GOLGATHA Interview

Pilger aus dem Wüsten Land

Die deutsche Ritual-Folk-Formation :GOLGATHA: wurde 2004 während der Entstehung des Tonträgers “Waste Land” von Christoph D. gegründet und folgte von Beginn an dem Konzept, Soundtracks zu mythischen und spirituellen Konzepten zu entwerfen. Manche nennen das ‚aural mythology’. Zu Beginn standen perkussive und ambiente Elemente im Zentrum, später – mit dem Einstieg von S. Marleni kamen auch folkige Gitarrenmelodien hinzu. Nach zwei Alben auf dem kleinen französischen Label Athanor, feierte man seinen Einstand bei dem renommierten schwedischen Label Cold Meat Industry mit der äußerst erfolgreichen CD “Tales of Transgression & Sacrifice”, zu dem die Fotokünstlerin Birthe Klementowski das Artwork beisteuerte.

Noch mehr Aufsehen erregte die Kollaboration “Sang Graal” (2008) zusammen mit der französischen Neoklassik-Band DAWN & DUSK ENTWINED, die zu den rituellen und folkigen Elementen auch orchestrale Neoklassik fügte. 2009, zum fünfjährigen Bestehen, widmete man sich der Retrospektive und veröffentlichte das früheste Material erstmals auf regulären Tonträgern: Mit “The Waste Land” erscheint eine remasterte und teilweise neu aufgenommene Version der Debüt-CD, und bei dem chinesischen Label MidNight Productions brachte man bislang unveröffentlichtes bzw. äußerst limitiertes Material heraus, das einst als CD-R zu einem Kunstkartenset erschienen war. Grund genug, sich mit :GOLGATHA: zum Gespräch zu treffen…

? Dieser Tage erschien mit “The Waste Land” eine Neufassung Eures Debütalbums von 2004. Was führte zu dieser Veröffentlichung und wie wurde sie verändert?

SM: Da haben verschiedene Überlegungen eine Rolle gespielt. Zum Einen war das Erstlingswerk nicht mehr erhältlich und sollte den Hörern unserer Musik wieder zugänglich gemacht werden. Zum Anderen ist es durchaus spannend im Nachhinein zu sehen, wie :GOLGATHA: seine Geburtstunde erlebt hat und was am Anfang der Entwicklung dieser Band stand. Natürlich wollten wir dabei auch gleich den Sound des Debüts etwas aufpolieren. Bei dieser Gelegenheit kam die Idee auf, auch der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Band mittlerweile auf drei Musiker angewachsen ist. Entsprechend wurden die Stücke nicht nur klanglich aufgewertet, sondern auch um neue Elemente und Instrumente ergänzt, so dass es sich nicht um einen simplen Re-Release handelt, sondern fast schon um ein neues Album, das mit Sicherheit in puncto Klang, Dynamik und Mehrschichtigkeit dem Original überlegen ist.

? Ist es nicht etwas problematisch, quasi historisches Material zu verändern, statt es in seiner ursprünglichen Form herauszubringen?

SM: Es stellt sich hier die Frage, ob dies in irgendeiner Form einen Verlust darstellen würde. Erschiene beispielsweise “Unknown Pleasures” von JOY DIVISION neu abgemischt und überarbeitet, würde man den typischen Klang eines ganzen Genres auf den Kopf stellen, auch wenn dieser aufgrund der technischen Beschränkungen entstanden sein mag. “The Waste Land” mag vielleicht aus dokumentarischen Gründen auch im Original funktionieren, aber letztlich fügt es sich durch die Überarbeitung besser in die Reihe der weiteren Veröffentlichungen ein und ist für den Fan in dieser Version mit Sicherheit viel interessanter als im alten Gewand. Auch weil so bei einigen Stücken noch eine Tiefe herausgearbeitet werden konnte, die in den ursprünglichen Aufnahmen nicht immer erkennbar war.

? Das Artwork basiert auf den selben Fotos, ergänzt diese jedoch mit weiteren. Was ist die Idee hinter diesen Bildern?

