KLIMEK – Interview

Wer Musik als Unterwegssein versteht und nicht im Sinne des Ankommens als Angekommensein, ist eventuell schon auf das Projekt KLIMEK gestoßen. Hinter KLIMEK steckt mit Sebastian Meissner jemand, der ein großes Ideenfeld sein eigen nennt, welches er beständig aberntet und neu bepflanzt. Das ist besonders dann wichtig, wenn man sich, wie Meissner, auf den Pfaden elektronischer Musik bewegt. Ihm gelingt es mit KLIMEK, eine eigene und kräftige Stimme im Chor der Vielen ertönen zu lassen. Seine vielschichtigen und vielgesichtigen Arbeiten sind Mosaiksteine, die aneinander gelegt den Künstler Sebastian Meissner abbilden. Man könnte ihn fast als einen Narrator bezeichnen, ohne dass bei ihm die Worte aufschlagen müssen. Das “Erzähltempo“ seiner Kompositionen ist zurückgenommen und bekanntlich setzt solch ein Tempo die Fähigkeit zur narrativen Breite und dramaturgischen Tiefe voraus.

? Wenn über elektronische Musik, abseits von Techno, gesprochen wird – und man versucht diese mit Worten zu umschreiben, erntet man häufig die Vokabel “chill-out”. Welche Pflöcke versuchst du als Künstler einzuschlagen, um solchen Missverständnissen vorzubeugen?

Dadurch, dass ich Begriffe via Album-, Projekt- und Tracktitel einführe, wie: “Ghetto Ambient“, “Intifada Offspring“, “Pathetic & Dangerous“ oder “Listen The Snow Is Falling“. So sind zum Beispiel auf dem Albumcover des letztgenannten Titels, Schneeflocken abgebildet, die aus Bomben, Handgranaten und Maschinengewehren gebaut sind.

? Wenn im Sinne A. Artauds “Jede wahre Sprache unverständlich ist“, ist Ambient – weit gefasst – deiner Ansicht nach dazu die popkulturelle Entsprechung?

Ich habe kein wirklich gutes Verhältnis zum Begriff “Ambient”. Dieser Begriff verwischt noch mehr, als die überwiegend als konturlos verstandene Musik der Gegenwart es schon selbst tut. Es  ist für mich genau so fruchtlos, wie über den Status Quo von “Rock” oder “Pop” nachzudenken. Ich probiere, mich durch meine Kompositionen und deren Background – vielleicht kryptisch – aber zum Thema und so pointiert wie möglich, auszudrücken: Assoziationsketten aufzuzeigen und es dem Zuhörer, Betrachter oder Leser zu überlassen, wie er die einzelnen Teile für sich zusammenfügt.

? Wie gehst du während des Schaffensprozesses mit dem Zufall um? Welchen Raum nimmt das Ungeordnete, Ungeplante ein?

Wenn ich mich an einen neuen Track dransetzte, dann habe ich selten einen fixen Masterplan. Ich gehe nach rein intuitiven und spontanen Auswahlkriterien vor. Die Klänge und Geräusche müssen einfach miteinander in eine Art Beziehung treten können und im Dienste des gewählten Narrativs stehen.

? Kompositionstechniken wie Montage und Kollage werden in verschiedenen künstlerischen Medien noch heute mit einer eher abstrakten, rationalen Herangehensweise in Verbindung gebracht. Wie bewusst gehst du beim Zusammenführen von Klängen zu Werke, und denkst du, dass Montagetechniken dem menschlichen Denken nicht ohnehin sehr nah sind?

Das sind Techniken. Die sind wichtig und ich bewundere all die Menschen, die neue Techniken erschaffen. Die Gefahr für mich besteht jedoch der Technik (als Hardware) oder der Kompositionstechnik zu verfallen, wenn es dann nur noch um diese geht. Ich finde, dass diese Techniken im Dienste einer Erzählung stehen sollen und probiere immer offen für eine neue Technik zu sein – nur dauert es ja immer so lange, bis man eine neue Technik perfektioniert hat.

