PRETERITE – Interview

Jeder Hörer kennt das. Das neue Album einer geschätzten Kapelle erscheint, oft weckt sich so Freude. Jedoch ist dies eine erwartbare Freude, die dem Hochgefühl etwas die Spitze nimmt. Ungleich intensiver ist dagegen das Empfinden, stößt man auf ein Album einer bisher unbekannten Kapelle. Im Falle PRETERITE sind die beiden Interviewer verzaubert worden. Verzaubert von einem fast unbeschreiblichen Vielklang, von einer kompositorischen Virtuosität und natürlich von der Stimme Geneviève Beaulieus, die bisher nur durch MENACE RUINE bekannt war und schon dort verzückte. Gemeinsam mit James Hamilton bildet Geneviève Beaulieu PRETERITE. Betrachtet man den Umstand in Frage kommender Label für solch ein Meisterwerk, stößt man mittlerweile zwangsläufig auf Handmade Birds. Dort ist “Pillar of Winds“ letztendlich erschienen. Beaulieus Kompositionen werden von der Instrumentierung James Hamiltons perfekt in Szene gesetzt, dazu zeigt Geneviève Beaulieu, dass die Virtuosität ihres Gesangsvortrages ihresgleichen sucht. So lässt sich in jeder Note aller Stücke auf ihrem Debüt ein “MEHR“ vernehmen, das für sich genommen sprachlich unausdrückbar ist. So wie das in üblicher Handmade Birds-Qualität gestaltete Booklet kreuzförmig aufgeklappt, auf sämtliche Himmelsrichtungen verweist – so vielfältig und aus allen Richtungen kommend, sind die Einflüsse und Ideen des Projektes. “Pillar of Winds“ vereint eigentlich Unvereinbares, zeigt eine Symbiose zwischen Schwerem und Leichtem. James Hamilton trat uns gegenüber ebenso auf. Freundlich und charmant, tiefsinnig und sehr informiert – sprach er über Federleichtes und Bleischweres, wie das nun folgende Gespräch beweist.

? Wann habt Ihr Euch für eine Zusammenarbeit entschieden?

Ich habe MENACE RUINE Anfang 2008 das erste Mal live gesehen und bin sofort ein Fan von ihnen geworden. Geneviève besuchte im selben Jahr eine meiner Shows und damit hat im Grunde alles begonnen. Wir haben häufig über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen und nach einigen Vorbereitungen begannen wir Ende 2009 an dem Material zu arbeiten, aus dem später “Pillar Of Winds“ entstanden ist. Geneviève ist die musikalisch begabteste Person, die ich kenne – es ist eine Ehre und ein Privileg mit ihr zu arbeiten.

? Ende letzten Jahres ist Euer Album “Pillar Of Winds“ veröffentlicht worden. Viele Besprechungen waren sehr positiv. Wie bewertet Ihr die Reaktionen auf Eure Veröffentlichung?

Es gab einige Leute, die nette Dinge über unsere Musik gesagt haben und auch die Rezensionen waren sehr positiv, wobei das Album nicht oft besprochen worden ist. Wir sind mit der Resonanz zufrieden und konzentrieren uns jetzt auf das neue Album.

? Wann sind die Songs für Euer aktuelles Album geschrieben worden und wie haben sich die Aufnahmen gestaltet?

Die Songs auf “Pillar Of Winds“ sind überwiegend  Genevièves Kompositionen und sind in verschiedenen Zeiträumen entstanden – teilweise sogar noch bevor unser Projekt existierte. Es gibt einige ältere Songs – “Synagogue“ und “Trial Of Strength“ waren eigentlich für MENACE RUINE gedacht – die anderen Songs wurden zwischen 2009 und 2010 geschrieben. Das Album wurde Zuhause und in MENACE RUINEs Proberaum aufgenommen und abgemischt. Es war kein besonders einfacher Prozess, aber wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zudem hat unser Mastering-Ingenieur Randall Frazier einen guten Anteil an dem Gelingen der Veröffentlichung.

? Was hat Euch während des Schreib- und Aufnahmeprozesses beeinflusst?