CD: Als ich “Waste Land” fertig stellte, war ich zwei Wochen auf Kreta zum Entspannen, was der Musik und dem Artwork einen interessanten neuen Impuls gab. Einerseits ist es die atemberaubende karge, wüstenähnliche Atmosphäre auf Kreta, die nur mit Palästina vergleichbar ist. Diese Atmosphäre versuchte ich, in den Fotos einzufangen. Andererseits ist da das Bewusstsein, dass Kreta gewissermaßen die Wiege der europäischen Kultur ist. Da es auf der CD um den Niedergang Europas geht, um eine gewissermaßen sterbende Kultur, kam mir die Gelegenheit sehr recht, diesen Aspekt auf dem neuen Artwork noch mehr herauszuarbeiten. Daher wirken die Fotos und Textpassagen wie aus einem sehr alten Album, das man nach Jahrzehnten wiederfindet und voller Erstaunen betrachtet. Die Aufnahmen in dem neuen Sound wiederzuhören, war für mich ein ähnliches Erlebnis. Ich bin noch immer sehr emotional eingenommen davon, auch wenn sich :GOLGATHA: inzwischen erheblich weiterentwickelt hat…

? Wie genau bezieht sich das Album auf das gleichnamige Gedicht von T.S. Eliot?

CD: “The Waste Land” bezieht sich eher indirekt auf Eliots Poem. Es benutzt die Grundidee des sterbenden Europa – im Kontext einer modernisierten Grals-Mythologie –, um eine eigene Version zu erzählen. So ist das Album auf keinen Fall als Soundtrack zu diesem Gedicht zu sehen, sondern als eine Variante der Themen, die auch auf “Sang Graal” wieder vorkommen, wo Eliots Stimme in dem Stück “When the Thunder Speaks” zu hören ist. Dort trägt er aus dem letzten Drittel vor. So war es damals schon der Grals-Mythos, der :GOLGATHA: beflügelt hat. Zwei Stücke von “The Waste Land” wurden von DAWN & DUSK ENTWINED bei “Sang Graal” remixt.

? Seit der Erstveröffentlichung von “Waste Land” hat sich einiges getan. Ist dieser erstaunliche Erfolg überraschend für Euch gewesen?

SM: Es ist doch mehr als menschlich zu hoffen, dass die eigene Kunst Anerkennung findet. Dass sich letztlich soviel Hörer begeistern ließen und noch lassen, hat unsere Erwartungen natürlich deutlich übertroffen. Und das, obwohl wir uns anfangs mit vielen Unkenrufen konfrontiert sahen, dass wir zu “retro” wären, will heißen, uns zu sehr an den großen Bands des Umfelds des ehemaligen World Serpent Labels orientieren würden. Eigentlich ein sehr skurriler Einwand, denn gerade diese Bands haben Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger mit einer derartigen Vielfalt im Ausdruck gearbeitet, dass es eher einem Lob gleichkommen müsste, wenn man uns in der Tradition dieser Musiker ansiedeln wollte. Vielleicht entstand dieser Vorwurf aus der Tatsache heraus, dass wir uns von jeher geweigert haben, Innovation der Innovation wegen zu betreiben, wie es einige Künstler getan haben. Oft auch verdientermaßen erfolglos, weil die Substanz oft hinter dem vermeintlich neuartigen Stil zurückgestanden hat. Auch der Purismus, der im Genre eine Weile um sich gegriffen hat, musste irgendwann stagnieren, weil man eben mit einer einfachen Gitarre, einem Gesang und vielleicht noch einer Trommel einfach nicht mehr machen kann, als eben schon längst gemacht wurde. Also, weshalb sich so ein starres Konzept auferlegen? Aus der Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten, die sich uns aus der Sicht von Musikfans ergeben hat, konnten wir reichlich schöpfen und so letztlich einen Stil herauskristallisieren, der vielleicht in einer gewissen Tradition steht, aber trotzdem etwas sehr eigenes hat, gerade dadurch, dass auf den letzten Alben vermehrt die wundervolle Stimme von Sorakey zu hören ist. Und, um den Kreis zu schließen, genau das erkennen wohl viele Musikhörer auf der ganzen Welt an.

? Früheren Alben wurden – wie schon von euch erwähnt – oft die deutlichen Bezüge zu bekannten Künstlern vorgeworfen, u.a. DEATH IN JUNE, SIXTH COMM, THE MOON LAY HIDDEN… Sind das nun Eure Vorbilder?

