BRUCE GILBERT – Oblivio Agitatum (CD)

BRUCE GILBERT, der legendäre Ex-WIRE-Gitarrist und ewige Experimental-Geist, kehrt nach langer Zeit der Stille mit einem neuen Album zurück, obwohl die Bezeichnung EP für die 3 Tracks in rund 35 Minuten vielleicht angebrachter wäre. Weniger ist bekanntlich aber meist mehr und so auch hier auf „Oblivio Agitatum“. Ein statisch-dunkler Drone eröffnet einem finsteren Statement gleich das Album, der sich auch über die knapp 5 Minuten nicht verändert und einen Vorgeschmack auf das gibt, was in dem folgenden 26 Minuten des Haupt-Tracks „Zeroes“ folgt. Man wähnt sich förmlich im Inneren einer großen Maschine und mal mehr oder weniger schwellen die dröhnend-brummenden Sounds an, was sich übrigens vielschichtiger anhört, als es sich hier liest. Über allen liegt eine bedrückend-gedämpfte Atmosphäre, für die das Prädikat Dark Ambient nicht so richtig greifen will. Isolationism passt da schon wesentlich besser, auch wenn sich dieser Genre-Begriff Anfang der 90er Jahre leider nicht durchgesetzt hat. Passend dazu der Outro-Track „Isopyre“, welcher „Oblivio Agitatum“ etwas versöhnlicher ausklingen lässt und trotzdem nicht ganz die Verstörung zu nehmen mag. Eigentlich der alternative bzw. perfekte Soundtrack für „Metropolis“ oder „Der Maschinist“. (M.Fiebag)

Format: CD
 

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