MARSEN JULES – Sinfonietta (CD)

marsen julesCD im Papp-Trick-Cover (wie bei manchen Raster-Noton VÖs) und Poster im Slipcase aus rauer schwarzer Pappe. Und in gewisser Hinsicht eine musikalische Entsprechung der visuellen Kontraste. …wenn auch auf eine weniger offensichtliche, dabei aber mindestens gleich effektive Art wie das schwarz gegen dunkelbunt des visuellen Teils der „Sinfonietta“… Denn das was im ersten Eindruck einfach die Melange von ein paar oktavierten Flächen erscheint, ist tatsächlich ein überaus filigranes Geflecht droneartiger Anteile und sich darin, darum und dahinter bewegender, in ihrer Aussage sehr abstrakt gehaltener Melodiemotive, die das einzige Stück der CD permanent auf der Grenze zwischen die Halbtöne zerreibenden Zwielicht und angedeuteter Öffnung halten. Und es so schon fast allein der (trügerischen) Wahrnehmung der Hörer überlassen, ob dies hier einfach nur ein Multischicht-Loop ist, der, intern gegeneinander versetzt, immer und immer wieder wiederholt wird oder ob es da nicht doch zu ganz subtilen harmonischen Verdichtungen kommt. Die dabei aber, ganz der stets vage (positiv gemeint) bleibenden Komposition entsprechend, diese an keiner Stelle in neue Räume schieben wollen. Stattdessen regieren allein bis zum fast plötzlichen Ende diese an die Ästhetik von Flöten gemahnende Gespinste umgarnender Natur…

(N)

Format: CD
Vertrieb: Dronarivm
 

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