Der größte Einfluss war zunächst wahrscheinlich Hildegard von Bingens “Book of Divine Works“. Einige Zeit bevor unsere Kollaboration begann, habe ich das Buch Geneviève geliehen und sie fand den Inhalt sehr inspirierend. Während der Aufnahmen und dem Schreiben der Texte hat sie sich zudem sehr mit C.J. Jungs “Liber Novus“ und den Nag-Hammadi-Schriften beschäftigt. All diese Dinge zusammengenommen, haben den thematischen Ursprung für unsere Arbeit gebildet, obwohl es dabei immer eine persönliche Filterung gibt, denn niemand von uns ist daran interessiert, einfach nur recycelte Ideen um ihrer Selbstwillen zu präsentieren. Musikalisch spiegelt das Album nicht wirklich unsere Hörgewohnheiten wider. Die von uns genutzte Instrumentierung birgt gewisse Einschränkungen, was wiederum einen enormen Einfluss auf die Musik hatte. Zum Beispiel muss das indische Harmonium, welches wir genutzt haben mit einer Hand gepumpt werden, dadurch hat man nur eine Hand frei, um die Tastatur zu bedienen, was natürlicherweise dazu führt, dass die Polyphonie begrenzt ist. Wir hatten im Grunde keine klaren Vorstellungen davon, wie die Songs letztendlich klingen sollten. Wir wussten nur, welche Instrumente wir verwenden wollten, und dass der Sound sehr minimal gehalten sein sollte.

? Glaubt Ihr, dass Eure Umgebung auch einen Einfluss auf Eure Arbeit hat?

Das ist schwer zu beantworten. Es ist sicherlich möglich, dass sich solche Dinge unterbewusst miteinschleichen, aber es gibt keinen Vorsatz diesbezüglich. Zur gleichen Zeit neigen wir dazu, uns wurzellos zu fühlen, da unsere Familien hier nicht schon seit tausenden von Jahren leben und eine engere Bindung zu unserer Landschaft entwickeln konnten. Und das Leben inmitten einer Großstadt führt leicht dazu, dass man sich von fast allem abgekoppelt fühlt. Im wörtlichen Sinn – zu versuchen in einem engen Zimmer bei hochsommerlichen Temperaturen und Verkehrs- und Baustellenlärm oder ähnlichem etwas aufzunehmen, hat mit Sicherheit einen Einfluss auf die Arbeit.

? Welche musikalische Welt wollt Ihr dem Hörer mit “Pillar Of Winds“ zeigen?

Die Musik soll eine große emotionale Wirkung besitzen. Wir bevorzugen eine akustische Instrumentierung und wir streben eher eine größere Einfachheit und weniger eine größere Komplexität an. Aber uns ist auch bewusst, dass feststehende Vorstellungen leicht zum Hindernis werden können, deshalb versuchten wir im Vorfeld keine konkreten Erwartungen über den Klang der fertigen Stücke zu formulieren. Ich mag keine Musik, die bemüht ist sich irgendeinem Stil oder einem Genre anzupassen – wir glauben, dass es besser ist, wenn sich die Musik frei entwickeln kann und man nicht versucht, Dinge zu erzwingen.

? Du sprachst das verwendete Equipment bereits an. Welche Instrumente habt Ihr sonst noch für Eure Aufnahmen verwendet?

Mikrophone, die nicht unbedingt die besten sind! Unsere Instrumentierung ist mehr oder weniger von Beginn an dieselbe – Gitarren, Harmonium, Kemençe, Bass und Klavier. Auf “Pillar of Winds“ hat Geneviève für “Trial Of Strength“ und ”Viriditas” ihr MENACE RUINE-Setup (Synthesizer/ Pedals/ Verstärker) verwendet, aber das war das letzte Mal. Alle Aufnahmen und das Abmischen machen wir jetzt Zuhause. Wir bemühen uns das Fehlen eines angemessenen Aufnahmestudios durch ein sorgfältiges Arbeiten zu kompensieren.

? Warum habt Ihr beschlossen, keine Drums auf Eurem aktuellen Album zu verwenden?

Keiner von uns ist ein kompetenter Drummer! Aber eigentlich besteht der Grund darin, dass wir denken, dass der Einsatz von Drums von unserer Musik ablenken würde. Es gibt eine Menge subtiler Variationen des Tempos in unseren Songs. Dinge, wie das Atmen des Harmoniums sind geeignetere Zeitmesser für uns.

? Du hast bereits angedeutet, dass Texte einen enormen Stellenwert für Eure Musik haben. Könntest Du diesen Gedanken noch ein stückweit präzisieren?

