STRAFE FÜR REBELLION

16. November 2014

013STRAFE FÜR REBELLION wurde 1979 von Siegfried Syniuga und Bernd Kastner in Düsseldorf gegründet. Die Projekt fand schnell ihre eigene Sprache, weil die beiden Künstler viele selbstgebaute Instrumente verwendeten und diese recht unkonventionell einsetzte. Ein weiteres Merkmal der Experimental Akustik-Formation sind die ungewöhnlichen Aufnahmeorte ihrer Veröffentlichungen und die intellektuell-wissenschaftliche Herangehensweise an diese, weshalb STRAFE FÜR REBELLION eher der Avantgarde als dem Industrial zuzuordnen sind. Nach ihren produktiven Jahren in den 80er Jahren bis Anfang der 90er erschien jetzt nach fast 10 Jahren Pause ein neues Album namens „Sulphur Spring“ auf dem österreichischen Label Klanggalerie, welches Anlass für folgendes Gespräch war: Diesen Beitrag weiterlesen »

“Music is a powerful thing so I try to pay respect” – WOLVSERPENT im Gespräch

3. Oktober 2014

wolvserpent anfangMit ihrer zweiten Veröffentlichung “Perigaea Antahkarana” und der darauf enthaltenen besonderen Mischung aus Doom, Drone, Metal und Ambient wissen WOLVESERPENT immer noch zu begeistern. Dabei haben sich Brittany McConnell und Blake Green entlang eines Instrumentariums aus Schlagzeug, Geige und Gitarre einen festen Platz im Ensemble des Besonderen erspielt. Die Intensität ihres Ausdrucks folgt der Kraft einer Blitzblendung und überglänzt mit ihrer Hinwendung ins Vulkanische das sie Umgebende. Dabei bildet das amerikanische Duo keine Soundrecherche nach, noch verstieben ihre Ideen im Fluss des eigenen Klanges. Vielmehr beherrschen sie die Klaviatur des Überschwangs und bespielen einen Raum, der keine Rückzugsmöglichkeiten offen lässt. Live sind sie kein Erlebnis – live sie sind eine Erschütterung! Lasst Euch erschüttern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sakrale Finsternis – Amenra Acoustic Show; supp.: Jonas Van den Bosschee & Benne Dousselaere; Sa., 27.09.2014, AB: Ancienne Belgique, Brüssel;

30. September 2014

amenra_acoustic (1)CHURCH OF RA-Anhänger wissen, wie selten es um eine der raren Acoustic-Shows von AMENRA bestellt ist, daher wundert es nicht, dass sich der bestuhlte Saal der Brüssel Premium-Live-Club-Adresse “AB” bereits kurz nach dem Einlass zügig füllt. Man vernimmt Stimmen von internationalem Publikum, Deutsche, scheinbar auch einige Franzosen und viele Niederländer sind gekommen. Ein Großteil der Angereisten scheint dennoch aus dem belgischen Umland und dem heimatlichen Flandern des Kollektivs zu stammen. Wer Hardliner-Fan ist und kommen konnte, der ist heute Abend anwesend. Zu nachhaltig ist die legendäre 2010-Acoustic-Performance des Kollektivs in der Dechenhöhle im Sauerland noch in den Köpfen vieler Fans verankert. Denn eine Acoustic-Show von AMENRA ist ein perfekt einstudiertes und nachhaltig-prägendes Live-Phänomen – ein Reigen gelebter Kunst und Ästhetik im monochromen Schwarz. Diesen Beitrag weiterlesen »

“Music takes different people to different places.” – Ein Interview mit MYRKUR

13. September 2014

myrkur2Relapse zaubert eine dänische Überraschung aus dem Hut. Das Ein-Frau-Black-Metal-Projekt dürfte der Tipp für die nun bald immer kürzer werdenden Tage sein. Aus den Frostfängen fräst sie das Gestern heraus. Sie umgürtet es mit ihrer Schaffensglut. Sie schöpft da etwas Eigenes. Ein wunderbar kratziges und widerborstiges Ding von einer Debut EP steht ab sofort in den Regalen. Hört, Hört! Diesen Beitrag weiterlesen »

