Auflistung für die Kategorie ‘Black 57’

CHRIS WATSON – El Tren Fantasma

Freitag, 30. Dezember 2011

Nachdem mich schon das letzte Album „Cross-Pollination“ von Chris Watson (zusammen mit Marcus Davidson) zu begeistern wusste, lässt das ehemalige CABARET VOLTAIRE-Gründungsmitglied mit „El Tren Fantasma“ ein weiteres Glanzlicht im Genre der Fieldrecordings folgen. Das Ausgangsmaterial dazu nahm Chris Watson jedoch schon vor rund 10 Jahren auf, wo er im Auftrag der BBC auf einer legendären Bahn-Verbindung quer durch Mexiko bzw. vom Pazifik zum Atlantik reiste. (weiterlesen…)

TACITURNE – Cavos In Sorrow And Happiness

Freitag, 30. Dezember 2011

Bevor Laszlo P.S. mit seinen Projekten HIS DIVINE GRACE, WERMUT und ICH WOLLTE, ICH KÖNNTE in der Industrial/Neo Folk-Szene Fuß fasste, war er in den 90er Jahren unter den verschiedensten Pseudonymen im Techno Gabba-Sektor aktiv. Dort veröffentlichte er seinen Amiga Hardcore unter anderem auch auf dem berüchtigten Hamburger Fischkopf-Label und später auf Gigabrosaurus Records. Seine musikalischen Anfänge machte er mit dem Amiga 1000 und ganze 30 (!) der sogenannte Chiptunes aus der Zeit von 1990 bis 1994 sind nun auf vorliegenden Magnettonband unter dem Banner TACITURNE & THE GOREMASTER’S ULTRA HIGH TEMPERED TROOPERS OF XERO TOLERANCE versammelt. (weiterlesen…)

OUREBOROS – Dreaming In Earth, Dissolving In Light

Freitag, 30. Dezember 2011

Nachdem das Trio ORPHX bzw. Christina Sealey, Rich Oddie und Aron West 1996 nach einigen Tapes ihr Debüt-Album „Fragmentation“ bei Malignant Records veröffentlicht hatten, stieg Aron West aus und widmete sich seinem neuen Projekt TROPISM. Die anderen beiden lenkten danach den ursprünglichen Industrial-Sound von ORPHX in deutlich technoidere Bahnen und wechselten zum deutschen Label Hands Productions, dem sie bis heute auch die Treue gehalten haben. Im Jahre 2006 ging aber Rich Oddie wieder mal mit Aron West „fremd“ und das Ergebnis dieser Kollaboration erblickte nun via Ant-Zen das Licht der Welt. (weiterlesen…)

BASS COMMUNION – Cenotaph

Mittwoch, 28. Dezember 2011

„Cenotaph“: ein Höllenpfuhl, ein Mahlstrom, ein Ordnungssystem, oder etwa doch ein Organismus? Im ersten Eindruck ist „Cenotaph“ ein unter Schichten von Kratzern und Rauschen und (bewusster, als Sound eingebrachter) Vinylkorrosion begrabenes Geflecht akustischer Ereignisse; vom Wind verwehter Choräle, Bassdrones, sich wälzender wurmartiger Gebilde. Als wäre die eigentliche Musik nur noch ganz weit hinten unter dieser Schicht von Knistern und Abnutzung hörbar, auf der feinen Grenze zwischen Geräusch und Klang. Und so miteinander verwoben, dass beides, Musik und Geräusch, untrennbar vereint sind. Und so abgemischt, dass keine der beiden Säulen die andere dominiert. Und das Ergebnis in jeder Lautstärke funktioniert. (weiterlesen…)

GAË BOLG – La Nef Des Fous I

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Seit Eric Roger, seines Zeichens bekannt durch sein Mitwirken bei SOL INVICTUS, der Rezensentin vor vielen Jahren eine CD seines damals neuen Projektes in die Hand drückte und unschuldig nach einer Besprechung fragte, hängt derselbigen das GAË BOLG-Virus an. Will meinen, in der Art von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ liegt in unregelmäßigen Zeitabständen eine neue GAË BOLG-Veröffentlichung auf dem Tisch und will angehört, bewertet und auf unbestimmte Zeit weggepackt werden. Denn, ehrlich gesagt, ist die Musik der Franzosen so eigensinnig, dass sie schon einer gewissen Stimmung bedarf – nichts für gereizte Nerven. (weiterlesen…)