? Ist Muse und Eingebung ein Begriffspaar, welches für deine Arbeiten relevant ist?

Eher: Sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Sich Zeit zu nehmen, um etwas Neues anzufangen und dann sich die Zeit und Disziplin zu nehmen, etwas zu beenden.

? Es gibt bei dir den Slogan “Movies Is Magic … Real Life Is Tragic”. Abgesehen davon, dass man über Begriffe wie “magisch” und “tragisch” lange theoretisieren könnte: Würdest du sagen, dass dein Werk oft in sehr unterschiedlicher Weise um das Thema Eskapismus kreist? Oder ist dir der Begriff zu einseitig, weil ihm zunächst das Moment des Schöpferischen  fehlt?

Eskapismus: Ich hoffe doch nicht. “Movies Is Magic – Real Life Is Tragic” ist eine Textpassage aus einem Song von Brian Wilson & Van Dyke Parks. Auf dem Cover des Vinyls (und im Booklet der CD) ist eine Theaterbühne abgebildet, in einem Heim für so genannte “geistig Behinderte”. Brian Wilson selbst hat an solchen Orten einen Teil seines Lebens verbracht. Ansonsten geht es dort um die Allianz, welche Musik im Dienste des Filmes und der Filmindustrie eingeht.

? Dem Eskapismus-Begriff haftet landläufig nicht selten ein Makel des bequemen Drückebergertums an. In einer anderen Publikation hieß es im Zusammenhang mit deinen Arbeiten dann auch zurecht “Schönheit ist immer ein Argument und hat rein gar nichts mit Weltflucht oder mangelnder Bewusstheit zu tun”. Denkst du, dass es eine weniger platte und realitätsferne Art des Eskapismus gibt, in dem Sinne, dass Flucht nicht immer ins Irreale/ Außerweltliche/ Unengagierte zielen muss?

Wie bereits gesagt,  kann ich persönlich mit den Begriff  “Eskapismus” nicht sehr viel anfangen. Es geht darum, was Zuhörer aus einer Musik rausholen und für sich und mit sich weiter tragen können. Das kann dann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Und selbst wenn ich rein schöne/ ästhetische Musik höre (die scheinbar nichts anderes behandeln will als ihre eigene Schönheit), so muss sie für mich doch noch Fragen beantworten wie: Habe ich das schon so irgendwo anders gehört? Wenn ja, in welcher Beziehung steht diese Komposition zu ihr ähnlichen und was und wie wurde an dieser Ästhetik verändert beziehungsweise entwickelt? Was ist ihr Bezug zum JETZT? Was macht diese Musik mit mir? Bringt sie mich an neue Orte? Oder ist sie nur ein neuer Tranquilizer?

? Der Kinorahmen auf dem “Movies is Magic”-Cover scheint ja eher naturalistisch zu sein. Wie wichtig ist deiner Ansicht nach der (profane) Rahmen für eine (magische) Inszenierung?

Magisch hin magisch her: Ich will, dass mich Musik an neue Orte bringt, und dass sie einen Erzählfaden hat, dass sie sich bewegt, dass sie irgendwo hin will. Es geht um die Dramaturgie der Komposition – im Track, auf dem Album, im Konzert etc.

? Trotz ihrer Vielfalt kann man deinen Arbeiten ein Moment des Zugänglichen, “Entgegenkommenden” nicht absprechen. Schon die Titel deiner Arbeiten sprechen meist Vertrautes an, es “klingelt” oft, wenn man sie liest/hört. Betrachtest du dich prinzipiell als einen populären Künstler, dessen Ausdruck für eine breite Rezipientenschaft erreichbar sein will?

Zugänglichkeit, Schönheit, Ästhetik, jedoch immer gekoppelt an einen Kontext. Schönheit, die durch ihre Zugänglichkeit verstört, im Hals stecken bleibt. Wie zum Beispiel auf dem Album “Milk & Honey”: die Teilung Israel/ Palästinas zu behandeln. Mit (oberflächlicher) Zugänglichkeit, Themen subversiv zu transportieren, die eher als “reine” Inhalte dann verstörend sind.

