (weiterlesen…)
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Mittwoch, 8. Mai 2013
Spätestens seit seinen beiden Veröffentlichungen auf Type Records hat William Fowler Collins den Status eines Geheimtipps abgelegt. Der in New Mexico Beheimatete hat sich sukzessive mit seinen betörenden Ambient- und Noisecollagen eine Hörerschaft erspielt, die mit ihm gemeinsam in die abgründigen Tiefen seiner eingeschwärzten Arbeiten taucht. Passend dazu erscheint sein neues Album “Tenebroso“ nun als Teil der “Dark Icons“-Serie auf R.Lorens Label Handmade Birds. Dieses Jahr eröffnete er für OLD MAN GLOOM auf deren US-Tour. Mit Aaron Turner verfolgt er zudem ein Projekt, auf dessen Veröffentlichung man gespannt sein darf. Der Kreis um das arbeitsfreudige MAMIFFER-Ehepaar schließt sich auch mit “Tenebroso“, denn Faith Coloccia spielt auf einem Stück Piano. Genug Gründe also, um William Fowler Collins zum Gespräch zu bitten. (weiterlesen…)
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Samstag, 27. April 2013
Wohl jeder Künstler fasst den Grund, auf dem er steht, in irgendeiner Form in die eigenen Arbeiten ein. Dabei zielt diese Einfassung nicht auf eine Angst gesteuerte Form des Niederlassens. Vielmehr gilt es die geliehene Zeit mit etwas anzufüllen, aus dem sich Ausdruck schöpfen lässt, um mit diesem Ausdruck der Gegenwart etwas Eigenes aufzuprägen. Nun verschleppen sich die Vermutungen zu Fragen des: “Wer sucht – findet Wen?“. Finden den Künstler die Ideen oder findet sie der Künstler? Die aus Toledo, Ohio stammende Jessica Bailiff neigt vermutlich der ersten Alternative zu. Sechs Jahre sind seit ihrem letzten Solo-Album “Feels Like Home“ vergangen. Sieht man von ihren Kollaborationen mit Annelies Monsere und SYRINX einmal ab, war es recht still um die Amerikanerin geworden. Nun steht ihr neues Album in den Startlöchern, natürlich via Kranky. Was es über all das zu berichten gibt, soll sie nun am besten selbst erklären. (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
“Ich glaube nicht, dass ich jemals für eine lange Zeit stillsitzen kann.“ Wohl kaum ein Satz kommt dem, was und wer Henry Rollins ist, so nah wie dieser. Der ehemalige BLACK FLAG-Sänger wird in allen Porträts als ein permanent Schaffender und Arbeitender beschrieben. Blickt man auf seine pralle Biblio- und Diskografie zurück, unterstreicht sich der Eingangssatz wie von selbst. Rollins der Taktgeber, der Ideenstifter, der impulsive Performer, der es dennoch ablehnt als Künstler bezeichnet zu werden. Einer, der die Wunden offen hält, der ständig unterwegs ist und der sich damit abgefunden zu haben scheint, nirgendwo wirklich reinzupassen. (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
Wenn Kunst als “die große Verführerin zum Leben“ verstanden wird, dann können die Arbeiten der australischen Malerin Heidi Yardley als dunkle Verlockung beschrieben werden. Besonders ihr Spiel mit Licht und Schatten lassen ihre Werke als Verbildlichung dessen erscheinen, was Albert Camus in seinen Tagebuchaufzeichnungen als “verlorenes“ und “gefundenes“ Licht benannte. Thematisch breit aufgestellt, zeigt ihr Werk eine Welt, die genauso hätte gewesen sein können. Dies unterstreicht, dass die in Melbourne Heimische eine großartige Erzählerin ist. Ihre Bildsprache begrüßt zunächst diskret, urplötzlich jedoch saugen ihre Darstellungen ein, fordern bei längerer Betrachtung förmlich dazu auf, Teil des Gemäldes zu werden. Stringent funkeln dabei ihre Farb- und Formkompositionen. Yardleys Arbeiten begeisterten zuletzt auch Michael Gira, der einige ihrer Bilder zu Illustration seiner Veröffentlichungen auserkor. Umgekehrt stellen die SWANS auch für die Malerin eine Bezugsgröße dar, etliche ihrer Bilder tragen Titel der amerikanischen Noise-Rocker. Ein Band knüpft sich so entlang von Themenkreisen, die Überschneidungen liefern, etwa bei Fragen zu Verlust und Erinnerung. Diese Rückgriffe fußen auf einer jeweils langen und breiten Gedächtnisgeschichte. Yardleys Beobachtungsgabe, ihr Schauen, ihre Gesichtsweite und ihre Gefühlssicherheit heben letztlich ihr Wirken in die Sphären der dunklen Verlockung. (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
BarakaH meinte vor kurzem, man solle AUTHOR & PUNISHER unbedingt Gehör schenken. Gesagt, getan – und siehe da: Eine Veröffentlichung vulkanischen Ursprungs trieb uns ihre Soundlava entgegen. Wucht, Hitze und Unmittelbarkeit sind Vokabeln, die dem nahe kommen, wofür AUTHOR & PUNISHER steht. Natürlich vermögen es ein paar Begriffe nie, die Arbeiten eines Künstlers entsprechend einzufassen. Heaviness ist in diesem Fall das Programm, den Weg bahnt sich der Soundschwall von selbst. Dank einer Vielzahl selbstentworfener und -gebauter Instrumente sowie Klangmaschinen weiß das amerikanische Einmannprojekt eben jenen heftigen Soundstrom hervorzubringen. Die Herangehensweise des Ingenieurs ist eine deduktive, seine Stücke dagegen bilden das Ergebnis eines täglichen Experimentierens und Probierens ab. Nach seinem letzten Album “Drone Machines“ erschien nun das Nachfolgewerk “Ursus Americanus“, eine Veröffentlichung, deren Intensität vieles was in diesem Jahr erschienen ist, in den Schatten stellt. Wer also ist Tristan Shone? (weiterlesen…)
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Samstag, 13. April 2013
Wenn man den Namen Per-Anders Kurenbach hört, könnte das eventuell so manch jüngeren Elektrohead oder Leute wie mich als älteren Elektro Wave Fan, an das Dark Elektroprojekt PSYCHE von Darrin Huss erinnern. Dort hat Per-Anders zwischen 1996 und 2006 die Keyboards gespielt und mit Darrin Huss zusammen 3 Alben, 1 EP und für die Band diverse Remixe produziert. Außerdem war Per-Anders von 2002 bis 2007 noch bei der Graverock-Band THE SPOOK als Keyboarder und Backing-Vocalist unter dem Pseudonym TERENCE TULA tätig, hob 2006 zusammen mit Cyan von ETERNAL AFFLICT die momentan auf Eis gelegte Formation CYAN INC. aus der Taufe, war dann von 2008 bis 2010 Livekeyboarder und Co-Produzent bei ETERNAL AFFLICT, welche Anfang der 90er Jahre mit dem Track – San Diego – ihren bis dato größten Szene-Hit hatten. Und last but not least hatte der gute Per-Anders für eine kleine Zeit in der bekannten Electro-Punkband SHOCK THERAPY (Hate is A Fourletter Word) seine Hand im Spiel. (weiterlesen…)
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Freitag, 1. Februar 2013
Als einen Veröffentlichungshöhepunkt des aktuellen Kalenderjahres kann man sicherlich die Zusammenarbeit zwischen LOCRIAN und MAMIFFER mit dem Titel “Bless Them That Curse You“ sehen. Diese Zusammenarbeit wirkt letztlich auch aufgrund ihrer Gestaltung. Die Fotos dafür schoss Rik Garrett. Der amerikanische Künstler porträtierte dabei auch die Mitwirkenden. Die Bilder wirken direkt und klar, fast meint man, hier einen Einblick in die Herzkammer der Kollaboration der beiden Kapellen erhalten zu haben. Über Steven Hess entstand der Kontakt, der schließlich in einem Ergebnis gipfelte, das fragen lässt, von welchen Sternen die Beteiligten einander zugefallen sind. Garrett`s Arbeiten zeigen Atmosphäre und sind gleichzeitig von einem besonderen Licht umgürtet. Der an magischen und okkulten Themen interessierte Fotograf verfügt über das besondere Auge. So gelingt es ihm, mehr als das jeweilige Objekt mit seiner Linse einzufangen. Sein Blick tastet in die Tiefen des Unbekannten und verbildlicht auch das über den Moment Hinausgehende. Er spielt mit Vertrautem und Unbekanntem, setzt beides so zusammen, dass seine Arbeiten wie “Fotos aus der Vergangenheit wirken, die zeigen, wie es in der Zukunft sein wird“. Zum konzentrierten Betrachter bricht sich dabei ein Flüsterton des Eingeweihten die Bahn. Das von Garrett Ersonnene sorgt für ein Realitätsflimmern und wirkt so auf eine ganz eigene Weise: magisch! (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 60, INTERVIEW, LOCRIAN, RIK GARRETT
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Montag, 21. Januar 2013
Wenn Musik das ist, ”was man mit seinem Leben macht”, dann ist diese Kunstform nicht aufgeladen mit Bedeutung. Sie hat dann Bedeutung. Wird dieser Stellenwert noch von einem Rahmen umfasst, wie dem der Freundschaft, der Passion, kann von Sinnstiftung gesprochen werden. Oftmals führt die Leidenschaft für den Ausdruck eines Künstlers zusammen, gleich einem Fluss, dessen Nebenarme alles mitreißen und dies anschließend in den Hauptstrom einfließen lassen. Nicht selten lagert sich dann dort am Ufer Sediment an, welches Wertvolles birgt. Ihre Leidenschaft für die Arbeiten Townes Van Zandt`s teilen Ansgar Glade, Steve Von Till, Scott Kelly und Scott “Wino“ Weinrich. So entsprang einer Idee Ansgars das, was heute als die Veröffentlichung “Songs Of Townes Van Zandt“ erhältlich ist. Auf ihr ist ein Suchen der drei Amerikaner abgebildet. Es ist eine Suche nach Parallelen zum eigenen Wirken und das Ergebnis dieses Tastens lässt die Songs des “Texas Troubadour” im neuen Lichte erscheinen. Ansgar Glade sorgte dabei mit My Proud Mountain für die Veröffentlichungsheimat, gemeinsam mit Neurot Recordings. So fand sich für das BLACK Magazin schnell eine Gesprächsgrundlage. Zunächst wird der My Proud Mountain-Kopf die Enstehungsgeschichte der Veröffentlichung darstellen. Anschließend schildern – auf seine Vermittlung hin – Steve, Scott und Wino ihre Eindrücke…. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 59, MY PROUD MOUNTAIN, NEUROSIS, NEUROT RECORDINGS, SCOTT KELLY, SHRINEBUILDER, STEVE VON TILL, TOWNES VAN ZANDT, WINO
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Montag, 21. Januar 2013
Als Frontmann von USX ist Nate Hall sicher kein Unbekannter. Wer mit den Arbeiten der Amerikaner vertraut ist, bleibt an ihnen haften, beziehungsweise haften die Stücke am Hörer. Eindringlichkeit und Wirkmacht dieser Songs suchen ihresgleichen. Nun erschien vor kurzem das erste Solowerk des USX-Sängers. Ein Folkalbum, bei dem sich Hall zu Größen wie Bob Dylan, Neil Young und Townes Van Zandt hinüberlehnt, im Rücken die Neurot-Familie, wissend, dass hier das Beste aus beiden Welten eins wird. Auf “A Great River“ agiert Hall in bester amerikanischer Folktradition. Ob Singer-/ Songwriter, Storyteller oder Troubadour – Nates Kompositionen fließen gleich einem rauschenden Fluss. Nicht umsonst äußert sich der Sänger, der sich selbst als Anti-Hippie-Hippie bezeichnet, gern zu seiner Affinität zu Gewässern. Der Fluss und der Folk – dieses Brüderpaar lieferte schon oft den großen Geschichten Vorlagen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 60, INTERVIEW, MY PROUD MOUNTAIN, NATE HALL, NEUROSIS, NEUROT, NEUROT RECORDINGS, U.S. CHRISTMAS, USX
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Sonntag, 20. Januar 2013
Dark Waviger Synthie Pop a la FELIX MARC, DE/VISION, EDGE OF DAWN und MIRRORS, ENDANGER, DISTAIN oder TORUL ist wieder stark angesagt und. Wer auf diese elektronischen Sounds und Klänge steht, kommt deshalb an JANOSCH MOLDAU – einem Vollblutmusiker aus UIm – nicht mehr vorbei. JANOSCH begann 2004 erstmals Musik und Texte zu schreiben und aufzunehmen, seine ersten Referenzen als Sound-Designer hat er sich in Tonstudios überall in Europa erarbeitet. Das Debütalbum kam dann 2005 auf dem Label JANOSCH MOLDAU RECORDS heraus! Nun ist sein neustes Werk mit Namen “Lovestar” erschienen und der Name ist Programm, hier wird das Thema Liebe in all seinen Facetten elektronisch dargeboten. Das sollte für uns Grund genug sein, dem JANOSCH einmal auf den… musikalischen… Zahn zu fühlen, here we go: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 61, DE/VISION, INTERVIEW, JANOSCH MOLDAU, MOTOR MUSIC, ROUGH TRADE
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Donnerstag, 3. Januar 2013
Chet W. Scott ist ein Tausendkünstler. Mit seinen Projekten RUHR HUNTER (mittlerweile CYCLE OF THE RAVEN TALONS), BLOOD OF THE BLACK OWL und THE ELEMENTAL CHRYSALIS bannt er das Wunderbare, welches sich der konzentrierten Betrachtung offenbart. Der von ihm eingeschlagene Weg ist der eines Suchenden. Im Gepäck hat er dabei stets sein spirituelles Rüstzeug. Vermutlich zeichnet sich all dies dafür verantwortlich, dass sich seine musikalischen Ergebnisse die Erhabenheit einverleiben. Sein Label, Glass Throat Recordings, fungiert dabei als Plattform für jene, die seine Suche begleiten, die andere Kanäle anschalten, wenn sie sich in Musik verlieren. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 59, BLOOD OF THE BLACK OWL, CHET W. SCOTT, CYCLE OF THE RAVEN TALONS, GLASS THROAT RECORDINGS, HANDMADE BIRDS, INTERVIEW, RUHR HUNTER, THE ELEMENTAL CHRYSALIS
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Mittwoch, 2. Januar 2013
KHOMA – die Band um Johannes Persson und Fredrik Kihlberg (CULT OF LUNA) überzeugte in den letzten Jahren mit ihrer erfrischenden Mischung aus Punk, Pop und Metal. Bei der aus Umeå stammenden Band spielt neben Persson und Kihlberg besonders Sänger Jan Jämte eine zentrale Rolle, sorgen doch seine Gesangsbeiträge dafür, das Mitreißende, welches dem KHOMAschen Ausdruck innewohnt, zu entfachen. Nach ihrer Trilogie “Tsunami“ (2004), “The Second Wave“ (2006) und “A Final Storm“ (2010) erscheint nun mit ”All Erodes“ eine Veröffentlichung, die eher einer Collage gleicht, schließlich setzt sie sich aus diversen Stücken zusammen, die im Rahmen anderer Sessions entstanden sind und bis hierhin auf noch keinem regulären Album vertreten waren. Das luftig Leichte, welches charakteristisch für den Ausdruck KHOMAs ist, sorgt auch auf “All Erodes“ dafür, dass die Hörenden bei der Erstbegegnung sofort gefangen genommen werden. Doch darüber kann die Band am besten selbst Auskunft geben. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 61, CULT OF LUNA, KHOMA, PELAGIC RECORDS, PG.LOST, REZIS
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Dienstag, 1. Januar 2013
LOST IN DESIRE – ein Name der so einiges und vieles versprechen sollte, vor allem wenn man die Klänge und Sounds von Stephan Sutor – Mastermind und Frontmann der Gruppe – zu Gehör bekommt. Für mich klingt die Musik sehr stark nach meinen heißgeliebten 80s, also einem Mix aus Goth Rock – verbunden mit einem großen Anteil – Dark Wave und einer äußerst markanten Stimme von Stephan Sutor. Bei der rein optischen Darstellung der Band musste ich sofort an die finnischen Goth Rocker von HIM denken und auch musikalisch findet man ab und zu etwas von Ville Valo und Co. bei LOST IN DESIRE wieder. Nach bisher zwei Fulltime-Veröffentlichungen ist dieses Jahr eine neue Single erschienen. Das sollte für uns Anlass genug sein, ein paar Worte mit Stephan zu wechseln. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 61, ECHOZONE, LOST IN DESIRE, MUSIC OBSCURE
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Mittwoch, 19. Dezember 2012
Als uns irgendwann im letzten Jahr André Foisy ankündigte, dass LOCRIAN gemeinsam mit MAMIFFER ein Album veröffentlichen würden, war unsere Vorfreude dementsprechend groß. Zu Beginn des Jahres schickte er uns dann das Ergebnis, welches uns schwer beeindruckte und immer noch beeindruckt. Die Idee zu einem gemeinsamen Gespräch mit den Künstlern ergab sich aufgrund dieser Eindrücke zwangsläufig. Demzufolge fragten wir André, ob er die MAMIFFER-Mannschaft von einem Doppel-Interview überzeugen könne. Er konnte. Außerdem übernahm er die Rolle des Co-Interviewers vor Ort und sammelte so die Antworten seiner Bandkollegen Terence und Steven, wie auch die Aussagen von Faith, Aaron und Travis. Dass für BLACK-Leser keiner der Genannten noch einmal vorgestellt werden muss, versteht sich von selbst. So porträtiert dieses Doppel-Interview zwei der wichtigsten und spannendsten Projekte der amerikanischen Subkultur. Die Schilderungen der persönlichen Empfindungen und die subjektiven Auskünfte der Künstler lassen sich einzeln lesen oder im Zusammenhang als eine objektivierende Antwort aller Beteiligter. Zudem lässt das Interview einen Blick auf die jeweiligen Innenleben der Projekte zu, so dass sich besonders durch den Vergleich miteinander mannigfaltige Eindrücke ansammeln. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 58, DAYMARE, EVERLOVELY LIGHTNINGHEART, HOUSE OF LOW CULTURE, HYDRA HEAD, INTERVIEW, ISIS, LAND OF DECAY, LOCRIAN, MAMIFFER, PROFOUND LORE, PYRAMIDS, SIGE RECORDS, UTECH
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Donnerstag, 29. November 2012
Ein Doppelalbum über die Zahl 4? Dass das nicht nur etwas für Graf Zahl und Mathelehrer ist, war mir eigentlich schon klar, da auch ANTLERS MULM darauf zu hören waren. Beim Hören der CDs und nach erster sporadischer Beschäftigung mit den Webseiten von deren Macher, Alan Dunn, wurde mir klar, dass es hier nicht nur vieles zu hören und lesen gibt, sondern dass sich manche Fragen geradezu aufdrängen. Das Interview, das gewiss noch länger hätte gehen könne, findet ihr hier. (weiterlesen…)
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Stichworte: Adventures in numb4rland, ALAN DUNN, ALVA NOTO, ANTLERS MULM, ARTIKEL, BLACK 60, CLINIC, DIAMANDA GALAS
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Samstag, 17. November 2012
Wie klingt etwas, was angeblich wie das Nichts klingt? Herrscht absolute Stille? Schweigen? Heißt Stille nichts? Heißt Schweigen nichts? Das Nichts verschlingt, lässt verschwinden. Dies kann wohl kaum im Stillen geschehen, mögen sich die drei Musiker von NIHILL gedacht haben. Nihilismus mag dabei der Ausgangspunkt gewesen sein. Doch wie klingt das Ordnungsverneinende? Muss man dafür über ausreichend inneres Chaos verfügen? Gebärt man da gar einen tanzenden Stern? Die drei Niederländer mögen zumindest an das Hervorbringen einer satten Trilogie gedacht haben, die fest in einem schwarz-metallischen Rahmen geschmiedet ist. Aktuell liegt ihr Trilogieabschluss “Verdonkermaan“ vor. Auf zum Gespräch…
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 60, HYDRA HEAD, INTERVIEW, MONUMENTUM RECORDS, NIHILL, TARTARUS RECORDS
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Samstag, 10. November 2012
Eyjafjallajökull – “ein unaussprechlicher Name“ meint J.Bennett, seines Zeichens der Gitarrist IDES OF GEMINIs. Ohne den Ausbruch des Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen würde es das Trio aus Los Angeles wohl heute nicht geben. Neben Bennett spielen bei IDES OF GEMINI Kelly Johnston (Drums) und natürlich Sera Timms (Vocals, Bass). Letztere dürfte einigen Hörern bereits als die Stimme von BLACK MATH HORSEMAN bekannt sein. Nach der bereits 2010 erschienenen “The Disruption Writ-EP“ wird dieser Tage nun das Debüt-Album “Constantinople“ veröffentlicht. Wenn im Zusammenhang mit einem Album die Namen Turner, Coloccia, Kelly und Von Till fallen, kann wohl schwerlich etwas schief gehen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 59, BLACK MARE, BLACK MATH HORSEMAN, IDES OF GEMINI, INTERVIEW, NEUROT RECORDINGS, SIGE RECORDS
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Samstag, 10. November 2012
Kaum einer Band gelingt es, die Quellen ihres Ideenweihers derart abzuschöpfen wie AMENRA. Und ihre Quellen sind tief. Doch der Ausdruck der Belgier beschränkt sich nicht allein auf ihre gemeinsame Band. So brachte Mathieu Vandekerckhove dieser Tage die dritte Veröffentlichung seines Soloprojektes SYNDROME heraus. Sänger Colin H van Eeckhout (CHVE) indes schickte gemeinsam mit dem USX-Sänger und Gitarristen Nate Hall eine Split-Single ins Rennen und unterstreicht damit ebenso die eingangs aufgestellte Behauptung der Ideenvielfalt. Die 7“ zeigt sowohl ihn als auch Nate von einer folkigen Seite und gibt ferner auch einen Vorgeschmack auf anstehende Veröffentlichungen. Colin H van Eeckhout kann kaum in die Riege derer gestellt werden, die unter der Bezeichnung Frontmann firmieren, dazu ist er – wie seine Mitstreiter – viel zu sehr Teil eines Ganzen – das ein Herausgreifen nur unter der Prämisse ermöglicht, dass eben das Ganze Schaden nimmt. Dem Publikum den Rücken zugewandt, agiert er, jedoch nicht, um eine Marotte zu kultivieren, vielmehr steht er so quasi in der ersten Reihe, ist Teil des Publikums. (weiterlesen…)
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Stichworte: AMENRA, BLACK 59, BLIND TO FAITH, CHURCH OF RA, CHVE, COLIN H VAN EECKHOUT, CONSOULING SOUNDS, KINGDOM, NEUROT RECORDINGS, REZIS
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Samstag, 10. November 2012
