ONLY THE SUN KNOWS – Ein Interview zum Festival

28. Juni 2014

Jan Steven Fricke (oder auch bekannt unter dem Kürzel Fx) ist Inhaber des Dessauer Platten-Ladens und Labels Halb-7-Records, Herausgeber des PSYCHOMANIA-Fanzines und umtriebiger Veranstalter von Konzerten wie auch Festivals. Aktuell steht am 19.07. wieder eins unter dem vielversprechenden Banner „Only The Sun Knows“ an, welches mitten im Naturschutzgebiet auf der Wasserburg Rosslau bei Dessau stattfinden soll. Aufspielen werden dabei ARBEIT-BEAUAMP-PALUMBO, O PARADIS, IN GOWAN RING, NEBELUNG, NR, SANGRE DE MUERDAGO und (r).  Da das Festival damit Genreübergreifend in dem weiten Feld zwischen Drone und Folk ausgerichtet ist und solche Vorhaben immer ein großes Risiko bergen, stellte ich Jan einige Fragen zu seinen Beweggründen der Veranstaltung: Diesen Beitrag weiterlesen »

Interview mit A VICTIM OF SOCIETY (GR)

27. Juni 2014

Wann hat man schon einmal die Gelegenheit eine griechische Band in ihrer Heimat zu treffen und mit ihnen ein Gespräch zu führen? Aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts in Griechenland habe ich beschlossen in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit griechischen Künstlern zu führen. Es lohnt der Blick über den Tellerrand. Athen: Einmal im Jahr öffnet das Hellenic Cosmic Center seine Pforten für das PLISSKEN FESTIVAL – meiner Meinung nach ein ebenbürtiger Pendant zum deutschen MELT-Festival in Ferropolis. Neben einer exquisiten Mischung aus internationalen Acts aus Electronica, Garage-Rock, Indie und Club-House wird auch verstärkt der nationalen Szene reichlich Raum gewährt. Auf vier Bühnen gab es zur fünften Ausgabe unter anderem so illustre Künstler wie The Soft Moon, The Black Keys, 65daysofstatic, Fuck Buttons, Crocodiles, Wild Beats, Nightmares On Wax oder der großartigen griechischen Traditional-meets-Modern-Tunes-Fusion-Band Imam Baildi Soundsystem, live zu erleben. Diesen Beitrag weiterlesen »

SANKT OTTEN – Interview

9. Juni 2014

SANKT OTTEN ist eine elektronische Formation, die ursprünglich von Mastermind Stephan Otten als Soloprojekt gegründet wurde und aus hiesigen Landen kommt, nämlich aus Osnabrück. Das heutige Duo – verstärkt durch Oliver Klemm – wurde im Jahr 1999 gegründet und erzeugt atmosphärisch melancholische Elektroklänge, die mir hörbaren Einflüssen der Berliner Schule (Tangerine Dream) versehen wurden und driften dadurch stark in den Trip Hop/ Ambient Bereich ab! Die Veröffentlichungen von SANKT OTTEN tragen solch opulente und romantisch verklärte Titel wie “Eine kleine Traurigkeit” oder “Gottes Synthesizer” und “Stille Tage im Klischee”, zudem traten Gastmusiker wie Jaki Liebzeit und Harald Großkopg bei ihnen auf. Ich traf die beiden nun bei einem Konzert in Osnabrück und durfte gleich mal ein paar Fragen stellen, viel Spaß. Diesen Beitrag weiterlesen »

” … any day we play is a better day than when we don’t” – Colleen Kinsella (BIG BLOOD) im Gespräch

29. Mai 2014

Über BIG BLOOD sprechen, heißt zunächst über ein Duo zu reden, dessen Wirken sich scheinbar von selbst speist. Tatsächlich trägt die Musik Colleen Kinsellas und Caleb Mulkerins eine Subströmung in sich, die in unvollendete Verheißung mündet. Oftmals wirken BIG BLOOD-Stücke so wie eine vertonte Scherenschnittcollage. In die Reihungen, in die Aufzählungen hinein brezelt das Paar immer als suggestive Chronisten diverse klangintensive Details. Diese werden anschließend sowohl in Form als auch in Inhalt ins Ekstatische moduliert. Deshalb wollten wir nicht von BIG BLOOD sprechen, sondern mit ihnen.