? Mit Titeln wie “Milk & Honey” (auch hier besteht wieder ein Kontrast zum Artwork, das eine Betonwand und Panzerdarstellungen zeigt) und “Music To Fall Asleep” sprichst du eine Komponente des angenehm Süßlichen an, und im Zusammenhang deiner Sounds war bereits einmal die Rede von orchestralem “Sirup”. Würdest du das Spiel mit dem (versteckt) Trivialen als Teilelement deiner Kunst gelten lassen, und wenn ja, wie setzt du es ein?

Ja, eben um diesen Kontrast geht es mir. Dabei ist das von mir behandelte Thema genauso wichtig wie die Komposition selbst.

? Würdest du sagen, dass deine Musik auch außerhalb des audiovisuellen Kontextes eine “narrative” Qualität hat, und wenn ja, wie würdest du sie beschreiben? Was hältst du von abgegriffenen (und in all ihrer Einfachheit dennoch teilweise relevanten) Kategorien wie “Musik für den imaginären Film”?

Ja, sie ist auf jeden Fall narrativ! Und von Fall zur Fall, von Projekt zur Projekt, von Album zu Album geht es um ein neues Narrativ. Jetzt müsst ihr nur noch die Summe alle meiner Narrative zu einem Meta-Narrativ meiner Arbeiten zusammenfügen. “Musik für den imaginären Film” hat absolut ausgedient (oder hat dieser Begriff je wirklich was ausgesagt?), dies ist für mich absolut nichtssagend und kann am Ende für jede Art von instrumentaler Musik gelten. Jeder fährt seinen eigenen Film (nichts gegen starke akustische Psychadelic wie Granular Synthesis oder Phill Niblock, aber wenn man als Autor und  Komponist keine Zusatzkoordinatenpunkte festlegt, dann sehen doch die meisten nur psychodelische Lava-Lampen-Muster) und die Mehrzahl der heutigen Musikrezensionen suggerieren dem Zuhörer irgendwelche “Filme”, die in ihrer eigenen Schönheit gefangen sind, bzw. am Ende doch nur “chill out” mit dieser Wortwahl reproduzieren.

? Die Veröffentlichung “Dedications“ kann man auch als den gespannten Referenzbogen Sebastian Meissners sehen. Stimmst du dieser Sicht zu – und welchen Einfluss nehmen so kontextualisiert die auf der Veröffentlichung bedachten Künstler auf deine Arbeiten?

Auch. Vielleicht aber bedeutet das Album einfach einer Uminterpretation des Song-/Albumtitels von Albert Ayler: “Music Is The Healing Force Of The Universe”. Musik ist mehr als Musikgenres es uns erklären wollen. Der Durchschnittsmusikhörer bleibt in seinem Genre-Ghetto hängen – will nur noch Ambient hören, nur noch Dub Step. Vielleicht ist es auch mein eigner Wunsch aus meinen eigenen Rezensions-Ghetto rauszukommen, ansonsten ging es mir bei “Dedications” auch darum, gewisse Arten von Dualismen aufzuzeigen. Scheinbar gegensätzliche Paare, die dennoch etwas miteinander verbindet, was vielleicht jenseits der reinen Musik(-ästhetik) liegt und sich eher in der Life-Style-Haltung, biographischen Wirkung etc wieder finden lässt. Wie jemand über die Platte schrieb – “um einen gewissen Deutungspielraum zu eröffnen…“

? Zwei der von dir auf dieser Veröffentlichung erwähnten Künstler sind Kurt Kirkwood und Michael Gira. Welchen Raum nehmen in deiner musikalischen Sozialisation die MEAT PUPPETS einerseits und die SWANS andererseits ein?