Hypnotisch – und es fliehen Schlaf und Taumel. So – oder so ähnlich könnte eine Überschrift über dem großen Doppelwurf Dylan Carlsons und EARTHs lauten. Die eher geschlossenen Kompositionsstrukturen des ersten Teils weichen dabei einer durchgängigen Improvisationsfreude des zweiten, dennoch sind die Bezüge aufeinander deutlich. In diesem aufeinander Bezug nehmen, im einander Zuhören und Lauschen liegt womöglich auch das Magische, was beide Teile von “Angels Of Darkness, Demons Of Light“ verströmen. Das typische EARTHsche Erzählverfahren erfährt insbesondere durch Lori Goldstons Cellospiel eine Bereicherung, die Staunen lässt. Im Hörer werden so weitere Kanäle angeschaltet. Neben dem <nunc stans>, der stehenden Ewigkeit, der Erhabenheit und Weite der Stücke – gewinnt “Angels Of Darkness, Demons Of Light“ gerade durch das sehr präsente Spiel Goldstons auch an Leichtigkeit, ohne dabei gefällig zu wirken, denn schließlich schwebt über jeder EARTH-Veröffentlichung die Hadeswelt. Gerahmt von Nebel gleichen Musenschwärmen erklimmt die zweiteilige Veröffentlichung die Leiter der Hörfreude. Gegenwärtig sind EARTH auf Europa-Tour und Carlson und die Seinen verkörpern live – wie kaum eine andere Kapelle – jene Freude, die im Moment der Umsetzung des eigenen Materials auf der Bühne Hörer und Betrachter zu bannen weiß. Zeit also für ein längst überfälliges Gespräch… (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 58, DYLAN CARLSON, EARTH, SOUTHERN LORD, SOUTHERN RECORDS GERMANY, SUNN O)))
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Montag, 6. August 2012
Jeder Hörer kennt das. Das neue Album einer geschätzten Kapelle erscheint, oft weckt sich so Freude. Jedoch ist dies eine erwartbare Freude, die dem Hochgefühl etwas die Spitze nimmt. Ungleich intensiver ist dagegen das Empfinden, stößt man auf ein Album einer bisher unbekannten Kapelle. Im Falle PRETERITE sind die beiden Interviewer verzaubert worden. Verzaubert von einem fast unbeschreiblichen Vielklang, von einer kompositorischen Virtuosität und natürlich von der Stimme Geneviève Beaulieus, die bisher nur durch MENACE RUINE bekannt war und schon dort verzückte. Gemeinsam mit James Hamilton bildet Geneviève Beaulieu PRETERITE. Betrachtet man den Umstand in Frage kommender Label für solch ein Meisterwerk, stößt man mittlerweile zwangsläufig auf Handmade Birds. Dort ist “Pillar of Winds“ letztendlich erschienen. Beaulieus Kompositionen werden von der Instrumentierung James Hamiltons perfekt in Szene gesetzt, dazu zeigt Geneviève Beaulieu, dass die Virtuosität ihres Gesangsvortrages ihresgleichen sucht. So lässt sich in jeder Note aller Stücke auf ihrem Debüt ein “MEHR“ vernehmen, das für sich genommen sprachlich unausdrückbar ist. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 58, HANDMADE BIRDS, INTERVIEW, MENACE RUINE, PRETERITE
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Montag, 6. August 2012
“Ewig“ lautet der Titel des vierten Streichs des Hagener Quintetts. Ihren Namen, THE BLUE ANGEL LOUNGE, entlehnten sie einem kleinen Club in Manhattan, in dem einst auch Nico auftrat. Überhaupt bilden Nico und THE VELVET UNDERGROUND einen Punkt, zu dem sich die Fünf gern hinüberbeugen. Der Bogen, der sich dabei zwischen dem “Gestern“ und dem “Heute“ spannt, verbindet das Beste aus beiden Welten. Gleichzeitig richten sich die Mannen um Nils Ottensmeyer und Dennis Melster nicht im “Jetzt“ ein. Das behagliche Einnisten in der Nische wird allein schon aufgrund der kalten Nebel der Düsternis und der Schwarz-Galligkeit ihrer Arrangements vermieden. Nach einer Tour durch die USA sind die Hagener nun wieder im Lande und werken am nächsten Album, auf das ihre aktuelle EP “Ewig“ bereits einen Blick gestattet. Zeit für eine Bilanz. Grund für ein Gespräch. (weiterlesen…)
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Stichworte: 8MM MUSIK, ARTIKEL, BLACK 59, NICO, THE BLUE ANGEL LOUNGE, THE VELVET UNDERGROUND
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Dienstag, 17. Juli 2012
Mit “We Will Always Be“ legt das amerikanische Duo Windy & Carl das wohl persönlichste Album in der Bandhistorie vor. Ursprünglich als Valentinstaggeschenk Carls an Windy gedacht, fanden die Stücke via Kranky schließlich den Weg in die Öffentlichkeit. Sie zeugen von der immerwährenden Verbundenheit des Paares. Im letzten Gespräch dieses Magazins mit dem Duo aus Dearborn/ Michigan wurden die Spots noch auf die Fertigstellung und den Endmix des Albums gerichtet. Nun ist es an der Zeit, über das Resultat zu reflektieren. Wie alle Arbeiten der Amerikaner steuert “We Will Always Be“ etwas im Hörer an, was die Kompassnadel vieler Veröffentlichungen anderer Bands und Projekte verfehlt. Windy & Carl hören, heißt zweien zuzuhören, die musikalisch verschmelzen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 59, CARGO, INTERVIEW, KRANKY, STORMY RECORDS, WINDY & CARL
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Freitag, 29. Juni 2012
Das BERSARIN QUARTETT ist ein “imaginäres Quartett“. Dahinter steckt der in Münster beheimatete Thomas Bücker, der einigen womöglich durch eines seiner anderen Projekte – JEAN-MICHEL- bekannt sein könnte. Mit “II“ erschien dieser Tage das – wie der Titel bereits erahnen lässt – zweite Album “des imaginären Quartetts“. Dieses hauptsächlich aus orchestralen Samples bestehende Wunderwerk verzückt mit Eindringlichkeit und Subtilität. Betrachtet man die Titulierung der Stücke genauer, lassen sich dort diverse Referenzen an unterschiedliche Lyriker, zuvorderst an Georg Trakl, entdecken. Das Lyrische der Titel und die harmonischen Soundpassagen zeitigen ein Hörerlebnis, das Staunen hervorruft. Vor allem zeigt sich auf “II“ jedoch, was es bedeutet, eine eigene musikalische Handschrift zu haben. Im Hervorbringen des Eigenen findet sich sicherlich die deutlichste Parallele zu Georg Trakl. Dort, wo der österreichische Lyriker mit Worten malte, zeichnet Bücker mit Tönen. Grund genug mit dem Mann zu sprechen, dessen Klangfarben es vermögen, ein Lächeln in das Gesicht der Hörer zu zaubern… (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BEATS BEYOND, BERSARIN QUARTETT, BLACK 59, CARGO, DENOVALI, GEORG TRAKL, JEAN-MICHEL
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Freitag, 15. Juni 2012
Über kaum einen Künstler kann man wohl so bestimmt sagen, dass er identisch mit sich selbst ist. Als Frontmann von NEUROSIS hat Steve Von Till über all die Jahre wesentlich Subkulturen mitgeprägt. Von Till ist dabei mehr als nur ein Sänger, mehr als nur ein Gitarrist, mehr als nur ein Labelbetreiber. Sowohl er als auch NEUROSIS zeigen eine Unverrückbarkeit, die immer seltener zu werden scheint. Von Till und seine Mitstreiter haben sich wohl auch deshalb eine stabile und treue Hörerschaft erspielt. Und doch ist da nie Schwarm, nie Geschwader. Da ist kein Mitwippen im Wind der Moden. Das, was NEUROSIS umweht, ist vielmehr ein Wind der Klarheit. Klarheit darüber, was es heißt, im eigenen Dasein aufzuschlagen. Davon kündet auch immer ihre Art des Spieles, welches sich in den Momenten der aufrichtigen Einlassung als Toröffner entpuppt. Dieses Tor öffnet Räume der Verheißung. (weiterlesen…)
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Stichworte: AMENRA, BLACK 56, HARVESTMAN, INTERVIEW, NEUROSIS, NEUROT RECORDINGS, SCOTT KELLY, STEVE VON TILL
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Freitag, 15. Juni 2012
Seit 2003 treibt Ben Lukas Boysen sein Unwesen im IDM-Genre und hat es inzwischen schon auf insgesamt 7 spannende wie abenteuerliche Electronica-Alben gebracht. Sein letztes erschien im vorigen Jahr auf Hymen Records und „Avenger“ transportiert dabei eine Art Superhelden-Geschichte mittels halsbrecherischen Sound-Designs zwischen filmischen Atmosphären und vertrackten Rhythmen. Das BLACK lud daher ein weiteres Mal zum Gespräch: (weiterlesen…)
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Stichworte: ANT-ZEN, BLACK 58, HECQ, HYMEN RECORDS, INTERVIEW
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Samstag, 19. Mai 2012
Folgt man dem alten Röckener, so entspringen Vielheit und Vielfalt aus “dem Widerstreit der Gegensätze“. Wenn Gegensätzliches aufeinander prallt, ist die Bündelung dieses Aufpralls eine Fertigkeit, die große Meisterschaft verrät. Dieser Meisterschaft verdächtig hat sich der Franzose Marc Euvrie mit seinem Projekt THE EYE OF TIME gemacht, wobei “die Verdächtigung“ einer Untertreibung gleichkommt, überführt sein aktuelles Album ihn doch als großen Meister. Das mit “The Eye Of Time“ betitelte - und eigentlich aus drei unterschiedlichen Veröffentlichungen bestehende – Werk entstand über einen Zeitraum von zehn Jahren. Dabei wurden Elemente des Ambient, des Drum N` Bass, des Post Rock und diverse Electronica aus ihren ursprünglichen Formen herausgebrochen, abgeschliffen, neu zusammengesetzt und anschließend verfugt. Ergebnis ist ein Mosaik des Prächtigen. Seine Pracht gewinnt sich auch durch den offenkundigen Ansatz seines Erschaffers, selten zu Vereinbarendes in eine eigene Form mit ganzheitlicher Wirkung zu bringen. Wenn eine Veröffentlichung die Resultate unterschiedlicher Zeiträume miteinander verbindet, dabei nie auf das Eklektische schielt und sich das Ergebnis derart organisch anhört, anfühlt und anschaut, dann ist wohl von einem großen Wurf zu sprechen. Zu eben jenem hat Marc Euvrie mit THE EYE OF TIME angesetzt. Wenn diese Fülle, Vielheit und Vielfalt in Einheit und Einklang nicht Grund genug für ein Gespräch sind, dann … (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 58, CARGO, DENOVALI, KARYSUN, THE EYE OF TIME
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Samstag, 19. Mai 2012
“Es gibt Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge. Alles vermischt sich miteinander und der eigene Output ist das Ergebnis all dessen“. Eric Quach scheint nie still zu stehen. Seine Veröffentlichungen gleichen einem Fluss, rauschhaft und immer in Bewegung. Mit “Resurgence“ legte er im letzten Jahr sein Meisterstück ab. Seine Fertigkeiten zeigen sich dort auf ihrem Höhepunkt. Seinen Tracks ähnlich sind auch seine Antworten. Sie variieren in puncto Länge und Emotionalität, bündeln einmal das Essentielle, um andernfalls Kerngedanken und –ideen weit auszubreiten. Dabei sind sie immer tief, wild und ziehen stets eigene Kreise. Eric beherrscht die Klaviatur des guten Gesprächs spielend. Vom Schwärmerischen gleitet er ins Konkrete, vom Nachzeichnen schwingt er ins Schimpfen. Besonders diese Momente, in denen er die Selbstgewissheiten von Subkulturen kritisiert und deren Modi der Selbstdarstellung ironisch kommentiert, zeigen einen Schaffenden, der sich nicht im Mitschwingen erschöpft hat. (weiterlesen…)
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Stichworte: AURORA BOREALIS, BLACK 58, DENOVALI, INTERVIEW, JAMES PLOTKIN, MAINS DE GIVRE, PARALLEL LINES, THISQUIETARMY, TQA
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Mittwoch, 2. Mai 2012
In das Licht treten – in den Schatten verschwinden. Doch wie verhält es sich bei “düsterem Licht“? Ist das Düsterlicht jenes, was am Morgen die Passanten umhüllt, die Wege nur dürftig ausleuchtet, gerade so, dass man nicht in Gefahr gerät über Verschattetes zu stolpern? Ob Chris und Aaron ähnliches durch den Kopf ging, als sie “Gloomlights“ komponierten, kann nur vermutet werden. Tatsache ist, dass das aktuelle Album ihres Projektes AIRS ebenso Elemente vereint, die eigentlich für unvereinbar galten. Da treibt es auf das eigene Schuhwerk starrend urplötzlich los, um kurz darauf eine schwarz-metallische Schlagseite zu erhalten und eine andere Richtung zu nehmen. (weiterlesen…)
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Stichworte: AIRS, ARTIKEL, BLACK 58, INTERVIEW, MUSIC RUINS LIVES
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Dienstag, 10. April 2012
“Ich beobachte in letzter Zeit immer mehr zum Teil recht junge Leute, die ihre Tracks untereinander austauschen, zumeist via Internet. Da habe ich ein paar unerbittliche Sachen gehört, die mich durch ihre absolut non-kommerzielle Ausrichtung begeisterten.“ Diese Aussage wurde von Jürgen Weber im Herbst 2009 getätigt. Erstaunlich daran ist zweierlei. Zum einen beweist er ein feines Gespür für eine Entfaltung, die sich am besten unter dem Begriff “new home recording“ subsumieren ließe. Natürlich hat es das Zuhause Aufnehmen und Komponieren schon länger gegeben. Jedoch haben die technischen Entwicklungen der letzten Jahre diese Art des subkulturellen Wirkens schier unglaublich dynamisiert. Aufnehmen zu können, ohne ein Tonstudio besuchen zu müssen, Files via Internet austauschen, eine eigene Netzseite anlegen, um von dort aus Veröffentlichungen in Kleinstauflagen verkaufen zu können und schließlich die Tatsache, dass es durch das Internet leichter geworden ist, Kontakte zu Gleichgesinnten zu generieren, schneller eigene Netzwerke zu bilden – all dies zusammen schlägt sich massiv auf die musikalischen Subkulturen nieder. Etablierte Labels verlieren immer mehr an Einfluss, neue gründen sich. Wahrscheinlich hat es nie zuvor in der Geschichte der Popkultur ein derartiges Nebeneinander (aber auch Miteinander) tausender Klein- und Kleinstlabels gegeben. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, ASTRAL RA, BLACK 58, GARDENIA, GATES, HANDMADE BIRDS, IVORY ANTLER, LAND OF DECAY, LOCRIAN, MAMIFFER, ORCA, SUTEKH HEXEN
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Dienstag, 10. April 2012
Wenn davon gesprochen wird, dass “an feine Ohren gute Kunde geht“, ist auch PLANNING FOR BURIAL gemeint. Das amerikanische Einmannprojekt veröffentlichte aus dem Schatten des eigenen Zuhauses bereits diverse Soundkleinode. Seit kurzem hat Thom auf Enemies List Home Recordings eine neue Veröffentlichungsheimat gefunden. PLANNING FOR BURIAL hören, heißt immer auch Nuancen wahrnehmen, die vorher noch nicht so wahrgenommen wurden – Sounds nachspüren, die so noch nicht erklangen – und schließlich sich einem Strom anheim geben, der einen leicht aus den Niederungen des Alltäglichen fortspülen kann. Es ist kleiner Zauber, der das amerikanische Projekt umgibt und der sich leicht auf den Hörer überträgt und so seinen Mantel um ihn wirft. Gleich einer Art musikalischen Bewusstseinsstroms verleiht Thom diesem über seine Instrumente Ausdruck. Nun ist diese Sprache keine leicht verständliche, da ihre Grammatik komplexer und ihr Wortschatz mannigfaltiger ist. Das nun folgende Interview trägt nicht den Impuls, den Zauber PLANNING FOR BURIALs aufzulösen. Vielmehr gilt es hier dem Magischen auf der Spur zu bleiben… (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 58, ENEMIES LIST HOME RECORDINGS, INTERVIEW, LIFE IN THE DARK, MUSIC RUINS LIVES, PLANNING FOR BURIAL
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Donnerstag, 22. März 2012
Gespräche mit Matt Elliott sind immer fruchtbar. Zum einen reflektiert er wie kaum ein anderer Künstler sein Wirken. Mit “The Broken Man“ steht im nächsten Jahr sein neues Album in den Regalen, das wie keines seiner Vorgänger vom freigelegten inneren Glutkern Elliotts zeugt. Der Engländer versteckt sich dabei nicht hinter der Schutzmauer des Immergleichen. “The Broken Man“ sperrt dem Hörer den Mund staunend auf. Elliott beweist einmal mehr, welch Händchen er für Melodien hat. Instrumentierung und Lyrics sind auf eine Art symbiotisch verwoben, so dass man konzedieren muss, dass so viel zu lange nichts mehr geklungen hat. Dies zum einen. Zum anderen findet sich im THE THIRD EYE FOUNDATION-Mastermind ein Gesprächspartner, der Gedanken formuliert, die weiter gehen, als die üblichen Ansagen in den Binnenraum einer Subkultur. (weiterlesen…)
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Stichworte: Black 57, COIL, ICI D`AILLEURS, INTERVIEW, MATT ELLIOTT, THE THIRD EYE FOUNDATION, THIS IMMORTAL COIL, YANN TIERSEN
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Donnerstag, 22. März 2012
Selten gestattet ein Schaffender dererlei Einsicht in sein Wirken und umhüllt diese gleichzeitig so gekonnt, wie Dan Barrett. Sein Soloprojekt GILES COREY überwältigt in jeder Hinsicht. Auf der inhaltlichen Ebene finden sich mit den Themen Suizid und Depression die beiden Hauptstränge des Albums. An diese knüpfen sich Nebenstränge, beschweren das ohnehin Niederdrückende, das sich irgendwo dort befindet, wo die Enden der Hauptstränge ins tiefste Schwarz verschwinden. Musikalisch liefert Barrett ein kaum beschreibbares Unikum ab, das sich von fast jeder Stilrichtung zu bedienen und nähren weiß – und doch dominiert das Folkige. Ob es nun der Soundtrack einer Rückkehr oder der des Ganges vor das finale Gericht ist, wird in diversen Publikationen heiß diskutiert. >Hermetiker< raunen die Einen, >Überwältiger< zischeln die Anderen. Ist Barrett am Ende ein Überschreiter, ein >Wiederbringer<? Auf jeden Fall berührt er, versetzt jene, die seine Arbeiten rezipieren, in Aufruhr. Die für dieses Interview verantwortlichen Redakteure hat indes am stärksten bewegt, dass dies Barrett`sche Album ein klare Beleg dafür ist, dass es immer noch Ungehörtes und Neues zu entdecken gibt. Vielerlei Fragen stellen sich und daher soll jener, an den sich die Songs “heranschleichen“, es nun am besten selbst erklären. Auftritt Dan Barrett! (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, Black 57, ENEMIES LIST HOME RECORDINGS, GILES COREY, HAVE A NICE LIFE, PLANNING FOR BURIAL
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Donnerstag, 22. März 2012
Ein Antwortender, der nicht vorgibt, dass er über letztgültige Antworten verfügt, ist ein Geschenk für Interviewer. Wenn die Antworten dann gleich präzisierenden Fragen in Bezug auf die Ausgangsfrage sind, setzt der magische Moment des gemeinsamen Tastens für die Interviewer und den Befragten ein. Dort, wo in die Verirrung des Einzelnen Erinnerungsbruchstücke anheimgegeben werden, entsteht etwas, was den Alltag mit einem zarten Zauber überzieht. Der Künstler David V. D’Andrea ist ein Meister seines Fachs, das Magische findet in seinen Arbeiten Widerhall. Die erdigen Töne seiner Illustrationen bilden in ihren subtilen Farbverschiebungen einen eigenständigen ästhetischen Ansatz ab. D’Andrea scheut sich dabei nicht, die Wertigkeiten des Gedankens des Künstlers als Handwerker zu betonen. Seine Werke sind durchzogen von vielerlei Symboliken. Die mitschwingende Verrätselung lässt den Betrachter staunen. Der Amerikaner ist vor allem als Gestalter diverser Cover und Konzertplakate in der Subkultur unterwegs, besonders sein Wirken für OM hat ihm Anerkennung eingetragen. Seine schimmernden und von Nachdenklichkeit geprägten Sprachbilder illustrierten eindrucksvoll unsere Stichworte. Wie eingangs angedeutet, tragen seine präzisierenden Ausführungen nicht den Charakter der Letztgültigkeit, sondern schwenken den Scheinwerfer der Frage auf bisher nicht ausgeleuchtete Ecken. Ein Illustrator also, der auch mit Worten malen kann… (weiterlesen…)
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Stichworte: AGALLOCH, AMBER ASYLUM, ARTIKEL, ASUNDER, Black 57, David V. D'Andrea, GRAILS, INTERVIEW, LUDICRA, OM, ROADBURN, Sleep, SWANS, THE RIVER, WHITE HILLS, WOVENHAND
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Freitag, 24. Februar 2012
All jene, die ins Nebelhorn des “Nach uns kommt nichts mehr!“ stoßen, sollten dies lieber nicht in der Nähe von WRECK AND REFERENCE tun. Der Electronic Doom der beiden Kalifornier würde die Nebelhornbläser samt ihrer Instrumente über den Pazifik pusten und sie am nächstbesten Riff zerschellen lassen, denn das was Ignat und Felix mit “Black Cassette“ hervorgerufen haben, ist nicht weniger als ein musikalischer Tornado. Kaum vorstellbar ist dabei, dass ihre doomlastigen Stücke ohne Gitarren auskommen, obwohl sie genau danach klingen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, Black 57, FLENSER RECORDS, MUSIC RUINS LIVES, WRECK AND REFERENCE
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Sonntag, 12. Februar 2012
Seit 2005 schickt Denovali Records seine Veröffentlichungen in die Welt und bringt so den Alltag ihrer Hörer zum Schwingen. Mittlerweile hat sich das Label dergestalt entwickelt, das es in puncto musikalische Bandbreite, Artwork und Liebe zum Detail Maßstäbe setzt. Konsequent ignoriert es dabei die Begrenzungen, die seitens der Genrefetischisten an alle Labels herangetragen werden. Allein die sonore Qualität der auf dem Label veröffentlichten Bands und Künstler dient als Leitfaden. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, AUN, BIRDS OF PASSAGE, Black 57, CELESTE, DENOVALI, DENOVALI RECORDS, HEIRS, KODIAK, N, OMEGA MASSIF, THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE, THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION
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Sonntag, 12. Februar 2012
Große Veränderungen stehen bei SOFT KILL ins Haus. Nach der Trennung Tobias Graves von seiner Partnerin und SOFT KILL-Hälfte Shiloe wird er das Projekt wohl allein fortführen. Zudem raunt es aus der Subkultur, dass BLESSURE GRAVE demnächst wahrscheinlich eine Wiederauferstehung erleben werden. Vieles steht im Raum, wenig ist gewiss. Da scheint es sinnvoller, sich an den Tatsachen zu orientieren. Tatsache ist, dass SOFT KILL mit “An Open Door“ dieses Jahr ein Album veröffentlicht haben, das allerorts Wertschätzung genoss. >>Post Punk<< flaggt über diesem Tonträger – Eindringlichkeit, Schroffheit und Explosivität sind die Begriffe, die die Platte am besten beschreiben. Spricht man mit Tobias Grave erhält man immer den Eindruck, ein Gegenüber zu haben, welches sich auf der Suche befindet, rastlos ist. Dabei ist sich der SOFT KILL-Mastermind selbst nicht sicher, ob seiner Suche je ein Ankommen beschieden sein wird. Eins jedoch bleibt gewiss. So lange der Amerikaner eben auf dieser Suche ist, wird dem Hörer ein Zugang zur Welt außergewöhnlicher Soundschöpfung geboten, welche ihrerseits durch Graves beeindruckendes Verständnis für Melodien gekennzeichnet ist. Aber das soll er am besten selbst darstellen… (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, Black 57, BLESSURE GRAVE, FAST WEAPONS, GROUP HEX, SOFT KILL