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“Wie hört sich Koblenz an?“ – Christopher und Maik von /ˈnɔɪzɪz/ im Gespräch

21. Mai 2014

Nischen besetzen oder von in Nischen Heimischem besetzt sein – hier entspinnt sich der alten Faden Subkultur. Da fällt es in den Zentren weniger ins Gewicht, wenn hie und da mal ein Faden reißt, schließlich wurden immer mehrere nebeneinander gesponnen. In der Peripherie sieht dies anders aus. Reißt dort solch ein Strang, findet oftmals keine Wiederaufnahme oder Neuverknüpfung statt. In einigen Ecken gar wurden bislang keine Fäden gesponnen. In Koblenz beispielsweise. Daran muss etwas geändert werden, dachten sich Maik und Christopher. Sie gründeten die Initiative /ˈnɔɪzɪz/ und legten los. Dass sich dabei interessante Geschichten anhäufen, Blickwinkel verschieben und Fragen nach dem Sound einer Stadt stellen, zeigt das nun folgende Gespräch. Diesen Beitrag weiterlesen »

“We often let pieces of music sit back in our subconscious …” CYCLOBE im Gespräch

24. April 2014

Ereignisblitze schlagen aus den Wolken. CYCLOBE sind wieder da. Oder waren nie weg. Oder kehren zurück. Mit “Sulphur-Tarot-Garden” und “The Visitors” liegen zwei (Wieder-) Veröffentlichungen vor, plötzlich herangespült – gleich einer untermeerisch wehenden Ölfahne. Dabei sind Ossian Brown und Stephen Thrower sicherlich dem Kreise jener zuzuordnen, die verstehen, dass große Kunst sich als Überwindung von Unwahrscheinlichkeiten äußert und dementsprechend wirken. CYCLOBE haben definiert ohne Definitionen verfassen zu wollen. Sie prägen ohne Daseinskult. Aber vor allem haben sie die Grenzen des Ausdrucks verschoben, indem sie diese erweiterten. Für all jene, die die beiden sympathischen Briten neu – oder wiederentdecken wollen, ist das nun folgende Gespräch… Diesen Beitrag weiterlesen »

ZOHARUM oder die Kunst der Alternative

17. März 2014

Ein Label zu betreiben ist in der heutigen Zeit ein Wagnis, wenn man den aktuellen Pressemeldungen glauben mag. Sinkende Verkaufszahlen, Schwierigkeiten mit Vertrieb und Werbung machen es zu einem persönlichen und finanziellen Wagnis, Musik zu veröffentlichen. Doch in jeder Krise liegt eine Chance. Das im polnischen Gdansk beheimatete Label ZOHARUM zeigt, wie mit Leidenschaft und Innovation aus einer kleinen Idee ein großes Werk werden kann. Trotz oder gerade wegen der Medienvielfalt, der wir uns heute gegenüber sehen, ist es für neue Labels schwer, die nötige Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, um wirtschaftlich sinnvoll arbeiten zu können. Dies gilt für den Mainstream genauso wie für Subkulturen, denn auch in Bereichen, in denen man eine klar abzugrenzende Zielgruppe vermutet, die leicht angesprochen werden kann, haben sich die Kommunikationskanäle vervielfältigt. Das spüren auch die aktiven Gestalter der Szene, die landläufig unter dem Begriff „Industrial“ zusammengefasst wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

“I believe music speaks to deep levels of our subconscious and that is why we are so attracted to it” – Christina Vantzou im Interview

4. März 2014

Staunen und schweben – zwei sehr wohl passende Vokabeln um sich den Arbeiten Christina Vantzous zu nähern. Musik, wie eine leise Eruption, vulkanisch ohne zu verglühen. Sie fordert den innere Überstieg nahezu ein. Ihre Arrangements pendeln vom Orchestralen zum Elektronischen – vom Kammermusikalischen zum Soundtracklastigen. Nach ihrem Beitrag für Adam Wiltzies THE DEAD TEXAN legt sie nun mit “Nº2” ihr bereits zweites eigenes Album vor. Grund genug, um die in Brüssel heimische Musikerin zu einem Gespräch zu bitten… Diesen Beitrag weiterlesen »

PHILIPPE LAURENT im Interview

23. Februar 2014

PHILIPPE LAURENT kenne ich schon seit Langem als eigenständigen Komponist wirklich schöner elektronischer Musik „für Maschinen“, aufmerksam wurde ich auf ihn indes durch seine Kollaboration mit LES JOYAUX DE LA PRINCESSE auf dem sehr gelungenen „Mysteria Mithrae“ Sampler. So war es für mich eigentlich ganz klar, mit ihm auch über dieses Projekt zu sprechen, sobald sich mir die Gelegenheit dazu ergab. Diesen Beitrag weiterlesen »