SWANS haben wahrscheinlich mir eine Tür zum “noise” (noise music) eröffnet. Laut, brachial, monoton, gesellschaftliche Entfremdung in Lyrics behandelnd. Sehr poetisch und physisch. Musik, die wehgetan hat – nach der “Children Of God” konnte ich aber mit Giras Werk etwas weniger anfangen (vielleicht mit der Ausnahme von einzelnen ANGELS OF LIGHT-Tracks). MEAT PUPPETS waren für mich die “Fusionsband“ (damals), wo unterschiedliche musikalische Einflüsse wirklich gleichberechtigt und auf eine neue Art und Weise zu etwas Neuem zusammengekommen sind. Mit ganz eigenem Songwriting und sehr sexy.

? Da wir uns im Ballett wenig auskennen vielleicht eine etwas allgemeine Frage – wie kam es zu deiner Kooperation mit dem Choreografen William Forsythe, und wie würdest du die gemeinsame Arbeit und das Endresultat beschreiben?

William Forsythe ist durch einen seiner Tänzer, Stephen Galloway, auf eine meiner Kompositionen gestoßen und konnte sich dafür spontan begeistern. Er hat dabei einen 1-Minutentrack über 15-20 Minuten lang geloopt (das Stück hieß dementsprechend “Endless House”). Von einer richtigen Zusammenarbeit würde ich hier nicht wirklich sprechen.

? Du hast auf einem Tribute-Sampler für den Naturwissenschaftler Konstantin Raudive mitgewirkt. Raudive hat sich mit der spiritistischen Qualität von Effekten menschlicher Stimmen auf Tonbändern befasst, sein Buchtitel “Unhörbares wird hörbar” ist bereits zum geflügelten Wort avanciert – vielleicht, weil man den Slogan auch noch viel allgemeiner verstehen kann. Spielt der spiritistische Aspekt solcher Effekte für dich eine Rolle? Und was uns vielleicht noch mehr interessiert – welche Rolle spielen zufällige, nicht eingeplante klangliche und strukturelle Elemente allgemein bei deinen Aufnahmen? Welchen Stellenwert räumst du ihnen ein, und gibt es Werke, die besonders davon geprägt sind?

Oh nein – das war für mich eher ein Scherz. Ich habe mir die Archivaufnahmen angehört und kann dies für mich nur als post-spirituellen Hokuspokus ansehen. Ich habe dann die Stelle gesampelt “Bist du da drüben immer noch so alleine?”.

? Du hast auch die Musik zu der deutsch-bulgarischen Filmproduktion “Moon Lake” beigesteuert, in der der mythische Stoff um Orpheus und Eurydike neu umgesetzt wird. Worin siehst du die Bedeutung von Mythen (und speziell von diesem Stoff) in unserer Zeit?

Ähnlich wie bei der “Zusammenarbeit” mit Wiliam Forsythe hat der Regisseur – oder genauer gesagt der Editor des Filmes – meine bestehenden Kompositionen von der “Dedications” verwendet. Wirkliche Zusammenarbeit, bei der ein Regisseur dich mit seinen eigenen Assoziationen des Narrativen konfrontiert und du dann diese Anregungen weiterführst, setzt voraus, dass man mehr Zeit und somit auch ein größeres Budget  zur Verfügung hat. Dies ist jedoch im Independent-Filmbereich eher eine Ausnahme. Deshalb kann und will ich mich hier nicht zum Inhalt des Filmes äußern, weil jegliche Interpretationen meiner Musik für die Verwendung im Film an Haaren herbeigezogen wären.

? Betreibst du die Agentur SOUNDS /// MOVE allein, und betrachtest du dieses “Label” (weniger im Sinne von einem Verlag, vielmehr als eine Art Marke) als kommunikative Brücke zwischen KLIMEK/ Sebastian Meissner und der Öffentlichkeit?

Das ist eine Plattform, die kommerziellere Auftragsarbeiten für Bühne, Kino etc bewerben soll. Dabei arbeite ich – je nach Bedarf und Rahmen – mit unterschiedlichen Partnern zusammen.

? Deine Arbeiten sind unter anderem schon im Rahmen des Goethe-Instituts präsentiert worden. Siehst du dich in solchen Kontexten als Kulturbotschafter?