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Donnerstag, 2. Februar 2012
 Wenn von “DER“ Subkultur gesprochen wird, ist etwas Gesprächsgegenstand, was es so natürlich nicht gibt. Subkulturen differenzieren sich gegenwärtig in einem Maße aus, dass man genau in dieser Aufsplittung – Spötter sprechen von Zersplitterung – so etwas wie eine Tendenz entnehmen kann. Eine Tendenz vom Großen ins Kleine. Vom Allgemeinen ins Genaue. Vom Universelleren zum Spezielleren. Einerseits. Andererseits ist dabei jedoch erstaunlich, dass auch die Berührungspunkte zwischen diesen Klein- und Kleinstkulturen wachsen. (weiterlesen…)
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Stichworte: Black 57, CARGO, DENOVALI, INTERVIEW, OMEGA MASSIF
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Samstag, 31. Dezember 2011
Wenn sich ein Jahr dem Ende zuneigt, gleicht es oftmals einem Sieb, welches – nachdem es in einen Fluss getaucht wurde – langsam aus dem Wasser gezogen wird. Schüttelt man es, werden Sandkörner ab- und ausgespült. Schließlich entfernt man per Hand das Treibgut. Zurück bleiben jene Kieselsteine, die zu groß für die Maschen waren, um in die Anonymität des Flussbettes zurück zu sinken. Im Sieb mit der Prägung “2011“ hat sich u.a. KODIAKs Kiesel verfangen. Mit ihrer gleichnamigen Kompilation zeigen KODIAK, dass Kompilation eben nicht Reihung bedeutet, sondern wie in ihrem Fall, im besten Fall: Klimax. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, Black 57, DENOVALI, KODIAK, N, NADJA
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Samstag, 31. Dezember 2011
Den “Blühende(n) Nischen“ war das Testcard Nr.19 gewidmet. Martin Büsser stellte dort fest, dass in den Zentren “… zu viel Gutes zu oft statt(-findet)“. Martin Gitschel, seines Zeichens eine Hälfte des Drone-Duos TROUM, bemerkte in einem Interview mit dem Auf Abwegen Nr.35, dass ein wesentlicher Antrieb für die Beschäftigung mit Musik das “in der Kleinstadt (H)ocken“ gewesen sei. Der lokale Aspekt der Nische, das Dasein in der Provinz, mag wohl auch für den Letten Vadeem und sein Projekt SUN DEVOURED EARTH eine Rolle gespielt haben. Der in Aizkraukle Wohnende, lebt in einer 9000 Einwohner starken Stadt, 90km südöstlich von Riga. Dort, wo andere Bands selten vorbeikommen und sich keine funktionierende Subkultur bilden kann, wuchert die Nische noch unkontrolliert. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, Black 57, HANDMADE BIRDS, NADJA, SLOWDIVE, SUN DEVOURED EARTH, SUNN O))), SWANS, THE ANGELIC PROCESS
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Dienstag, 20. Dezember 2011
Kauzig. Knorrig. Liebenswert. So lassen sich die Veröffentlichungen des amerikanischen Labels Sacred Bones wohl am besten beschreiben. Taylor Brode und Caleb Braaten sind seine Betreiber. Ihr Wirken basiert auf dem Grundgedanken, Ungehörtes zum Erklingen zu bringen und dabei gleichzeitig zu zeigen, dass Freundschaft eine tragende Säule subkulturellen Wirkens ist. (weiterlesen…)
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Stichworte: AMEN DUNES, ARTIKEL, Black 57, CASE STUDIES, CRYSTAL STILTS, CULT OF YOUTH, FACTUMS, GARY WAR, LED ER EST, MOON DUO, NAKED ON THE VAGUE, SACRED BONES, THE MEN, THE PINK NOISE, TRUST, ZOLA JESUS
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Dienstag, 20. Dezember 2011
Wenn Reizüberflutung zum Dauerzustand wird, wird es immer schwerer sich dieser zu entziehen. Jene Überflutung deckt alles zu. Die sekundäre Wirklichkeit, dies Simulacrum, findet ihre Umsetzung, indem sie alle Realien als Datensätze nachbildet. Das Virtuelle ist dabei, Leben und Erfahrungen zu reproduzieren, um letztlich als das Allgemeingültige bestehen zu bleiben, Leben wird zum entkernten Download. Wo bleib der Widerstand? Gab es ihn – und wenn ja, was ist von ihm übrig geblieben? Kann Kunst, kann Schreiben widerständig sein, auch in diesem Heute, wo die Bilderflut nur noch die Zeit bis zum Tod überbrückt? Und welche Hilfe braucht jemand, wenn er dennoch schreibt? Geld? Passion? Perspektive? (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTOIN ARTAUD, BERND MATTHEUS, BLACK 56, E.M. CIORAN, INTERVIEW, JÜRGEN PLOOG, KARL KOLLMANN, MARO VERLAG, PAUL CELAN
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Samstag, 19. November 2011
Wenn Schönheit das Gelungene ist, dann kann man sagen, dass die Alben von WINDY & CARL schön sind. Das Duo aus Dearborn/ Michigan verzaubert mit seinen anmutigen Veröffentlichungen seit Jahren seine Hörer. Im Kranky-Gebirge sind WINDY & CARL beinahe Urgesteine, wenngleich es in den letzten Jahren ruhiger um Windy Weber und Carl Hultgren geworden ist. Privat wie künstlerisch ein Paar, beweisen sie, dass Symbiosen oftmals die fruchtbarsten Ergebnisse zeitigen. Diese umfassen einen fast universellen Ausdruck, sie fordern förmlich zum Eintauchen in das Dargebotene auf. Gleichzeitig ist der ihren Veröffentlichungen immer innewohnende Zauber ein Leitstrahl für viele, überglänzt dieser doch in den Minuten des Durchlaufs ihrer Platten die Eintrübungen unserer Zeit. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 55, INTERVIEW, KRANKY, STARS OF THE LID, STORMY RECORDS, WINDY & CARL
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Samstag, 19. November 2011
Wohl kaum ein musikalisches Genre hat sich in den letzten Jahren so ausdifferenziert, wie das des Metals. Unzählige Subströmungen sind entstanden, mannigfaltige Kollaborationen mit Künstlern aus anderen Genres und Subkulturen sind eingegangen worden. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist das kanadische Label Profound Lore. Dessen Betreiber Chris Bruni fischt seit nunmehr 7 Jahren in den musikalischen Weihern nach metallischen Fischen. Dabei ist Bruni ein sorgfältiger Fänger. Vieles von dem, was in den Netzen hängen bleibt, wirft er in den Weiher zurück – nur weniges landet im Fangkorb. Über das was ihn antreibt, gibt Chris Bruni im nun folgenden Interview Auskunft. (weiterlesen…)
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Stichworte: A STORM OF LIGHT, AGALLOCH, AMBER ASYLUM, ARTIKEL, ASUNDER, BLACK 56, BLOODY PANDA, CHRIS BRUNI, COBALT, GRAYCEON, INTERVIEW, KRALLICE, LUDICRA, MORNE, NADJA, PROFOUND LORE, SUBROSA, YOB
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Samstag, 5. November 2011
La Lechuza – die Eule. Vogel der Weisheit. Totenvogel. Als Totenvogel ist sie auf EMSERINEs neuem Album präsent, denn der Tod schwebt über diesem Album. Konkret ist dabei der Heimgang Lhasa De Selas gemeint, jene Künstlerin, deren kreativer Einfluss und deren aufrichtige Freundschaft letzten Endes maßgeblich dazu beitrugen, dass ESMERINE die Fackel, die sie einst aus der Hand legten, wieder aufnahmen. (weiterlesen…)
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Stichworte: A SILVER MT ZION, ARTIKEL, BLACK 56, CARGO RECORDS, CONSTELLATION, ESMERINE, GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR, LHASA DE SELA, SET FIRE TO FLAMES
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Samstag, 5. November 2011
Kein Künstler kann seiner Zeit vorauslaufen. Edgar Varése merkte an, dass der Künstler nur seine Zeit reflektieren könne, um sie in die Geschichte einzuschreiben. Die Kalifornierin Chelsea Wolfe verkörpert den Varéseschen Ansatz gegenwärtig so deutlich, wie wohl nur wenige. Ihr Album “The Grime And The Glow“ weiß über unsere Alltagswelten vor dem Hintergrund einer aufziehenden Düsternis zu berichten. Dabei verwirklicht die Amerikanerin besonders das Motto “e pluribus unum“. Sie zaubert aus dem Vielen das Eine, indem sie ihre Meisterschaft der Verdichtung und der Aufschichtung von Soundkleinoden beweist. Darüber hinaus versteht sie ihre Fertigkeiten auch live gekonnt darzubieten. Gemeinsam mit CULT OF YOUTH und ZOLA JESUS tourte sie durch die USA. Wobei jedem klar sein dürfte, dass es sicherlich nicht der einfachsten Übung entspricht, bei diesem Package live einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 55, CHELSEA WOLFE, CULT OF YOUTH, HUMANIST RECORDS, PENDU SOUND, WILD EYES, ZOLA JESUS
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Dienstag, 2. August 2011
Jürgen Weber war es, der seinerzeit den Begriff der „Ungewollten“ ins Spiel brachte. Doch wer sind sie, die Ungewollten? Sind sie jene, die auf der Flucht vor den Epochenübeln an den Rand geflohen sind? Was finden sie dort am Rand, in der Diaspora? Oft strahlen die Ungewollten im Licht ihrer Widersacherexistenz, das Exil scheint ihr Schicksal zu sein. So sind sie denkbar weit entfernt von jenen, „die im Zentrum des Meinungswechsels sesshaft sind“ und jenen, die „die ein Drehkreuz im Herzen haben“ (B.Strauß). Die Ungewollten sind oft jene, die ausgeschlossen wurden – oder flüchteten, weil sie anders antworten, als die Massen in ihrer formlosen Schlammhaftigkeit. Oft verfemt, oft mit Häme bedacht, zahlen sie den Preis für Fragen und Gedanken, die sich nicht in matter Erschöpfung im stehenden Tümpel des Konsenses spiegeln. Aus dem Exil antworten die Ungewollten meist, indem sie der Masse ihre Widerhaken der kalten Wut entgegen schleudern, von Ingrimm getrieben. Diesen Randständigen haftet nicht selten etwas Schweres, Dunkles an. Ihr Abweichen vom Konsens geht oft einher mit ihrer Ablehnung der Kreolisierung der Umstände, die von den Zentren in die Etappe wabbert. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTONIN ARTAUD, ARTIKEL, AXEL MATTHES, BERND MATTHEUS, BLACK 54, E.M. CIORAN, GEORGES BATAILLE, KARL KOLLMANN, MATTHES & SEITZ
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Mittwoch, 20. Juli 2011
Kaum eine Zielgruppe wurde in letzter Zeit so mit Veröffentlichungen überschwemmt, wie die Drone-Hörerschaft und insbesondere die (meiner Meinung nach) völlig überbewerteten NADJA haben sich dabei eher unrühmlich hervorgetan. Ich gehe im Drone-Sektor deshalb streng selektiv vor und neben meinen jahrelangen Favoriten MAEROR TRI/TROUM hat sich gerade mal der [MULTER]-Gitarrist Hellmut Neidhardt mit seinem Solo-Projekt N einen festen Platz in meinem Plattenregal erkämpft. Sein rauer Gitarren-Sound ist markant, die Thematik meist maritim und die Discografie überschaubar (was sich im Moment aber gerade zu ändern scheint) – Zeit für ein Interview: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 54, DENOVALI, DENOVALI RECORDS, GENESUNGSWERK, HELLMUT NEIDHARDT, INTERVIEW, MAEROR TRI, MIRKO UHLIG, MULTER, N, NADJA, TROUM
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Mittwoch, 20. Juli 2011
Via Angel Oven Records sind dieser Tage zwei besondere Alben erschienen. Dahinter steckt R. Loren, der u.a. als Frontmann der PYRAMIDS bereits Beachtung gefunden haben dürfte. Das Wirken R. Lorens erscheint nämlich in einem besonderen Licht. Während viele Künstler ihren Schöpfungsprozess im Sinne eines Abschälens der Ideen begreifen – gleichsam einem Loslassen – hat man bei ihm den Eindruck, dass sich seine Ideen stärker in ihn hineinspielen. Das Spektrum seines Wirkens überglänzt die Pförtner der Schubladen und so kann es nicht verblüffen, dass es nun gleich zwei Soloarbeiten R. Lorens gibt. Sein Ausdruck, der sich in WHITE MOTH und SAILORS WITH WAX WINGS manifestiert, verwickelt die Ohren des Rezipienten ins Gehörte. Dieses wuchtige Herausschleudern bei gleichzeitigem Hineintreiben lässt ihn als einen Seltenen erscheinen. Ein Seltener, für den die Mechanismen des ins Zentrum Drängens und Rückens außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. Er meldet sich selten zu Wort. Umso freudiger empfanden wir seine Interviewzusage. Genug unserer Worte … (weiterlesen…)
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Stichworte: ANGEL OVEN RECORDS, ARTIKEL, BLACK 53, PYRAMIDS, R. LOREN, SAILORS WITH WAX WINGS, WHITE MOTH
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Dienstag, 19. Juli 2011
Zuschauer des eigenen Lebens sind sie nicht – die drei Amerikaner von LOCRIAN. Dabei richten André Foisy, Terence Hannum und Steven Hess ihren Fokus auf das Selbstleben. Entlang der alten Grundfrage Albert Camus`, ob man selber lebt oder gelebt wird, haben sie das Erstgenannte gewählt. Gleichzeitig nehmen sie dabei in Kauf, sich für den schwierigeren Weg entschieden zu haben. Dabei haben wir – und so auch LOCRIAN – es schwerer, selbst zu erleben, da das Selbsterlebte heute mit ungleich stärkeren und schnelleren Bildern ringen – und es vor den Sperrfeuern des Digitalen häufig nach Deckung suchen – muss. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 54, INTERVIEW, LAND OF DECAY, LOCRIAN
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Montag, 18. Juli 2011
Es ist schon merkwürdig, wie sehr eigene sozialisatorische Muster nachwirken. Im Bereich des Interesses für Musik bedeutet dies nicht selten, dass man bestimmte Umstände und Neigungen aus der Frühphase immer wieder zu reproduzieren scheint. Dies meint Muster, die einst einem feinen Spinnennetz gleich, den Hörer gefangen haben. Muster, die nicht mechanisch zu reproduzieren sind. Muster, bei denen man, wenn man ihnen erneut begegnet, sofort ein Gefühl der Vertrautheit entdeckt. Nicht wenige denken sicherlich an die Momente zurück, wenn die Vorfreude auf die Veröffentlichung eines neuen Albums Wellen schlug. Konkret zu benennen, warum mit der Veröffentlichung des neuen Albums von GRAYCEON diese Gefühle ausgelöst sind, scheint unmöglich. Trotzdem bleibt ein Interesse, ein Nachspüren, warum die musikalischen Vorlieben, die sind, die sie sind. Dazu dient das nun folgende Interview mit Jackie Perez Gratz, Max Doyle und Zack Farwell aka GRAYCEON. (weiterlesen…)
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Stichworte: AMBER ASYLUM, BLACK 54, GIANT SQUID, GRAYCEON, INTERVIEW, PROFOUND LORE, WALKEN
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Samstag, 16. Juli 2011
WOODEN WAND und Young God Records – selten bedingten sich eine Veröffentlichung und deren Label so sehr, wie in diesem Fall. Dabei tritt James Jackson Toth, das Gesicht hinter WOODEN WAND, seinen Weg an der Wegscheide an, die Michael Gira mit den ANGELS OF LIGHT in eine andere Richtung gehen ließ. Und dennoch starte(te)n beiden vom selben Punkt. Ihr Gepäck ist sorgfältig gewählt, nur das Notwendige ist dabei. Ihr “Unterwegssein“ ist angetrieben “vom forschenden Blick, der nichts zu fürchten scheint“. Toth hat – wie Gira auch – sein Wirken in den Anfangstagen auf die experimentellen Umgänge fokussiert. Als der jüngere der beiden scheint er nun aber auf einen Weg gelangt zu sein, den er immer gesucht hat. Dabei verzeichnet dieser nicht die Gabelungen und Kreuzungen wie der Weg Giras. Mit “Death Seat“ hat Toth nun via Young God Records ein Album vorgelegt, von dem auch in diesem Jahr noch viele sprechen werden. Unter dem Eindruck der Eindringlichkeit und der Direktheit seiner Veröffentlichung entstand das folgende Interview. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 54, INTERVIEW, JAMES JACKSON TOTH, WOODEN WAND, YOUNG GOD RECORDS
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Freitag, 15. Juli 2011
KINIT HER, das aus Nathaniel Ritter und Troy Schafer bestehende Duo, hat innerhalb kurzer Zeit mit einer Reihe von Veröffentlichungen ein originelles Werk erschaffen, das sich aus einem reichhaltigen Fundus teils randständiger Musik speist und das im Spannungsfeld zwischen Song und Experiment, Folk und rituellen Klängen steht. Titel und Artwork verorten KINIT HER in Regionen jenseits der Ratio und Nüchternheit. Seit kurzen besteht neben KINIT HER das neue Projekt WREATHES, das stärker auf den Song fokussiert ist. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 55, BURIAL HEX, KINIT HER, WREATHES
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Donnerstag, 14. Juli 2011
Im Vorwort zu Jeanette Leechs „Seasons They Change“ beklagt Greg Weeks, dass viele neue Entwicklungen in der Musik von regenerativen Kräften bestimmt seien, von Revitalisierungstendenzen, die zu einem ungenießbaren Aufguß von dem führen, was zu Anfang einmal frisch und aufregend gewesen ist. In der jüngst auf diesen Seiten veröffentlichten Rezension des selbstbetitelten Debüts von MUERAN HUMANOS, den zwei momentan in Berlin lebenden Argentiniern, wurde darauf hingewiesen, wie frisch, unverbraucht und originell dieses Album ist – wie sehr ihre durchaus von den 80ern inspirierte Musik im Spannungsfeld zwischen Post Punk und SUICIDE einem eigentlich verbrauchten und erschöpftem Genre neues Leben einhaucht, auch dadurch, dass Carmen Burgues und Tomás Nochteff nicht versuchen Klone zu sein, die sich daran machen, in einem gewissen zeitlichen Kontext entstandene Musik ohne Brechungen und eigene Ideen in das Jetzt zu transportieren, oder wie es weiter unten heißt: „Wir sind nicht im Revivalgeschäft.“ Im folgenden Interview geben die beiden einen offenen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Band, in Konzeptionelles und in eine Vielzahl weiterer Projekte, die illustrieren, dass die Interessen der beiden weit über die Musik hinausgehen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 54, BLIND PROPHET RECORDS, CARMEN BURGUESS, INTERVIEWS, MUERAN HUMANOS, OLD EUROPA CAFE, TOMÁS NOCHTEFF
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Samstag, 14. Mai 2011
Current 93, die (selbstironisch so bezeichnete) „ultimative halluzinatorische gnostische Supergruppe“ um David Tibet, ist ein Universum, in dem seltsame Planeten herumschwirren, ein Projekt, das auch nach 27 Jahren (noch) zu überraschen vermag. Die Texte David Tibets sind auf den vergangenen drei Alben nach einer Zeit der Introspektion zu einer völlig eigenen und oftmals in ihrer Metaphorik und Bildlichkeit – „a heap of broken images“ heißt es in Eliots „The Waste Land“ – kaum zu durchdringenden Mischung aus Autobiographischem und Kosmischem geworden. Die Anzahl der an den Alben und auf der Bühne Beteiligten wuchs und nachdem Current 93 mit „Black Ships Ate The Sky“ 2006 vielleicht durchaus etwas vom Folkboom profitieren konnten, veröffentlichten sie drei Jahre später mit „Aleph at Hallucinatory Mountain“ ein Rockalbum um erneut Erwartung(shaltung)en zu unterlaufen. „Baalstorm, Sing Omega“, das jüngste Werk, schließt laut David Tibet die jüngste kreative Phase ab. (weiterlesen…)
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Stichworte: Antony, ARTIKEL, BABY DEE, BLACK 51, CURRENT 93, DAVID TIBET, ELIOT BATES, SEBASTIAN HORSLEY, THOMAS LIGOTTI, WILLIAM BREEZE
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Freitag, 13. Mai 2011
Es gibt wenig Berichte über ZOLA JESUS, die nicht auf die Musik der frühen 80er, auf melancholischen New Wave und klassischen elektronischen Pop referieren. In der Tat klingen viele Aufnahmen der aus dem amerikanischen Mittelwesten stammenden Sängerin Nika Roza Danilova wie der Soundtrack zu einer Zeitreise in eine Ära, in der die Musik Kate Bushs oder der Eurythmics in aller Munde war, und wer was auf sich hielt, auch Sängerinnen wie Lene Lovich oder Siouxsie Sioux etwas abgewinnen konnte. Nicht, dass es Musik dieser Art nicht auch in der Zwischenzeit gegeben hätte, doch mittlerweile ist sie auch wieder in den Grenzbereichen zwischen subkulturellen Nieschen und “alternativem” Mainstream salonfähig, und so stammen die meisten Reaktionen auf Zola Jesus auch weniger aus dem Gothic-Bereich als aus der Indie- und Blogger-Szene. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 52, FORMER GHOSTS, INTERVIEWS, NIKA ROZA DANILOVA, SACRED BONES, SOUTERRAIN TRANSMISSIONS, ZOLA JESUS
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Freitag, 14. Januar 2011
Im Wesen des Unterwegsseins liegt das Ankommen. Julia Kent, die ambitionierte Cellistin aus dem kanadischen Vancouver, die heute in New York lebt, ist viel unterwegs. Doch worin liegt ihr Ankommen? Liegt es vielleicht in ihren vielfältigen Kollaborationen? Liegt darin ihr Ankommen? Und wie verhält es sich in den Phasen des buchstäblichen Unterwegsseins, auf ihren ausgedehnten Tourneen der letzten Jahre? Ist das ihr Entortetsein? Es lässt sich vermuten, dass sie vor allem in den Räumen zwischen all diesen Polen agiert. Ist sie am Ende eine Rastlose? Womöglich findet ihr Ankommen –„ihr Hiersein“- am ehesten in ihren Soloveröffentlichungen Widerhall. Dies scheinen die Echoräume zu sein, in denen sie am stärksten als Sendende agiert, weniger als Mitsendende.