CD: Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich neben den genannten Bands, vor denen ich großen Respekt habe, vor allem mag: NEUROSIS, SWANS, TANGERINE DREAM, ARVO PÄRT, JOHNNY CASH, LEONARD COHEN, LAIBACH, GRAEME REVELL, FIELDS OF THE NEPHILIM, WOVEN HAND, aber auch jede Menge Filmmusik. Nicht alle diese Vorlieben fließen jedoch in meine Musik ein…

SM: Eben, da stimme ich mit Christoph überein, es ist immer die Frage inwiefern man seine Vorbilder tatsächlich in die Musik einfließen lässt. Ich zähle neben den genannten auch Bands von DEPECHE MODE über Komponisten wie Kurt Weill bis hin zu MORBID ANGEL zu meinen Vorbildern. Und die hört man unserer Musik wohl weniger an… Davon abgesehen hänge ich der These an, wie sie die NSK und LAIBACH durch und in ihrer Arbeit vertreten, dass absolute Innovation nur theoretisch sein kann, weil es nichts “Kreatives” gibt, das nicht auf etwas vorherigem basiert, dem es in der ein oder anderen Hinsicht ähnelt. Entsprechend benutzen die genannten Künstler das, was sie vorfinden, wie einen Steinbruch aus dessen Brocken sie neues erschaffen. Das ist ein ehrlicher und realistischer Umgang mit seinen Vorbildern.

? Viele Bands leiden unter der Verbreitung illegaler Downloads im Internet. Spürt Ihr diese Auswirkungen ebenfalls?

CD: Ja, das muss man leider sagen. Unsere Alben stehen stets bereits einen Tag nach dem Release auf Blogs und vor allem russischen Seiten illegal zum Download bereit, mal gratis, mal gegen einen kleinen Betrag. Vor allem die Arbeit des Labels wird dadurch sabotiert, denn CMI investieren ja durchaus gerne in aufwändiges Artwork etc., was sich dann kaum noch rentiert. Wir verkaufen bislang über 1000 CDs, was immer noch sehr gut ist und uns sehr freut, mehr Potential scheint aber nicht mehr da zu sein. Ich habe mehrfach bereits betont, dass wir als Band gut auf ‚Fans’ verzichten können, die unsere Musik nur aus dem Internet von kostenlosen Downloads kennen, denn jedes Album ist als Gesamtwerk angelegt und macht auf die Musik reduziert weniger Sinn, als wenn man es in der intendierten Materialität vorliegen hat und sich damit beschäftigen kann. Das Internet fördert eindeutig den oberflächlichen Konsum von Musik, daran sind wir nicht interessiert. Falls jemand ein ausverkauftes Album möchte, soll er sich an uns persönlich wenden.

? :GOLGATHA: hat als Bandname einen christlichen Beigeschmack. Führte das bereits zu Missverständnissen?

SM: Das Problem haben andere Bands genauso, oder eben halt nicht. Ich wüsste nicht, dass die SISTERS OF MERCY wegen des christlichen Beigeschmacks ihres Namens Missverständnisse erlebt hätten. Das Genre, in dem wir uns bewegen, ist daran gewöhnt, dass Namen, Termini oder Phrasen mehr als eine Bedeutungsebene aufweisen können. Entsprechend ist es unwahrscheinlich, dass eine Hinrichtungsstätte in der Nähe von Jerusalem als Bandname direkt mit einem religiösen Anliegen in Verbindung gebracht wird. Ein kurzer Blick auf die Alben oder die Internetpräsenzen schafft da schnell Klarheit, dass dieser vordergründige Bezug nicht so gegeben ist. Viel banaler ist die Tatsache, dass es eine Black Metal Band gleichen Namens gibt, mit der es schon Verwechslungen gab. Wobei ich persönlich auch kein Problem damit hätte, in das Vorprogramm von MAYHEM gebucht zu werden! Hehe…

? Seit Eurem Live-Debüt 2007 seid Ihr immer wieder mit variierten Konzepten aufgetreten. Wie hat sich Eure Live-Präsenz verändert?