INDIGNANT SENILITY – Consecration Of The Whipstain

Sonntag, 25. Dezember 2011

Die Büchse der Pandora. Es gibt bestimmt nicht zu viele Platten, die beim Hören fast Angst erzeugen können. Und es ist eigentlich auch schwer vorzustellen, wie eine solche Musik sein sollte, die eben das kann. Gerade die, die mit diesem Ziel antritt, ist ja oft nichts als eine mehr oder weniger offensichtliche Ode in Düsternis, basierend auf ebensolchen, bekannten Versatzstücken. Und löst gerade bei denen, die derartiges gewohnt sind, sowieso viel eher wohlige als ängstliche Schauer aus. Wohlfühlmusik, nur eben ein bisschen anders… (weiterlesen…)

AUN – Phantom Ghost

Freitag, 23. Dezember 2011

Das Duo im Auftrag der Soundforschung; Schwerpunkt (diesmal): Ambient-Shoegaze. Mit hundertfach verschachtelten Gitarren, mit Einsprengseln von fragmentierten Gesang. Der zwar nicht (um einen denkbaren verwandtschaftlichen Bezug zu nennen) wie bei Elisabeth Frazer of Cocteau Twins eine Fantasiesprache entwickelt (und sich so der Greifbarkeit entzieht), der aber, eben durch die Art seines pointierten Einsatzes und der gleichzeitigen Fokussierung auf einzelne Textmotive in vergleichbarer Weise Instrument wird. (weiterlesen…)

CORVUS CORAX – Sverker

Freitag, 23. Dezember 2011

Die Flut an Veröffentlichungen im Mittelalter-Genre kennt leider immer noch kein Versiegen und CDs von SCHANDMAUL, SUBWAY TO SALLY und anderem Geschmeiß wecken in mir nur noch Abscheu oder im besten Falle Gleichgültigkeit. Anders bei CORVUS CORAX, welche ja so etwas wie die Pioniere auf diesem Gebiet sind, die von Anfang durch eine gewisse Authentizität und Ernsthaftigkeit bestachen und wie immer schon ihren eigenen Weg gegangen sind. (weiterlesen…)

SIGNALSUNDERTESTS – Nascent

Dienstag, 20. Dezember 2011

Bisweilen gibt es so etwas wie die Grenzen der Worte. „Nascent“ ist so ein Fall. Das neue, zweite, Album von signalsundertests (aka Richard Graham aus Irland) entwirft geradezu leichtfüßig ein ganzes Universum aus gleißenden Flächen, verhaltenen Störgeräuschen, verfremdeten wie nackten Gitarrenlinien und korrodierten Hallfahnen; das auch noch basierend auf einem eigenen Harmonieverständnis (das den Ablauf innerhalb der einzelnen Stücke weitgehend unvorhersehbar macht); Vergleiche mit anderen müssen da schlicht zu kurz greifen und gegenüber der gehörten Wirklichkeit schon fast schal klingen, erst recht wenn es, wie hier, mit bloßen Worten beschrieben werden muss… (weiterlesen…)

PROPAGANDA AND HOLY WRIT OF THE PROCESS CHURCH OF THE FINAL JUDGEMENT

Dienstag, 20. Dezember 2011

Anfang der 1960er Jahre gründeten der Architekt Robert de Grimston und seine Frau Mary-Ann gemeinsam mit anderen ehemaligen Mitgliedern der Scientology Church die Process Church of The Final Judgement. Anfangs noch eine Art psychotherapeutische Selbsthilfegruppe, entwickelte The Process später eine gnostische, düster-apokalyptische Doktrin und avancierte so zu einer der schillerndsten Erscheinungen im religiösen Underground jener Zeit. In der Öffentlichkeit fielen die Mitglieder von The Process durch ihre dunklen Capes und Kapuzenumhänge auf, womit sie einen modischen Kontrapunkt setzten zum farbenfroh-optimistischen Erscheinungsbild der Hippies. (weiterlesen…)