Es ist uns wichtig, dass nichts in unserer Musik nur schmückendes Beiwerk ist, deshalb sind die Texte unverzichtbar für unsere Arbeit. Im Fall von “Pillar Of Winds“ wurden die Texte – mit Ausnahme von “Trial Of Strength“ – nach der Musik geschrieben, aber noch vor dem eigentlichen Schreibprozess existieren die zentralen Themen. Diese bestimmen zu einem großen Teil die Farbe und die Form der Musik und beeinflussen wiederum den Text. Geneviève arbeitet häufig mit irgendeinem visuellen Stimulus, um das Schreiben zu lenken. Dadurch gestaltet sich der Prozess, der sehr langwierig und mühsam sein kann, amüsanter und spielerischer. Ein Beispiel dafür möchte ich aus der Endphase der Entstehung von “Pillar Of Winds“ anführen. Geneviève zeichnete eine Art Karte auf der Grundlage ihrer Interpretation der Schriften Hildegard von Bingens. Sie stellte zudem die vier Himmelsrichtungen in Bezug zu verschiedenen Tier-Totems dar und die verschiedenen Stufen der spirituellen Entwicklung und die Beziehung des Individuums zum Göttlichen – es  klingt schwierig, so wie ich es beschreibe, aber es war wirklich sehr lustig und humorvoll. Hoffentlich ist dieser spielerische Aspekt in der Präsentation unserer Musik erkennbar.

? Das Artwork Eures Albums ist wundervoll. Was könnt Ihr uns über die Entstehung berichten und welche Rolle spielt das Visuelle und das Haptische in Euren Arbeiten?

Vielen Dank! Die visuelle Komponente nimmt in unserer Arbeit einen großen Raum ein – sie komplimentiert die Inhalte der Texte. Zudem war es uns wichtig die Texte abzudrucken. Alles, inklusive dem Layout und die Positionierung der einzelnen Wörter, bezieht sich auf bestimmte Aspekte der Texte. Ich bin zum Großteil für das Design und das Layout verantwortlich, dennoch ist Geneviève der Art Director. Die Tierzeichnungen sind auch ihre Kreationen und stammen von der aufwendigen Zeichnung, die ich im Zusammenhang mit den Texten erwähnt habe.

? Wir haben gehört, dass das Album zunächst auf Beta-Lactam Ring erscheinen sollte, dann aber doch von Handmade Birds veröffentlicht worden ist. Was waren die Gründe für diese Entscheidung? Was denkt Ihr über das Label-Konzept von Handmade Birds?

Wir kontaktierten Handmade Birds nach der Trennung von Beta-Lactam Ring, die nach etlichen Verzögerungen nicht in der Lage waren, das Album wie geplant zu veröffentlichen. R.Loren ist ein enthusiastischer Musikliebhaber, der sehr viel Arbeit in sein Label steckt und sich um die Künstler kümmert, an die er glaubt. Er hat das Album innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums und trotz des vollen Terminkalenders von Handmade Birds herausgebracht. Wir sind sehr glücklich darüber mit ihm für diese Veröffentlichung zusammen gearbeitet zu haben. Ich denke nicht, dass bei Handmade Birds ein übergreifendes Konzept existiert. Es herrscht eine große Vielfalt im Label-Roster vor und scheinbar gibt es nicht viele Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Projekten außer der Tatsache, dass er die Arbeiten dieser Künstler mag.

? Worin liegen Eurer Meinung nach die größten Unterschiede zwischen PRETERITE und Euren anderen Projekten?

In meinem Fall in dem Punkt, dass die Songs von PRETERITE relativ kurz und präzise strukturiert sind sowie keine Improvisationen aufweisen. Der überwiegende Teil meiner anderen Arbeiten ist sehr abstrakt und hat manchmal wenig Ähnlichkeiten mit gängiger Musik. Obwohl ich in letzter Zeit lockerer in Bezug auf das Songschreiben werde, betrachte ich mich selber eher als ein Improvisator und weniger als ein Komponist. Für Geneviève liegen die Hauptunterschiede in der Instrumentierung und in den Kompositionsmethoden. Ihre Songs für MENACE RUINE neigen dazu, natürlich aus dem volatilen Klang des Synthesizers und der übersteuerter Verstärker zu fließen. Die Melodien oder Riffs sind durch die subtilen Harmonien und Schwankungen aus dieser riesigen Wand von Verzerrungen inspiriert, während sie die Songs für PRETERITE direkt auf der Gitarre komponiert – in letzter Zeit vor allem auf einer klassischen Gitarre. Es gibt also einen ziemlichen Kontrast in der Art, wie die Songs strukturiert sind, auch wenn Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Gruppen existieren.