Am besten -und dies ist das einzig Sichere- kann wohl Julia Kent selbst zu diesen und anderen Fragen Auskunft geben. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTONY AND THE JOHNSONS, BLACK 52, BLIND CAVE SALAMANDER, FABRIZIO MODONESE PALUMBO, INTERVIEW, JOCHEN ARBEIT, JULIA KENT, Nurse With Wound, PAUL BEAUCHAMP
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Donnerstag, 13. Januar 2011
„Alles fällt, das ist das Leben und kann daher nur gut sein“ – Ein Gespräch mit dem Maler UWE HENNEKEN
Im Frühjahr dieses Jahres gestaltete der Berliner Maler UWE HENNEKEN das Artwork für eine LP-Box von Current 93, ferner präsentierte er im Kunstverein Braunschweig eine große Soloschau mit Gemälden und Skulpturen. Momentan bereitet UWE HENNEKEN Ausstellungen in Berlin, New York und Athen vor. BLACK hat den Künster zu seiner Arbeit und ihren theoretischen Hintergründen befragt.
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Stichworte: BLACK 53, CURRENT 93, DAVID TIBET, INTERVIEW, SOL INVICTUS, UWE HENNEKEN, VINYL ON DEMAND
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Mittwoch, 1. Dezember 2010
CRIPPLED BLACK PHOENIX sind Fischer an den Quellen des großen Ideenweihers. Mit “I, Vigilante“ legen die Briten nun ein Album vor, dessen intensive Thematisierung von Kriegen es fast zu einem Konzeptalbum macht. Die Lautmagiker um Justin Greaves sind willens und in der Lage, das von Ideen durchzogene und in Gedanken Geformte, in eine musikalische Entsprechung zu münzen. Letztlich sind die acht Phönixe um Mastermind Justin Greaves eine der Bands, die gezielt ihre Hörer selbst suchen, gesteuert davon, was – und wie sie veröffentlichen. Über die dazugehörigen Taktiken und das dahinter stehende Selbstverständnis wird nun Justin Greaves persönlich Auskunft geben. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 53, CRIPPLED BLACK PHOENIX, DAISY CHAPMAN, INTERVIEW, INVADA RECORDS, JOE VOLK, JUSTIN GREAVES
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Mittwoch, 10. November 2010
Womöglich werden dem ein oder anderen Jenn Ghettos Arbeiten bereits im Kontext der leider 2003 aufgelösten CARISSA`S WIERD begegnet sein. Seit einigen Jahren tritt die in Seattle lebende Amerikanerin unter dem Namen “S“ auch solo in Erscheinung. Ihre Stücke sind durchleuchtet von einer Innerlichkeit, zu deren Ausdruck viele Künstler nicht im Stande sind. Gleichzeitig verkörpert ihr schöpferisches Wirken auch ein Wagnis, da ihre Arbeiten entlang der Konfrontationslinie von Innen und Außen geknüpft sind. Aber vielleicht liegt genau in diesem Punkt der Schlüsselreiz für jene, die von den Arbeiten Jenn Ghettos gefangen sind. Entlang der Tatsache, dass Ghetto für ihre Zurückhaltung in Interviews bekannt ist, überraschte ihre Zusage zu diesem Gespräch umso mehr. Anders als jene Künstler, die in einstudierten Posen der Weltabgewandtheit verkaufsfördernde Argumente entdeckt haben, ist ihr Außenseitertum gelebte Praxis. Dabei kann sie frei nach B.Mattheus über den Rand, an dem sie lebt nicht berichten, denn das kann bekanntlich nur, wer im eigentlichen Zentrum lebt und von dort auf die Ränder blickt. Vielmehr Aufschluss als dieses Interview kann schließlich ihre Musik geben, jene fragilen, aus dem Feld des Ungehörten heraus gezupften Stücke. Ergänzend dazu nun das folgende Interview… (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 52, CARISSA`S WIERD, INTERVIEW, JENN GHETTO, S
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Mittwoch, 27. Oktober 2010
Seit fast dreißig Jahren ist Barbara BEAUSOLEIL mit dem wegen Mordes inhaftierten Musiker BOBBY BEAUSOLEIL verheiratet. Für ihn ist sie nicht nur die wichtigste Verbindung zur Außenwelt, sondern auch eine enge künstlerische Mitarbeiterin. Aber BARBARA BEAUSOLEIL lässt sich nicht auf die Rolle der Ehefrau reduzieren. Vielmehr ist die ausgebildete Künstlerin unabhängig von ihrem Mann auf etlichen Feldern aktiv, etwa als erfolgreiche Malerin und Leiterin einer Tanztruppe. Eine wesentliche Säule ihrer Arbeit ist die Erforschung des Kults um die Große Mutter, der sie eine eigene Internetseite gewidmet hat. (weiterlesen…)
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Stichworte: BARBARA BEAUSOLEIL, BLACK 53, BOBBY BEAUSOLEIL, INTERVIEW, MOTHER GODDESS, RAKS SARAMA, SISTERS BIZAR, WHITE DOG MUSIC
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Samstag, 16. Oktober 2010
Es mag ein ungewöhnliches Kompliment sein, bei einem Vertreter sogenannter Experimentalmusik zuallererst auf das große Unterhaltungspotential hinzuweisen. Seit den 80ern geht ANDREW LILES seiner Leidenschaft, dem Sammeln, Bearbeiten und Zusammensetzen ungewöhnlicher Klänge nach, machte irgendwann sein Steckenpferd zum Beruf und zählt heute nicht nur zu den wichtigsten Figuren im Dunstkreis von NURSE WITH WOUND, sondern auch mit seinem Solowerk zu den ganz Großen an der Schnittstelle von Electronica und Musique Concrète. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANDREW LILES, BLACK 52, DANIEL MENCHE, DAVID TIBET, Nurse With Wound, REZIS, SALVADOR DALI, SEHNSUCHT, STEPHEN STAPLETON
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Freitag, 15. Oktober 2010
Auf einer Fotografie aus dem Jahr 1967 steht der damals 19-jährige Bobby BeauSoleil auf den Stufen der Russian Embassy, einem viktorianischen Gebäude in San Francisco, in dem er als Untermieter des Filmemachers und Okkultisten Kenneth Anger wohnt. Bekleidet mit Mantel und Zylinder, seiner typischen, bohémienhaften Haight-Ashbury-Uniform, zu der nur noch seine Bouzouki sowie der geliebte Hund Snofox fehlen, schaut er voller Arroganz auf den Betrachter herab. An die Tür hinter ihm hat irgendwer Aleister Crowleys berühmtes Diktum “Do what thou wilt” geschrieben, und BeauSoleil, seiner musikalischen Begabung sicher, weiß sehr genau, was er will: nämlich die Vision einer neuartigen Rockband als elektrischem Symphonieorchester verwirklichen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTHUR LEE, BLACK 52, BOBBY BEAUSOLEIL, CHARLES MANSON, INTERVIEW, KENNETH ANGER, THE GRASS ROOTS, THE ORKUSTRA, WHITE DOG MUSIC
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Sonntag, 3. Oktober 2010
Vor nicht allzu langer Zeit wurden noch Unsummen für die vergriffenenen Veröffentlichungen der Amerikaner von YEN POX geboten. Sicherlich kommt Steven Hall (VEIL OF SECRECY) und Michael JV Hensley (BLOOD BOX) eine Pionierrolle dahingehend zu, dass sie wesentlich mitdefiniert haben, was Ambient ist. Seitdem haben sich unzählige Nachspieler aufgemacht und mit ihrem epigonalen Tun versucht, die Schneise, die YEN POX einst in den Dschungel des Ungehörten hineinschlugen, nach beiden Seiten breiter auszutreten. Lange Zeit ruhte das Projekt und tritt nun zum einen durch die Wiederveröffentlichung des 15 Jahre alten Ambient-Klassikers “Blood Music“ und zum anderen mit neuem Material via Substantia Innominata in das Blickfeld subkulturellen Interesses. Grund genug eine Rückschau und eine Bestandsaufnahme zu wagen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 52, BLOOD BOX, INTERVIEW, MALIGNANT RECORDS, SUBSTANTIA INNOMINATA, VEIL OF SECRECY, YEN POX
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Donnerstag, 30. September 2010
Jene, die mit den Veröffentlichungen von RED SPAROWES vertraut sind, werden diese aufgrund der verwobenen, klingenden, tönenden und lauschenden Vielheit rühmen. Diese Vielheit ist fern einer schnöden Vielfalt, da sie an den Rändern nicht ausblasst. Trotzdem soll diese Vielheit als Gegenstück zum Chaos verstanden werden, denn präzise und strukturiert werden die Stück von den Amerikanern gespielt, so dass sie auch als Meister der Bündelung bezeichnet werden können. Nach einigen personellen Umbesetzungen hat die Band mit Bryant Clifford Meyer, Greg Burns, Dave Clifford, Andy Arahood und Emma Ruth Rundle mittlerweile ihren festen Kern gebildet. Im Frühjahr dieses Jahres erschien mit “The Fear Is Excruciating. But Therein Lies The Answer“ RED SPAROWES`s drittes Album. Ausreichend Stoff also, um ein Gespräch mit Greg Burns zu führen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 52, RED SPAROWES
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Freitag, 20. August 2010
Von Theodor Lessing stammt der Gedanke, dass ein Maler sich selbst immer mitmalt – unabhängig davon, ob er denn nun abstrakt malt oder etwa figurativ. Madeline Von Foersters Bilder bergen eine Reichhaltigkeit, die, wenn man Lessings These zugrunde legt, von einem großen inneren Reichtum der Malerin künden. Von Foerster münzt ihre Ideen in Bilder um und beschert den Betrachter somit ein Fest für die Augen. Sie zeugen von einem hohen Maß an Innerlichkeit und meiden die schreckensumwitterten Gemeinplätze, strahlen in ihren ohne Scheu das Gestern mit einbeziehenden Formen der Darstellung. Das sonnendurchglänzte Alleinstellungsmerkmal ihrer Kunst hat Von Foerster mittlerweile einen größeren Interessentenkreis beschert. Man sieht ihre Bilder nicht nur in internationalen Galerien und in renommierten Kunstmagazinen, auch Bücher und Tonträger bereicherte sie bereits durch ihre visuelle Gestaltung. Das Gestern fest im Blick läuft sie auf das Kommende zu. Dabei wirken ihre Bilder wie ein machtvoller Gegenzauber zu den Zentrifugalkräften der Moderne. Ausdrucksstark in ihrer Darstellung, farbenreich in ihrer Ausführung, schweben ihre Ideen über die Leinwand, jedoch täuscht der erste Eindruck des scheinbar Schwerelosen, denn an den Wurzeln ihrer Ideen hängt “das größte Gewicht“. Wen Madeline Von Foerster “mitmalt“, soll das folgende Interview zeigen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 51, INTERVIEWS, MADELINE VON FOERSTER
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Sonntag, 15. August 2010
Matt Howdens Projekt mit dem unscheinbaren Namen SIEBEN ist nach rund fünfzehn Jahren Bestehen aus der Szene kaum noch wegzudenken. Doch aus welcher eigentlich? Wie selbstverständlich taucht sein Name in der Berichterstattung über Neofolk auf, strich Howden doch für Jahre die Saiten in einer der wichtigsten Kapellen des Genres. Stilistisch allerdings müsste man die Gemeinsamkeiten zu seinem repetitiven Geigenspiel, welches eine ganze Band zu ersetzen vermag, recht grob an den Haaren herbei ziehen, zumal ihm in diesem Bereich eine Nebenrolle zuteil käme, die seiner unwürdig wäre. Howden wird auch gelegentlich als Filmkomponist aufgeführt und der neueren klassischen Musik zugeordnet. Einige Soundtrack-Meriten und ein der Minimal Music nicht fernes de nova da capo-Kompositionsprinzip sprechen dafür, doch übergeht man bei dieser Klassifizierung gerne den schlichten und warmen Popcharakter, der seine Alben fast immer auszeichnet. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, MATT HOWDEN, REDROOM, SIEBEN
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Freitag, 6. August 2010
Joseph Budenholzers Projekt BACKWORLD ist in seiner Anlage so ausgerichtet, dass es zur Immersion einlädt. Dabei ist der Amerikaner ein ewig Forschender, tragen doch seine Arbeiten ein experimentierendes Suchen nach Gott in sich. Leidenschaftlich ist sein Ausdruck und seine, über einen längeren Zeitraum anwachsenden, Kompositionen kosten ihn viel Kraft. Budenholzer vermittelt den Eindruck, sich während des Kompositionsprozesses “zur eigensten Seele heim zu tasten“. In seinem Schaffen stehen diese Momente als Zwischenaufenthalte und finden ihre Formgebung in seinen Liedern und deren außerweltlicher Schönheit.
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Stichworte: ARTIKEL, BACKWORLD, BLACK 51, JOSEPH BUDENHOLZER, JULIA KENT
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Donnerstag, 1. Juli 2010
Bei manchen Künstlern fällt eine adäquate Einleitung aufgrund der schieren Quantität ihres Outputs oder aber der Anzahl der Jahre, die sie tätig sind, schwer. Bei anderen ist es die Qualität – nicht notwendigerweise beschränkt auf Qualität im Sinne von gut oder schlecht, sondern verstanden als Variation im Schaffen(sprozess). Bei Little Annie, auch als Annie Anxiety bekannt, treffen beide Faktoren aufeinander. (weiterlesen…)
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Stichworte: Antony, ARTIKEL, BABY DEE, BLACK 51, COIL, CURRENT 93, JOE BUDENHOLZER, LITTLE ANNIE, PAUL WALLFISCH
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Donnerstag, 1. Juli 2010
Wer Musik als Unterwegssein versteht und nicht im Sinne des Ankommens als Angekommensein, ist eventuell schon auf das Projekt KLIMEK gestoßen. Hinter KLIMEK steckt mit Sebastian Meissner jemand, der ein großes Ideenfeld sein eigen nennt, welches er beständig aberntet und neu bepflanzt. Das ist besonders dann wichtig, wenn man sich, wie Meissner, auf den Pfaden elektronischer Musik bewegt. Ihm gelingt es mit KLIMEK, eine eigene und kräftige Stimme im Chor der Vielen ertönen zu lassen. Seine vielschichtigen und vielgesichtigen Arbeiten sind Mosaiksteine, die aneinander gelegt den Künstler Sebastian Meissner abbilden. Man könnte ihn fast als einen Narrator bezeichnen, ohne dass bei ihm die Worte aufschlagen müssen. Das “Erzähltempo“ seiner Kompositionen ist zurückgenommen und bekanntlich setzt solch ein Tempo die Fähigkeit zur narrativen Breite und dramaturgischen Tiefe voraus. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, KLIMEK, KOMPAKT, RANDOM INDUSTRIES, SUB ROSA
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Donnerstag, 1. Juli 2010
„Angehaltene Herzen vitalsieren, indem man eigenes Herzblut in sie hineinpumpt“, – so könnte die Überschrift über dem Werk Raffaele Cerronis, Entschuldigung – Dither Crafs – lauten. Es ist in letzter Zeit ruhig geworden, um den Italiener, der u.a. mit MUSHROOM`S PATIENCE, aber auch als Maler tiefe Spuren im Sand hinterlassen hat. Seine rauschhaften Veröffentlichungen und sein leidenschaftsstarkes Werk bannen den Rezipienten ein ums andere Mal. Gleichzeitig hat Dither Craf die hohe Form der Faulheit als Kunstform etabliert. Aktionismus ist ihm fremd. Selten traf auf jemanden der Monaigne Gedanke stärker zu, dass sich “im Abseits … angenehmer genießen“ lässt. Und doch verharrt er nicht an der Staumauer des Schweigens, vielmehr meldet er sich als Künstler nun wieder zu Wort. Eine seiner vielen Qualitäten tritt dabei erneut hervor: Er kann das Abwesende anwesend machen. Seine Veröffentlichungen scheinen Splitter eines größeren Ganzen zu sein, sehnsüchtig erwartet man sein Hervortreten. Sein humoristisch eingefärbter Überschuss an schwarzer Galle und seine gleichzeitige Suche nach einer Welt, in der er willkommen ist, sind neben seinem einmaligen künstlerischen Ausdruck Elemente, die das sehnsüchtige Warten auf seinen Ausdruck evozieren. Vor allem scheint Raffaele aber ein Seltener zu sein, nämlich einer, in dem das Leben noch sein Echo findet … (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, DITHER CRAF, MUSHROOM`S PATIENCE
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Donnerstag, 1. Juli 2010
Ähnlich der “Blauen Blume“, dem Sehnsuchtssymbol der Romantik, haben auch die Veröffentlichungen VOICE OF EYEs eine Sehnsuchtsymbolik. Die Verbindung von Natur, Mensch und Geist eint beide. “Die Blaue Blume aber ist das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Ewigkeit, Liebe oder Gott.“ (R.Huch). Das Gleiche ließe sich auch über die musikalischen und kompositorischen Suchbewegungen der beiden Amerikaner Bonnie McNairn und Jim Wilson sagen. Seit nun fast 20 Jahren forschen sie in den Tiefen der Klänge und durchstöbern die fast vergessenen Archive der Erde. Ihre tief ausgeloteten Kompositionen und ihre harmonischen Arrangements setzen die Fähigkeit zur dramaturgischen Tiefe voraus. Ihr inneres Kerngehäuse ist auch als Resonanzraum des eigenen Unterbewussten zu verstehen. Gleichzeitig verfügen ihre Kompositionen über die Qualität den Raum um sie herum zu verflüssigen und die Zeit anzuhalten. Letzteres gelingt ihnen, indem sie mittels ihrer Kunst Splitter aus den Zeitbehältern schlagen. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, TROUM, VOICE OF EYE
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Dienstag, 15. Juni 2010
Zeitfarbe – Anstrich der Gegenwart – sie scheint für BLESSURE GRAVE nicht allzu sehr zu leuchten, antworten sie doch musikalisch und kompositorisch auf ihre Hörgewohnheiten und somit auf die Musiktradition der 80er Jahre. Die beiden Kalifornier, T. Grave und Reyna Kay, schöpfen aus ihrer musikalischen Symbiose eine Kunst, die das Gestern nicht wegschiebt, wobei sie sich nicht im Gestern verhaken. Vor kurzem erschien auf Alien8Recordings ihr Album “Judged By Twelve, Carried By Six“.
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Stichworte: ALIEN8RECORDINGS, ARTIKEL, BLACK 51, BLESSURE GRAVE
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Montag, 14. Juni 2010
„Nothing is for all/in this colony of puppets“
Thomas Ligotti gehört zu den originellsten und talentiertesten Verfassern unheimlicher Literatur. Während andere Autoren ihre Texte dank Textverarbeitungsprogrammen zu endlosen Romankonvoluten aufblähen, an deren Ende der Einbruch des Unheimlichen in die Welt meistens abgewendet werden kann, also der (konventionellen Rezeptionsbedürfnissen entgegenkommende) wärmende Mantel des Happy Ends den Leser wohlig umhüllt, die Unordnung – (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, THOMAS LIGOTTI
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Freitag, 21. Mai 2010
„There is a place/Within darkness/Beyond, between/Without name“
Brian Williams’ Projekt entstand in den Nachwehen der ersten Industrialgeneration. Seine Bekanntschaft mit Throbbing Gristle, SPK und Monte Cazazza ließ ihn zuerst noch in bester transgressiver Tradition atonale Klänge herstellen, bevor er sich weniger konfrontativer und atmosphärisch dichterer Musik zuwandte (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, LUSTMORD, MELVINS, MONTE CAZAZZA, SPK, THROBBING GRISTLE
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Freitag, 21. Mai 2010
BUNNY LAKE oder den Geist von Ian Curtis unter der glitzernden Disco-Kugel treffen
BUNNY LAKE aus Wien dürften treuen BLACK-Lesern keine Unbekannten sein, da ich das Projekt um den Ex-Sänger von FETISH 69 und FM4-Redakteur Christian Fuchs anlässlich ihres Debüt „The Late Night Tapes“ schon einmal interviewt habe. 4 Jahre und 2 Alben später hat sich einiges bei BUNNY LAKE getan, denn inzwischen hat die Band einen Major-Deal und ist fast im Pop angekommen. Wo vorher noch düstere Nachtclub-Atmosphären und schrill-peitschende Club-Tracks dominierten, gehen jetzt Melancholie und Euphorie groovig Hand in Hand. Frontfrau Suzy On The Rocks überzeugt dabei nicht nur optisch, sondern betört auf „The Beautiful Fall“ auch durch eine hörbar gereifte Stimme, die uns Männer einfach nur niederknien lässt. Christian stand dafür dann hier Rede und Antwort: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 51, BUNNY LAKE, FALCO, FETISH 69, GD LUXXE, INTERVIEW, JOY DIVISION, NEW ORDER, UNIVERSAL
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Mittwoch, 14. April 2010
Widmet man sich der Lebensbeschreibung von Anton Szandor LaVey, läuft man rasch Gefahr sich in einem Netz aus tatsächlichen Ereignissen, Erfindungen und Halbwahrheiten zu verfangen. Verstand LaVey es doch auf virtuose Weise, in seinen Lebenslauf etliche Legenden einzuflechten, um so ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art zu schaffen; wobei er für sich das für jeden Menschen geltende Recht in Anspruch genommen hat, seine Vita so zu gestalten, wie es seinem inneren Wesen entspricht. Etliche Kritiker machten es sich später zur Aufgabe, LaVey zu entzaubern und ihm Unwahrheiten nachzuweisen. Besonders hervorgetan hat sich hier Zeena LaVey, die zweite Tochter der Schwarzen Papstes1: bedenkt man, dass sie sich einst mit ihrem Vater überworfen hatte, ja sogar behauptet, ihn durch einen Fluch getötet zu haben, muss man sich fragen, ob ihre vermeintlichen Enthüllungen nicht in Wahrheit Erfindungen sind, um dem Ansehen LaVeys zu schaden. Da es den selbstgewählten Rahmen dieses Essays sprengen würde, soll hier nicht versucht werden, jenes Netz zu entwirren. Ohne gänzlich auf kritische Hinweise zu verzichten, soll hier den Legenden geglaubt und das Lebensbild nachgezeichnet werden, das LaVey selbst von sich entworfen hat. (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTON LAVEY, ARTIKEL, BLACK 51, CHURCH OF SATAN
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Samstag, 10. April 2010
Das Berliner Georg von Rauch-Haus gilt als eines der ersten besetzen Häuser Deutschlands und ist mittlerweile das älteste Hausprojekt der Stadt. An einem kalten Abend im Januar sollte hier der erste gemeinsame Berlin-Auftritt von Flavio Rivabella und der Videokünstlern xXeNa stattfinden. Flavio Rivabella? Genau, Der Bekannte Postindustrielle Trompeter. Trat er früher vornehmlich als Solokünstler in Erscheinung, verfolgt er seit 2008 das gemeinsame Projekt DBPIT & xXeNA. Nicht zuletzt das Mitwirken von xXeNa und der historische Ort führten dazu, dass DBPIT seinen Live-Sound noch stärker verdichtete. So leuchteten die einzelnen Soundpartikel noch stärker aus sich heraus, schwebten einerseits frei und nahmen andererseits ein. Nach einem kurzen Gespräch am Ende des Auftritts wurde das Interview per Mail fortgeführt. Vorhang auf für den Soundzauberer DBPIT und seine Partnerin xXeNA. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 51, DBPIT & XXENA, NOVY SVET
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Donnerstag, 1. April 2010
Was anfangs als kammermusikalisches Seitenprojekt von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR wahrgenommen werden konnte, hat inzwischen ein interessantes Eigenleben entwickelt. Vom ersten Album “He Has Left Us Alone But Shafts Of Light Sometimes Grace The Corner Of Our Rooms“ bis zu “This Is Our Punk Rock, Thee Rusted Satellites Gather + Sing” wurde die Instrumentierung üppiger, die Vocals nahmen einen größeren Raum ein, schließlich kam auf letztgenannten Album ein Chor hinzu.
