THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION – Succubus (LP)

Für alles will der rechte Name gefunden werden und richtig ist er, wenn es was nützt: Interesse schüren und Voransicht; quasi. Wobei: „Mount Fuji“ kann ich nicht deuten; Ist vielleicht intern oder nur in der Funktion „interessant klingender Bestandteil“ (und damit ja trotz vordergründiger Bedeutungslosigkeit voll auf Linie). „Doom“ muss ich nicht erklären, „Jazz“ auch nicht und „Corporation“ steht wohl für die Tatsache, dass die Besetzung der The Mount Fuji Doomjazz Corporation je nach Erfordernis kollektivmässig veränderlich ist.

Bleiben für die Musik die beiden Eckpfeiler von oben und irgendwie treffen die es sogar: Wobei der Doomfaktor in erster Linie durch die Soundästhetik, weniger durch das Spielen an sich oder gar musikalische Motive entsteht: Wie eine zum Klingen gebrachte schwarze Höhle überfällt „Succubus“ den Hörer/die Hörerin. Spielen ohne Licht; alles ausgeschaltet, außer der musikalischen Kommunikation, zusammengehalten durch ein genau so darkes Harmonieverständnis wie die Höhle an sich und eine Reverbhölle, die, erstaunlich genug, so gut zur Gesamtstimmung passt, dass sie an keiner stelle als aufgesetzter Effekt empfunden wird, sondern als zwingender Bestandteil. gut auch, und jetzt blenden wir mal langsam zum Bestandteil mit dem „j“, dass das schon was soundprägende Blasinstrument A) kein Saxophon (sondern eine posaune) ist + B) (auch deswegen?) keine bar/lounge/sonst wie- Ästhetik besitzt/hervorruft. Überhaupt keine. Und ich verkneife mir, Bands zu nennen, die man hier nennen könnte, wo genau das Gegenteil der Fall ist und damit (für mich) alles zu fall gebracht wird.

OK, Kryptik aus: extrem darker Trip ohne vordergründige Düsternis und mit jedem Hören interessanter, weil trotz großem zusammenhängendem Bogen in Stimmung und Komposition immer wieder aufs Neue überraschend
(N)

Format: LP
Vertrieb: DENOVALI/ CARGO
 

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