? Das führt uns zum nächsten Punkt. Ganz allgemein gefragt, über welche Charakteristika muss ein Künstler verfügen, damit er potentiell für eine Kollaboration in Frage kommt?

Im Idealfall: eine natürliche Musikalität, Demut, Aufrichtigkeit, eine individuelle Sicht kombiniert mit einer Unvoreingenommenheit, eine fröhliche Missachtung von Orthodoxie jeglicher Art und möglichst einen großen Sinn für Humor. Ich bin sehr glücklich darüber eine Kollaborateurin zu haben, die all diese Eigenschaften im Überfluss besitzt. (Geneviève hat das gelesen und denkt, ich übertreibe. Sie ist viel zu bescheiden!)

? Welche Rolle spielen Kompromisse bei Eurer Zusammenarbeit?

Es gibt nur sehr selten schwere Konflikte bei PRETERITE, da unsere Gedanken und Gefühle gegenüber unserer Musik sehr angeglichen sind. In sehr seltenen Fällen sind wir uns über etwas uneinig – dann für gewöhnlich nur während der Phase des finalen Abmischens, wenn wir uns auf die kleinen Details konzentrieren. Hat die Meinung des einen die Oberhand gegenüber der des anderen gewonnen, kann sich das zunächst als eine Art Kompromiss anfühlen, sich aber im Nachhinein als die richtige Entscheidung erweisen. Letztlich müssen wir beide hinter der Musik stehen, deshalb ist es sehr wichtig, dass wir beide zufrieden damit sind.

? Wie steht Ihr einem Begriff wie Subkultur gegenüber und glaubt Ihr, dass Subkultur mehr als nur eine Momentaufnahme sein kann?

Subkulturen können manchmal interessant sein, aber im Moment werden sie zu starr definiert. Sie neigen dazu sich zu insularen Ghettos zu entwickeln, die ihre eigenen Regeln und Vorschriften haben und wenig erschaffen, was Leute außerhalb der jeweiligen Subkultur interessiert und sich eigentlich nur aufrechterhalten aufgrund eines selbstdefinierten Standards der “Reinheit“. Ich glaube, dass diese Tendenz und die wachsende Besessenheit an Genre-Definitionen eine ungesunde Entwicklung für die Kunst ist. Es schafft Hindernisse für die Kreativität und die Phantasie, wo eigentlich keine sein sollten. In der Prä-Internetzeit gab es einige Subkulturen, die große Auswirkungen hatten – die 60er Jahre Gegenkultur, die 70er Jahre Punk-Explosion, die 80er Jahre Rave Kultur. Aber das passierte alles in einem viel größeren Maßstab und rückblickend scheint jede seichter als die davor gewesen zu sein. Wir sind an keinerlei zeitgenössischen Subkulturen besonders interessiert.

? Das Internet lässt sich unserer Meinung nach ambivalent betrachten. Einerseits ist es relativ einfach auf neue Bands zu stoßen, um zum Beispiel deren Tonträger zu erwerben. Andererseits stellt die Fülle der im Netz vertretenen Bands selbst einen gutwilligen Musikinteressierten vor eine gigantische Auswahl, die zu bewältigen einfach die Zeit fehlt. Wie steht Ihr dieser Ambivalenz gegenüber und welche Facetten des Internets dominieren für PRETERITE?