SM: In erster Linie war das dadurch getriggert, dass wir erstmal ausprobieren mussten, wie wir die Musik auf der Bühne umsetzen können. Dadurch, und durch krankheitsbedingte Ausfälle, ergaben sich verschiedene Besetzungen, aus denen sich die aktuelle ergeben hat, und die auch wunderbar funktioniert. Dadurch, dass sich die letzten Alben nicht im traditionellen Bandkontext ergeben haben, sondern eher kollagenhaft konstruiert wurden, haben wir auch eine Weile gebraucht, als klassisches Musikerensemble zueinander zu finden, so seltsam das auch klingen mag. Dafür macht es so aber auch mehr Spaß und trägt so auch die Dynamik, die sich mittlerweile auf der Bühne eingestellt hat, mit in die Studioarbeit hinein. Aktuell spiele ich Gitarre, die Rhythmussektion und singe auch zwei Stücke, während das Gros der Gesangsarbeit von Sorakey und Christoph getragen wird, wobei letzterer ebenfalls mit seinen Rhythmusinstrumenten den Gesamtklang komplettiert. Wir spielen mit dem Gedanken, uns gelegentlich auch mit Gästen live zu bereichern, aber das wird die Zukunft zeigen.

? Was ist die Geschichte hinter “Cycles”?

CD: Anfang 2007 komponierte ich im Alleingang 5 Tracks zu einer Postkartenserie von Birthe, die um den Zyklus von Leben und Tod kreisten. Mit diesen Stücken kehrte ich noch einmal zum rituellen Ambientstil von “Waste Land” zurück, auch wenn dort akustische Instrumente wie Flöte, Gong, Gitarre usw. auftauchen – sie werden hier anders eingesetzt. Bei “Cirles”, wie das Set ursprünglich hieß, ging es ganz klar um einen Soundtrack. “Cycles” ist im Grunde ein umgekehrter Weg: Hier wurde das Artwork der CD-Form angepasst – und wir sind wirklich sehr glücklich mit dem aufwändigen Digipak, der zudem ein schönes Buchzeichen enthält. Das ursprüngliche Material wurde remastert und zum teil neu bearbeitet und um zwei Bonustracks ergänzt, die aus dieser Zeit stammen. Das erste Stück ist übrigens das erste :GOLGATHA:-Stück überhaupt. Es war auch am Anfang einer frühen Demo-CD, die zunächst von allen Labels abgelehnt wurde. Erst nachdem ich “Waste Land” selbst herausgebracht hatte, stieg das Interesse.

? Das Stück “The Enemy Within” wird in den Linernotes zu Korea in Bezug gesetzt. Wie genau ist das gemeint?

CD: “The Enemy Within” ist eines meiner persönlichen Lieblingsstücke, da ich viele Emotionen damit verbinde. Es wurde ursprünglich für eine Eternal Soul-Compilation geschrieben, die leider nicht zustande kam. Ich war zu der Zeit in Seoul (Südkorea), wo ich auch den Kehlkopfgesang aufnahm, der in der Mitte des Stückes zu hören ist. Wenn man den Koreakonflikt von außen betrachtet, hat man keine realistisches Bild von der tatsächlichen Atmosphäre, die dieses zerrissene Land ausstrahlt. Für die Menschen dort ist der permanente Kriegszustand zum Alltag geworden, doch als Besucher spürt man das: Extremer noch als einst die Berliner Mauer verläuft eine Wunde durch dieses Land, die so bald nicht verheilen wird. Das ist beklemmend und berührend, denn so wurden Familien zu Feinden gemacht, zum “Feind in sich selbst”. Das Sample zu Beginn spricht davon: “Der Feind ist in unserem Herzen…” Das Stück reflektiert diesen Zustand und die Gefühle, die ich dazu habe.

? Was ist von dem neuen Konzept “Nihil” zu erwarten, das seit einigen Monaten durch MySpace geistert? Sind die neuen Stücke “Fertility” und “Rising” bereits aus diesem Zusammenhang? Wird Sorakey eine größere Rolle als Sängerin spielen?