“Der Tod ist oft ein großer Umstürzler.” – PYHÄ KUOLEMA im Interview

17. Februar 2014

Wer Anderssein mittels diverser Euphemismen herabwürdigen möchte, spricht von Differenz. In dem Moment, in dem das Anderssein jedoch entschwindet, ist aus der Herabwürdigung eine Nivellierung geworden. Gegen letztere und für ein Anderssein im wahren Wortsinn steht Pyhä Kuolema. Im vergangenen Jahr legte er sein zweites Album nach. Auf Finnisch trägt er zu widerborstigen Folkakkorden eine feine Litanei vor. Das Gradlinige, Unprätentiöse und das Direkte sind die übrigen Bandmitglieder. Wenn das Eigenartige sich plötzlich wie das Eigene anhört… Diesen Beitrag weiterlesen »

“Our private lives and artists lives are pretty much the same thing” – MAMIFFER im Interview

8. Februar 2014

Mit den Arbeiten MAMIFFERs vertraut zu sein, bedeutet zu wissen, was es heißt, wenn das Hörbare zum Wunderbaren wird. Lauscht man diesem Wunderbaren, kann sich bisweilen der Eindruck einstellen, hier feinsten Traumregungen beizuwohnen. “Das Kunstwerk stellt eine Welt auf“, dieser Heidegger-Satz fasst wohl am besten das ein, was das Werk von Faith Coloccia und Aaron Turner auszeichnet. Ihr Wirken überspannt den Horizont als Feier der Augen- und Ohrenlust. Ihr Musizieren ist ein Erzählen mit anderen Mitteln und es entspringt einem Dasein, welches andere Farben trägt. Dabei könnten die bisweilen melancholischen Stücke als Spuren eines übergroßen Verlustes interpretiert werden. Jedoch verharren Faith und Aaron nicht als Reservisten der Verzweiflung. Denn gleichzeitig weicht diese große Schwere in anderen Momenten einer Leichtigkeit, die durch nichts außer ihrer Flügel belastet scheint. Jene, denen Leben nicht nur passiert, pflegen ihre Passionen. Faith und Aaron leben sie. Diesen Beitrag weiterlesen »

“Ich glaube, dass unsere Generation traurig, apathisch und einfach nur mittelmäßig ist” – Interview mit Sänger Johan von CELESTE

29. Dezember 2013

Ihre Alben tragen stimmungsvolle, schwarzromantische Titel wie “Pessimiste(s)”, “Nihiliste(s)”, “Misanthrope(s)” oder Morte(s) Nee(s)” und sind stilistisch sicher nicht der Sonne zugewandt. Seit 2005 wälzt die französische Sludge-Metal-Band CELESTE aus Lyon alles nieder, was sich ihr in den Weg stellt. Ihre Platten vertreibt die stark an Ästhetik orientierte Band in stilechtem Schwarzweiß. Ihre intensiven Live-Shows mit reduziertem Bühnenlicht und den legendären roten Kopflampen und Strobo-Attacken sind in der Szene längst Kult. CELESTE, die ihre Wurzeln in der Lyoner Hardcore-Szene haben, sind eine dieser Band, denen man bedingungslos verfallen kann, wenn man sich auf das streckenweise unhörbare Chaos aus monolithischen Gitarrenwänden, ultrabrutalen Double-Bass-Attacken und verdammt ungesundem Gekeife einlässt, garniert mit hässlichen Texten aus der Untiefe der menschlichen Seele – fertig ist der Cocktail für die Todesdisko. Im DENOVALI-Umfeld kultisch verehrt, wurde es Zeit, Sänger Johan bei der vergangenen Mini-Tour durch die Niederlande, Deutschland und Belgien zur jüngst im November 2013 erschienen Platte “ANIMALE(S)“ zu befragen, die selbstverständlich wieder einmal die “härteste, fieseste, destruktivste und böseste“ geworden ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

BLACK COMPENDIUM 2011

21. Dezember 2011

Ab sofort lieferbar !

Umfang : 72 Seiten; Preis : 6.00 Euro

Neben massig Rezis auch Interviews mit ANTLERS MULM, CADAVEROUS CONDITION,  STEVE VON TILL, CHELSEA WOLFE, GRAYCEON, KINIT HER, SOFT KILL, WINDY & CARL, LOCRIAN, KODIAK, DAVID V. D`ANDREA, SUN DEVOURED EARTH, WRECK AND REFERENCE  und vielen mehr ……

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