Noch immer Schemen im Schatten – Interview mit ESBEN AND THE WITCH

28. Juli 2014

esben and the witch coverErinnert ihr euch noch an das viel gelobte Musikjahr 2011? Ätherischer Dunkelpop war neben Witch House im „schwarzen Mainstream“ Sound der Stunde – und ESBEN AND THE WITCH neben THE XX einer der Gewinner des „Nightmare“-Pop-Hypes; hochgefeiert in popkulturellen Hochglanz-Magazinen und vom Dark-Wave sozialisierten, nostalgischen Ex-Grufti-Redakteuren im Feuilleton gepusht. 2008 im britischen Küstenstädtchen Brighton als Trio gegründet, gab es nach einer vielbeachteten EP pünktlich zu Halloween 2011 das viel gefeierte Debüt „Violet Cries“, welches unheimliche Synthesizer-Klänge mit doomigen Gitarren und Gesängen aus einer anderen Dimension verband. Ein wunderbar ästhetisches Werk, welches in der Nachbetrachtung allerdings nicht immer vollends überzeugen könnte. Gleiches gilt auch für den 2013-Nachfolger „Wash Your Sins, Not Only The Face“. Die Stücke verloren sich in ihrer abstrakten Konzeption, wollten manchmal zu viel gleichzeitig als auf den Punkt zu kommen. Am Ende des Tunnels blieb es oft dunkel. ESBEN AND THE WITCH machen es ihren Hörern schließlich nicht immer leicht ihnen folgen zu können. Glaubt man, die ein oder andere Melodie noch ein Weilchen hören zu dürfen, verpufft diese als schemenhafte Miniatur im geheimnisvollen Licht. Dennoch konnte das britische Trio binnen kurzer Zeit eine beachtliche Fanschar um sich versammeln, die das Bedürfnis haben, in die mysteriöse Musik dieser Formation vollends einzutauchen. Nun steht „A New Nature“, das dritte Studioalbum, in den Startlöchern – diesmal wählen die drei bibliophilen Musiker aber den direkten Weg. Die Effektpedale bleiben im Keller. Die Band reduziert sich auf eine spartanische Instrumentierung, zu hören sind hauptsächlich Skelette aus Gitarren, Bass und Drumcomputer– über allem schwebt stets die mysteriöse Stimme von Sängerin Rachel. Im Interview mit BLACK verrät Gitarrist und Komponist Thomas, warum ESBEN AND THE WITCH eine Art Neuanfang wagen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Interview mit A VICTIM OF SOCIETY (GR)

27. Juni 2014

Wann hat man schon einmal die Gelegenheit eine griechische Band in ihrer Heimat zu treffen und mit ihnen ein Gespräch zu führen? Aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts in Griechenland habe ich beschlossen in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit griechischen Künstlern zu führen. Es lohnt der Blick über den Tellerrand. Athen: Einmal im Jahr öffnet das Hellenic Cosmic Center seine Pforten für das PLISSKEN FESTIVAL – meiner Meinung nach ein ebenbürtiger Pendant zum deutschen MELT-Festival in Ferropolis. Neben einer exquisiten Mischung aus internationalen Acts aus Electronica, Garage-Rock, Indie und Club-House wird auch verstärkt der nationalen Szene reichlich Raum gewährt. Auf vier Bühnen gab es zur fünften Ausgabe unter anderem so illustre Künstler wie The Soft Moon, The Black Keys, 65daysofstatic, Fuck Buttons, Crocodiles, Wild Beats, Nightmares On Wax oder der großartigen griechischen Traditional-meets-Modern-Tunes-Fusion-Band Imam Baildi Soundsystem, live zu erleben. Diesen Beitrag weiterlesen »

SANKT OTTEN – Interview

9. Juni 2014

SANKT OTTEN ist eine elektronische Formation, die ursprünglich von Mastermind Stephan Otten als Soloprojekt gegründet wurde und aus hiesigen Landen kommt, nämlich aus Osnabrück. Das heutige Duo – verstärkt durch Oliver Klemm – wurde im Jahr 1999 gegründet und erzeugt atmosphärisch melancholische Elektroklänge, die mir hörbaren Einflüssen der Berliner Schule (Tangerine Dream) versehen wurden und driften dadurch stark in den Trip Hop/ Ambient Bereich ab! Die Veröffentlichungen von SANKT OTTEN tragen solch opulente und romantisch verklärte Titel wie “Eine kleine Traurigkeit” oder “Gottes Synthesizer” und “Stille Tage im Klischee”, zudem traten Gastmusiker wie Jaki Liebzeit und Harald Großkopg bei ihnen auf. Ich traf die beiden nun bei einem Konzert in Osnabrück und durfte gleich mal ein paar Fragen stellen, viel Spaß. Diesen Beitrag weiterlesen »

” … any day we play is a better day than when we don’t” – Colleen Kinsella (BIG BLOOD) im Gespräch

