ARCHITEUTHIS REX – Eleusis (TAPE)

Tape auf Zeitgeist von diesem Projekt aus Italien um Antonio Gallucci und Francesca Marongiu mit sechs musikalisch stark aufeinander bezogenen, dynamisch fortschreitenden Tracks; schon fast wie ein in sechs Etappen gegliedertes Gesamtwerk. „Eleusis“ beginnt mit „Hades“ und einer fast paradoxen Mischung aus Ätherik und Ritual, letzteres basierend auf einer wie rudimentären Perkussion, die mit ihrer Art, vordergründig einfach erscheinende Rhythmik in Wahrheit mit Widerhaken zu versehen weite Teile der Veröffentlichung bestimmen wird; die Ätherik dabei als eine Vermählung von (weiblicher) Stimme und Hall. Diese, nun fokussierter, bleibt auch der Bezugspunkt des Titelstücks an der #2; zusammen mit (noch rudimentärer) Rhythmik und einem tiefverzerrten, loopartigen Bass: ein Grundgerüst, das schon bald den Rahmen für Synth(?)-/Gitarrenexkursionen stellt, die die bodennahe Fundamentierung wie aufbrechen und gen Himmel führen. Einen Himmel mit sehr wenig Licht allerdings, in später Dämmerung. „Demeter Louisa“ bricht diese abwartende Stimmung auf und schiebt schlagzeuggetrieben geradezu an; die Synth- und/oder Gitarren weiter auf der Suche, die Stimmung des Vorgängers haltend, durch den Tempowechsel aber auf einer neuen Stufe des Rituals. „Ladon“ ein Intermezzo, Skizze? Vielmehr die choralartig manifestierte Anrufung schwarzer Verehrung mit ihrem Ausbruch in das tribalartig getriebene „Pomegranatas“; fast ein wenig mittelalterlich (in der Melodie), wenn da nicht die Rückkehr des verzerrten Basses wäre…

„Triple Goddess“, die Auflösung: die Wiederkehr der bereits bekannten Melodien und doch anders. So, als wäre es nun gelungen. Gespielt zur Verehrung der Triple Goddess. Möglicherweise…

(N)

Format: TAPE
Vertrieb: ZEITGEIST
 

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