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Stichworte: A SILVER MT ZION, BLACK 40, CONSTELLATION, GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR
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Donnerstag, 1. April 2010
AXON NEURON/VAGWA oder Observers New Europa
Schon seit 1995 geistert das Projekt AXON NEURON/VAGWA des Rostockers Enrico Eisert nun schon durch die hiesige Industrial-Szene, aber ist leider bisher völlig unverdienter Maßen immer noch ein Geheimtip geblieben. Anfangs noch auf Tape und später CD-R veröffentlichte er sehr atmosphärische Klangcollagen, die oftmals durch verrauschte Radiosamples unterlegt sind und eine Bandbreite von rituell über krachig bis martialisch aufweisen. Bisheriger Höhepunkt dieser Entwicklung war das Mini-Album „Lohe“ beim Berliner Label Eternal Soul und im Anschluß erschien dort auch eine umfassende Werkschau in Form einer Doppel-CD. Aktuell veröffentlicht AXON NEURON/VAGWA gerade auf dem eigenen Mailorder eine exzellente CD-R-Reihe mit größtenteils unveröffentlichten Archiv-Material und aus diesem Anlaß fragte das BLACK nach dem Stand der Dinge. (weiterlesen…)
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Stichworte: AXON NEURON/VAGWA, BLACK 48, ETERNAL SOUL, INTERVIEWS
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Montag, 22. März 2010
Sind Namen Schall und Rauch? War mir bisher der Name GRUNTSPLATTER kein Begriff, zog mich doch der Schall, der seinem neusten Album „The Aberrant Laboratory” entstieg, recht schnell in seinem finstern Bann. Und je tiefer man durch den ’Rauch’ der Musik dringt, umso mehr gibt es hier zu entdecken. So war es mir wirklich eine Ehre und eine Freude, „Am Ende des Flusses“ mit Scott zu sprechen, der mehr zu sagen hatte als „the horror, the horror“, aber mit dem man offensichtlich den „Horror Vacui“ teilen kann. Enter: GRUNTSPLATTER. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 43, GRUNTSPLATTER, INTERVIEW, INTERVIEWS
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Samstag, 20. März 2010
Ein Interview nach einer nur vier Lieder umfassenden E.P., dies würde man gewiss nicht jedem Künstler zugestehen. Wer „Tales of Colour and White“ jedoch einmal gehört hat und wer JOOLIE WOOD – als Teil von CURRENT 93 – live gesehen hat, wird gewiss fasziniert gewesen sein und unser Interesse teilen.
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Stichworte: BLACK 47, CURRENT 93, INTERVIEW
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Mittwoch, 17. März 2010
WERMUT oder Treue ohne Reue
Das Projekt WERMUT tauchte voriges Jahr im Umfeld von HIS DIVINE GRACE und NOVY SVET auf und veröffentlichte eine 10“ im Post Industrial-Stil auf Old Europa Cafe. Die Anfang diesen Jahres erschienene Split-7“ mit ROD DROID ging dann aber plötzlich forsch in die Minimal Elektro-Ecke und die folgende aktuelle 10“ untermauerte diesen ersten Eindruck weiter. Trotzdem blieb das Ganze mysteriös und gab Anlaß zu Fehlinterpretationen – bis zu diesem Interview, doch lest selbst:
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Stichworte: BLACK 40, HIS DIVINE GRACE, INTERVIEWS, NOVY SVET, WERMUT
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Dienstag, 16. März 2010
Eventuell ist Kal Cahoone dem ein oder anderen Leser aus der Zusammenarbeit mit Jay Munly oder LILIUM bekannt. Richtig aufmerksam auf ihre Arbeiten wurden viele durch ihre Band TARANTELLA, welche sie gemeinsam mit John Rumley gründete. Das erste Album der Gruppe, die gekonnt Einflüsse lateinamerikanischer Musik mit Country und europäischer Folklore verbindet, trägt den Titel “Esqueletos“ und erschien 2005 auf Alternative Tentacles, dem Label des ehemaligen DEAD KENNEDYS- Frontmannes Jello Biafra. Neben Bands wie THE DENVER GENTLEMEN, WOVEN HAND, 16 HORSEPOWER und SLIM CESSNA`S AUTO CLUB, die alle für einen morbiden und bisweilen exzentrischen Country-Stil berüchtigt sind, gelten TARANTELLA als ein integraler Bestandteil der Denver Szene, des so genannten Denver Sounds. Kal Cahoone ist eine der wenigen Frauen in dieser Szene. Als Musikerin hat sie eine ganz eigene Art des Schaffens und des Live-Spiels. So wirkt sie bei Live-Auftritten immer ein bisschen entrückt – fast außerweltlich – als würde sie nur für sich spielen. Ferner fällt bei ihren Auftritten auf, dass das scheinbar Schwere ihr leicht fällt, ohne dass sie ihrerseits dem Schweren leichtfertig gegenüber tritt. In der Tradition des amerikanischen Folk kann man in ihr aber auch eine Storytellerin sehen, deren Geschichten sich in einer Art abgeschlossenen Kosmos bewegen und sich nicht selten zu etwas Außergewöhnlichem transformieren. In ihrer unverstellten Art hat sie sich unseren Fragen gewidmet. Vor kurzem ist Kal Cahoones erste Solo-Ep “Built The Fire“ bei Helmet Room Recordings erschienen. Ihr Debütalbum wird im Laufe des Jahres veröffentlicht. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 51, KAL CAHOONE, TARANTELLA, WOVEN HAND
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Sonntag, 14. März 2010
In der doch sehr männlich dominierten Welt der, ich sag mal, härteren und dunkleren elektronischen Musik behauptet sich GENVIÉVE PASQUIER nun schon eine ganze Weile. Sie fällt hier sowohl durch ihre akustischen Darbietungen als auch dadurch auf, dass sie zu den wenigen Künstlern zu zählen ist, von denen man sich auch guten Gewissens Poster aufhängen kann. Natürlich konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, auch die ’bessere’ Hälfte von THOROFON zu interviewen, los geht’s. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 43, GENEVIEVE PASQUIER, INTERVIEW, THOROFON
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Sonntag, 14. März 2010
CIRCULAR oder Gestaltung des Unbekannten
Das der Dark Ambient-Markt durch die erleichterten technischen Bedingungen und gemessen am mehr als überschaubar daran interessierten Publikum leider völlig überschwemmt ist, dürfte unbestritten sein. Um so schöner, wenn aus der grassierenden Veröffentlichungsflut ein wirklicher Diamant heraussticht und genau so einen funkelnden Edelstein stellt das Debüt „Shaping The Unknown“ von CIRCULAR dar.
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Stichworte: BLACK 48, CIRCULAR, FJERNLYS, INADE, INTERVIEWS, LOKI FOUNDATION
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Sonntag, 14. März 2010
Treue um Treue/Reue um Treue – ein Labelportrait
Hinter dem inzwischen sich fest etablierten Label T(R)eue um T(R)eue stehen unter anderem das Duo Sofia und Lazslo von WERMUT, die nicht nur mit ihrer Musik, sondern eben auch durch ihrer Verlagsarbeit für frischen Wind in der Minimal-Electro-Wave-Szene gesorgt haben. Beide standen mir im folgenden Labelportrait Rede und Antwort, welches hoffentlich zur weiteren Popularität dessen beitragen wird.
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Stichworte: BLACK 47, HIS DIVINE GRACE, INTERVIEWS, NOVY SEVET, REUE UM REUE, TREUE UM TREUE, WERMUT
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Sonntag, 14. März 2010
NOBLESSE OBLIGE oder was haben Klaus Kinski, Klaus Nomi und Santa Klaus gemeinsam?
NOBLESSE OBLIGE ist eine meiner MySpace-Entdeckungen, welche ich auf Empfehlung von Christian Fuchs (BUNNY LAKE) gemacht habe und die mir sonst sicher durch die Lappen gegangen wäre. NOBLESSE OBLIGE ist ein Duo, welches aus Valerie und Sebastian besteht und zumindest in England schon mit ihrem minimalen wie wilden und anarchischen Disco Punk für Furore gesorgt hat. Als Einflüsse machen sie bei MySpace Klaus Kinski, Klaus Nomi und Santa Klaus geltend, aber man könnte auch genausogut Punk, sleazy Disco, Glam Rock, schwulen Synth-Pop und Industrial anführen. NOBLESSE OBLIGE provozieren und verstören, können aber auch den Club zum tanzen und schwitzen bringen – über all das und auch das immer noch aktuelle Album „Privilege Entails Responsibility“ führte ich folgendes Interview mit Sebastian von NOBLESSE OBLIGE: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 46, DEATH IN JUNE, INTERVIEWS, NOBLESSE OBLIGE
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Sonntag, 7. März 2010
FETISH 69 oder wenn sich Bands weiterentwickeln!
Den ersten Kontakt mit FETISH 69 hatte ich via MTV Anfang der 90‘er Jahre, wo eine Metalcombo in interessanter Clipästhetik und rohem Sound der differenzierter Sezierung des HUMAN LEAGUE-Klassikers „Boing Boiled“ annahm. Das danach gekaufte Album erfüllte dann aber nicht ganz meine Erwartungen (irgendwie Metal eben) und die Band war schnell wieder vergessen. Zwar kam ich durch das Nebenprojekt BLOW auf dem Label unseres Verlegers noch mal kurz mit FETISH 69 in Berührung, aber selbst der hier etwas elektronischere Sound sprach mich nicht so richtig an. Wieder gingen Jahre ins Land und ich bekam eine Remix-Doppel-CD von FETISH 69 zum rezensieren und das Ding war verdammt aufregend, spannend und irgendwie verstörend!
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Stichworte: BLACK 34, BUNNY LAKE, FETISH 69, INTERVIEWS
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Sonntag, 7. März 2010
Bei der Beschäftigung mit der Arbeit von John Duncan und der damit zusammenhängenden Auseinandersetzung mit seinem Werk ist eine Tatsache unumstößlich und soll als Sprungbrett für das folgende Gespräch dienen: Die Zahl der Künstler, die ähnlich polarisierend wirken, ist überschaubar. So kann John Duncan sicherlich als Grenzgänger bezeichnet werden. Die Frische seines Werkes und das Unverbrauchte seines Ansatzes machen die Beschäftigung mit ihm so spannend. Dabei steht nicht nur sein Facettenreichtum im Mittelpunkt. Ferner ist er mitnichten ein sich auf der Projektionsfläche des Stilmittels der Provokation Ausruhender. Vielmehr zeigt seine Arbeit vor allem eins, nämlich dass die Auflösungseffekte von Provokation in eine eindimensionale Verführungskultur münden, um Inhaltsarmut zu überdecken. (weiterlesen…)
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 40, JOHN DUNCAN
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Sonntag, 7. März 2010
Einen kurzen Abriss über das bisherige musikalische Schaffen Timothy Renners zu geben, fällt nicht einfach, war er doch an unzähligen Bands und Projekten beteiligt, deren Gemeinsamkeit aber fast immer ein (mehr oder weniger) direkter Bezug auf traditionelle amerikanische Musik war. Ob mit MOURNING CLOAK Folk mit experimentellen Passagen und Samples kombiniert wurde, oder als THE SPECTRAL LIGHT AND MOONSHINE FIREFLY SNAKEOIL JAMBOREE Traditionals auf (relativ) authentische Weise wiedergegeben wurden, ob Timothy mit STONE BREATH – seinem bisher wohl bekanntesten Projekt- eine sehr eigenständige Art von psychedelischem Folk spielte oder mit BREATHE STONE elektrische Instrumentierung zum Zuge kamen, ob er solo nur mit Banjo (auf “Primitive Recordings”) Traditionals einspielte oder bei BLACK HAPPY DAY mit Tara Vanflower von LYCIA zusammenarbeitete und sich dem Ambient annäherte oder bei MOTH MASQUE sein Interesse an Motten vertonte – das Banjo spielt fast immer eine tragende Rolle.
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Stichworte: ARTIKEL, BLACK 46, CROW TONGUE, Espers, STONE BREATH, THE SPECTRAL LIGHT AND MOONSHINE FIREFLY SNAKEOIL JAMBOREE, THE TREES COMMUNITY, TIMOTHY RENNER
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Sonntag, 7. März 2010
Neben Michael Gira war JARBOE das prägende Gesicht der SWANS. Nach dem Split der Kapelle begann für sie eine Solokarriere, auf deren zahlreiche Ergebnisse sie mittlerweile zurückblickt. Wenige Frauen haben subkulturell so viel ausgelöst und bewegt wie die Amerikanerin. Und dabei ist sie eine ständig Suchende geblieben. Denn was ist das Leben mehr, als ein langer ungewisser Heimweg (nach Beckett). Foto: Jill Williams (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 45, JARBOE, SWANS
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Sonntag, 7. März 2010
Ist der Wille zur Kunst sozial korrupt? Nun, dieses Theodizeeproblem der Kunst streifen Mark Spybey und Robin Storey mit ihrem Projekt REFORMED FACTION. Waren beide in den vergangenen Jahren vornehmlich als Solokünstler aktiv, entschlossen sie sich nun erneut zusammenzuarbeiten. Erneut? Richtig, da war doch was. Beide waren Mitglieder der legendären ZOVIET FRANCE. Einschneidend und wesentlich wirkten sie am Hauptcharakteristikum von ZOVIET FRANCE mit: dem Differenzerlebnis. Im Laufe des bis zum heutigen Tag andauernden Bestehens von ZOVIET FRANCE verließ Mark Spybey 1989 das Projekt. Robin Storey tat es ihm 1992 gleich. Was also trieb die beiden an, wieder an ihrem Klangpanorama zu arbeiten? Dieser – und anderen Fragen – soll das folgende Interview Abhilfe schaffen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 45, RAPOON, REFORMED FACTION, ZOVIET FRANCE
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Sonntag, 7. März 2010
Ben Chasny veröffentlicht seit 1998 unter dem Namen SIX ORGANS OF ADMITTANCE. Dabei schien sein Gitarrenspiel insbesondere auf den frühen Aufnahmen von indischen Ragas beeinflusst. Chasnys Musik ist im besten Sinne des Wortes psychedelisch und jenseits einfacher Kategorisierungen, denn auch wenn anfangs die Musik starke Folkelemente aufwies, machen gerade die jüngsten Veröffentlichungen deutlich, dass eine Zuordnung in momentan allzu beliebte Genres nur bedingt funktioniert. Neben seinem Hauptprojekt ist Ben Chasny seit einigen Jahren Mitglied von COMETS ON FIRE, mit denen er dem Noiserock frönt, er hat als AUGUST BORN veröffentlicht und spielt Gitarre bei BADGERLORE und CURRENT 93.
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Stichworte: BLACK 46, CURRENT 93, Six Organs Of Admittance
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Sonntag, 7. März 2010
Eine ungebrochene, unreflektierte und lineare Biografie wird sich wohl nie mit dem Namen MUSHROOM`S PATIENCE verbinden. Das sich hinter dem römischen Maler und Musiker Raffaele Cerroni formierte Projekt ist an Kategorisierungsversuchen desinteressiert. Bei der Beschäftigung mit dem Projekt lässt sich eine Grundhaltung vermuten, die der große Hans Henny Jahnn einst so formulierte: “Wer die Haltung aufgibt, der hat die Achtung der anderen verloren und ist daran, sein Leben zu verlieren.“ Das Vitale durchdringt jede Note bisheriger MUSHROOM`S PATIENCE-Veröffentlichungen. Ob die von Raffaele Cerroni herbeigesehnte “Revolution des Geschmacks“ eines Tages eintreten wird, verbirgt sich im Nebel der Zeit. Inwiefern Menschen, die an der eigens forcierten Ästhetisierung des Alltags leiden, bei MUSHROOM`S PATIENCE eine Zufluchtstätte finden, müssen sie selbst entscheiden. Definitiv sind MUSHROOM`S PATIENCE eine Bereicherung des kleinen Dauerringens, was landläufig als Leben bezeichnet wird. Und mit absoluter Sicherheit sind MUSHROOM`S PATIENCE in all ihren Stilistika ein Geschenk an alle, die bereit sind zuzuhören. Bis die Seele eines Tages abgeliefert werden muss… (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, MUSHROOM`S PATIENCE, NOVY SVET
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Sonntag, 7. März 2010
Auf ihren bisher zwei veröffentlichten Alben spielt die 1981 geborene Amerikanerin Marissa Nadler eine originelle Form des Folks, die durch ihren melodischen Sopran charakterisiert ist und in Teilen fast schon so etwas wie einen außerweltlichen Charakter hat. In ihren selbst so betitelten Balladen treten interessante Figuren auf und es dürfte ihr mit ihren Veröffentlichungen schon jetzt gelungen sein einen Platz zwischen anderen Vertreterinnen des momentan so boomenden Folkgenres zu finden. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, CURRENT 93, MARISSA NADLER
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Sonntag, 7. März 2010
“… dort werden wir uns nun/ Treffen schöner Kummer tiefes Herz.“, heißt es bei S. Kirsch (“Halboffene Tür“). Und der Ort, an dem dies eventuell geschehen kann, wird in diesem Sommer wohlmöglich einer sein, an dem die neue Veröffentlichung von LARSEN (“Seies“) zu hören ist. So ist es LARSEN, dem italienischen Quartett aus Turin mit eben jenem Album gelungen, das letzte kleine versteckte Maß an Reife auszuloten. Klang bei früheren Aufnahmen noch SWANS`sche Vergleiche durch sämtliche Rezensionen der Musikpresse durch, so kann mittlerweile konstatiert werden, dass es den Italienern gelungen ist, ihr eigenes musikalisches Universum abzublenden. Und von wem lässt sich das schon groß behaupten. Das natürlicherweise die Position “zwischen den Stühlen“ eingenommen werden muss, um Unvergleichliches zu schöpfen, wird auch nach dem Gespräch mit LARSEN, hier vertreten durch Fabrizio Modonese Palumbo, deutlich. Zuvorderst jedoch noch ein großer Dank an Bellissimo.it bezüglich der zur Verfügungstellung des Bildmaterials. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, CURRENT 93, JARBOE, JULIA KENT, LARSEN
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Sonntag, 7. März 2010
“Sind wir doch mal ehrlich, das alltägliche Leben ist bereits ein Kompromiss.“ wird Christina Carter in diesem Interview sagen. Gemeinsam mit Tom Carter bildet sie das Projekt CHARALAMBIDES. Eingewebt in einen Teppich analoger Flächen und träumerischer Gitarrensounds, ist ein Hauptmerkmal der beiden Amerikaner ihre Authentizität. Das Authentische in diesem Fall heißt, das Selbstgewählte auch zu tragen, eins zu sein mit der Form des eigenen Ausdrucks. Und so verbindet sich dieses kleine Maß an Freiheit mit einem außerordentlichen musikalischen Quellstrom. Nur wenigen Projekten gelingt es, ein Bild von sich selbst in ihr Wirken einzuflechten. Deshalb können die CHARALAMBIDES all jenen etwas schenken, die sich abseits des dominierenden digitalen Lebensideals befinden. Nur wenigen gelingt es mit ihrer Musik so glaubwürdig zu versichern, dass sie kein Interesse an der Veränderung der Welt auf Knopfdruck haben. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, CHARALAMBIDES, CHRISTINA CARTER, KRANKY, MANY BREATHS, TOM CARTER, WHOLLY OTHER
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Sonntag, 7. März 2010
STARS OF THE LID - allein die Nennung des Bandnamens lassen viele Augen leuchten. Mit sicherer Hand und souveräner Geste haben sie sich als Fixpunkt des musikalisch Außergewöhnlichen manifestiert. Adam Wiltzie steht exemplarisch für den Ideenreichtum der hierzulande als Gitarrenambient umschriebenen Musikklassifizierung. Doch Wiltzies Arbeiten erschöpfen sich nicht in eindeutig verortbaren Subklassifizierungen. Schwebend leicht und eindringlich sind die Ergebnisse seines konzentrierten und wirkungsvollen Arbeitens. Darüber hinaus beweist er, dass kleine Sottisen ein Interview würzen und bereichern können. Vor einiger Zeit hob er mit Christina Vantzos sein neustes Projekt THE DEAD TEXAN aus der Taufe. Das Interview kann somit auch unter dem Gesichtspunkt einer Bestandsaufnahme über Wiltzies wichtigste Projekte gelesen werden. (weiterlesen…)
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Stichworte: Adam Wiltzie, Aix Em Klemm, BLACK 41, Brian Mc Bride, Dead Texan, KRANKY, STARS OF THE LID
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Sonntag, 7. März 2010
Selten- sehr selten ist die Faszination für ein neu entdecktes Projekt nach der Rezeption des ersten Tonträgers Ausgangspunkt einer auditiven Liebesaffäre. Bei dem Album “Englabörn” von dem Isländer JOHANN JOHANNSSON ist dieser seltene Fall eingetreten. Warum? “Englabörn” scheint ein Versprechen zu sein, ein Versprechen von Größe. Und ein Schlüssel, ein Schlüssel um die Tür zu öffnen, und die Flucht aus einer schlechten Erfindung, genannt reale Welt vorzunehmen, denn warum sollte jemand der eine Welt selbst erfinden kann, an der schlechten Erfindung dieser realen Welt teilnehmen? Das musikalische Talent JOHANN JOHANNSSONs wird sich jedem halbwegs geübten Ohr sofort erschließen.
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Stichworte: BLACK 41, CURRENT 93, JOHANN JOHANNSSON
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Sonntag, 7. März 2010
”Good-ol’ time Armageddon Music“ Zu CURRENT 93 ließen sich Seiten schreiben, was in David Keenans “England’s Hidden Reverse“ ja auch schon geschehen ist. Ob die langen, düsteren Soundscapes der Frühphase, der spätere “Apocalyptic Folk“ oder die jetzige Verortung als “Urhorde des neuen Folk“ (Berliner Zeitung) durch die Mainstreampresse: Umfangreich ist das Werk David Tibets, zahlreich die Veröffentlichungen und auf den ersten Blick scheint es erratisch zu sein, bei näherer Betrachtung finden sich aber immer wieder Konstanten, wie auch im folgenden Interview betont wird. Gleichzeitig haben sich wenige Künstler in den vergangenen Jahren so rar gemacht, was öffentliche Äußerungen betrifft. Anlässlich des neuen Albums “Black Ships Ate the Sky“ und der für CURRENT 93-Verhältnisse recht umfangreichen Europa-Tour brach David Tibet sein Schweigen und zeigte sich als offener und sehr humorvoller Gesprächspartner, der etwas zur Konzeption des neuen Albums sagte und dessen Thema immer wieder Spiritualität war. Wie kaum ein anderer Künstler setzt Tibet in CURRENT 93 seine allerpersönlichsten Obsessionen um, was in fast jeder seiner Zeilen deutlich wird.
