10. Dezember 2011
Selten gestattet ein Schaffender dererlei Einsicht in sein Wirken und umhüllt diese gleichzeitig so gekonnt, wie Dan Barrett. Sein Soloprojekt GILES COREY überwältigt in jeder Hinsicht. Auf der inhaltlichen Ebene finden sich mit den Themen Suizid und Depression die beiden Hauptstränge des Albums. An diese knüpfen sich Nebenstränge, beschweren das ohnehin Niederdrückende, das sich irgendwo dort befindet, wo die Enden der Hauptstränge ins tiefste Schwarz verschwinden. Musikalisch liefert Barrett ein kaum beschreibbares Unikum ab, das sich von fast jeder Stilrichtung zu bedienen und nähren weiß – und doch dominiert das Folkige. Ob es nun der Soundtrack einer Rückkehr oder der des Ganges vor das finale Gericht ist, wird in diversen Publikationen heiß diskutiert. >Hermetiker< raunen die Einen, >Überwältiger< zischeln die Anderen. Ist Barrett am Ende ein Überschreiter, ein >Wiederbringer<? Auf jeden Fall berührt er, versetzt jene, die seine Arbeiten rezipieren, in Aufruhr. Die für dieses Interview verantwortlichen Redakteure hat indes am stärksten bewegt, dass dies Barrett`sche Album ein klare Beleg dafür ist, dass es immer noch Ungehörtes und Neues zu entdecken gibt. Vielerlei Fragen stellen sich und daher soll jener, an den sich die Songs “heranschleichen“, es nun am besten selbst erklären. Auftritt Dan Barrett! Diesen Beitrag weiterlesen »