CELESTE – Animale(s) (2CD)

9 Stücke, 51.29 Minuten, maximale Aggression. Celeste schaffen es erneut, ihre zutiefst düsteren Riffs in geradezu beängstigender Präzision auf den Punkt zu bringen… Das auf den Auftakt folgende kurze Innehalten ist das mehr oder weniger einzige dieser Art, alles weitere auf „Animale(s)“ geschieht wie in einem Rausch, die einzelnen Stücke verschmelzen zu einem Höllentrip, die Pause zwischen den Stücken als einziger Moment, der so etwas wie Atmen zulässt; kaum zu glauben, dass Celeste so einen maximalen Energielevel live umzusetzen in der Lage wären, wenn man nicht selbst schon Zeuge genau dessen geworden wäre. Soundlich bleiben Celeste auch auf „Animale(s)“ in ihrem Kontinuum mit den irgendwie körnig/schwarz verzerrten Gitarren, einem Bass, der die notwendigen Eckpunkte immer wieder aufs neue als massive Säulen materialisiert und dem Gesang, der an keiner Stelle weniger als maximale Angepisstheit zu verkörpern scheint. Und einem Schlagzeug, dessen Double-Bass-Attacken seinesgleichen suchen. Die melancholische Lieblichkeit und irritierende Erotik, die das (aller Ästhetik zum Trotz) ein weiteres Mal hart an der Grenze der Pädophilie kratzende Cover ausstrahlt (über das man und möglicherweise erst recht Frau nicht zu Unrecht genau deswegen streiten könnte), passt dabei in ebenfalls irritierender Weise sehr gut zu einer Musik, die sich wenig um Konventionen zu scheren scheint, die längst ihre eigenen Maßstäbe gesetzt hat. Schlicht perfekt.

(N)

Format: 2CD
Vertrieb: DENOVALI/CARGO
 

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