MELANCHOHOLICS – Masking My Monkeys (7")

Es gilt im Leben doch stets, Kontrapunkte zu setzen, um sich des Raumes dazwischen bewusst zu werden – Frühling, Sonnenschein und Blütenduft draußen – das bedeutet, MELANCHOHOLICS auflegen drinnen!

Eigentlich haben mich die drei sympathischen Jungs ja schon auf ihrer Seite, sobald ich die 7“ (immerhin ihr erstes Vinyl-Release!) ausgepackt habe – eine durchweg liebevolle Gestaltung; aufklappbares Sleeve (welches es in sechs verschiedenen Farb-Ausführungen gibt); schwarzes, kartoniertes Beiblatt mit silbernem Druck und als Krönung das königsblau-transparente Stück Vinyl inklusive Ritzung („Feeding The Ghosts“). Musikalisch wird auf dieser auf 300 Stück limitierten 7“ (natürlich abspielbar auf 33 rpm) nichts schockierend Neues geboten, doch das muss ja auch nicht sein, da der atmosphärisch-hypnotisierend-klebrig-düstere Drone-Sound immer wieder für sich spricht. Die Musik zu dem Film in deinem Kopf, wenn du in dich hineinfällst. Gerne mal mit BOHREN & DER CLUB OF GORE verglichen, sind die MELANCHOHOLICS mit der Besetzung von Gitarre (Benedikt), Bass (Philip) und Elektronik (Lutz) ein ungewöhnliches Trio- sind ihre Wurzeln und Querverbindungen doch teils im Death Metal und Grindcore, teils im Industrial zu finden – womit wir wieder bei Kontrapunkten wären. Die zwei Stücke der EP jedenfalls, „Like Thunderstorms In July“ sowie „Message For The Operator“, lohnen sich in jedem Falle und wer herausbekommt, von wem das rätselhafte Voice-Sample stammt (könnte von Anton La Vey über Johnny Cash bis hin zu Herrn Müller von nebenan so ziemlich jeder sein), kriegt von mir einen Kuchen gebacken. (F.S.)

Format: 7"
Vertrieb: DRONE RECORDS
 

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