SKAFANDR – Escape From The Past (7")

Zuende / nochmal / zuende / nochmal / zuende… (Bisher) unbestätigten Gerüchten zufolge arbeitet Droehnhaus an dem Release eines analog-Hardware-Apps, das es erlauben soll, den Auswirkungen der Inhalte dieser 7“ komfortabler zu entsprechen.

SKAFANDR kommen aus Russland, sind ein Trio (in der dafür klassischen Besetzung) und lassen erstmal den Gesang weg. Im Gegenzug konzentrieren sich Eugeny Rybnikov (Gitarre), Yuri Vitel (Bass) und Kirill Soloviev (Schlagzeug) auf eine Art von Rock / Metal Instrumental-Melange, die ich, hauptsächlich wegen ihrer Art der Melodieführung und dem Aufbau der Stücke überhaupt nicht einordnen kann. Was im Umkehrschluss bedeutet: die Band hat einen eigenen Sound, eine eigene Vision, wie sie klingen will (und nennt es selbst Dub-Metal, eine Einordnung, die ich hier mal einfach so weitergebe; typischen Dub Elemente wie ich sie kenne sind jedenfalls nicht Teil ihrer musikalischen Sprache).

Möglicherweise ist es natürlich etwas vermessen, von zwei Stücken einer 7“ auf das Potenzial einer Band schließen zu wollen; dass jedoch SKAFANDR “es wollen“, zeigt sich einerseits soundlich mit der Aufnahme in dem legendären Finnvox Studio in Finnland: druckvolle Transparenz mit dem nötigen Schuss Dreck; perfekt (und, nebenbei, selten so ausgeprägt auf 7“). Andererseits in der Musik: eingespielt mit einer brutalen Präzision, abgeschmeckt mit einem Hauch von Melancholie, gepaart mit einer über allem stehenden lässigen Grundhaltung. Allein “Escape From The Past“ packt dermaßen, dass es mindestens 5 Runden dauert, bis die 7“ gedreht wird und das dort wartende “Endless Catastrophe“ zwar das escape-Tempo ein wenig herausnimmt, ansonsten aber von absolut ebenbürtiger Qualität (und sogar noch ein Stückchen länger) ist. Beide Stücke bauen dabei auf ein Gitarrenspiel, dass Soli komplett außen vor lässt und stattdessen Akkordmelodien in den Raum wirft und diese dann in Powerchord-Riffings zerlegt. Die Rhythmusgruppe pendelt entsprechend zwischen laid-back Parts als Rückhalt im Raum stehender Akkorde und Double-Bass / Bassgewitter Drive in between… Power, Power, Power. Und: Hit.

Und: das obige App wird für beide Seiten benötigt; insofern wäre noch eine Selbstwendeeinrichtung zu integrieren, meiner Meinung nach…

(N)

Format: 7"
Vertrieb: DROEHNHAUS
 

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