In Kurz – Wildern in den Genres Part III: Elektrojudas – Album Nr. 8; Das Flüff – Meditation And Violence; Lucrecia Dalt – SYZYGY

Elektrojudas – Album Nr. 8 (CDR; Attenuation Circuit)

Elektojudas verrät Elektro nicht, keine Angst. Die 14 Tracks auf „Album Nr. 8“, verpackt in einer schicken Mini-DVD Hülle mit bedruckter Transparentpapiereinlage, schlendern bis ballern mit einem gehörigen Grad hintergründigen Humors (und möglicherweise auch noch einer Portion leichter, möglicherweise wohl auch „nur“ angedeuteter Verpeiltheit als ebenso hintergründiges Topping) durch die aus mannigfaltigen Soundschichten, Rhythmuspattern und Samples bestehende Soundästhetik des Elektrojudas. Check!

Das Flüff – Meditation And Violence (CD; Eigenvertrieb) 

Ich gebe gerne zu, dass das Album-Artwork grundsätzlich Befürchtungen aller Art zulässt… Das Flüff verbindet Dark-Pop-Programmierung mit leicht angesiouxieten, divenhaften Gesang und einer Soundästhetik zwischen 80er und modernisiert; durchaus gekonnt, aber so weit außerhalb meiner Vergleichserfahrungen, dass ich auch hier sagen muss: checkt ihr, wenn… Auch, wenn die Band schon herumgekommen zu sein scheint und sich tendenziell wohl irgendwo im Gothicland einzuordnen scheint.

Lucrecia Dalt – SYZYGY (CD/LP; Human Ear Music)

Lucrecia Dalt hat durchaus ein Faible und auch ein Händchen für popangelehnte Atmosphären, schafft es aber immer, durch die (in Popzusammenhängen) abseitige, karge Instrumentierung, durch das Arrangement, durch ihre Attitüde beim Spiel ihre Stücken in den Außenseiterbereichen zu verorten: leicht gespenstisch bei aller Offenheit, teils loopartig und, je weiter „SYZYGY“ voranschreitet umso tiefer in experimentelle Felder vorstoßend; auch mit fast skizzenhaft kurzen Stücken. Elektronisch/ akustisch mit transparent düsterem Flair.

(N)

 

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