CD: “Nihil” ist unser nächstes offizielles Album, geplant für 2010. Wir haben bereits einige Stücke fertig, und “Fertility” und “Rising” sind zwei Vorboten, die zunächst auf Compilations für Tursa und CMI erscheinen werden und dann in veränderter Fassung auf “Nihil” platziert werden. Wie es momentan aussieht, wird es von uns dreien Gesangsspuren geben, sowie Gastbeiträge. Thematisch soll es um den Nihilsmus Anfang des 20. Jahrhunderts gehen – und dessen Überwindung. Das ist aber eher eine kreative Basis und Inspirationsquelle, weniger ein komplett vorstrukturiertes Konzept. Zudem werden wir diesmal größten Wert auf Songstrukturen legen, die Texte im Booklet beifügen usw. Vielleicht wird das unser bislang klassischstes Songalbum. Wir haben unseren Stil langsam entwickelt und werden diesen Weg fortsetzen, ohne Rücksicht auf die Mechanismen der Genres. Warum sollten wir das selbe Album immer wieder machen? Aber wer “The Waste Land” sorgfältig hört, wird viele Bezüge zu unserer aktuellen Arbeit entdecken, auch wenn wir zunächst eher Dark Ambient komponierten, um nun zu einer immer neu variierbaren Mischung aus Ritualmusik und Folk zu kommen…

? Die neuen Stücke wirken erheblich aufwändiger produziert. Wie hat sich Eure Zusammenarbeit über die Jahre entwickelt?

SM: Es ist natürlich ein seltenes Gut, wenn Musiker sofort aufeinander eingespielt sind und sich daraus ein kreatives Zusammenwirken entsteht. In unserem Falle hat sich über mehrere Alben eine Arbeitsweise entwickelt, die sehr effektiv und kreativ ist. Als klassischer Bandmusiker hatte ich natürlich einen ganz anderen Blick auf die Musik als Christoph, der anfangs mehr Klangkollagen entwickelt hat. Mit der Zeit haben wir immer mehr voneinander gelernt und verstehen mittlerweile, uns gegenseitig gut zu ergänzen. Die Vorlagen, an denen ich dann mit meinen akustischen Instrumenten arbeite, gestaltet Christoph nur soweit wie notwendig, dass ich die Stimmung und die Richtung aufgreifen kann. Umgekehrt kann ich ihm Motive und Fragmente zuspielen, die er wiederum auf seine Weise verarbeitet. Spannend ist es auch, mit den wunderschönen Gesangsstücken von Sorakey zu arbeiten, die wiederum aber auch mit den Ideen von Christoph oder mir arbeitet. Man sieht, das Ganze ist ein sehr vielschichtiger Prozess! Meist beginnt es mit einem Basisstück von Christoph und durchlebt dann die verschiedenen Wandlungen, bis es seine endgültige Form erhält.

? Ihr habt in der Vergangenheit mit einigen Größen der Apocalyptic Folk-Szene zusammengearbeitet: Tony Wakeford, Patrick Leagas, DAWN & DUSK ENTWINED… Wird es auf “Nihil” wieder prominente Gäste geben?

CD: Gastauftritte auf “Nihil” sind geplant von Dev (WHILE ANGELS WATCH) und David (DAWN & DUSK ENTWINED). Mal sehen, was sich noch so ergibt…

? Wird man Euch zukünftig live häufiger sehen können?

CD: Bislang sind wir stets zu besonderen Gelegenheiten und mit besonderen Kollegen aufgetreten, etwa zu Ostara mit SOL INVICTUS oder zur Wintersonnenwende mit 6<OMM. 2009 werden wir noch mit SONNE HAGAL zur Wintersonnenwende spielen. Aus verschiedenen Gründen ist eine Tour für :GOLGATHA: eher schwierig. Aber den Turnus von 2 Konzerten pro Jahr würden wir gerne beibehalten. Es soll schließlich immer etwas Besonderes sein, keine Routine…

Zunächst einmal wird Tony Wakefords Compilation “With Friends Like These” (Tursa) erscheinen, dort ist “Fertility” zu hören. Und dann kommt unser Auftritt in Chemnitz am 19.12. “Nihil” heißt dann die Zukunft…

- I.K. -

Fotos:

Michael Kuhlen

Mailorder: Going Underground
 

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