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Stichworte: BLACK 44, CURRENT 93
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Sonntag, 7. März 2010

ANTLERS MULM oder Bohemians From Beyond
ANTLERS MULM ist für mich persönlich eines der ganz wenigen Projekte, die in den letzten Jahren einen sehr eigenen und frischen Sound zu bieten hatten, der sich mühelos einer Beschreibung und etwaigen Vergleichen entzog. Hypnotisch-melodische Ambient-Soundschleifen voller pochend und klopfender Intensität und Atmosphären mit sonoren Sprech-Gesangs bietet nun auch das aktuelle zweite Album “Reverse” und ebenfalls zum zweiten Mal lud ich Hans Johm fürs Interview vor:
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Stichworte: ANTLERS MULM, BLACK 43, INTERVIEWS
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Sonntag, 7. März 2010
ANTLERS MULM oder was bleibt ist silbergrauer Staub
Wege durch den schnellen Staub – Sonnensegel winken. Teleskop und Funkstation lauschen fernen Freunden. Der große Raum umarmt die Nacht – die weite Bahn strahlt dir den Gruß. (aus „Ferne Freunde“) (weiterlesen…)
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Stichworte: ANTLERS MULM, BLACK 34, INTERVIEWS, RADIO EICHENLAUB
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Samstag, 6. März 2010
Geräuschmusik und Nichtsprachlichkeit sind zwei enge Verwandte, mehr noch – meint mancher – sie bedingen sich gegenseitig. Dass dies in besonderem Maße auf TROUM zutrifft, wird die Kenner des Projektes kaum überraschen. Wann versagen die Worte? Wo hat das Deskriptive seine Grenzen? Schon dort, wo das schwer Sagbare, das kaum Beschreibbare, gesagt und beschrieben werden soll? Und dennoch gibt es über TROUM viel zu sagen. So faltet ihre Musik Wahrnehmungslücken. So scheint beim Hören ihres Outputs die Zeit gleich lang, aber um vieles breiter zu sein. Spürt man sich stärker, wenn man TROUM hört? Warum bildet ihr Soundfluss mehr ab, als es bei anderen Formationen der Fall ist? Unsererseits lässt sich festhalten, dass BarakaH und Glit(s)ch eines mit den Surrealisten verbindet – sie sind Meister im Kaschieren ihrer Meisterschaft. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, DRONE RECORDS, MAEROR TRI, TROUM
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Samstag, 6. März 2010
Zum wiederholten Male liefert das amerikanische Label Kranky eine musikalische Überraschung. Mittlerweile scheint es als könne man den Hörhunger allein dadurch befriedigen, indem man jede Veröffentlichung des Labels abonniert. Mit einer ergreifenden Melange aus Folk- und Ambientthemen spielen sich BODUF SONGS in die erste Reihe. Damit dies auch für die Herzen der Hörerschaft gilt, soll ein Gespräch mit Mat Sweet die wenigen Informationen, die über BODUF SONGS im Umlauf sind, anreichern, beleuchten und erklären. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 45, BODUF SONGS, KRANKY
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Samstag, 6. März 2010
Wann hat etwas angefangen? Wodurch wurde es ausgelöst? Worauf liegt dabei der Initialakzent? Bezüglich unserer eigenen musikalischen Sozialisation fällt dem Output des Neurot Recordings-Universums sicherlich eine tragende Rolle zu. Wahrscheinlich war es die NEUROSIS-Veröffentlichung “Enemy Of The Sun“ deren Urkraft das bis heute Antreibende weiter und weiter bewegt. Der Neurot-Kosmos um Steve Von Till begeleitet uns seitdem. Mit dem TRIBES OF NEUROT-Album “Grace“ stießen er und NEUROSIS weit über Stilgrenzen hinaus und zum ersten Mal wurde dabei zweierlei deutlich: Hörererwartung und Festlegung spielen im Neurot Recordings-Land keine Rolle. Über die Jahre gewann das Neurot-Label zunehmend an Profil, indem es die Welt nach Ungehörtem abgraste.
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Stichworte: BLACK 43, NEUROSIS, STEVE VON TILL
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Samstag, 6. März 2010
Brechtian Punk Cabaret mit THE DRESDEN DOLLS
THE DRESDEN DOLLS aus Nordamerika sind in diesem Quartal meine persönliche Überraschung gewesen und wie schon lange nicht mehr konnte mich so ein Debüt beeindrucken. Erst einmal weckt der ungewöhnliche Name für mich als Sachse Assoziationen und die Musik ist ebenso geschichtlich behaftet, wie erfrischend und wirksam sie ist. Beeinflußt von den morbiden BRECHT/WEIL-Theater-Welten der 20er Jahre und dem Rock’n Roll-Punk der 70er/80er Jahre agiert das Duo AMANDA PALMER und BRIAN VIGLIONE schwankend zwischen tollwütiger Aggression, verruchter Erotik und zerbrechlicher Nabelschau. Dabei beschränkt sich das Duo hauptsächlich auf Klavier, Drums und den variablen Gesang von AMANDA PALMER, welche mir auch im folgenden Interview die Welt der DRESDEN DOLLS näher brachte. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 37, INTERVIEWS, THE DRESDEN DOLLS
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Samstag, 6. März 2010
RUMMELSNUFF oder Doomshantys zwischen Kraft und Eisen
Nachdem ich ja schon im BLACK 46 das Projekt RUMMELSNUFF vom Kraftsportler Roger Baptist (KEIN MITLEID, FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER, ATOMATIC NOIR) vorgestellt hatte, ist jetzt endlich das Debüt-Album „Halt durch!“ bei ZickZack erschienen. Sein hämmernder wie schunkliger Sound mit Texten über Matrosen, Bergmänner, Ringer und treue Hunde drängt geradezu zum polarisieren, was auf der Record-Release-Feier anläßlich der CD in Dresden aber gar nicht so der Fall war.
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Stichworte: BLACK 48, RUMMELSNUFF
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Samstag, 6. März 2010
Wachstum, Wandel und die Rückkehr ins Ich
Die Musikerin, Heidin, Schriftstellerin, Künstlerin und Magierin Andrea Haugen dürfte vielen als die Verantwortliche für HAGALAZ’ RUNEDANCE bekannt sein – nur Wenige wissen, dass die charismatische Andrea vor ihren erfolgreichen und außergewöhnlichen Alben unter dem Namen HAGALAZ’ RUNEDANCE schon ein Album unter dem Namen NEBELHEXE veröffentlicht hat. Wenn auch das Projekt AGHAST seitdem nicht mehr in Erscheinung trat, so ist doch NEBELHEXE mehr als nur ein Name – steht dieser Name doch für das eigentliche künstlerische Schaffen von der in Norwegen lebenden Deutschen (die auch lange Jahre in England gelebt hat), abseits von Beschränkungen auf das authentische, nordische Heidentum.
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Stichworte: Hagalaz' Runedance, Nebelhexe
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Samstag, 6. März 2010
KALTFRONT oder Zieh dich warm an!
KALTFRONT war der Soundtrack meiner unruhevollen Jugend in einem Land, welches es nicht mehr gibt. Dieses Land hieß DDR und dort waren KALTFRONT, zumindest im sächsischen Raum, eine der wichtigsten und besten Punk Rock-Bands. Gegenüber vielen anderen Punk-Bands waren vor allem die Texte von KALTFRONT völlig frei von den üblichen Klischees und statt sich mit Parolenhaften Slogans wie gegen Bullenstaat und Nazibrut zu positionieren, sezierten KALTFRONT absolut treffend Alltagsprobleme und kleidete diese in einen straighten und rockigen Punksound. Deshalb kann man auch heute noch problemlos diese Texte nebst Musik hören und so dachte wohl auch die Band, welche sich nach ihrem Ende 1990 nun im Jahre 2005 neu formiert hat. Seit dem sind sie wieder durch die Dörfer und Städte Ostdeutschlands unterwegs und hinterlassen dort meist begeisterte Jugendliche vereint mit alte Männer im schweißtreibenden Pogo-Kessel.
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Stichworte: BLACK 44, INTERVIEW, KALTFRONT
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Samstag, 6. März 2010
BUNNY LAKE oder der ewige Krieg gegen den Schlaf
Christian Fuchs aus Österreich ist in seiner Heimat ein renommierter Film- und Musik-Journalist, aber bekannt ist er auch als Sänger bei Projekten wie BLOW, TOXIC LOUNGE oder MELVILLE. Am produktivsten war er aber mit seiner Hauptband FETISH 69, die in den Jahren 1990 bis 2003 eine atemberaubende Mutation vom Death Metal über Noise Core hin zur Angst Electronica vollzog und 5 sehr gute Alben veröffentlichte. Auf ihrer letzten Tour in schon stark reduzierter Besetzung kündigte mir Christian Fuchs dann sein neues Projekt BUNNY LAKE an, welches sich drei Jahre später nun anläßlich des Debüts „The Late Night Tapes“ als seine neue Band entpuppt. Zusammen mit Doktor Nachtstrom und der Sängerin Suzy On The Rocks taucht er dabei in die glamouröse wie abgründige Welt des Großstadtnachtlebens ein und läßt uns am Geschehen hautnah teilhaben, doch lest selbst, wie es dazu kam: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 44, BUNNY LAKE, FETISH69, INTERVIEW
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Samstag, 6. März 2010
PRIMUS INTER PARES oder endlich mal was eigenes machen!
Den Namen Frank Machau werden viele Leser mit der Band ORPLID bzw. dem Neo Folk-Genre verbinden, aber mit seinem Solo-Projekt PRIMUS INTER PARES geht er jetzt eigene Wege, die ihn auch ein Stück zurück in seine Jugend führen. Diese Jugend in der DDR war geprägt vom Independent-Sound der britischen Insel, welcher auch via Äther durch die sogenannte Mauer drang und u.a. hatten es ihm besonders JOY DIVISION, NEW ORDER und die anderen Factory-Bands angetan. Diesen Einfluß hört man jetzt auf der erste Veröffentlichung von PRIMUS INTER PARES deutlich an, die er sogleich seiner Tochter Gerda gewidmet hat. Was es damit jetzt alles auf sich hat, erfährt man im folgenden ausführlichen Interview: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 43, INTERVIEW, ORPLID, PRIMUS INTER PARES
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Samstag, 6. März 2010
„Schatten des Abschieds hinter jedem Augenblick“ –
FS über FS. Wieder einmal. Es gibt einen Grund, doch auch ohne ihn gäbe es immer einen Grund. Häh? Von vorn: Über eine Band zu schreiben, die einen die Hälfte des eigenen Lebens mit ihrer Musik durch eben jenes Leben begleitet hat; einem unablässig Freund, Schulter, Katharsis, Anstifter, Euphorisierer, Runterzieher, Psychotherapeut, Soundtrack zu dem ganzen beschissenen Film und vieles mehr bedeutete, ist mitnichten einfach. Jedes Mal eine harte Aufgabe. Objektivität sucht man hier vergebens, Passion findet man ohne Lupe. Und ein neues Album der STÜRME, welches der Grund für diesen Artikel ist.
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Stichworte: BLACK 43, FLIEHENDE STÜRME, LICHT VERGEHT
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Samstag, 6. März 2010
„Du bist kein richtiger Mann, du brauchst zu lange für dein Bier!“
Selten ist es in den heutigen Tagen der „Jeder, der Musik machen will, bringt auch einen Tonträger heraus“-Zeiten, dass man von Originalität und Qualität überrascht wird. Umso schöner, wenn genau das passiert und man beim ersten Hören eines Tonträgers zum Einen musikalisch und zum Anderen inhaltlich sofort rundweg begeistert ist. Jüngst geschehen bei dem vor kurzem erschienenen Vinyl-Album von KEIN ZWEITER aus Berlin mit dem sicherlich erst einmal (bewusst) irreführenden Titel „Muskeln Und Kraft = Überlegenheit“. Das Erstlingswerk von Gort Klüth (Gesang) und Klaus-Helene Ramp (Elektronik) ist nach schwerer Geburt nun endlich bei 90% Wasser erschienen, dem Label also, das bekannt für liebevoll konzeptionell sowie künstlerisch wertvoll gestaltete Tonträger und Ausnahmemusiker/-künstler wie z.B. COLUMN ONE ist.
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Stichworte: 90% WASSER, BLACK 45, KEIN ZWEITER
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Freitag, 5. März 2010
Mark Nelson – Sänger und Gitarrist bei LABRADFORD entschloss sich 1997 mit PAN AMERICAN auch eigene Wege zu gehen. Sein gleichnamiges Debüt eroberte schnell die Herzen der Hörer. Sein streckenweise an Bill Laswell erinnerndes zweites Machwerk “360 Business/ 360 Bypass“ erspielte sich auch außerhalb der Gitarrenambienthörerschaft ein Publikum. Nach dem introvertierten und zurückgenommenen “The River Made No Sound“ – Album gelang ihm mit der CD/ DVD-Veröffentlichung “Quiet City“ schließlich der große Wurf. Wegweisende Soundfarben und progressive Stilistik haben aus “Quiet City“ wohl eines der wichtigsten Alben des Jahres 2004 gemacht. Das die Introvertiertheit Mark Nelsons sich nicht nur in seiner Musik findet, zeigt das nun folgende Interview…
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Stichworte: BLACK 43, KRANKY, LABRADFORD, PAN AMERICAN
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Donnerstag, 4. März 2010
Worauf kommt es an? Was zählt? Vielleicht ist es der Umstand bzw. das Bewusstsein die vorhandene Lebenszeit zu nutzen und gleichzeitig auszukosten. Geht man davon aus, dass am Ende des künstlerischen Schaffensprozesses ein Artefakt steht, welches auch den Künstler in freudige Erregung versetzt, dann trifft die Eingangsvermutung auf den viel beschäftigten Schweden Carl Michael von Hausswolff zu.
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Stichworte: BLACK 39, CARL MICHAEL VON HAUSSWOLFF, ELGALAND-VARGALAND, EVP
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Donnerstag, 4. März 2010
Pünktlich zum diesjährigen WGT erschien aus der Leipziger Loki Foundation-Schmiede das phantastisch-sphärische Debüt-Album „Ascending Triads & Luminous Arcs“ von FJERNLYS, welches das neue Projekt von Knut Enderlein ist, der auch als die eine Hälfte von INADE bekannt sein dürfte. Mit FJERNLYS kreiert dieser zusammen mit einigen Mitstreitern wunderschön-geheimnisvolle Ambient Pop-Songs, in deren Sog man sich eines um andere Mal fallen lassen und verlieren kann. Für mich ist die Doppel-CD jetzt schon definitiv eines der Top 10-Alben des Jahres 2006, doch lest selbst, was der Künstler mit FJERNLYS ausdrücken will: (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 45, FJERNLYS, INADE, INTERVIEW, LOKI FOUNDATION
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Mittwoch, 3. März 2010
Auf dem umtriebigem Label Beta Lactam Ring Records wurden bisher eine 10’ und ein Vollzeitalbum der amerikanischen Band WHITELODGE veröffentlicht. WHITELODGE spielen eine Musik, die mit dem eigentlich zum Klischee erstarrten Adjektiv “atmosphärisch“ am besten beschrieben ist. Für die Band spricht zudem ihre schwierige Kategorisierbarkeit: Anlässlich der ersten 10’ wurden Namen wie SOL INVICTUS, RED HOUSE PAINTERS und CINDYTALK angeführt, die ja auf ganz unterschiedliche Genres verweisen. Die evozierte Stimmung mag auch Assoziationen an SLOWDIVE wecken, aber letztlich spielt das keine Rolle. Wer eine Band, die sich (eventuell) irgendwo zwischen Folk und Post Rock bewegt und auf Geschmacksverirrungen verzichtet, schätzt, der sollte sich eine der beiden Vinylveröffentlichungen der Amerikaner zulegen. Das folgende Interview wurde mit Gründungsmitglied Dustin Gilbert per E-Mail geführt.
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Stichworte: BLACK 39, Whitelodge
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Mittwoch, 3. März 2010
FOVEA HEX ist das Projekt von Clodagh Simmonds, die in den 60ern bei der Folkband MELLOW CANDLE spielte und auch schon für Mike Oldfield gesungen hat. Auf den bisherigen Veröffentlichungen – drei EPs, die zusammen die “Neither Speak Nor Remain Silent“-Trilogie bilden – wurde sie u. a. von Andrew McKenzie (THE HAFLER TRIO), Colin Potter (u.a. NURSE WITH WOUND), Brian Eno, Robert Fripp unterstützt – um nur ein paar der Beteiligten zu nennen. Die Songs, in deren Zentrum die Stimme Clodagh Simmonds’ steht, lassen sich als eine (im positiven Sinn) eigenwillige und sehr originelle Mischung aus Folk und Ambient bezeichnen – wobei das letztlich zu kurz greift. Die neun Songs lassen Gefühle wie Sehnsucht, Geborgenheit, Verlust entstehen, stürzen den Zuhörer in ein Wechselbad und sind dabei mit die spannendste Musik, die in der letzten Zeit veröffentlicht wurde.
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Stichworte: BLACK 50, FOVEA HEX
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Mittwoch, 3. März 2010
AMBER ASYLUM – das Projekt von Kris Force bedarf nicht vieler einleitender Worte. Über die Jahre hinweg hat das Projekt über die Grenzen von San Francisco hinaus einen Bekanntheitsgrad erlangt. Nicht zuletzt ist Kris Force immer wieder durch Kollaborationen mit z.B. NEUROSIS, JARBOE, MATMOS, Tony Wakeford und Nick Grey in Erscheinung getreten. Vor zwei Jahren gab es bereits ein Interview mit AMBER ASYLUM im Black. Mittlerweile ist das aktuelle Album “Still Point“ erschienen und eine neue Veröffentlichung für 2008 angekündigt. Genügend Gründe, um die Möglichkeit für ein neues Gespräch mit Kris Force zu nutzen.
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Stichworte: AMBER ASYLUM, BLACK 48
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Mittwoch, 3. März 2010
Aidan Baker ist sicherlich einigen als Solokünstler ein Begriff. Neben weiteren Nebenprojekten (zum Beispiel ARC) ist das gemeinsam mit Leah Buckareff betriebene Projekt NADJA sicherlich sein interessantestes. Baker, der darüber hinaus als Schriftsteller tätig ist, spiegelt mit NADJA diverse Ebenen wider. Formal betrachtet sind NADJA ein Drone-Projekt. Kompositorisch wissen Baker und Buckareff immer neue Muster und Klangbilder zu schaffen und zu schöpfen. Das offensichtliche Antlitz ist das einer überaus produktiven und veröffentlichungsfreudigen Kapelle. Im Subtext schließlich finden sich die Feinheiten und Besonderheiten eines unserer Ansicht nach immer noch viel zu wenig beachteten musikalischen Projekts. Zur Person Aidan Baker! (weiterlesen…)
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Stichworte: AIDAN BAKER, BLACK 48, NADJA
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Mittwoch, 3. März 2010
What happened to our scene? – Von Nebelhexë
Nebelhexe (alias Andrea Haugen) braucht man nun wirklich niemandem mehr vorzustellen. Wer die in Deutschland geborene, aber mittlerweile in Norwegen lebende Musikerin, Heidin, Schriftstellerin, Künstlerin und Magierin nicht durch ihr Musikprojekt HAGALAZ’ RUNEDANCE oder ihr Soloprojekt NEBELHEXE kennt, der hat sicher schon einmal eines ihrer Essays oder Bücher (beispielsweise „Die Alten Feuer Von Midgard“, erschienen im Second Sight Books Verlag) gelesen.
Kürzlich sendete Andrea mir einen Artikel zu, in dem sie sich über den Werteverfall und die totale Kommerzialisierung (in) unserer Szene, bzw. die Verlogenheit des Musicbiz äußert.
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Stichworte: ANDREA HAUGEN, BLACK 48, Hagalaz' Runedance, Nebelhexe, schwarze Szene
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Mittwoch, 3. März 2010
Anfang der 80er spielten SAVAGE REPUBLIC ihre eigenwillige Musik, die der Wut des Punks ebenso viel zu verdanken schien, wie dem Industrial, der stärker perkussiv orientiert war. Nach fünf Alben – wobei “Customs“ (in Griechenland mit geliehenem Equipment aufgenommen, nachdem der Zoll die Instrumente konfisziert hatte) sicherlich das experimentellste war – löste man sich 1989 auf. Anlässlich der Wiederveröffentlichung der fünf Studioalben ging man 2002 auf eine kleine Tour, bevor sich die eigentliche Rückkehr 2005 ankündigte und 2007 mit der EP “Siam“ und dem Album “1938“ endgültig besiegelt wurde. Vor dem Auftritt in Gießen interviewte ich Ethan Port und Greg Grunke. Das dann folgende Konzert vermischte frühe Songs mit denen des aktuellen Albums, hatte sowohl perkussiv-treibende als auch kontemplative Momente.
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Stichworte: BLACK 48, F-SPACE, MOBILIZATION RECORDS, NEUROSIS, Savage Republic
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Mittwoch, 3. März 2010
CONTROLLED BLEEDING haben im Laufe ihrer fast dreißigjährigen Bandgeschichte Unmengen von Alben aufgenommen, von denen meistens keins wie das andere klang. Von einer bizarren Mischung aus Jazz und Punk Ende der 70er, brutalem Noise Anfang der 80er, semigothischer Musik, EBM, Industrial Metal, Dub, Ambient, Metal (mit dem Projekt SKIN CHAMER), Free Jazz (als BREAST FED YAK), ihre Musik war immer erratisch und selbst Paul Lemos sagte einmal in einem Interview, das ich vor etwa zehn Jahren mit ihm machte, dass er als Musikhörer eine Band wie CONTROLLED BLEEDING (aufgrund der häufigen Stilwechsel) wahrscheinlich hassen würde. In den letzten Jahren war es etwas still geworden, in Interviews äußerte Lemos kreative Ausgebranntheit, aber inzwischen passiert wieder so einiges.
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Stichworte: BLACK 48, Controlled Bleeding
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Mittwoch, 3. März 2010
“Upward. From sun to cross the sky.“
Zwei Alben haben OM, das aus Al Cisneros und Chris Hakius – die beide Anfang der 90er bei SLEEP ausufernden Stoner Rock spielten – bestehende Duo, bisher auf Holy Mountain veröffentlicht. Das dritte wird im Herbst dieses Jahres auf Southern Lord folgen. Die drei “variations“ des ersten Albums und die zwei des 2006 veröffentlichten Nachfolgers sind lange, von Bass, Schlagzeug und dem Mantra artigen Gesang Cisneros’ getragene repetetive Stücke, die den Hörenden in einen Sog ziehen. Dazu tragen auch die verschlüsselten, hermetischen Texte bei.
Ein paar Minuten nach Chris Hakius’ und Al Cisneros’ Auftritt auf dem Donaufestival sprach ich kurz mit letzterem über OM.
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Stichworte: BLACK 47, CURRENT 93, OM, Six Organs Of Admittance, Sleep
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Mittwoch, 3. März 2010
1999 veröffentlichten Ossian Brown – damals noch Simon Norris – und Stephen Thrower ihr Debüt “Luminous Darkness“, ein zwar fragmentarisches, aber atmosphärisches Album, auf das 2001 “The Visitors“ folgte, ein elektro-akustisches Meisterwerk. Im Rahmen von “Angry Eelectric Finger“ bearbeiteten CYCLOBE das Ausgangsmaterial von NURSE WITH WOUND so sehr, dass sie diese Veröffentlichung als ihr eigentlich drittes Album betrachten.
