Nach dem tragischen Ende von FORSETI und der scheinbaren Auflösung von ORPLID gelten DARKWOOD ja als letzte Konstante der deutschen Neo Folk-Szene und drei Jahre nach ihrem großartigen Referenzwerk „Notwendfeuer“ meldet man sich mit einem neuen Album zurück. Auf Henryk Vogel ist eben Verlass und diesmal ist die CD mehr ein Konsens bzw. bündelt alle Stilrichtungen aus der Vergangenheit von DARKWOOD. Dadurch ergibt sich eine gewisse Dreiteilung des Albums, denn nach dem martialischen Intro „Schattenfahrt“ folgen 4 Lieder in englischer Sprache und in bester DEATH IN JUNE-Manier von Anfang bis Mitte der 90er Jahre. Danach gibt es einen Block aus drei deutschsprachigen Neo Folk-Songs, dem sich am Schluss vier weitere Tracks anschließen, welche zwar ebenfalls in Deutsch vertont, aber wesentlich experimenteller sind. Mit ihrem unruhig brummelnden Bass erinnern diese eher an alte Post Punk-Tage und gerade diesen Teil der CD finde ich am stärksten, da hier eine völlig desillusionierte Atmosphäre erzeugt wird. Diese steht meiner Meinung nach DARKWOOD sehr gut zu Gesicht und erscheint mir zur aktuellen Lage in diesem Lande mehr als passend. Besonders „Schieferkreuze“ sticht hierbei heraus und steht in seiner Trauer- und Untergangstimmung beispielgebend für dieses Album. Auch in Fragen der Gestaltung des Albums wird die klare Linie bei DARKWOOD fortgesetzt, ohne dabei plakativ zu wirken und so dürften bisherige Freunde von DARKWOOD auch ihm „Ins dunkle Land“ folgen. (M.Fiebag)
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