29. Mai 2014

Über BIG BLOOD sprechen, heißt zunächst über ein Duo zu reden, dessen Wirken sich scheinbar von selbst speist. Tatsächlich trägt die Musik Colleen Kinsellas und Caleb Mulkerins eine Subströmung in sich, die in unvollendete Verheißung mündet. Oftmals wirken BIG BLOOD-Stücke so wie eine vertonte Scherenschnittcollage. In die Reihungen, in die Aufzählungen hinein brezelt das Paar immer als suggestive Chronisten diverse klangintensive Details. Diese werden anschließend sowohl in Form als auch in Inhalt ins Ekstatische moduliert. Deshalb wollten wir nicht von BIG BLOOD sprechen, sondern mit ihnen.

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“We often let pieces of music sit back in our subconscious …” CYCLOBE im Gespräch

24. April 2014

Ereignisblitze schlagen aus den Wolken. CYCLOBE sind wieder da. Oder waren nie weg. Oder kehren zurück. Mit “Sulphur-Tarot-Garden” und “The Visitors” liegen zwei (Wieder-) Veröffentlichungen vor, plötzlich herangespült – gleich einer untermeerisch wehenden Ölfahne. Dabei sind Ossian Brown und Stephen Thrower sicherlich dem Kreise jener zuzuordnen, die verstehen, dass große Kunst sich als Überwindung von Unwahrscheinlichkeiten äußert und dementsprechend wirken. CYCLOBE haben definiert ohne Definitionen verfassen zu wollen. Sie prägen ohne Daseinskult. Aber vor allem haben sie die Grenzen des Ausdrucks verschoben, indem sie diese erweiterten. Für all jene, die die beiden sympathischen Briten neu – oder wiederentdecken wollen, ist das nun folgende Gespräch… Diesen Beitrag weiterlesen »

“I believe music speaks to deep levels of our subconscious and that is why we are so attracted to it” – Christina Vantzou im Interview

4. März 2014

Staunen und schweben – zwei sehr wohl passende Vokabeln um sich den Arbeiten Christina Vantzous zu nähern. Musik, wie eine leise Eruption, vulkanisch ohne zu verglühen. Sie fordert den innere Überstieg nahezu ein. Ihre Arrangements pendeln vom Orchestralen zum Elektronischen – vom Kammermusikalischen zum Soundtracklastigen. Nach ihrem Beitrag für Adam Wiltzies THE DEAD TEXAN legt sie nun mit “Nº2” ihr bereits zweites eigenes Album vor. Grund genug, um die in Brüssel heimische Musikerin zu einem Gespräch zu bitten… Diesen Beitrag weiterlesen »

“Our private lives and artists lives are pretty much the same thing” – MAMIFFER im Interview

8. Februar 2014

Mit den Arbeiten MAMIFFERs vertraut zu sein, bedeutet zu wissen, was es heißt, wenn das Hörbare zum Wunderbaren wird. Lauscht man diesem Wunderbaren, kann sich bisweilen der Eindruck einstellen, hier feinsten Traumregungen beizuwohnen. “Das Kunstwerk stellt eine Welt auf“, dieser Heidegger-Satz fasst wohl am besten das ein, was das Werk von Faith Coloccia und Aaron Turner auszeichnet. Ihr Wirken überspannt den Horizont als Feier der Augen- und Ohrenlust. Ihr Musizieren ist ein Erzählen mit anderen Mitteln und es entspringt einem Dasein, welches andere Farben trägt. Dabei könnten die bisweilen melancholischen Stücke als Spuren eines übergroßen Verlustes interpretiert werden. Jedoch verharren Faith und Aaron nicht als Reservisten der Verzweiflung. Denn gleichzeitig weicht diese große Schwere in anderen Momenten einer Leichtigkeit, die durch nichts außer ihrer Flügel belastet scheint. Jene, denen Leben nicht nur passiert, pflegen ihre Passionen. Faith und Aaron leben sie. Diesen Beitrag weiterlesen »

BLACK COMPENDIUM 2011

21. Dezember 2011

Ab sofort lieferbar !

Umfang : 72 Seiten; Preis : 6.00 Euro

Neben massig Rezis auch Interviews mit ANTLERS MULM, CADAVEROUS CONDITION,  STEVE VON TILL, CHELSEA WOLFE, GRAYCEON, KINIT HER, SOFT KILL, WINDY & CARL, LOCRIAN, KODIAK, DAVID V. D`ANDREA, SUN DEVOURED EARTH, WRECK AND REFERENCE  und vielen mehr ……

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