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Stichworte: BLACK 47, Cyclobe, Derek Jarman, Nurse With Wound, THIGHPAULSANDRA
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Dienstag, 2. März 2010
Mit “Failing Songs“ hat Matt Elliott bereits sein drittes Soloalbum veröffentlicht, welches noch stärker als die beiden Vorgängeralben, zwei zentrale Grundfragen im Elliott´schen Universum umfasst: Scheitern und Sehnsucht. In dieser Ambivalenz des Fassbaren bzw. des Nichtzufassenden türmt Matt Elliott eine Soundorgie aus tausend Bestandteilen. Die darüber hinaus eindrucksvollen Facetten seiner Persönlichkeit soll das nun folgende Interview beleuchten. Das Bildmaterial stammt von Dennis Scharlau. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 48, MATT ELLIOTT
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Dienstag, 2. März 2010

HERZZ ODER DER TANZ AM UNSAGBAREN PUNKT
HERZZ aus Dresden ist zur Zeit die Band der Stunde in der „Fürsten-Stadt“ und ihre Konzerte gleichen intensiven Prozessionen, bei denen die jeweilige Location mit einbezogen wird. Ob nun Abrißhaus, Fabrikkeller, Konzertsaal, Weinhandlung, Kunstgalerie oder Szenekneipe – immer ist das Set anders und trotzdem großartig. Der ehemalige Solist und Schauspieler Tobias Hallbauer stand mir stellvertretend für die Band anläßlich der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP zum Interview zur Verfügung und gibt uns im folgenden Einblick in den Band-Kosmos von HERZZ. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 50, HERZZ, INTERVIEW
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Dienstag, 2. März 2010
Das Erscheinen von “Delay“ – Julia Kents Debütalbum – markierte für die Künstlerin eine Zäsur. Bekannt durch unzählige Kollaborationen (z.B. ANTONY & THE JOHNSONS etc) ging sie mit “Delay“ den nächsten logischen Schritt. Was lässt sich nun über “Delay“ sagen? Thematisch greift Julia Kent ihr “Unterwegssein“ auf bzw. reflektiert sie auf dem Album ihr Dasein als Künstlerin “on the road“. Musikalisch betrachtet, lässt sich sagen, dass die Strahlkraft der Stücke unablässig transportiert, dass die Künstlerin in ihren Stücken wohnt, ja sie sogar bewohnt. Wie dieses “Wohnen“ aussieht – und was die Künstlerin darüber hinaus antreibt, soll das nun folgende Interview klären. Das Fotomaterial stammt von Hilary Mc Hone. (weiterlesen…)
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Stichworte: Antony, BLACK 48, CURRENT 93, JULIA KENT
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Dienstag, 2. März 2010

Vinyl On Demand oder ein Traum wird wahr
Auf das noch junge Label Vinyl On Demand bin ich durch Zufall beim „googlen“ nach SPRUNG AUS DEN WOLKEN gestoßen und ich war mehr als überrascht, was dort für Raritäten aus längst vergangenen Tage der sogenannten „genialen Dilletanten“ in Vinyl wiederveröffentlicht wurden bzw. werden. Schnell war der Kontakt zum Labelbetreiber FRANK MAIER hergestellt und die mir anschließend übersandten Hörproben dürften jeden Vinyl-Sammler feuchte Träume oder zumindest Hände bereiten – absolute Qualitätspressungen, edle Ummantelung im schweren Karton mit Vinyl On Demand-Prägedruck und ungewöhnlich gute Digitalisierung des Ausgangsmaterial von den alten Magnettonbändern. So erblickten im vorigen Jahr längst verschollen geglaubte Veröffentlichungen aus den frühen 80er Jahren von u.a. DIE TÖDLICHE DORIS, SPRUNG AUS DEN WOLKEN, S.Y.P.H. und FRIEDER BUTZMANN das Licht der Welt der Plattenspieler. Doch auch die Philosophie des Labels ist mehr als interessant und begrüßenswert, doch lest selbst… (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 39, INTERVIEW, VINYL ON DEMAND
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Dienstag, 2. März 2010
 „I had a dream. […] In this dream, there was our world and the world was dark because there weren’t any robins. And the robins represented love. And for the longest time there was just this darkness. And all of a sudden thousands of robins were set free. And they flew down and brought this blinding light of love. And it seemed like that love would be the only thing that would make any difference, and it did. So I guess it means there is trouble till the robins come.”
Sandy Williams in David Lynchs “Blue Velvet”
“My heart’s come home to me / That robin from a world away / Has come like first warm rain /My heart’s come home to me.”
Baby Dee, “My Heart’s Come Home”
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Stichworte: BABY DEE, BLACK 43, CURRENT 93
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Dienstag, 2. März 2010
1998 erschien ein Album, das Tony Wakeford mit dem bisher als Maler bekannten Tor Lundvall aufgenommen hatte: Der herbstlichen Ausrichtung entsprechend, fanden sich auf “Autumn Calls“ fragile Kompositionen, auf denen elektronische ambiente Passagen mit melancholischer akustischer Instrumentierung kombiniert wurden. Seitdem hat Tor Lundvall sich alleine den restlichen Jahreszeiten gewidmet, dem Frühling (“The Mist“), Sommer (“Under the Shadows of Trees“) und Winter (“Ice“), wobei das Herbstliche seiner Arbeit wahrscheinlich am nächsten stehen dürfte. Er hat nach dem Zusammenbruch von World Serpent auf Strange Fortune ein neues Zuhause gefunden und mit “Last Light“ ein vokallastiges Album sowie mit dem jüngst erschienenen “Empty City“ ein primär instrumentales Werk aufgenommen. All seinen (musikalischen wie die Alben schmückenden visuellen) Arbeiten ist eine seltsam entrückte Atmosphäre gemein, die sich vielleicht am besten mit dem englischen Adjektiv “uncanny“ beschreiben ließe. Lundvall selbst hat vor einigen Jahren seine Musik als Ghost Ambient bezeichnet, was man sicher auch auf seine teils an Munch erinnernden Gemälde beziehen kann, die von schemenhaften, manchmal maskierten Gestalten und Wesenheiten bevölkert werden.
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Stichworte: BLACK 45, Tor Lundvall
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Dienstag, 2. März 2010
Ende der 60er nahm Simon Finn ein Acidfolk-Album namens “Pass The Distance“ auf, das aus verschiedenen rechtlichen Gründen relativ schnell aus den Regalen genommen wurde und im Lauf der Jahr(zehnt)e einen ziemlichen Kultstatus erlangte. Nachdem David Tibet das Stück “Jerusalem“ – noch heute im Liverepertoire zu finden und in seiner Intensität beeindruckend – gehört hatte, setzte er sich mit Simon Finn in Verbindung und vor einigen Jahren erschien das nur von Simon Finn mit Hilfe von Joolie Wood eingespielte Album “Magic Moments“. Inzwischen unterstützt Simon Finn CURRENT 93 bei Auftritten häufig an der Gitarre, hat ein kleines Label namens 10 to 1 gegründet und (dort) gerade sein drittes Album “Accidental Life“ veröffentlicht. Bei Auftritten wirkt Finn manchmal etwas unbeholfen, sobald er aber anfängt zu spielen, strahlt er etwas aus, das sich schwer in Worte fassen lässt, will man nicht Floskeln wie “authentisch“ benutzen.
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Stichworte: BLACK 47, CURRENT 93, SIMON FINN
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Sonntag, 28. Februar 2010
Vor einigen Jahren trafen sich JOHN TWELLS und STEFAN LANDOWSKI in einem Plattenladen. Kurz darauf beschlossen sie das Label TYPE RECORDS zu gründen, welches in der letzten Zeit u.a. durch Veröffentlichungen von TARENTEL, SYLVIAN CHAUVEAU, JULIEN NETO, XELA etc. für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Und eben XELA ist das musikalische Projekt von JOHN TWELLS. Wer an elektronischer Musik weitab von eingefahrenen Genres interessiert ist, sollte das folgende kurzweilige Interview lesen. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 47, Deaf Center, John Twells, Stefan Landowski, TYPE RECORDS, XELA
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Sonntag, 28. Februar 2010
DYLAN CARLSON, das Gesicht hinter EARTH und einzige Besetzungskonstante der Band, gründete diese Ende 1989/ Anfang 1990. Schnell wurden EARTH vom bald darauf zu Weltruhm gelangenden SUB-POP-Label verpflichtet. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP “Extra Capsular Extraction“ folgte im Jahr 1993 ein Meilenstein – “Earth 2“. Mit diesem voluminösen, extrem ausgebremsten Album, welches am ehesten als eine schwarz-schlammige Mischung aus den MELVINS und BLACK SABBATH zu bezeichnen wäre, legten EARTH den Grundstein ihres Statuses in der Subkultur. Die Alben “Phase 3: Thrones And Dominions“ (1995) und “Pentastar“ (1996) sollten für lange Zeit die letzten Zeugnisse der Band sein. Während in den Jahren 1991-1996 mehrere Bandmitglieder kamen und gingen (so verließ z. B. JOE PRESTON Richtung MELVINS die Band/ seit geraumer Zeit ist als zweites festes Bandmitglied ADRIENNE DAVIES am Schlagzeug aktiv), blieb CARLSON, wie bereits erwähnt, die einzige Konstante. Jedoch musste sich dieser nach der Veröffentlichung von “Pentastar“ einer mehrjährigen Drogentherapie unterziehen.
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Stichworte: BLACK 46, DYLAN CARLSON, EARTH, SOUTHERN LORD
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Sonntag, 28. Februar 2010
Berlin im Oktober. Bunt belaubt ist die Hauptstadt mittlerweile und wie üblich lärmt und tönt das Leben dieser scheinbar nie stillstehenden Metropole. Doch dafür haben wir heute keine Augen, denn wir werden auf BLIXA BARGELD treffen. Verabredet in der Haupstadtdependance der EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN, gemeinsam mit dem Fotografen Stephan Spreer (der dankenswerter Weise das Fotomaterial für dieses Interview zur Verfügung gestellt hat), blicken wir durch eine schaufensterähnliche Scheibe und sehen dahinter BLIXA BARGELD sitzen. Gleich also wird das Interview stattfinden. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 45, BLIXA BARGELD, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN
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Sonntag, 28. Februar 2010
AMBER ASYLUM zu packen und in eine handelsübliche Einleitung zu passen, ist nicht einfach. Die vier Musikerinnen Kris Force, Jackie Perez Gratz, Lorraine Rath und Sarah Weiner bilden das derzeitige Line Up. Speziell Kris Force könnte dem ein oder anderen Leser auch über die Assoziation NEUROSIS oder Jarboe bekannt sein. Sie gründete das Projekt und stellt in der wechselhaften Bandgeschichte mit der später hinzu gestoßenen Jackie Perez Gratz die Besetzungskonstante dar. Die beiden Musikerinnen prägen das Projekt durch ihre jeweils individuellen Stile deutlich. Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten AMBER ASYLUM ihre EP “Garden Of Love“. Grund genug für ein Gespräch mit den beiden Protagonistinnen.
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Stichworte: AMBER ASYLUM, BLACK 44
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Sonntag, 28. Februar 2010
“Zwei Wege trennten im Wald sich einmal,
auf den minder begangenen fiel meine Wahl.
Und das war der große Unterschied.“
(Robert Frost)
Weniger begangen? Schlechter begangen? Wer mit dem Output NOVY SVET´s vertraut ist, kann sich sicherlich mit den Gedanken anfreunden, dass die NOVY SVET`sche Wanderung nicht über ausgetrampelte Pfade führt. Gleichzeitig bleibt die Konstante, dass alle Veröffentlichungen an möglicherweise vertrauten Punkten beginnen, die dennoch irgendwo ganz anders, weit weg zu sein scheinen. Nicht unwesentlich dabei scheint die konsequenten Brechung der eigenen Stilmittel zu sein und so gelingt es vorgestanzte Erwartungsmuster beim Hörer wie eine Brausetablette in einem Glas voll Wasser aufzulösen. Ist das unberechenbar? Ist das der große Unterschied? Das mittlerweile in Barcelona ansässige Projekt um Frl. Tost und Jürgen Weber bildet vielfarbig schimmernde Facetten ab. Daher kann ein Interview mit den beiden nur Ausschnitte liefern, würde doch ansonsten die Grundausrichtung der Textsorte Interview gesprengt.
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Stichworte: BLACK 44, NOVY SVET
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Sonntag, 28. Februar 2010
Bedingungslose Liebe zur Musik lässt sich mit dem Namen CARLA BOZULICH verbinden. Sie ist die erste Künstlerin, die von CONSTELLATION gesignt wurde, ohne dass sie aus dem Umfeld von EFRIM MENUCK, THIERRY AMAR bzw. deren Freunden und Mitstreiter stammt. Ihre Soundgeschöpfe sind kleine, zähe Bastarde, gezeugt von Punk, Country und Electronics. Doch schnell löst sich das auf den ersten Eindruck Widerborstige in hemmungslose Hingabe auf. Und CARLA BOZULICH weiß zu geben. Ihre Live-Auftritte gleichen einer orgiastischen Messe. Ihre Kathedrale sind die Clubs dieser Welt.Dass sich CARLA BOZULICHs Weitläufigkeit und Emotionalität nicht in ihrer Musik erschöpft, zeigt das nun folgende Interview.
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Stichworte: BLACK 47, CARLA BOZULICH, CONSTELLATION, EVANGELISTA
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Sonntag, 28. Februar 2010
“Wer mein Schweigen nicht annimmt, dem habe ich nichts zu sagen.“ Dieses WOLFGANG BÄCHLER-Zitat trifft in gewisser Hinsicht auf NATHAN AMUNDSON aka RIVULETS zu. Denn wer Schweigen durch Ruhe ersetzt, kommt dem Kern der RIVULETS´schen Folkmusik sehr nah. So stellt seine Musik einen Fluchtpunkt vor allen Definitions- und Steuerungsbemühungen dar und bildet so sein Verweilen-Können ab. Seine Veröffentlichungen ermöglichen eine Rückkehr zu sich selbst und entsprechend ihrer Spieldauer ein Verweilen dort. Einmal mehr wird deutlich, dass es nicht um maximale Provokation, sondern um die maximale Steigerung von Intensität gehen muss, wenn ein bleibender Eindruck hinterlassen werden soll. “You Are My Home“ heißt seine aktuelle Veröffentlichung und vielleicht kann diese für so manchen zu einem Zuhause werden. Das Bildmaterial stammt von LAURENT ORSEAU. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 47, RIVULETS
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Sonntag, 28. Februar 2010
Eventuell sind TRESPASSERS WILLIAM dem ein oder anderen schon auf dem Soundtrack des Filmes “Lovesong For Bobby Long“ begegnet. Ihr melodienstarker und feinsinniger Folk lässt den Hörer vom Hier abschweifen und stellt somit eine der wenigen brauchbaren Alternativen zum Alltag dar. TRESPASSERS WILLIAM hören heißt, in die stimmungsstarke Welt der Band um ANNA-LYNNE WILLIAMS einzutauchen. Die Stücke sind für sich selbst und in Bezug auf ihre Funktion für das jeweilige Album durchkomponiert und passgenau. Dabei büßen sie jedoch nichts von ihrer Emotionalität und “ihrer tänzelnden Schwermut“ ein. Eindimensionalität ist somit ein Fremdwort im musikalischen Handbuch von TRESPASSERS WILLIAM. So gelingt es TRESPASSERS WILLIAM ebenso wenig wie anderen Bands die Kluft zwischen der Kunst und dem Leben zu schließen. Allerdings ist ihre Kluft ein bisschen kleiner. Für das nun folgende Interview standen ANNA-LYNNE WILLIAMS und ROSS SIMONINI zur Verfügung.
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Stichworte: BLACK 47, TRESPASSERS WILLIAM
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Sonntag, 28. Februar 2010
Was sind Gesprächsanlässe? Gibt es Fixpunkte, welche sich systematisch nachzeichnen lassen, wenn sich die Frage nach einem Interview stellt? Bei ANTLERS MULM lässt sich diese Frage leicht beantworten. Das aktuelle Album “Of Withered Sparks“ setzt nicht nur den eingeschlagenen Weg des Leipziger Einmannprojektes der Werktreue fort. Werktreue hier verstanden als Motivtreue- dem Motiv des Tastens und Suchens. Und so findet sich auf der neuen Veröffentlichung eine fast greifbare Gestaltung, die sich nicht in ihrer Ambivalenz von Innehalten und Weitergehen erschöpft, sondern fast magisch diese scheinbaren Gegenpole zu einem intensiven Klangfaden verwebt. Jene Gestaltung ist es letztlich, die diese scheinbare Trennwand zwischen Hörerlebnis und Hörereignis aufhebt. Der Zusammenfluss beider mündet in einem subtilen Ergebnis, welches eine Ahnung von der Tiefe des Möglichen vermittelt. Zu seinem neuen Album und zu vielen anderen Fragen äußerte sich HANS JOHM wie folgt …
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Stichworte: ANTLERS MULM, BLACK 47, SONDERÜBERTRAGUNG
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Sonntag, 28. Februar 2010
“Was gesagt werden kann, entbehrt der Wirklichkeit. Nur das, was sich gegen das Wort sperrt, existiert und zählt“ (Cioran). Dies trifft auf Musik im Allgemeinen und auf die Veröffentlichung von GRAYCEON im Besonderen zu. Stilistisch schwer einzuordnen, dampft ihre Musik mit einer schweren Metal-Schlagseite in einen Ozean unterschiedlichster Einflüsse und Ausdrucksformen. Das bekannteste Gesicht GRAYCEON´s ist sicherlich das AMBER ASYLUM-Mitglied Jackie Perez Gratz. Ihre Mitstreiter Zack Farwell und Max Doyle sind dem ein oder anderen möglicherweise durch die Band WALKEN bekannt. Soeben ist ihr gleichnamiges Debüt auf Vendlus Records erschienen. Was sie darüber hinaus bewegt, kann man in folgendem Interview erfahren.
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Stichworte: BLACK 46, GRAYCEON
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Sonntag, 28. Februar 2010
Den herausragenden Veröffentlichungen des KRANKY-Labels wurden in diesem Magazin in der Vergangenheit schon diverse Plätze freigeräumt. JESSICA BAILIFF gehört über den KRANKY-Kosmos hinaus sicherlich zu den spannendsten Erscheinungen amerikanischer Subkultur. Anders als viele Künstler ergibt sich bei JESSICA BAILIFF in Werk und Wort eine äußerst stimmige Kongruenz. Dem introvertierten und subtilen Soundgitter steht die Person JESSICA BAILIFF gegenüber, die in ihrer Unaufgeregtheit, Nachdenklichkeit und Reflektiertheit ihr Wirken authentisch verkörpert. Die Musikerin, die bereits in der Zusammenarbeit mit RIVULETS oder ALAN SPARHAWK (LOW) überzeugte, ist noch längst nicht am Ziel ihrer Reise.
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Stichworte: BLACK 46, JESSICA BAILIFF, KRANKY
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Sonntag, 28. Februar 2010
Die Veröffentlichungen von NEUROT RECORDINGS sind ganz sicher ein Nenner, auf den sich Musikinteressierte einigen können. GRAILS haben sich seiner Zeit via NEUROT RECORDINGS einen größeren Hörerkreis erschlossen. In ihrer Rohheit und Schrulligkeit können ihre Alben überwältigen. Dahinter steht zudem eine feingliedrige Komposition, die sich erst beim mehrmaligen Hören eröffnet. Dadurch gelingt es GRAILS den Moment zu vermessen. In diesem Sinne und in Bezug auf das Musikverständnis der Mittelstandsgemütlichkeiten sind GRAILS sicherlich Randfiguren. Sie sind widerständig gegenüber der Gravitation des Zentrums. Im Gespräch mit ALEX HALL sollten diese Einschätzungen ausgelotet werden. Hier nun das Ergebnis.
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Stichworte: BLACK 46, GRAILS, NEUROSIS, OM
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Sonntag, 24. Januar 2010
Das Label Sonderübertragung ist in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Subkultur getreten. ANTLERS MULM und LLOVESPELL sind schon längst keine Geheimtipps mehr. Immer wieder gelingt es dem Label im Ozean des Vorhandenen zu fischen und kleine perlenbesetzte Muscheln zu Tage zu fördern. Eine dieser Muscheln trägt den Namen SUNDAY STRAIN. Das Projekt um Stephan S. und Dorain W. hat einen Erstling vorgelegt, der von Beginn an überzeugt und bei jedem Hören zu wachsen scheint. Grund genug den Schöpfern dieses Debüts nachzuspüren.
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Stichworte: BLACK 49, SUNDAY STRAIN
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Sonntag, 24. Januar 2010
“The Weird Sisters hand in hand,/Posters of the sea and land,/Thus do go about, about:/Thrice to thine, and thrice to mine,/And thrice again, to make up nine/Peace! – the charm’s wound up.”
(William Shakespeare: Macbeth, Akt 1, Szene 3)
Auch der Interviewer kann es sich nicht verkneifen, mit dem obigen Zitat auf das manchmal Mysteriöse und Unheimliche, das der Musik von SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE anhaftet, anzuspielen: Aufnahmen, die irgendwo in einer Kammer zwischen Phiolen mit Datura- und Tollkirscheextrakten gemacht worden zu sein scheinen.
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Stichworte: BLACK 49, SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE
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Sonntag, 24. Januar 2010
Gerade hat Sarah June auf Timothy Renners Label Hand/Eye ihr Debüt veröffentlicht, auf dem die jetzt in San Francisco lebende gebürtige Detroiterin dezent melancholische Songs mit einer im wahrsten Sinne des Wortes mädchen- (oder märchen-?)haften Stimme singt und sich meistens lediglich auf der Gitarre begleitet. Das in Eigenregie aufgenommene “This Is My Letter To The World” wirkt wie ein Album für einen Herbst, der von seltsamen Gestalten heimgesucht wird.
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Stichworte: BLACK 49, SARAH JUNE
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Sonntag, 24. Januar 2010
… oder ein neues Licht am Electronica-Himmel
Ich hatte schon seit dem Debüt von POLARLICHT 4.1 ein Interview mit Ronny Jaschinski geplant, aber irgendwie ist dieses Vorhaben immer wieder in Vergessenheit geraten. Anlässlich seines dritten Albums “Famos”, welches jetzt via Funkwelten erschienen ist, wurde es nun endlich realisiert. Auf dieser neuen Veröffentlichung rückt POLARLICHT 4.1 etwas von seiner Rhythm Industrial-Vergangenheit ab und wendet sich sehr abwechslungsreich in die Electronica-Richtung. Leider fand das Interview sehr kurzfristig und unter eingeschränkten Kommunikationsmitteln statt, weshalb es etwas kürzer als geplant ausgefallen ist.