Wenn das jemand so sehen will – bitteschön. Ich kann meinerseits nur ein großes Dankeschön für die Unterstützung meiner Arbeiten durch die Goethe-Institute aussprechen.

? Spielt in diesem Zusammenhang für dich als Künstler, aber auch persönlich, der Begriff bzw. die Idee einer Gegenkultur eine Rolle? Und in diesem Zusammenhang: Ist das Subversive ein Element deines Wirkens?

Ja, die Gegenkulturen, wo sind sie denn heute? Am liebsten gehe ich heutzutage auf Noisekonzerte oder lasse mir die Haare beim türkischen Friseur im Wedding (Berlin) schneiden.

? Gleichzeitig ist es in der globalisierten Welt immer schwerer sich Vereinnahmungsversuchen zu widersetzen. Hast du persönlich Erfahrungen mit solchen Versuchen und verfügst du über Gegenstrategien?

Der Trick bei den so genannten “Vereinnahmungen” hängt wohl überwiegend davon ab, wie viel Zeit für wie viel Geld man dir abkaufen möchte. Wenn du Geld willst und das Geld stimmt, dann kann die Verführung groß sein. Vereinnahmt bist du dann wohl, wenn du nur noch kommerzielle Auftragsarbeiten machst und alles andere stehen und liegen bleibt.

? Du hast dich als Künstler schon häufig im wohl heftigsten Spannungsfeld der Gegenwart bewegt. Du hast etliche Auftritte in Israel, aber – wenn wir richtig informiert sind – auch in den Autonomiegebieten (Ramallah) absolviert. Hast du dir – als Teilnehmer deiner Zeit – daher auch ein Bild des Konfliktes vor Ort machen können? Wie stark ängstigen dich in diesem Zusammenhang die politischen Entwicklungen in Nahost, die eine Existenz bedrohende Schlagseite für Israel haben? (stellvertretend seien hier die Äußerungen Ahmadinedschads gemeint)

Ja, ich habe mir ein Bild machen können. Ich suche immer noch nach mehr Bildern, Beobachtungen, Geschichten, die das Bild noch mehr erweitern können. Es hat mich schon vor Jahren recht vieles am Verlauf dieses Konfliktes geängstigt. Eigentlich wird alles nur noch von Jahr zu Jahr schlimmer. Viele meiner Freunde und Partner aus der Region behaupten, dass nur eine Überkatastrophe uns alle wachrütteln kann und uns alle zu einem funktionierenden Konsens bewegen kann. Im Sinne des “Masterplans” des Ozymandias aus dem “Watchmen”-Comic, der ein Vernichtungsszenario schmiedet, welches Menschen wieder als Menschen zusammenbringt.

? Hast du – perspektivisch – eine dezidierte Vorstellung, in welche Richtung deine Arbeiten gehen werden? Gibt es deinerseits Ziele und Vorhaben, die ganz oben auf deiner Agenda stehen?

Ich erprobe mich zuerst einmal am Format Radio-Feature. Einstündige Beiträge, die sozio-politische Themen sowie Identitätsthemen aufgreifen und bei denen ich auch meine eigenen Kompositionen beisteuern – und kreativ mit field-recordings umgehen kann, so dass sie zu einem klaren Narrativ zusammen kommen können. Ansonsten wird es partizipative Projekte geben,  wie das jetzt im Juli in Bnaja Luak (Bosnien & Herzegovina) stattfindende Projekt NOT BY NOTE, bei dem ich mit meinen Partner Serhat Karakayali, sowie Musikern und Komponisten aus der Balkanregion und dem Nahen Osten eine utopische Musiknotation entwickeln werde, die Geographie, Kartographie, Politik und alternative/ graphische Musiknotation zusammenführen soll. Dieses Projekt soll sich vor Ort mit den parallelen Dynamiken des Nahostkonfliktes und des Jugoslawien-Krieges auseinander setzen.

(D.L., S.L., U.S.)

 

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