MATTHIAS GRASSOW – Transpersonal (CD)

Das mir hier keiner auf die Idee kommt, der MATTHIAS GRASSOW spielt doch sowieso nur „New Age“ – weit gefehlt, denn auf seiner neusten Release spart der Ambient Meister garantiert nicht mit den endlos erscheinenden Drones,

denen allerdings die atmosphärische Düsternis der alten Tage abhanden gekommen zu sein scheint. Dabei begann MATTHIAS dereinst in den 70er Jahren mit Drums und Guitar und begann erst in den 80er Jahren auf Keyboards und Synthies umzusteigen. Schnell begriff er die Vielfältigkeit dieser Instrumente und näherte sich zudem dem Esotherik bereich , indem er mit 20 Jahren die Bücher des Alan Watts, dem amerikanischen Philosophen und Harvard – Professor, Zen Budist und Psychologen eigehend studierte. Auch widmete er sich zeitgenösischen Themen wie den Hochkulturen der Nordindianer, Kelten und den Wikingern mit all ihrer Mystik und deren Glaubensfragen. All diese Erfahrungen spiegelten sich dann natürlich später in den spirituellen Klängen wieder, die MATTHIAS in seine Soundgemälde miteinfließen ließ.Bald darauf ging er erste Kooperationen ein, z.b. mit KLAUS WIESE von POPUL VUH oder RÜDIGER GLEISBERG,  AMIR BAGHIRI oder ALIO DIE sowie OOPHOI. Bald darauf experimentierte er auch teilweise mit Stimmen zu seinen sphärischen Sounds,die z.b. von JIM COLE und LOUISA JOHN KROL erklangen und er produzierte Musik zusammen mit dem Projekt NOSTALGIA. Das nur zum besseren Verständniss des Musikers MATTHIAS GRASSOW, auf seiner aktuellen CD wirkt die Musik längst nicht mehr so bedrohlich und es lassen sich sogar helle und lichte Momente ausmachen. Der Track „Breathing of the Heart“ ist ein 25 min stück, und steht mit seinem Flow schon einmal stellvertretend für das, was noch folgen soll. Genau in solchen Stücken beweißt der begnadete Meister der Drones, wie man mit komplexen, kleineren Mitteln gigantische Soundstrukturen  erschaffen kann. Der darauf folgende 20 min Song „Evoking the Stillness“  folgt sehr elegant dem vorgeebneten Weg  und  schwingt fast schon in freudigen Soundscapes. Auch „Inner Temple“  mit wieder einmal anrührigen 25 min besticht durch  atmosphärisch, dichte schwelgerische Entspannungsklänge, für diese Platte muß man sich einfach Zeit nehmen, um die Kernbotschaft des MATTHIAS GRASSOW zu ermitteln – nämlich die pure Losgelassenheit – nur wie gesagt…dies ist kein New Age Geplänkel. (SVE)

Format: CD
Vertrieb: Databloem
 

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