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Stichworte: BLACK 49, POLARLICHT 4.1
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Sonntag, 24. Januar 2010
… oder Bewältigungsphase mittels “Night Falls”
Pendelte das IDM-Projekt HECQ von Benny Boysen auf seinen bisherigen Veröffentlichungen geradezu genial zwischen zerhackten Beats, Click & Cuts und Soundrackscores, erfährt dieser abenteuerliche Fluß mit dem aktuellen Album “Night Falls” einen Bruch, welcher nicht atemberaubender sein könnte. Fast völlig ohne Beats und Störgeräusche, aber dafür mit ganz viel Atmosphäre und Moll-Akkorden verarbeitet Benny Boysen einen persönlichen Schicksalsschlag, der uns alle treffen kann, doch lest selbst:
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Stichworte: BLACK 49, HECQ
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Sonntag, 24. Januar 2010
San Francisco scheint ein guter Nährboden für Musik zu sein. Nicht erst in den letzten Jahren finden sich dort eine Vielzahl von innovativen Bands und Künstlern zusammen, die die Subkultur mit ihren Veröffentlichungen bereichern – so auch GRAYCEON. Die Band, bestehend aus Jackie Perez Gratz (AMBER ASYLUM, GIANT SQUID; elektrisches Cello), Max Doyle (WALKEN; Gitarre) und Zack Farwell (WALKEN; Schlagzeug), brachte 2007 ihr Debüt auf Vendlus Records heraus und erntete dafür viele positive Kritiken. Nach der Veröffentlichung einer Split-7” mit GIANT SQUID erscheint dieser Tage nun ihr zweites Album “This Grand Show”. Was sie darüber hinaus bewegt, zeigt das folgende Interview.
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Stichworte: BLACK 49, GRAYCEON
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Samstag, 23. Januar 2010
Geri X verfügt über eine vielschichtige und bewegte Vita. Die Bulgarin kam 2001 in die USA und lebt seitdem dort. Von klein auf trug sie die Musik in sich. In den USA fand sie Mitstreiter, die sie darin unterstützten ihren Ideen, Form und Ausdruck zu geben. Mittlerweile blickt sie auf eine Reihe von Veröffentlichungen zurück. Die Musik von Geri X, die stilistisch irgendwo zwischen Folk und Americana eingeordnet werden kann, zeichnet Wegmarken unterschiedlicher Felder nach. Diese Felder stehen ambivalent zueinander und bedingen sich dennoch gegenseitig: Schwermut und Hoffnung. So gelingt es ihr scheinbar leichtfüßig zwischen diesen Feldern hin und her zu springen. Dabei kann es passieren, dass sie beim Hörer etwas auslöst, was Nicholas Gomez Davila einmal als “… sich aus einer mittelmäßigen Gegenwart wegwünschen …” bezeichnet hat.
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Stichworte: BLACK 49, GERI X
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Samstag, 23. Januar 2010
Feuer als Geheimnis der Götter, das Prometheus den Menschen brachte und dafür schließlich schrecklich bestraft wurde, Feuer als etwas Leben bewahrendes und Leben vernichtendes. Perkussion, tribale Klänge, Verweise auf die erste Industrialgeneration und Auftritte, bei denen die Energie und Ästhetik des Feuers eine zentrale Rolle spielen. Im folgenden Interview berichtete uns Ethan Port, die eine Hälfte der amerikanischen Band F-SPACE und sonst auch an SAVAGE REPUBLIC und früher an DEATH RIDE ´69 beteiligt, über die Entstehungsgeschichte von F-SPACE, ihre Motivation, die Plattform Mobilization und gab so nebenbei eine an Anekdoten reiche Geschichtsstunde. In all seinen Äußerungen erscheint Ethan Port als jemand, der sich mit einer Hingabe und Ernsthaftigkeit seiner Kunst widmet, die in ihrer Konsequenz beeindruckt.
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Stichworte: BLACK 49, F-SPACE, MOBILIZATION RECORDS, NEUROSIS, Savage Republic
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Samstag, 23. Januar 2010
Vielerlei Assoziationen verbinden sich mit dem Begriff “Drone”. Zum Einen umfasst der Begriff diverse Spielarten beinahe schon Stilistika – von LA MONTE YOUNG zu Aidan Baker, von TROUM über EARTH zu FEAR FALLS BURNING. Und schon an dieser Stelle kann widersprochen und beklagt werden, dieses oder jenes sei keine Drone-Musik. Zum Anderen kann es einem passieren, dass wenn man den Begriff “Drone” fallen lässt, sofort die Blickrichtung gen Drone Records geht und Menschen plötzlich tief versunken die Veröffentlichungsliste des Bremer Labels um Stefan Knappe hoch und runter beten. Wenigen Labels ist es gelungen über Jahre hinweg, entlang eines festen Format-Konzepts, eine Subkultur derart zu prägen und zu bereichern. Nicht wenige Künstler unternahmen beziehungsweise unternehmen via Drone Records erste “Gehversuche”. Ist nach 15 Jahren Zeit Bilanz zu ziehen? Vielleicht. Letztlich ist es wahrscheinlich nicht übertrieben, Drone Records als ein Label zu bezeichnen, welches “Musik aus dem Kern der innersten Archive” (H. Krausser) hervorbringt.
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Stichworte: BLACK 49, DRONE RECORDS, TROUM
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Samstag, 23. Januar 2010
DIE ART ist wieder DIE ART
2001 löste sich nach DIE SKEPTIKER mit DIE ART eine der letzten noch agierenden Indie-Bands der ehemaligen DDR (“die anderen Bands” damals genannt) auf und obwohl man gleich mit WISSMUT (Interview im BLACK 40) ein Nachfolge-Projekt am Start hatte, konnte dieses scheinbar nicht bei allen Fans die alte Kult-Band ersetzten. Ein paar Jahre später erwachte wieder allgemein das Interesse an “die anderen Bands” und DIE SKEPTIKER, SANDOW und KALTFRONT tourten plötzlich wieder recht erfolgreich durch die Clubs. 2007 hatte sich Makarios dann von seinen Bandmitgliedern überzeugen lassen, DIE ART mit der WISSMUT-Besatzung wieder ins Leben zu rufen und intern munkelt man sogar von einer Palastrevolte. Die folgende Tour und das Comeback-Album “Alles was dein Herz begehrt” war ein voller Erfolg und das knapp nur ein Jahr später überraschend nachgeschobene neue Album “Funeral Entertainment” setzt dem noch einen drauf. WISSMUT ist tot – es lebe DIE ART!
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Stichworte: BLACK 49, DIE ART
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Samstag, 23. Januar 2010
Die CHARALAMBIDES sind sicherlich einigen Lesern bekannt. Christina Carters Soloarbeiten vielleicht wenigen. Ihre Veröffentlichungen scheinen im Laufe der Jahre immer dichter zu werden. Sie selbst scheint Kunst und Output zu verdichten. Christina Carters Weg bis hier hin ist gekennzeichnet von wenig Kompromissbereitschaft. Dies betrifft gleichermaßen Erwartungen und Hörgewohnheiten. Trotzdem ist es nur wenigen Künstlerinnen bisher gelungen, derart stark zu prägen und Spuren zu hinterlassen. Dennoch sind ihre Arbeiten so viel mehr. Sie möblieren das innere Wohnzimmer und drücken gleichzeitig eine gelebte Verweigerung dem Außen gegenüber aus. Im folgenden Interview wird die Musikerin einen tiefen Einblick in ihr Denken und Schaffen gewähren. Das Bildmaterial stammt von Stephane Gouat.
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Stichworte: BLACK 49, CHARALAMBIDES, CHRISTINA CARTER, KRANKY, MANY BREATHS, WHOLLY OTHER
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Samstag, 23. Januar 2010
“Yesterday morning enormous the moon hung low on the ocean,/ Round and yellow-rose in the glow of dawn;/The night-herons flapping home wore dawn on their/wings. Today/Black is the ocean, black and sulphur the sky,/
And white seas leap. I honestly do not know which day/is more beautiful./ I know that tomorrow or next year or in twenty years/I shall not see these things—and it does not matter, it/does not hurt;/They will be here. And when the whole human race/Has been like me rubbed out, they will still be here:/ storms, moon and ocean,/Dawn and the birds. And I say this: their beauty has/more meaning/Than the whole human race and the race of birds.” (Robinson Jeffers, Their Beauty Has More Meaning)
Die amerikanische Band, die sich um die beiden Brüder Nathan und Aaron Weaver gruppiert, die zusammen auf ihrer Farm Calliope ein weitgehend autarkes Leben führen, wurde 2002 bei einem Earth First-Treffen gegründet und hat es innerhalb recht kurzer Zeit geschafft – inzwischen sind drei Studioalben, eine EP und ein Livealbum erschienen – bis in die Mainstream-Feuilletons vorzudringen und sogar in dieser Publikation zu landen, was für eine Black Metal Band sicher nicht ganz üblich ist. (weiterlesen…)
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Stichworte: BLACK 50, WOLVES IN THE THRONE ROOM
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Samstag, 23. Januar 2010
William Bennett hat mit WHITEHOUSE in den vergangenen drei Jahrzehnten extrem(st)e elektronische Musik gemacht und damit ein Genre mitgeschaffen, dessen enge Grenzen WHITEHOUSE allerdings bereits lange gesprengt haben. Schon seit längerem sind die analogen den digitalen Geräten gewichen, sind die Texte (spätestens seit “Cruise”) – auch Bennetts Interesse an NLP geschuldet –komplexer geworden; seit einigen Jahren wird auch der Einfluss des afrikanischen Kontinents, der schon länger eine Faszination auf Bennett ausübt (bereits 1997 war in der “Extreme Music…”-Serie “Extreme Music From Africa” erschienen), sowohl visuell (erstmals auf “Bird Seed”) als auch musikalisch virulent. Aus der “Extreme Electronic Music” wurde plötzlich (erstmals auf “Asceticists”) “Extreme Electronic And Acoustic Music”: Perkussive Elemente traten in den Vordergrund, wobei die komplexen Polyrhythmen wahrscheinlich wenige zum Tanzen animiert haben dürften, Bennetts Sammlung afrikanischer Perkussionsinstrumente wurde immer größer und schließlich entschied er sich dazu, ein neues sogenanntes “Afro Noise”-Projekt zu starten, dessen erste Doppel-12’ in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.
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Stichworte: BLACK 50, WILLIAM BENNETT
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Samstag, 23. Januar 2010
… oder Rock & Roll Raver aus Leipzig
Nach dem Ende der Leipziger Crossover-Legende THINK ABOUT MUTATION aka ((tam)) zerstreute sich die Band in viele neue Projekte (MIKROWELLE, KRIEGER, BORN COOL, MYRA…), denen mehr oder weniger Erfolg beschieden war. Am vielversprechendsten ist jetzt davon aber die SONIC BOOM FOUNDATION (TSBF), welche den Manchester Rave-Sound ins neue Jahrtausend fusionieren und dabei einfach nur groovig und geil sind. Programmier/Basser Joey und Sänger Fmlyn standen mir im folgenden Interview Rede und Antwort:
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Stichworte: BLACK 50, THE SONIC BOOM FOUNDATION
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Samstag, 23. Januar 2010
Peter Christopherson, der schon seit mehr als drei Dekaden den Spitznamen Sleazy trägt, hat wohl wie kaum ein anderer im weiten Feld des (Post-) Industrials eine tragende Rolle gespielt. Er gründete mit Chris Carter, Cosey Fanni Tutti und (damals noch) Genesis P. Orridge die aus der von den Wiener Aktionisten beeinflussten Performancegruppe COUM TRANSMISSIONS hervorgegangenen THROBBING GRISTLE; nachdem deren Mission (vorübergehend) beendet (worden) war, trug er maßgeblich zum Gelingen der ersten beiden Alben von PSYCHIC TV bei, bevor er diese mit seinem Partner John Balance verließ um COIL zu gründen, die über mehr als zwei Jahrzehnte alle Spielarten experimenteller okkultureller (W. Sterneck) Musik ausloteten. Nach dem abrupten Ende COILS begann Peter Christoperson zwei Projekte – seine Soloarbeit als THE THRESHOLD HOUSEBOYS CHOIR, seine Arbeit mit dem langjährigen Freund Ivan Pavlov als SOISONG –, die verglichen mit den vorangegangenen Bands wesentlich weniger dunkel und düster sind, was vielleicht auch dem Einfluss der neuen Heimat Thailand geschuldet ist.
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Stichworte: BLACK 50, Peter Christopherson
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Samstag, 23. Januar 2010
Im vergangenen Jahr wurde auf Durtro das Debütalbum des griechischen Pianisten OTHON Mataragas veröffentlicht, auf dem als Gastsänger Marc Almond, David Tibet und (seine Muse) Ernesto Tomasini zu hören waren. “Digital Angel” war in seiner Exzentrik, Emotionalität und Originalität einer der Höhepunkte des letzten Jahres. Momentan arbeitet OTHON an zwei weiteren Alben und auf dem im Oktober in Rom stattfindenden PRE Final Fest wird er einen neuen Soundtrack zu Jörg Buttgereits Klassiker “Nekromantik” vorstellen.
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Stichworte: BLACK 50, OTHON
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Samstag, 23. Januar 2010
Das Ende NOVY SVETs wurde in den letzten Jahren immer wieder in diversen subkulturellen Zusammenhängen diskutiert. Seit geraumer Zeit gibt es die Kapelle nun nicht mehr. NOVY SVET waren stets uneinholbare Reisende, welche niemals den Anspruch hatten, verstanden zu werden. Sie forderten den Hörer – durch das große Nebeneinander von Zitaten und Soundfetzen, deren Bezugsrahmen immer weit über die Grenzen der Subkultur hinausging. Tragende Säulen ihres Wirkens waren die Gleichzeitigkeit des scheinbar Ungleichzeitigen, die Einheit des scheinbar Nichtzuvereinbarenden, das Aufreihen und Vernetzen von Splittern, Andeutungen und subtilen Gesten; für sich schimmernd, in Bezug aufeinander schillernd, als Ganzes leuchtend. Dies ermöglichte ein Ablauschen von Partikeln, Soundfetzen und Melodiebögen, wie man es ansonsten nur vom Sounduniversum Steven Stapletons kennt. So bleibt nach dem Ende von NOVY SVET die Hoffnung, dass die sympathischen Wiener neue Wirkfelder finden mögen. Vorhang auf zum wahrscheinlich letzten NOVY SVET-Interview.
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Stichworte: BLACK 50, NOVY SVET
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Samstag, 23. Januar 2010
Ich hatte nur ein paar Zeilen über NATURE MORTE gelesen, wohl in einem Onlinemusikkatalog, und mir dann ein online ein paar Klangbeispiele angehört, schon war es geradezu um mich geschehen: Relativ schnell habe ich mir das (überschaubare, und fast ausschließlich bei T/RUR-Tonträger erhältliche) Oeuvre des Projekts zugelegt und dies noch keinen Moment bereut, zumal neben der klanglichen auch immer die materielle Darstellungsform überzeugt. Vielleicht hilft ja dieses kleine Interview, dass sich auch andere mit diesem “Stilleben” (so die Übersetzung von “Nature Morte”, auch wenn ich finde, dass so ganz andere Konnotationen entstehen) auseinandersetzen bzw. einfach daran Gefallen finden.
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Stichworte: BLACK 50, NATURE MORTE
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Samstag, 23. Januar 2010
1994 veröffentlichte Bobin Eirth, der sich B’eirth oder Bee nennt, sein erstes Album (“Love Charms”) unter dem Namen IN GOWAN RING. Dort -wie auch auf den beiden folgenden Studioalben- verknüpfte er fragile, sicherlich europäisch beeinflusste Folkmusik mit meditativen, psychedelischen Drones. 2002 erschien das vierte und bislang letzte (Vollzeit-)Album “Hazel Steps Through A Weathered Home”, das das songorientierteste Album war und acht zerbrechlich-melancholische Stücke enthielt, die mit zum Ergreifendsten gehören, das in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Seitdem hat Bee sich stärker auf BIRCH BOOK konzentriert, ein Projekt, das eher in der amerikanischen Folktradition verwurzelt zu sein scheint, textlich persönlicher als IN GOWAN RING und letztlich auch weniger ätherisch und fragil ist. Das gerade veröffentlichte dritte Album “A Hand Full Of Days” erweckt aber den Eindruck, als würden sich beide Projekte stärker einander annähern.
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Stichworte: BLACK 50, IN GOWAN RING
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Samstag, 23. Januar 2010
In den letzten Jahren waren INADE live aktiver als früher. Die Weitläufigkeit ihres Live-Spiels ließ ihre Hörer immer stärker dem neuen Studioalbum entgegensehnen. Anders als viele Projekte des Genres haben INADE über die Jahre ihr Spektrum erweitert und definieren mittlerweile mit ihrer Spielart eine der viele Facetten des Ambients. Neben einer wachsenden Zahl an Soundressourcen ist vor allem ihre stärkere Konzentration auf Details deutlich hörbar. Nun ist ihr neues Album “The Incarnation Of The Solar Architects” erschienen. Grund genug für eine Bestandsaufnahme mit den beiden Leipzigern Knut Enderlein und Rene Lehmann.
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Stichworte: BLACK 50, INADE
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Samstag, 23. Januar 2010
… oder Aktion der Befreiung
HERZ JÜHNING heißt der neue Stern am Industrial Angst Pop-Himmel und förmlich über Nacht begann dieser zu stahlen. Wie aus dem Nichts erschien 2007 die erste Single “Faces” des Ein-Mann-Projektes beim Traditions-Label Galakthorrö und war trotz einer (für heutige Zeiten) hohen Limitierung von 520 Stück sofort ausverkauft. Nicht anders erging es der Vinyl-Version des Debüt-Albums “Miasma”, welches im Fahrwasser des Labels bzw. der Referenzen zu HAUS ARAFNA und NOVEMBER NÖVELET großer Aufmerksamkeit beschieden war. An dieser Stelle nun das erste Interview mit dem Künstler:
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Stichworte: BLACK 50, HERZ JÜHNING
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Samstag, 23. Januar 2010
GIANT SQUID können auf eine bewegte Bandgeschichte zurückblicken. Gegründet in Sacramento veröffentlichten sie ihr Debüt “Metridium Field” 2004 im Alleingang bevor sich The End Records ihrer annahm und 2006 das Album unter dem Titel “Metridium Fields” wiederveröffentlichte. Nach einem längeren Aufenthalt in Texas ist die Band mittlerweile wieder nach Kalifornien zurückgekehrt. Von der Ursprungsbesetzung sind nur noch Aaron Gregory (Gitarre, Gesang) und Bryan Beeson (Bass) übrig geblieben. Jackie Perez Gratz (Cello, Gesang) und Chris Lyman (Schlagzeug) kamen hinzu. Außerdem entschloss sich die Band ihr zweites Album “The Ichthyologist” zunächst auf 1000 Exemplare zu limitieren und in Eigenregie herauszubringen. Im folgenden Interview gab uns Aaron Gregory ausführlich Auskunft über sein Denken und Schaffen. Das Bildmaterial stammt von Lauren Wiest.
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Stichworte: BLACK 50, GIANT SQUID
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Samstag, 23. Januar 2010
… ODER IMMER WIEDER “BLUE MONDAY”
Gerhard Potuznik aus Wien ist GD LUXXE bzw. Musiker, Produzent und Grafiker in Personalunion. Seine Produktionen für CHICKS ON SPEED, waren damals eine wichtige Initialzündung für das Genre Electroclash, ich selbst wurde aber erst durch seine Arbeit mit BUNNY LAKE und BRUCKMAYR auf ihn aufmerksam (obwohl ich unbewusst schon Jahre sein Drum’n Bass-Projekt Cube & Sphere zusammen mit Hans Platzgumer im Schrank stehen habe). Sein elegant schlanker Soundstil bei GD LUXXE hat es mir nun besonders angetan, weil er dort die Klang-Atmosphäre zwischen kühl und warm, perfekt ausbalanciert und immer wieder das große Vorbild NEW ORDER durchscheinen lässt. Es war mir ein besonderes Vergnügen, mit ihm nun dieses ausführliche und hoffentlich auch interessante Interview zu führen.
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Stichworte: BLACK 50, GD LUXXE
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Samstag, 23. Januar 2010
… oder Kopfüber am Rand der Mitte
Als im Jahre 2004 Shiva Rudra bzw. Sven Löbert als Drummer zu WISSMUT stieß, war dies für das DIE ART-Nachfolgeprojekt ein richtiger Glücksgriff und das Ende einer langen Suche. Letztendlich war es sogar ein Grundstein für die Rückkehr der legendären Kultband, aber damals war es noch nicht so weit. 2006 hörte ich dann erstmals Shiva’s Solo-Projekt DIE KAELTE, welches mich mit seinem düsteren Folk-Klängen und melancholischen Texten in seinen Bann zog. Doch nichts ist wie es scheint und das folgende Album “Tunnelblick” wand sich mehr bluesigen Songstrukturen hin. Ein Jahr später erschien unter dem Namen WOWORSKY eine wieder recht abgespeckte Akustik-CD mit deutlichen Neo Folk-Anleihen, welche aber nur ein Vorgeschmack auf das aktuelle Album “Gegengift” war, auf dem nun alle bisherigen Stil-Elemente von DIE KAELTE mit wavigen Beat-Grooves kombiniert werden. Ich kann dieses herrlich dunkel-melodische Album nur wärmstens allen Melancholikern empfehlen und vielleicht macht das folgende Interview bei einigen Lesern ebenfalls Lust auf ein “Gegengift”…
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Stichworte: BLACK 50, Die Kaelte
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Samstag, 23. Januar 2010
Der Schwede David Åhlén dürfte den meisten Lesern ein Unbekannter sein, dabei hat er mit dem nur knapp 30-minütigen “We Sprout In Thy Soil” kürzlich ein dezent instrumentiertes Album veröffentlicht, das in seiner emotionalen Tiefe und stimmlichen Gestaltung entfernt an Antony erinnert, wobei Åhlén sich thematisch ausschließlich auf seinen Glauben an Gott konzentriert, dessen Bedeutung für ihn im folgenden Interview noch einmal mehr als deutlich wird.
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Stichworte: BLACK 50, David Åhlén
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Samstag, 23. Januar 2010
? Zur Einleitung des Interviews kurz zu Eurer Bandgeschichte von ANDRASSY, denn es gibt sicher Leute in der “Shoegazer” Fraktion, die Euch noch nicht kennen und daher wissen möchten, wer die 5 Musiker dieser hoffnungsvollen Group sind. Könnt Ihr vielleicht zum Einstieg einmal kurz skizzieren, wie das Ganze bei Euch gestartet ist?
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Stichworte: ANDRASSY, BLACK 50
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Samstag, 23. Januar 2010
Sexier than ever, das neue Album eingängig und straight, das Video ein eiskaltes Eifersuchtsdrama mit Mordversuch im Hitchcock-Stil – CLIENT sind zurück! Die drei englischen Damen sind nicht nur available on request, sondern man erhält meist noch ein bisschen mehr. So auch wieder geschehen neulich in Frankfurt, wo Sarahs Lächeln der Show einmal mehr das Sahnehäubchen aufsetzte. Die Fans lieben CLIENT, besonders die männlichen, die weiblichen Fans clonen sie. Selten hat man so viele Sarah-Doppelgängerinnen gesehen wie auf dieser Tour. Und für das die Mädels ja regelmäßig ankündigen, jetzt erstmal eine Weile Pause zu machen, stehen sie doch ständig auf der Bühne; mittlerweile nicht mehr nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt. Wen wundert’s, diesen drei hübschen Damen kann so schnell schließlich keiner widerstehen…Auch ich nicht, daher habe ich fix zu Ehren des letzten Heftes noch ein Gespräch mit Sarah geführt.
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Stichworte: BLACK 50, CLIENT
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