TEPHRA – Tempel (LP/ CD)

Die Band mit den (mindestens) zwei Identitäten, das wird schon nach knapp 1 Minute und 50 Sekunden klar: Postrockicker (Uptempo) Auftakt, sich selbst umspielende Apreggios in transparenten, eher luftigen Sound und dann der Killerbreak in den doomigen Metal (plus ebensolchen Gesang). Auf der #2 dann mit fast maschinell inspirierter Rhythmik und einem Vorwärtstreiben auch durch die Harmonien und besonders den Gesang; ohne das extreme Ausloten der Facetten des Vorgängerstücks… Die Nummer drei dagegen ganz im Focus eines Postrock / Mathrock Rhythmus (fast Shellac inspiriert) als Träger eines verlorenen Instrumental-Themas. Und auch hier: Uptempo, nach vorn, kein Verharren, kein Zurückschauen… Erst recht auf dem folgenden Stück, das in seiner Art den Vorgänger mit seinen Mitteln fast fortzusetzen scheint, dabei den Gesang in den Vordergrund stellt und alles gnadenlos niederrennt…

Halt: niederzurennen scheint: nach knapp zweieinhalb Minuten das Auflösen in eine harmonische Öffnung, aufgefangen durch laid-back Rhythmik; mit einer Gitarrenlinie zwischen Solo und Instrumentalthema als Ablöser des Gesangs und dann dessen Wiederkehr im Wechselspiel mit einem instrumentalen Ritt über Riffs und Sololinien… wiederum Par Force…

Aber: das erstmalige Innehalten im alles niederwalzenden Killerlauf ist doch auch so etwas wie der Auftakt, den folgenden vier Stücken insgesamt etwas mehr Luft zu lassen, ein stärkerer Bezug auf eine Atmosphäre zwischen Ausbruch und Abwarten; steht Tephra auch gut… keine Frage. Und am Ende (mit ein bisschen Fantasie) sogar der Bezug auf Harmonien außerhalb des gewohnten Kulturkreises… gekonnt!

(N)

Format: LP/ CD
Vertrieb: GOLDEN ANTENNA/ BROKEN SILENCE
 

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