Wir sind eher zurückhaltende Leute und mögen keine aggressive Eigenwerbung. Ich würde sagen, dass das Internet das Leben leichter gemacht hat und auch lohnender für Hobbyisten, die jetzt ein größeres  potentielles Publikum erreichen können, aber es ist definitiv viel schwerer geworden, Platten zu verkaufen, als das noch vor 10 oder 15 Jahren der Fall war. Es ist auch wahr, dass Musik, die früher schwer zugänglich war, nun eher verfügbar ist, aber durch diese ständige Verfügbarkeit ist eine Menge von der Magie und dem Mysterium verloren gegangen. Ich denke, es hat dazu geführt, dass Leute oberflächlich mit einer großen Vielfalt von Musik bis zu einem gewissen Grad vertraut sind, aber zu dem Preis, dass sie keine tiefere Beziehung zu der Musik entwickeln. Meiner Meinung nach ist das ein Spiegelbild der “Fast Food“-Kultur, die überall anzutreffen ist. Zu viel Auswahl kann dazu führen, dass man alles als gleichwertig betrachtet und im Grunde keine Wahl hat. Die Auswahl überwältigt einen so sehr, dass es leichter wird, sich an dem festzuhalten, was man bereits kennt und das ist in vielerlei Hinsicht keine gute Entwicklung. Da draußen muss es eine Menge großartiger Musik geben, aber wir werden sie nie finden, weil sie unsichtbar in der Masse der gesamten Aktivitäten ist. Wir haben eine Homepage und Seiten auf Facebook und Myspace, aber ein exzessives Interesse haben wir daran nicht. Wir bevorzugen es, dass unsere Musik ihren eigenen Weg – zu ihren eigenen Bedingungen – in die Welt findet.

? Welche Musik hört Ihr privat? Möchtet Ihr unseren Lesern etwas empfehlen?

Ich bin ein großer Musikenthusiast, deshalb würde eine richtige Antwort einen eigenen Artikel ergeben, deshalb hier einige Dinge, die ich in letzter Zeit obsessiv höre:  Chie Mukai, Hawkwind (aber erst ab 1975), Sema/ Robert Haigh, Lethe/ Kiyoharu Kuwayama, Masayoshi Urabe, The Hafler Trio, King Crimson’s “Great Deceiver“ Boxset, Six Organs of Admittance,  Ghost/ Masaki Batoh und die zweite Seite von Peter Hammills “In Camera“ und  Woven Hand – Geneviève und ich sind große Fans von David Eugene Edwards.

? Welche Angebote erhaltet Ihr live zu spielen? Wird es in naher Zukunft Auftritte in Europa und speziell in Deutschland geben?

Wir haben bis jetzt nur zweimal live gespielt, aber wir freuen uns darauf dieses Jahr noch einige Shows zu haben. Wir würden sehr gern nach Europa kommen und werden dies auch tun, wenn sich eine Möglichkeit für eine Tour ergibt.

? Du hast bereits angesprochen, dass Ihr an einem neuen Album arbeitet. Was kannst Du uns zum jetzigen Zeitpunkt darüber berichten?

Das neue Album wird “From The Wells“ heißen. Es wird sechs Songs beinhalten, fünf davon stammen aus derselben Zeit wie “Synagogue“ von unserem letzten Album. Die Verzerrungen sind weg und die Songs sind  an der Oberfläche minimal gehalten, wobei eine Menge unter der Oberfläche passiert. Diesmal ist das Album sehr auf Genevièves Gitarre und Stimme konzentriert. Ich habe das Gefühl, dass es ein pures Statement unserer Intention ist. Das Aufnehmen und das Abmischen sind abgeschlossen und wir arbeiten gerade an den Visuals. Wir werden bald den Veröffentlichungstermin und weitere Informationen diesbezüglich bekanntgeben.

? An welchen anderen Projekten arbeitet Ihr darüber hinaus noch in diesem Jahr?

Abgesehen von dem hoffentlich bald erscheinenden Album “From The Wells“ arbeitet Geneviève gerade an dem nächsten MENACE RUINE-Album. Von dem was ich bis jetzt gehört habe, sollte es phänomenal werden. Sie hat außerdem die Lyrics und den Gesang für einen Song für James Blackshaws CD “Love Is The Plan, The Plan Is Death“, die im April bei Important erscheinen wird, beigesteuert. Ich arbeite gerade an einem Soloprojekt, über das ich aber bis jetzt noch nicht viel sagen kann, außer dass die Instrumentierung ähnlich der von PRETERITE sein wird, aber die Kompositionen werden viel abstrakter sein. Zudem schreibe ich an Songs für PRETERITE – beim nächsten Album könnte Geneviève durchaus an meinen Songs arbeiten, was mehr oder weniger das Gegenteil zu der Vorgehensweise der ersten beiden Alben wäre. Ich hoffe, dass ich den Qualitätsstandard, den sie gesetzt hat, halten kann.

? Was bleibt noch zu sagen?

Geneviève konnte an diesem Interview nicht teilnehmen, aber sie sendet liebe Grüße und wir danken Euch für Euer Interesse.

(D.L., S.L.)

 

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